Hotzli

Blog von Hotzli

02.06.2011 | 19:24

Sanfter Betrachter: Wenige Zeilen zu Enzensbergers "sanftes Monster"

Endlich! Ein Beitrag, wenn auch nur eine kleine Schrift, zu Europa, zur europaeischen Kommission von Enzensberger. Kein Politikwissenschaftler, kein Soziologe - nein, Enzensberger. Die paar Dutzend Seiten lesen sich schnell und irgendwie erinnern sie mich an eine andere kleine Schrift, die von Stephane Hessel; jenes "Empoert euch", das die Demonstranten von Madrid bis Berlin auf Plakaten vor sich hertragen.

Nicht nur im Umfang aehneln sich beide Werke, auch im Ton. Der ist naemlich ueberaus "sanft".  Fast schon grossvaeterlich steigen beide von ihren intellektuellen Hoehen herab, um ihren Anliegen etwas Gehoer in dieser gleichgueltigen Welt zu verschaffen. Man koennte auf die Idee kommen, dass sich beide sogar abgesprochen haben. Hessels sanftes Gefluester bringt die Jugend auf die Strassen.  Enzensberger treibt sie weiter nach Bruessel.

Sanft sind die Schriften und auch irgendwie wohltuend. Fast schon wie  Hustenbonbons gegen die Verklaerung. Endlich darf man mal etwas dagegen sagen! Gegen das sanfte Monster und die Gleichgueltigkeit.  Aber irgendwie scheinen beide doch nur Theater.

Theater - das sind die letzten Seiten in Enzensbergers Schrift tatsaechlich. Dort, was wohl die besten Seiten des Werkes sind, bettelt ein Generaldirektor aus der Europaeischen Kommission den Gelehrten darum nicht allzu hart ins Gericht zu gehen. Dabei war alles doch nur ein Probeschauspiel - wusste er das denn nicht? 

 

 
Senden Bookmarken Drucken
Hotzli
Fuer ein gerechtes Europa.
Mitglied seit:
02.06.2011
Zuletzt aktiv:
04.12.2011
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 2
Kommentare: 2
Logbuch
01:27
xxm hat gerade einen Kommentar geschrieben.
01:11
xxm hat gerade einen Kommentar geschrieben.
01:05
DandelionWine hat gerade einen Kommentar geschrieben.
01:04
Wolfram Heinrich hat gerade einen Kommentar geschrieben.
00:38
luggi hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG