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Nach Monaten der schlechten Nachrichten in den Wirtschafts- und Finanzteilen der Presse und einer ängstlichen und ehrfürchtigen Stimmung in der Bevölkerung, ist es an der Zeit mal wieder etwas positiver in die Zukunft zu sehen. Auch wenn es vielleicht schon wieder leicht abgedroschen klingt, aber nach dem sensationellen Sieg von Lena Meyer-Landrut Samstagnacht beim Eurovision Song Contest hat man gesehen, dass wir Deutschen auch anders sein können. Man freut sich für eine 19 jährige, die bis vor kurzem noch völlig unbekannt war, sich aber mit ihrem "bürgerlichem Charme" in unsere Herzen gesungen hat. Ihre Unbeschwertheit und Unbekümmertheit macht sie nicht nur in Deutschland, sondern auch in ganz Europa sympatisch.
Die Bilder von der Ankunft Lenas in Deutschland zeigt, dass wir doch ganz plötzlich von Lethargie auf Euphorie umschalten können! Das lässt doch hoffen! Und da ja in wenigen Tagen die Fussball WM startet und wir ja 2006 schon (auch wenn nur kurzfristig) eine tolle Stimmung im Land hatten, bin ich recht positiv gestimmt, dass die Zeit des Trübsal blasen vorbei ist! Hoffentlich! ;-)
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Was sagt eigentlich die klinische Psychologie zu Leuten die "ganz plötzlich von Lethargie auf Euphorie umschalten"?
Wenn "wir deutschen" nur dann aus einer angeblich misepeterischen alles schlechtredenden und düsteren Grundhaltung herausgerissen werden wenn, egal wo, egal wie, ein Sieg eingefahren wird, wird mir Angst und Bange. Was passiert denn wenn diese relativ harmlose siegerei ausbleibt? An wem lassen "wir" denn dann unseren aufgestauten Ärger aus? Das Siegen ist eine auch eine Droge von der "wir" dann immer mehr brauchen und zwangsläufig zur Beschaffungskrimminalität führt. |
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Das stimmt allerdings auch wieder! Ich sehe das Ganze auch eher als Initialzündung, die uns eine positivere Grundstimmung beschert.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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