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Blogbeiträge

05.03.2011 | 21:39 holger1407

Personenkult und Massenphänomene

Ich wollte eigentlich auf die Kommentare zu meinem Blog-Beitrag  Hitler-Vergleich und mangelhaftes Demokratieverständnis antworten. Der Umfang ist aber stetig gewachsen, so dass ich mich entschieden habe, einen eigenständigen Blog dara... >> mehr
05.03.2011 | 02:18 holger1407

Hitler-Vergleich und mangelhaftes Demokratieverständnis

  Es gibt viele überflüssige Bilder und Vergleiche - die Nahestellung zum Dritten Reich oder gar der Person Hitler geht meist fehl und über die Grenzen des guten Geschmacks und Anstandes! Den politisch gefallenen Karl-Theodor in ein Bild ... >> mehr
02.03.2011 | 13:19 holger1407

Neue Schwerpunkte in der Innenpolitik?

Thomas de  Maizière hat sicherlich in der Welt der Internetnutzer auch für Aufregung gesorgt, dennoch habe ich seinen Kurs und seine Standpunkte insgesamt immer nachvollziehen können und für einen Innenminister halbwegs maßvoll... >> mehr

Kommentare

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Der böse Wulff

Politik | 06.01.2012 | 12:25 Jakob Augstein
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06.01.2012 | 13:28 holger1407
Lieber Herr Augstein, ich teile Ihre Einschätzung zu Herrn Wulff und auch zur Erfüllung der Aufgabe der Medien, inklusive der, irgendwie, neuen Rolle der BILD-Zeitung. Aber was nun? Instrumente, Her...
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06.01.2012 | 16:03 holger1407
Lieber Charly W., vielen Dank für Ihren erhellenden Beitrag! Allerdings befürchte ich, dass ich mich in meiner ursprünglichen Meldung undeutlich ausgedrückt habe. Mir liegt nichts an einem Schongang gegenüber Wulff. Soweit es weitere ungeklärte Dinge gibt, die nicht im Bereich der, so scheint es mir an mancher Stelle, eher haarspalterischen Nachfragen immer wieder aufgezäumt werden, um die Diskussion am Leben zu erhalten, soll und muss es dort auch weitergehen. Da ist die Eingabe von Wolfgang Thierse absolut korrekt. Aber: (derzeit) gibt es keine erkennbare juristische Relevanz von Wulffs Verhalten, die rechtlich dazu geeignet ist, ihn in seinem Amt in Frage zu stellen. Da er die moralischen Vorhaltungen als nicht ausreichend für einen Rücktritt empfindet und, wie ich schon schrieb, glatter als seinerzeit Herr Kohl daher kommt, stelle ich mir die Frage, ab wann die Presse in ihrer Funktion Schaden nimmt, wenn sie sich nach meinem Empfinden so sehr auf ihn einschiesst, weil er eben nicht der Forderung des Blätterwaldes folgt und seinen Sessel räumt. Wo ist der Punkt erreicht, wo durch das dauernde Berichten über dieselben Fakten mit sich nur in Nuancen unterscheidendem Inhalt der Eindruck entsteht, dass Herr Wulff Herrn Diekmann und Co. die Förmchen geklaut hätte. Die allgemeine Empörung bei KTZG war über einen längeren Zeitraum so hoch und nachvollziehbar, weil er das Offensichtliche nicht eingeräumt hat. Wulff räumt, zwar sehr behände, ein, wertet aber eben auch die bekannten Fakten als nicht für einen Rücktritt ausreichend. Das kann man nicht akzeptieren wollen, muss man aber vielleicht irgendwann, um in der eigenen Glaubwürdigkeit nicht zu verlieren? Beste Grüße Holger Janutta
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Der böse Wulff

Politik | 06.01.2012 | 12:25 Jakob Augstein
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06.01.2012 | 13:28 holger1407
Lieber Herr Augstein, ich teile Ihre Einschätzung zu Herrn Wulff und auch zur Erfüllung der Aufgabe der Medien, inklusive der, irgendwie, neuen Rolle der BILD-Zeitung. Aber was nun? Instrumente, Herrn Wulff aus dem Amt zu entfernen, sind nicht ersichtlich, so lange sich keine relevanten Rechtsverstöße im Zusammenhang mit seiner Amtsausführung (auch als Ministerpräsident) heraus stellen. Den Medien ist Wulff zuwider, die Meinungsumfragen in der Bevölkerung sind sicherlich nicht so differenziert, dass sich tatsächlich ein verwertbares Meinungsbild ablesen ließe. Soll es jetzt so sein, dass über die kommenden Wochen, Monate, vielleicht sogar Jahre ununterbrochen weiter über Wulff und seine nicht vorhandene Eignung berichtet wird? Sehen Sie persönlich nicht in naher Zukunft den Punkt erreicht, an dem man auch als Presse sagen muss: "Chapeau, Herr Wulff, glatter als der Kohl, uns reicht´s", um wieder zu einem gesünderen Maß der Beachtung für Herrn Wulff in der öffentlichen Wahrnehmung zu kommen? Herr Diekmann streitet ab, Politik machen zu wollen und den Fall Wulffs zum Ziel zu haben. Die Entrüstung der Presse kann ich nachvollziehen, aber wäre es jetzt, wo es keine neuen wirklich berichtenswerten Erkenntnisse um seine Verfehlungen mehr gibt, nicht besser, ihm die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die er verdient? Nämlich keine? Beste Grüße Holger Janutta
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Wie ein wildes Tier

