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Dero Wohlgeboren, Karl-Theodor usw. usf. zu Guttenberg, von Gottes und Merkels Gnaden zum neuen Verteidigungsminister gegelt, stellte kürzlich höchstselbsten fest, daß es in Afghanistan durchaus „kriegsähnliche Zustände“ gebe (vgl. Interview in der „Bild“-Zeitung www.bild.de/BILD/politik/2009/11/03/afghanistan/interview-mit-minister-guttenberg.html).
Wer hätte das gekonnter, gelackter und gegelter ausdrücken können als Seine Durchlaucht?
Endlich entfällt das Gerede um den heißen Brei herum. Alberne Ausdrücke wie „friedensschaffende“, „friedenserhaltende“, „vertrauensbildende“ Maßnahmen, „bei einem Einsatz verunglückte“ Soldaten, „Opfer unter der Zivilbevölkerung“ können endlich zugunsten deutlicherer Worte fallengelassen werden!
Es können nun diese häßlichen Berichte aus dem Gebiet mit den kriegsähnlichen Zuständen entfallen. Vielmehr könnte eine Meldung etwa folgendermaßen aussehen:
„Ein oberstähnliches Mitglied der einsatzkräfteähnlichen Truppen der deutschen Bundeswehr hat eine luftangriffähnliche Operation der US-Armee auf zwei tanklastzugähnliche Fahrzeuge angefordert, die sich mutmaßungsähnlich in der Hand von talibanähnlichen Individuen befanden. Dabei kam es zu explosionsähnlichen Vorgängen, durch die leider auch viele (einigen Schätzungen zufolge eine Zahl, die der Dreißig ähnlich ist) zivilistenähnliche Subjekte in einen todesähnlichen Zustand versetzt worden sind.“
Herr zu Guttenberg hat sich um den Endsieg der deutschen Truppen an der Südostfront verdient gemacht und sollte deshalb künftig als verteidigungsministerähnliches Mitglied des regierungsähnlichen Gremiums der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet werden.
(Dieser Beitrag ist ein persönliches Werturteil.)
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Der letzte Satz erscheint mit Streifzugähnlich.
Ansonsten habe ich den Eindruck, dass diese zu-recht-gegelten Köpfe momentan Überhand nehmen, selbst wenn sie ihre Wortwahl langsam zumindest wirklichkeitsähnlich gestalten. |
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natürlich "mir", nicht "mit".
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Natürlich ist das letzte, satzähnliche Gebilde streifzugähnlich. Ich mövhte mich ja nicht wegen beleidigungsähnlicher Äußerungen strafbar machen.
Das ist also eine vorsichtsähnliche Maßnahme! |
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Ansonsten:
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Das löst bei mir freideähnliche Gefühle aus.
Darum sage ich Dir dankähnliche Worte. |
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schrieb am
15.11.2009 um 19:01
Meine Blechmütze hatte seinerzeit eine andere Form. Die Handhaltung war auch eine andere.
Erinnert mich irgendwie an "Seid bereit!" Na ja, "Immer bereit!" hat ja schon damals nicht gestimmt. Aber dieser grüne Stahlhelmschädel muß nun bis ans Ende des Internets... |
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hmmm löw augstein? :-)
danke I.D.A. Liszt für diesen Artikel. |
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Ich meinte eigentlich das blaue Blut, dass der gute Scar mit bestimmten anderen Leuten gemein hat. Und was er dann sonst noch so macht. Hyänen füttern z.B.
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Andere arme Tierchen ausbeuten und reißen auch.
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Und: "Bereit" ist er auch noch.
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@ cassandra:
>das blaue Blut, dass der gute Scar mit bestimmten anderen Leuten gemein hat< - 'gemein' ist das treffende Wort an dieser Stelle! |
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Der Clou: Soweit ich mich erinnere, fressen die Hyänen ihn hinterher. Ich bin mir aber nicht mehr ganz sicher.
Da hatte er sich wohl nicht genug mit ihnen gemein gemacht... |
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Der Wikipedia-Eintrag ist in Bezug auf bankenähnliche Institutionen und politikerähnliche Menschen sehr lesenswert, finde ich.
Der letzte Satz macht doch Hoffnung. |
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@Cassandra
das ist witzig, weil ich vor einiger zeit irgendwie märchenähnliches über hyänen und irgendwie linksähnliche büffel geschrieben hatte :-)) outnumber <----mag keine hyänen und auch kein blaues blut www.freitag.de/community/blogs/outnumber/rote-bueffel |
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Auch wenn mich fisurähnliche Zustände nicht interessieren, sieht dieser Blog einem Höhepunkt meiner heutigen Lektüre ähnlich. Zumal er der Realität nicht unähnlich ist. Woraus wir erneut schließen müssen: Krieg und Lüge sind Gewschwister.
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Ja, k.k., da hast Du völlig recht, sie stehen in einem geschwisterähnlichen Verwandtschaftsverhltnis zueinander.
Es bereitet mir zufriedenheitsähnliche Emotionen, daß Dir mein blogähnlicher Beitrag bei deiner lektüreähnlichen Freizeitgestaltung spaßähnliche Gefühle vermittelt hat. |
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schrieb am
15.11.2009 um 18:53
Wer lügt, stiehlt auch die Wahrheit und begeht Mord an ihr, um schließlich Kriege vom Zaun zu brechen.
Was dazu führt, dass ich übern Zaun hänge und breche. |
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Und dabei braucht man nicht immer expresis verbis zu lügen; man kann einfach lügenähnliche Ausdrücke verwenden.
