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Vor einigen Jahren ereilte einen meiner Lieblingsfeinde, den bayrischen Ministerpräsidenten Franz-Joseph Strauß, auf der Jagd sein Schicksal: Er starb an einer Herzattacke, die er vermutlich seinem ausschweifenden Leben schuldete.
Wir arbeiteten uns jahrzehntelang an ihm ab - in seiner berüchtigten Sonthofener Rede vom 18.11. 1974 bezeichnete er linke Schriftsteller als "Ratten und Schmeißfliegen, gegen die man keine Prozesse führen würde..."
Auch der Spruch: "Lieber ein kalter Krieger als ein warmer Bruder" gab eine griffige Vorlage, ihn zu bekämpfen.
Politiker kamen und gingen seither. Keiner allerdings erinnert mich in seinem demagogischen, unartigen, unanständigen und bösartigen Auftreten so sehr an FJS wie der Westerwelle-Guido.
So ist jetzt quer durch den Blätterwald zu lesen, daß die FDP meint, die Kritik an im schade der Demokratie, ja , die kritische Berichterstattung schade Deutschland....
Einer, der so ausgrenzt und die Menschen, die durch seine Politik (und die seiner Partei) auf der Straße sitzen oder für ein Nasenwasser arbeiten müssen, führt sich nun auf, als wäre er der King. Der, den man nicht beleidigen darf, denn: "Létat- c'est moi."
Den Unterschied zwischen Strauß und dem falschen Fünfziger Westerwelle macht allerdings aus, daß man dem Strauß nie nachsagen konnte, er würde nicht echt sein.
Und so sagte er seinerzeit auch:
"Die Charakterlosigkeit der FDP verbunden mit ihrem Selbsterhaltungstrieb ist eine der zuverlässig berechenbaren Komponenten."
He was right, wasn't he?
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Ärgerlich ist, daß man wegen der dämlichen gehaltlosen Auslandsreisekritik nicht mehr auf Westerwelles Hartz-IV-Gerede eindreschen kann.
Er wird als Märtyrer einer dummen Opposition entkommen. Und Rösler werkelt im Hintergrund an noch weniger Geld für Nicht-FDP-Wähler. |
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Ach ja, Strauss ... man konnte sich wirklich gut an ihm abarbeiten. Und wenn ich manchmal das weiche Gelaber höre, sehne ich mich nach einem saftigen Rededuell Strauss/Wehner.
Rainer Kühn: stimmt, leider. |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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