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... schön und gut, warum sollte man eine selbst gemachte Wirtschaftskrise "erfolgreich" bekämpfen wollen? Und was unterscheidet schon eine Krise von einem erfolgreichen Geschäftsmodell? ... doch nur der Betrachtungswinkel.
... warum selbst gemachte Krise ? Die selben Kreise, die jetzt angeblich die Krise bekämpfen, haben ja erst die ursächlichen Möglichkeiten dazu geschaffen. Die Abwendung von der Realwirtschaft und die dazu notwendigen Deregulierungen bzw. Änderungen der gesetzlichen Voraussetzungen waren klar ersichtlich Bestandteile einer lange angeschobenen Agenda, ein "Erfolg" der Anhänger gewisser ökonomischer- bzw. Herrschaftstheorien - man kann auch sagen: Anhänger einer Ideologie, eines Glaubens. Wem sag ich das?
Der Ökonom Milton Friedman hatte da seinerzeits ideologisch "böse" die Fingen im Spiel und hat seine gesamte Branche nicht nur in Verruf gebracht, sondern eigentlich verraten und verkauft, indem er dieselbe zu Kommentatoren einer gigantischen runde Monopoly herabzuwürdigen wusste.
Die Vorteile der erfolgreichen Krise liegen für die besagten Kreise auf der Hand. Wir werden Zeitzeugen einer globalen Ermächtigung durch ökonomisch-finanziell begründete Machtakkumulation. Wer schluckt denn zB. die 125 US-amerikanischen Banken, die dieses Jahr schon aufgeben mussten, für ein Hand voll Dollar ? Monopolismus ist keine Kunst. Eine ganze Welt voller Staaten innerhalb von 50 Jahren zum Abhängigen Schuldner zu machen ist ja anscheinend auch keine Kunst .... dies und anderes vor allem unter der Maßgabe eines proprietären Geldsystems, das die mathematische Eigendynamik einer Kaninchenzucht entwickelt.
Nun treten die Herren der Weltwährung aus dem Schatten ihrer schizoiden Wirklichkeit heraus, um den Zusammenbruch allen anderen Einflusses und Wirkens und aller ihnen vorher wohlweisslich gewidmeten Kontrolle zu geniessen. Sie lassen sich öffentlich für ihren Sieg an der Kapitalfront von den Adepten ihres eigenen Glaubens feiern. Im Krieg ist Zerstörung ein Sieg.
Wir anderen schauen schäl auf den Pomp. Des Kaisers neue Kleider heissen "Katastrophenmanagement". Ob er sich damit selber meint? Sicher nicht. Die ökonomische Katastrophe wie auch andere werden zum führenden Geschäftsmodell, wenn es um die Wa(h)re Macht geht. Wer da nicht die Katastrophen selber produzierte, wäre ein schlechter Geschäftsmann.
Die landläufig als Auslöser der Krise benannten Vorfälle sind nur die augenscheinlichsten Folgen einer langen, globalen, antidemokratischen Politik, die nun keiner mehr übersehen kann. Das schöne an der ganzen Inszenierung ist ja, dass nun auch dem dümmsten Schäfchen klar wird, wie die Entwicklung der Macht mir der des Elends und des Leides, der der Gewalt, der Unmenschlichkeit, der Unterdrückung korreliert. Freiheit und Macht sind nun mal Gegensätze.
Brauchen wir diese Lektion? Eine Frage an Idioten! Nein, wir brauchen sie nicht noch einmal. Und zu allem Überfluss ist diese ganze entstehende und entstandene Macht nicht mal zu etwas nutze - genauso wenig wie selbstredend das resultierende Elend für die Betroffenen. Die Mächtigen selber, auch sie vegetieren unter dem Druck ihrer eigenen Macht in einer zwanghaft scheusslichen Welt vor sich hin, in der nicht mal mehr die Wirklichkeit die Wirklichkeit sein darf.
Wir anderen warten ab und schauen noch ein wenig zu: Machteliten aller Länder vereinigt euch, damit wir euch besser fressen können! Dann haben wir auch das endlich hinter uns.
Was ist nun das speziell fallenartige an der Sache?