Politik | 31.05.2011 | 14:15 Jakob Augstein
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01.06.2011 | 10:20 Magda
Das ist eine empörend einseitige und unausgewogene Darstellung, die Empathie nur in eine Richtung zeigt. Was ich bisher dazu vernommen habe, war ausgewogener und wurde allen Seiten gerechter. So wi...
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01.06.2011 | 10:35 holger1407
Genau! Selbst wenn ein Beschuldigter wegen Vermögensdelikten angeklagt ist, ist es für das Gericht unter Umständen wichtig, sich ein Bild über den Leumund des Beschuldigten zu machen. In einem Vergewaltigungsprozess, in dem Aussage gegen Aussage steht und wo nicht einmal Gutachter sagen können, ob das (potentielle) Opfer durch den Beschuldigten verletzt wurde oder sich die Verletzungen selbst beigebracht hat, ist es für die Wertung der Aussagen von entscheidender Bedeutung, welches Verhalten der Beschuldigte in anderen Beziehungen an den Tag legt. Selbst wenn eine Ex-Partnerin ihn aus moralischer Sicht wie das letzte Schwein erscheinen lässt - soweit sich aus so einer Aussage keine gewalttätige Neigung erkennen lässt, ist so eine Aussage für den Beschuldigten unter Umständen eher positiv als negativ. Je mehr ich mich jetzt im Nachhinein mit dem "Fall Kachelmann" beschäftige, desto unsäglicher erscheint mir die Rolle der Medien. Dass ein Staatsanwalt auf dem Rücken eines Prominenten Karriere machen will ist genau so verwerflich, wie die anfängliche ungenierte Lagerbildung der verschiedenen Medien! Und da hätte ich mir von Herrn Augstein mehr Objektivität gewünscht oder zumindest mehr Erklärung für seine Beweggründe der Parteinahme erwartet.
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Wie ein wildes Tier

Politik | 31.05.2011 | 14:15 Jakob Augstein
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31.05.2011 | 16:17 holger1407
Lieber Herr Augstein, Ihrer Kritik am Justiz-Apparat in Mannheim kann ich nur teilweise zustimmen. Dass die Medien keine Schuld träfe, ist mir nicht differenziert genug. Das Auftreten und die Motive des Staatsanwaltes sind mir von Beginn der Prozessberichterstattung als zumindest "besonders" in Erinnerung geblieben. Der vorsitzende Richter hat auch nicht über den gesamten Verlauf des Verfahrens die zu wünschende Souveränität ausgestrahlt. Aber kaum ein Richter wird im Laufe seiner Karriere Routine in Fällen wie diesem erlangen können. Es haben sich von Beginn an in der Berichterstattung Lager gebildet. Die überraschende Koalition von Alice Schwarzer und BILD auf der einen Seite, die um Objektivität bemühten Medien auf der anderen. Allerdings schien es auch da häufig so, dass, aufgrund der Positionierung des ersten Lagers Contra-Kachelmann, immer ein wenig Abweichen von der Unparteilichkeit Pro-Kachelmann entschuldigend in Kauf genommen wurde. Die von mir sehr geschätzte Giesela Friedrichsen hat, soweit ich erinnere, auch durchaus hier und da erkennen lassen, dass sie schon allein aufgrund der Prägung der Stimmung durch die Boulevard-Journaille eine sehr viel weniger objektive Position einnimmt, als gewöhnlich. Dem tatsächlich unsäglichen Staatsanwalt hat Kachelmann seinen unsäglichen Schwenn entgegen setzen können. Auch von Seiten der Verteidigung ist in diesem Verfahren ein Beigeschmack aufgebaut worden, der dem Ansehen der Justiz in unserem Lande nicht gut getan hat. Ihren Auftrag haben beide erfüllt, dabei an vielen Stellen augenscheinlich jeden Anstand vermissen lassen. Ob es nun allerdings unerheblich für das Verfahren ist, wie sich der Leumund von Herrn Kachelmann darstellt, an dem in der Öffentlichkeit sicherlich das größte Interesse bestand, möchte ich bezweifeln. Bei Strafverfahren wegen Sexualdelikten muss sich das Gericht für die Wertung der Aussagen von Opfer und Beschuldigtem doch ein möglichst genaues Bild machen können. Dazu ist es teilweise unerlässlich, Leumundszeugen zu vernehmen. Da es den Grundsatz des öffentlichen Verfahrens gibt, kommen in solchen Zeugenvernehmungen für Opfer und Beschuldigten unter Umständen unangenehme Dinge zu Tage. Hier kommen dann eben doch die Medien ins Spiel, die dies aus dem Gerichtssaal nach Außen tragen, um das öffentliche Interesse und den Voyeurismus zu befriedigen. In welcher Art und Weise dies geschieht, ist dann eben auch in der Verantwortung der Medien. Mag eine auch pikante Aussage im Gerichtssaal noch sehr von Sachlichkeit geprägt sein, findet dies doch häufig erst in um die Sachlichkeit entgräteter Form den Weg in die Medien. Für den Fall des Herrn Kachelmann waren für ihn sicherlich unangenehme Aussagen von ehemaligen Geliebten nicht schmeichelhaft, aber unter Umständen dennoch nützlich und für seinen Freispruch von entscheidender Bedeutung. Es zeichnet sich dem Gericht das Bild eines Mannes, der sich im Umgang mit seinen Partnerinnen nicht so verhält, wie es der Norm entspricht. Dass er aber über sein moralisch sicher zweifelhaftes Verhalten hinaus in der Vergangenheit schon strafrechtlich relevant in Erscheinung getreten sei, konnten diese Aussagen eben nicht belegen. Anders herum gab dies Einsicht in die Motive des potentiellen Opfers, die bei der Gewichtung ihrer Aussage eine wesentliche Rolle gespielt haben dürften. Ein Sexual-Strafverfahren ist immer entwürdigend! Für das potentielle Opfer ist es das immer und im Falle der Unschuld für den Beschuldigten ebenso. Der Freispruch konnte die Würde Herrn Kachelmanns nicht wieder herstellen, da haben sie völlig recht. Aber diese wurde ihm nicht allein durch das Verfahren und das Verhalten der Justiz genommen, sein Lebenswandel tat, wenn auch strafrechtlich nicht relevant, einiges dazu! Ich bediene mich zum Schluss noch einer sehr wenig differenzierten Kausalkette: - Wäre Herr Kachelmann nicht prominent, hätte es kein so großes Interesse an dem Verfahren und seinem Lebenswandel gegeben. - Wäre Herr Kachelmann nicht prominent, hätte er vielleicht nicht so viel "Erfolg" bei Frauen gehabt. - Hätte Herr Kachelmann sich immer anständig verhalten usw. usf. - "Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um!" - Jesus Sirach 3, 27 Beste Grüße Holger Janutta
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Personenkult und Massenphänomene

