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Was haben die Probleme der Zigeunerkinder in Tschechien, das Interview des Bankiers Leo Sarazzin und das schweizerische Votum über den Bau von Minaretten gemeinsam? Auf den ersten Blick gar nichts. Doch. Alle drei Themen sind heiß diskutierte Probleme und Paradebeispiele, wie unterschiedlich der Normalbürger und die offiziellen politischen Organe, die Presse inbegriffen, die alltägliche Realität wahrnehmen.
Tschechien und ihre schwierigen Mitbürger – die Roma, oder, wie sie landesüblich genannt werden – die Zigeuner. Das kleine Land ringt schon seit Jahren - unter dem Argusauge der Weltöffentlichkeit - gegen die Gummiwand der Nomadenmentalität der Zigeuner und versucht das schierunmögliches Zusammenexistieren zweier Lebenseinstellungen -mindesten auf der kleinsten Basis- zu gestalten. Die Ergebnisse sind unterschiedlich bis bescheiden und an der Kritik fehlt es nicht, hauptsächlich von den Zeitgenossen, die ihre dunkleren Mitbürger meistens nur aus der Presse kennen.
Im September gingen die Wogen der Beschuldigungen wieder einmal ,hoch, diesmal waren die Opfer die „weißen“ Eltern in einem Viertel der mährischen Stadt Brno, das an Straßen, wo seit Jahrzehnten nur die Zigeuner leben, grenzt. Hier stehen sich zwei ganz normale Grundschulen gegenüber. Am Schulanfang saßen in der einen nur die Romakids, in der anderen der Rest. Es hat sich gezeigt, dass die weißen Eltern, falls sie sich in die erste Schule verirrten, als sie sahen, oh jäh, mein Lukas oder meine Klara bleiben in der Klasse buchstäblich die weißen Raben, haben schleunigst ihren Nachwuchs hinübergebracht.
Die Empörung war groß. Die Schulbehörde wunderte sich und ärgerte sich, weil sie sich gezwungen sah, zu agieren. Die „Beamten der Toleranz“, die in eine Gegend freiwillig nicht einen Fuß setzen würden und ihre Kinder in die besten Schulen schicken, waren entrüstet, was für ein Rassismus und warfen den verzweifelten Eltern vor, sie machen sich das verdammt einfach.
Die Unkenntnis der so unterschiedlichen schulischen Ausgangsituation der Romakinder, (die nie vorher ein Buch oder Malstifte in der Hand hatten, den Bleistift nicht halten können, die Sprache kaum kannten), ist der beste Beweis über die behördliche Ignoranz und die absolute Entfernung der Beamter und Politiker von Problemen, die Normalbürger bewältigen müssen.
Warum sollte man nach Lösungen suchen, es ist einfacher die moralische Keule zu schwingen, die Betroffenen und Ratlosen als Rassisten und Untoleranten zu bezeichnen, es lebe die bequeme Political Correctness !
Kürzlich empörten sich die „Bürokraten der Integration“ ähnlich über die veritablen Aussagen des Herrn Sarazzin über die verschwiegene katastrophale Situation in den -ofiziell nichtexistierenden muslimischen Ghettos. Auch er, erfahren und pragmatisch, wurde von der deutschen Presse wüst beschimpft, beleidigt und zu einem Rassisten degradiert.
Und jetzt das Schweizer Votum über die Minarette! Die Reaktion der deutschen Presse war eindeutig. Mit der ihren eigen Arroganz haben die Journalisten dem
Schweizer Normalbürger die Fähigkeit über sein Land und Leben zu entscheiden einstimmig abgesprochen und den Volksentscheid in Frage gestellt. Und gleich danach kamen die Entrüstung der Politiker. Die Schweizer Justizministerin sprach diffus von verschiedenen Ängsten, die Franzosen waren geschockt, die Türken beklagten die Untoleranz, die Islamikone Tariq Ramadan beschuldigte die Schweiz, den Islam in Frage zu stellen, viele Unternehmer bangen um ihre Investitionen. Der Obrigkeit fehlte die Bereitschaft sich mit real existierenden Ängsten auseinanderzusetzen. Von ihren oberen Positionen, weit weg vom Alltag, sahen sie keinen Grund.
Auf das Ergebnis reagierten deswegen viele mit Unverständnis und warfen den Schweizern Islamhass und religiöse Untoleranz vor.
Der Schweizer Journalist Roger Köppel schreibt in der FAZ:
„Ein Gespenst geht um: die Demokratie…es gehört zu den Berufsrisiken dieser Regierungsform, dass das Volk manchmal anders denkt als seine Regierung..“
Er hat recht. Im Internet haben die Schweizer überwiegend an Zustimmung erfahren. In den meistens Internetforen freute man sich, dass jemand endlich den Mut gefunden hatte und der Political Correctness zeigte, wie feige sie ist.
„Ich hoffe, die Schweiz bleibt bei ihrer Freiheit“, schreibt einer.
„Aus Angst oder aus politischem und wirtschaftlichem Kalkül wird eine Appeasementpolitik gegenüber dem Islam betrieben“, schreib Hamed Abdel-Samad, ein muslimischer Historiker. Er ist den Schweizern dankbar, dass sie nach den Dänen den Mut hatten, eine weitere heilige Kuh zu schlachten.
Der Normalbürger muss die Wirklichkeit um sich herum in der ganzen Härte wahrnehmen - vermummte Frauen, die Gewalt in muslimischen Familien, die Gewalt auf den Straßen, miserable Schulen, wo die muslimischen Rabauken den Ton angeben., während die Medien und die Politiker, je nach Belieben, alles Unbequeme ausblenden. Ein Ottonormalbürger – im Unterschied zu der politischen Elite- lebt mitten drin. Er muss sich Sorgen machen. Es kann doch nicht so weiter gehen, dass mein Kind kein Wurstbrötchen in die Schule mitnehmen kann, dass meine Tochter zum Boden schauen muss, wenn ein arabischer Macho vorbei geht, dass die homosexuellen Cafes schließen müssen und Juden sich tarnen. Da muss man doch was unternehmen!
8o% der Deutschen würden genauso wählen, wie die Schweizer. Die Politiker würden den blauen Himmel erleben, wenn sie das Volk entscheiden ließen.
„ Wenn die Muslime Anspruch auf Toleranz und alle Menschenrechte bei uns haben wollen, dann müssen sie zunächst einmal dafür Sorge tragen, dass wir hier in Westeuropa erkennen können, dass vom Islam keine Gefahr ausgeht, dass auch unsere westlichen Werte akzeptiert werden…“
Ähnliche Sorgen skeptische Einwende kamen zum Ausdruck in vielen Lesebriefen
Man muss von einem Staat erwarten können, dass er diese Tatsachen nicht weglügt, und sich nicht hinter billigen Aberurteilungen versteckt. Ein FDP Politiker sagt dazu:
„Bedenken der Bevölkerung dürfen nicht einfach als „islamfeindlich“ abgetan werden.“
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Beißhemmung bei Dir zum Beispiel, verstehe ich das richtig ?
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nö, glaub nich
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Bei wem dann ?
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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