Wie bei jeder Falle ist dieselbe nicht unbedingt als solche zu erkennen. Aber sie ist da, in diesem Falle allgegenwärtig, und lockt mit ihren glitzernden Versprechungen als hätte sie das ewige Leben zur Rechten Gottes im Angebot, dabei ist der Köder meist nur ein Stückchen gemalter Käse aus einem Tom-und-Jerry-Film.
Bemerkenswert ist allerdings der Umstand, dass bestimmte Menschen besonders anfällig für die Falle zu sein scheinen. Hier kommen die Psychopathen ins Spiel.
Es handelt sich um Menschen, die wie alle anderen auch sehen, dass die Welt einer durchaus destruktiven Struktur unterworfen ist, und das schon seit langem. Der eine weiss es etwas mehr, der andere etwas weniger, aber jeder ist mit diesen Scheußlichkeiten ja schliesslich dauernd konfrontiert. Wie menschlich ist diese menschengemachte Struktur Überhaupt und was darüber hinaus ist nun das konkret Psychopathische, die Fallenanfälligkeit ?
Das Fallenartige der durch Psychopathen betriebenen, logischerweise selbst psychopathischen Struktur ist ihre artifizielle, bislang nur vorgetäuschte Komplexität, ihre scheinbare Undurchschaubarkeit und ihre Eigenschaft die Wirklichkeit in einem, besser noch mehreren widersprüchlichen, irrealen Erklärungsmustern erscheinen zu lassen. Sie funktioniert auf die eine Art wird aber zwanghaft und nur all zu gerne auf eine ganz andere Art wahrgenommen - besonders von besagter anfälligen Gruppe Menschen, für die die Destruktion anderer oder deren Struktur wie Existenz nachweisslich Siegen und Gewinnen, Erfolg bedeutet. Ein Prinzip der paranoiden Feindlichkeit und daher notwendigen, neurotischen Unterwerfung seiner selbst oder des anderen reift in der Selbstverständlichkeit: Alles andere ist fremd, feindlich und anscheinend nicht verstehbar. Ein Rätsel bleibt der Altruismus. Ist er der total Blackout oder gar extremistisches Gedankengut ? So genannte "Gutmenschen" werden gemobt - wer jetzt (noch) nicht z.B. den Islam hasst ist ein Weichei. Wer nicht auf Harz4 Empfängern rumhackt ist selber einer usw. .... wir wollen nicht so sehr ins Detail der Variante für die geistig Armen abgleiten, denn es soll hier um die Elite der Psychopathen gehen.
Selbst das alles ist aber immer noch nicht der psychopathische Kern der Sache. Der ist vielmehr in der eingebildeten Besonderheit des Individuums zu verorten, das genau damit auch in die Falle geht. Es vertritt nämlich als vermeintlich einzelner, aber nur erfolgreich vereinzelter Mensch und so von der sozialen Kommunikation abgetrennter - wie kann man auf die Idee kommen man sässe alleine in der Falle - die Ansicht, dass gerade die eigene mehr oder weniger bewusste Partizipation an diesem destruktiven bzw. menschenverachtenden bis allroundingnoranten Aktivismus, sei dieser nun militärischer, politischer, industrieller, kriminell-mafiotischer, religiös-fanatischer Natur oder ganz allgemein gewalttätig, ausbeutend, unterdrückend, missbrauchend etc., komplett in Ordnung sei und in gerade diesem Fall ganz sicher nicht der entscheidende Anteil, der das berüchtigte Fass zum Überlaufen bringt, obwohl das ja schon ständig überläuft. Man muss ja leben! ... eine etwas widersprüchliche Ansicht vom Leben, oder?
Selbst wenn eine nagende Selbstkritik auftreten sollte, wird diese mit vielerlei Begründungen meist idiotischer Art wieder negiert: "Andere machen es auch" ( und wenn die von der Brücke springen ?), "Wenn ich es nicht tue, machen es anderer" ( aha - ein Crash Test Dummy ), "Man kann ehe nichts dagegen machen" ( so, so , ein willenloser Fatalist ), "Der Mensch ist eben schlecht" ( wer wird denn da von sich auf andere schliessen ? ), "Das ist die Evolution, der Fortschritt, Wachstum, Gottes Willi" ( bitte Zutreffendes ankreuzen ! ), "Das haben wir schon immer so gemacht" ( ach deswegen sitzen wir alle im Loch) ,"Ich mache was ich will" ( Error 404 ? ), "Nach mir die Sintflut" ( ich lass schon mal das Becken volllaufen) , "Denen werd ich's zeigen" ( Spieglein, Spieglein ...), "zuerst ich" ( wer vordrängelt, steht in der ersten Reihe), "Ich bin der Champion" ( der Ignoranten? ), "Mir nach" ( Flucht der Lemminge ?) .... usw. Es gibt da wirklich jede Nuance von komplexer "akademischer Expertenideologie" bis zu rein fundamentalistischer Idiotie.
