Hermanitou

Nichts wurde gut.

27.10.2009 | 10:30

Schwarzgelb: Böcke zu Gärtnern gemacht

Ein Blick auf die Regierungsbank der Schwarzgelben, die in Berlin nun regieren, offenbart einen Trend, der  schon unter dem abgelaufenen Kabinett festzustellen war:

Die Böcke  werden zu Gärtnern gemacht,

die Zicken köcheln ihre gen-ialen Brühen.

Frau Schavan darf weiterhin Monsantu und die Gen-Ethik in die Bildungspolitik einwerfen und in den Ethik-Unräten der Republik ihr Unwesen treiben. Christlich bewegt säuselt sie weiterhin von der Wichtigkeit der Genmanipulation in Feld und Wald und sucht ihr Rückrat, das sie bereits im schwäbischen Kultusministerium verloren hat.

Und statt Kindern aus allen Schichten einen Zugang zu Abi und Uni zu ermöglichen, erhalten die Arzt-Manager-Banker-Unternehmertöchter-und söhnlein ein Stipendium von 300 €. Die Elite elitärt sich selbst, während die Kinder der Arbeitnehmer und Hartzer auf der Haupt-und Realschulstrecke in die Bildungssackgasse getrieben werden.

Den Gipfel aber setzt die Merkel mit der Ernennung von Schäuble zum Finanzminister drauf:

Der Mann, der einen Koffer mit 100.000 € nicht findet, nicht erhalten hat oder schwarz verbucht hat (Kohl-Spendenaffaire) darf jetzt mit Milliarden € spielen.  Das ist eine Qualifikation, die sich wie das damalige Geldköfferlein gewaschen hat!

Dazu passt, daß das schwäbische Finanzgenie Öttinger die Republik als Komissar in Brüssel vertritt. Treten und vertreten war schon immer seine Sache, er hat noch kein Fettnäpfchen versäumt, um nicht in Dasselbe zu treten Einer seiner letzten Geniestreiche war es, den Bildungsplan BaWÜ für Vorschulkinder (wir wissen alle: Bildung ist SOOOO wichtig!) von verbindlich auf unverbindlich herabzustufen, weil kein Geld in seinem Haushalt für die Einführung desselben zu finden war.Vielleicht wird Öttinger dann in Brüssel fündig und findet das Geldköfferlein, daß der Schäuble irgendwo alzheimer-mäßig vergessen hat.

Qualifiziert wie sein Vorgänger, der für-immer-Jung, ist sein Nachfolger  Hadschi Halef Omar Leopold Wilhelm von-und- zu Guttenberg. Als Kriegsminister muß er eigentlich nur dafür sorgen, daß die Landesverteidigung global von der Antarktis (Flagge setzen nicht vergessen wegen den Ressourcen dort) bis Afghanistan mobil unterwegs ist, eine ständige  Nachfrage nach Tornados, Minenräumern und Zerstörern garantiert ist und der Rüstungshaushalt floriert. Denn da zu sparen würde die Existenz der Republik bedeuten, nicht wahr?  Nein, nicht wahr!

Die unbestrittene Qualität von Westerwelle als Außenminister ist seine Fähigkeit, Duz-Freundschaften zu Männern zu schließen. Wie geschehen neulich nachts, als der Guido endlich nach so vielen Jahren Horst zu Seehofer sagen durfte. Und ich freue mich für ihn, den First-Guido dieser Regierung, daß er demnächst Barak zu Obama und Nicolas zu  Sarkozy sagen darf.  Die ihm vertraute Ebene der Männerfreundschaften ist eine Schlüsselqualifikation für den Außenminister, den Guido der Nation. (Ich sorge mich nur, ob er mit den vielen Vornamen des Herrn Guttenberg klarkommt).

Soziale Kälte zieht auf, sagen viele. Ich sehe das nicht so, vielmehr:

Die Böcke und Zicklein werden das Unkraut wachsen  lassen und die letzten zarten Pflänzlein der Demokratie, der Gleichberechtigung und der Menschlichkeit gehörig anknabbern.

 
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Kommentare
jayne schrieb am 27.10.2009 um 10:53
Da ist nicht mehr vieles hinzuzufügen, vielleicht nur, daß es ein anderer freitag-artikel im untertitel auch schön auf den punkt bringt: "Schwarz-Gelb räumt mit dem Vorurteil auf, besser mit Geld umgehen zu können." Ja, und die pflänzchen der demokratie und gegenkultur stehen in der gefahr, arg verbissen zu werden ...
Hermanitou
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luggi hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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