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schrieb am
16.11.2009 um 19:18
ne, ne kk,
als erstes stirbt die Wahrheit, - aber ich will hier nicht zu viel schreiben, für Kriegstrommelgebrüll und Weltschmerzbekundung lass ich mich von Massenmedien bezahlen |
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"verteidigungsministerähnliches Mitglied" - müßte das dann nicht konsequenter weise "kriegsministerähnliches Regierungsmitglied" oder "unser mutmaßlicher Kriegsminister" heißen (je nachdem, wer dann im Endeffekt für die afghanisch-deutsche Malaise die Verantwortung übernimmt, im zweifelsfalle vielleicht die ehemalige DDR ...), und die Regierung sieht sich wirklich ähnlich ...
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Kriegsähnlichkeitsminister!
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Klasse Blog. Aus meiner Sicht vollkommen richtiges und zutreffendes Werturteil! Vielen Dank! Von Deinem Blog hier an dieser Stelle bin ich ähnlich wie streifzug sehr begeistert!
por |
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Heute sind alle irgendwie streifzugähnlich...
irgendwie streifzügig _________________________ derFreitag irgendwie linksähnlich |
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Genau ;O)
Das fasse ich aber als Kompliment auf! ;O) |
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@ Cassandra.
Das wäre schon der ultimumähnlichste Untertitel, den man sich wünschen könnte. |
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Ich glaube, wir haben einen Gewinner ;)
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Genau, danke für die Antwort.
Das wird streifzug freuen. Er hat es auch verdient, finde ich! ;O) |
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@ Tessa:
Everyone's a winner, baby. ;-) |
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Auch dieses Bild von dem feinen Herrn im feinen Anzug, dem ich ihm wirklich neide, weil er wirklich so gut zu ihm passt und daneben die anderen jungen Herren in diesen Anzügen mit Tarnfarbe in denen man in Afghanistan sehr plötlzlich sterben kann oder in denen man andere tötet. Und ich Schaf hatte gedacht Schröders Obszönität im Armani un mit der fetten kubanischen Zigarre im Mund wäre nicht zu überbieten.
So ein Bild , das "Dero Wohlgeboren" da bietet, kommt hierzulande und bei der entsprechenden Zeitung mit dem fetten B am Anfang sehr gut an. Seufz! |
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Stimmt. Die beiden täten gut zueinander passen. Und das mit "Schöders Obszönität im Armani" hast Du schön gesagt!
Da aknn man sich meisterfalk weiter oben anschließen, sich neben ihn über den Zaun hängen und erbrechen. Solche Figuren sind der Krieg - der Krieg der Reichen und Schönen (?) gegen die Armen. |
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Danke. ;O)
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Du Claqueur!
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"Was auch immer er an gedrechselten Banalitäten von sich gibt, ist auf unreflektierte Zustimmung ausgerichtet." Werner Pirker in der jungen Welt.
Aber: Hochadel trennt sich von Adel, wie Facharbeiter sich von ihrem vom Proletariat. Der hier in Kritik stehende Medienadel ist zudem mit sinnlosen Existenzen aus der Hollywoodwelt verbandelt. Es gibt aber auch alte Räuberhäuser (denn das ist die Definition von Adel), die heute sozial erträglich in ihrer Umwelt wirtschaften. Schlimm genug, aber nicht so schlimm wie die Häuser, der die Yellow Press in den Durchlaucht kriecht. Kurz: Geben Sie Herrschaftsfreiheit, Frau Bundesrepublik! |
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Da gesellt sich dann die sinnlose Existenzweise zu einer anderen. das ist doch nicht erwähnenswert.
Erwähnenswert dagegen finde ich den 'Alt'adel, der seine Reichtümer durch Raubzüge (vulgo: Kriege) an sich gerissen hat, nun aber nach vielen Jahrhunderten des Vergessens und Vergoldens und nach einigen Jahrzehnten (Nicht zu vergessen: das ist noch nicht einmal ein ganzes Jahrhundert her!) des Verlusts der Adelsprivilegien sich als Gönner und Wohltäter der Menschheit zeigen kann. |
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Unser Mittagskommentar zum Thema: www.freitag.de/politik/0946-afghanistan-bundeswehr-guttenberg
Verlink doch diesen Text dort auch, er wäre eine wunderbare Ergänzung. Die Süddeutsche hingegen zog Guttenberg gänzlich als Modethema auf >> www.sueddeutsche.de/leben/73/494410/text/ |
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Mensch I.D.A. Liszt, was soll denn all der Neid auf Gescheidigkeit? Hast Du seine Reden im Parlament 2007 verpennt? Das waren ganz dumme Verbal-Attacken. Also für mich ist das alles geil: Westerwelle surft auf der Suche nach einem IQ und Karl-Theodor macht. Das ist doch die gleiche Reaktion wie bei JA's Kissinger, Um mit Arschlöcher zu sprechen wärest Du naiv wenn Du Menschenrechtshippies schickst.
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lieber idaliszt, den beifallschor hast du verdient fürs genaue zuhören und ebenso treffende antworten. danke für dein notwendiges blog.
mir kam es vor, als ich den kerl so reden hörte, als hätte jemand per großrechner ermittelt, welches wortgebräu der kriegsstimmungslage exakt entspricht. entwicklungshilfe oder aufbauarbeit sind nicht mehr zu halten, das k-wort darf aber offiziell noch immer nicht sein, also irgendwas dazwischen ist der lage angemessen. sprache ist verräterisch. |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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