Allen gemeinsam ist die psychopathische Selbstverständlichkeit mit der man etwas Grausiges tut, als sei es das Normalste von der Welt. Die einen rauben, stehlen, betrügen, die anderen verstrahlen, vergiften, die nächsten lassen verhungern, misshandeln, ermorden, rotten aus, foltern, erniedrigen ... die Liste ist länger als meine Zeit hier erlaubt .... ohne auch nur das geringste Unrechtsbewusstsein davonzutragen. Man handelt immer im Namen einer "guten" Sache, zur Not im Sinne der eigenen Entlohnung für "ehrliche" uns stolze Pflichterfüllung, unreflektiert möchte man meinen, denn auch wenn man dies alles von einem warmgerubbelten Schreibtischstuhl aus betreibt, es wird dadurch ja nichts anderes als die berüchtigte Vollstreckung. Der CEO als Heldenepos? Rationales Verhalten, erfolgreiches Geschaeftsmodell, gar Rettung der Menschheit usw. wird das dann wohlmöglich noch genannt, meist von ebenfalls (aus)führenden nicht minder anfälligen Kapazitäten des galoppierenden Schwachsinns.
Es sei denn einer der "Missetäter" fällt mal bei noch mächtigeren Psychopathenchefs in Ungnade. Dann ist man sich plötzlich einig und allen anderen wird es eingebläut: ein Psychopath, Massenmörder, Schurkendiktator! ja - das wissen wir genau - aha? ... und der muss weg. "Exekution" ist auch in der Wirtschaft ein gängiger Begriff. Aber lassen wir die täglichen Ausnahmen aussen vor.
Klar wird, der psychopathische Charakter, wie ihn der Durchschnittsmensch wenigstens aus Hitchcock Thrillern kennt, wenn nicht aus übelstem Splatterjunk, wird ganz offensichtlich nicht nur zum gesellschaftsweiten Idol promotet, sondern beweist seine ewige Anwesenheit durch die Praxis hinter einer Fassade von vorgeschobenen Lügen, die wir hier mal der Einfachheit halber "Menschenrechte" nennen. Eine schöner Fall für die political correctness dies.
Eine selbstdestruktive und psychopathisch zu nennende Systematik bebildert unser Geschichte ohne dabei aus scheinbar zu seltenen Reflektionen auch nur die geringsten praktischen Erfahrungen und reaktiven Folgen hervorgerufen zu haben. Ganz im Gegenteil brüllen noch immer ganze Völker den grössten Psychopathen unter stehenden Ovationen oder wie im Kasperletheater ihr kollektives JA zu und helfen so die besagte Weltfalle zu industrialisieren, kommerzialisieren, instrumentalisieren, intellektualisieren, legalisieren, normalisieren ... das sind dann die praktischen Felder der Erfahrung: die Perfektionierung der psychopathischen Macht. Und dies betrifft mit aller Wahrscheinlichkeit oft sogar Menschen, die eigentlich oder privat gar keine Psychopathen sind. Sie werden in ein gesellschaftliche Psychopathie hineingenötigt mit einem Konsensverfahren, das auf selbstrefferenziellen Unterlassungen , Gewalt und Angst basiert, angereichert mit den, wie Chomsky sagt, "notwendigen Illusionen" eines Massenkults durch Propagnada und deren Spielarten.
Mit Einsichten zum Konstruktiven und Sozialen scheint also bis auf weiteres eher nicht zu rechnen zu sein in diesem Untergangsspektakel.
Unser berühmte Aufgeklärtheit, Humanität, Rationalität hat noch nicht ausgereicht eine menschenwürdige Gesellschaft zu verwirklichen. Im Gegenteil hilft sie uns wie Religion eher die krassen Widersprüche zwischen Erkenntnis aus Erfahrung und aktueller psychopathischer Praxis zu vernebeln. Ja wir wissen angeblich alles ganz genau, nur nicht, dass wir uns von einer Psychopathenelite subordinieren lassen. Das wollen wir lieber nicht wahr haben.