05.03.2011 | 21:39 holger1407
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07.03.2011 | 09:12 claudia
Selbstzitat und Korrektur: >>„Karl Theodor, BILD und Kerner haben es geschafft, Menschen für Karl Theodor zu begeistern. Politische bleiben aus dieser Begeisterung vollständig ausgeklammert."<< Es s...
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07.03.2011 | 14:52 holger1407
Ich stimme Ihnen zu: die Kritik an zu Guttenberg wurde zu lange auf der falschen Ebene geführt! Aber, darin sehe ich zumindest dann auch Ihren Ansatz, eine tiefergehende Kritik an zu Guttenberg wäre eben auf eine generelle Systemkritik hinausgelaufen, die weder die politische Klasse, noch die Medien wirklich wollten. Wir sehen am SPON-Beitrag von Herrn Fleischhauer vom heutigen Tage, dass man sich über die Scheinheiligkeit empört, dass die Empörung in der SPD über KTzG so groß war, aber der Herr Altbundeskanzler Schröder sich von dem bösen AWD-Mann hat aushalten lassen. Die Verflechtungen von Wirtschaft und Politik ist tatsächlich zum Selbstzweck geworden und darüber wird viel zu wenig gesprochen. Ich habe mir neulich mal die Mitgliederliste, soweit bei Wikipedia aufgelistet, des "Atlantik-Brücke e.V." angesehen. Wenn es um Transparenz geht, würde mich schon interessieren, wie Politiker ihre Mitgliedschaft in einem solchen Lobby-Club rechtfertigen. Cem Özdemir in einem Club mit Jürgen Großmann? Dass sich da nicht alle grün sind, sieht man sicherlich in der Auseinandersetzung über bestimmte Fragen. Aber dass wir es hier mit einer elitären Organisation zu tun haben und dass auch Politiker der Grünen hier nicht ohne Selbstzweck sind, lässt sich schon sehr sicher vermuten.
>> mehr
holger1407
Ich komme aus Münster und lebe seit drei Jahren im Großraum Hamburg. derFreitag ist mir zufällig in die Hände geraten und da ich immer mal wieder eine Plattform suche, um mich mitzuteilen, ist das doch eine prima Gelegenheit!
Ort:
Ahrensburg
Mitglied seit:
1 Jahr 12 Wochen
Zuletzt aktiv:
06.01.2012
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 3
Kommentare: 10
Logbuch
01:11
xxm hat gerade einen Kommentar geschrieben.
01:05
DandelionWine hat gerade einen Kommentar geschrieben.
01:04
Wolfram Heinrich hat gerade einen Kommentar geschrieben.
00:38
luggi hat gerade einen Kommentar geschrieben.
00:31
xxm hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
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