Wir fragen uns natürlich wie Menschen zu diesen Psychopathen werden. Von den Antworten auf diese Fragen haben die Psychopathen selbstredend noch nie etwas gehalten. Sie behandeln ihre "Kinder" immer noch wie Fremde und verlangen gleichzeitig bedingungsloses Commitment in einem Ambiente der gnadenlosen Gewalt.
Ein berühmter Vertreter der betroffenen Gruppe hinterliess uns ein denkwürdiges Zeugnis: "Either you are with us, or you are with the terrorists!"
Jedem steht somit natürlich frei auf welche Seite er sich da schlägt !
Bleibt zu fragen, ob das beschriebene Phänomen als eine Folge der kulturellen Ontogenese erscheint oder vielmehr die Ursache unserer destruktiven Killerkultur selbst ist.
Bei diesem Hochseilakt ist selbstverständlich darauf zu achten in welcher Richtung man die alles beherrschende und mittlerweile bis zum Äussersten gespannte Kausalkette beschreitet.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit!
iDog
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Lieber iDog,
gerne und mit Spannung gelesen! Ich habe Ihre pointierte Sichtweise auf die gängige politische Praxis vermisst, genauso wie die daraus abgeleiteten Rituale und die Hinweise auf die unterschiedlichen Sicht- und Verhaltensweisen in unserer Welt. Jene Propaganda, die uns aus den regierungskonformen und damit meinungstauglichen Massenmedien täglich entgegenschlägt. Wer da Zweifel anmeldet, hat schon verschissen - entweder ist er ein Ignorant, ein Irrer oder ein Aufrührer, wahlweise auch Terroristensympathisant oder er wird einfach nur lächerlich gemacht. Egal, welcher Mist auch protegiert wird, es findet sich immer eine Begründung für den nächsten regierungskonformen schwachsinnigen Sachzwang. Sogar für eine Erhöhung der Hartz4-Sätze um lächerliche 5 Euro. Wenn man bedenkt, dass 500 Milliarden(!) für die "Bankenrettung" kein Problem darstellt - dass man ganz nebenbei auch am Bundestag vorbei lösen kann - sind 100 Millionen (1/5000.tel) für die Ärmsten bereits zuviel. Eine Agentur für Arbeit (wie sie sich selbstironisch nennt) mit ihren Kontrollmechanismen, ihrer Bürokratie und ihren 110.000 Mitarbeitern kostet Milliarden; anstatt hier zu sparen, den aberwitzigen Kontrollwahnsinn zu reduzieren (Hat ihre Großmutter etwa eine Kommode aus Buchenholz?), das Personal auf 1/6 zusammenstreicht und für die dringend notwendige Steuerfahndung einsetzt, spart man an den Schwächsten, die oft nicht mehr die Kraft haben, sich zu wehren. Diese Wirklichkeit reden, denken und hören wir uns auch noch jeden Tag schön - bis es uns dann selbst trifft. |
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Die Bonuszahlungen allein in der "City" vor ein paar Tagen beliefen sich auf über 27 Millionen für nur ein paar Banker. In Deutschland ist es nicht anders.
Wie wahr (!) "Wir werden Zeitzeugen einer globalen Ermächtigung durch ökonomisch-finanziell begründete Machtakkumulation.", - und die Ursache dafür scheint denn doch der "menschliche" Killerinstinkt zu sein. Sehr schön über die Pychos hier zu lesen! |
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Exakt. Macht man drauf aufmerksam, dass diese 27 Millionen etwa einem Viertel der jetzt ausgelobten Mehrausgaben für die Hartz4 Empfänger entspricht, wird einem das Wort "Neid-Debatte" um die Ohren geknallt.
Da scheiß' ich was drauf. Niemand kann in einem Unternehmen eine Funktion haben, die ein Gehalt rechtfertigt, was nicht mehr von der ganzen Familie für den täglichen Lebensunterhalt ausgegeben werden kann - selbst wenn jeder mit den besten Klamotten rumläuft, das Feinste ißt, in einer großen Villa wohnt und Porsche fährt. |
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schrieb am
27.09.2010 um 22:15
@Gero Steiner
...mit den besten Klamotten rumläuft, das Feinste ißt, in einer großen Villa wohnt und Porsche fährt. ------------------------------------------------------------- Wie der Linken-Chef Ernst! ;-) |
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schrieb am
27.09.2010 um 22:32
@ sozenschreck, nu stänker nicht immer steht doch in i-dog Beitrag: "Der ist vielmehr in der eingebildeten Besonderheit des Individuums zu verorten, das genau damit auch in die Falle geht. "
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schrieb am
27.09.2010 um 22:38
@sachima
....man kann nicht alles lesen! ;-) Werde ich aber in diesem Fall nachholen! |
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Achtung eine Durchsage:
der kleine Sozenschreck möchte aus dem Kinderparadies abgeholt werden. |
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Wenn er schon nicht lesen kann, vielleicht kann er ja hören.
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ich schließe mich den Ausführungen dieses lebendigen Beitrags an.
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"Either you are with us, or you are with the terrorists!"
Ist mir gerade erst aufgefallen: Da die beiden aufgeführten Gruppierungen in diesem Fall identisch sind, bin ich für "die Anderen". |
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Klar sind die identisch, sind ja Primaten, waren wir eh´ schon immer, seit Gott die Welt erschuf. Oberprimaten sogar, so ähnlich hieß immerhin die letzte Klasse im Gymnasium, erinnere ich mich noch gut.
Aber das sind einfach nur die Hormone, die steuern die Leuts, und da könn´ sie nix für. Huch, da ist die Falle schon wieder... mfg, cf |
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gero ... danke , das du das nochmal klargestellt hast .... :-)) ... der Seitenwechsel bzw. Die Entscheidung ist gerade deswege ja so unglaublich freiwillig
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"Die Entscheidung ist gerade deswege ja so unglaublich freiwillig"
Für Menschen, die an Nymphomanie oder Satyrismus leiden, möglicherweise sogar "zwangsläufig". |
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Was heißt da "möglicherweise"?
Schopenhauer, er ist ja jetzt gerade hundertfünfzig Jahre tot (kann man das, tot sein?) ,und der alte Griesgram wird an seinem Denkmal in der Anlage erstaunlicherweise sogar mit Blumen geehrt, jedenfalls: der soll nach einem Experiment mit Nacktschnecken gesagt haben, daß Menschen eben diesen Schnecken nicht unähnlich seinen, man könne ihnen die Köpfe abschneiden und sie kröchen trotzdem weiter. Manchmal geb´ ich dem alten Sack unwillig Recht., mfg, cf |
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In dieser Zerfallsphase der industriellen Zivilisation stehen wir nicht mehr als die Krone der Schöpfung da, sondern als die schädlichste Lebensform, die es auf der Erde gibt. Wir sind das Ende, nicht die Erfüllung des Erdenprozesses. Gäbe es ein Parlament aller Kreaturen, seine erste Entscheidung könnte wohl sein, den Menschen als nicht mehr tragbar auszustoßen. Wir sind die Geißel der Welt, eine dämonische Erscheinung. Wir sind ein schwerer Schlag gegen alles, was heilig ist an dieser Erde.
(T. Berry) Ich will zurück auf den Baum und ohne Gewissensbisse überreife Früchte naschen und glauben das der Mensch im Grunde seines Herzens gut ist. |
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nur zu, nur zu, herr Eff Jay, es haelt sie keiner davon ab, soviel freiheit sollte drin sein.
falls es aber probleme gibt kann ich ihnen einen stuhl anbieten oder räuberleiter ... dann ist es vielleicht leichter hochzukommen. um das glauben muessen sie sich aber dann selber kümmern. |
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Hallo iDog, also Dein Motto find' ich ja man ganz Klasse. Ansonsten sehe ich's nicht ganz so psychologisch, obwohl ich meine Oberen natürlich auch beobachte. Ich halte es da mehr mit Marx und seiner Kapitalakkumulation, die uns letztlich den ganzen Käse beschert. Robert Kurz hat das in den 90ern nochmal für unsere Zeit aufgearbeitet. Das hat bei den Oberen natürlich niemand zugeben wollen und sie tun jedesmal wieder erstaunt, wenn die nächste Blase platzt. Die beschriebenen seelischen Verfassungen Mächtiger rechne ich eher dem Überbau zu, unter dem die Basis ja gerade global zusammenbricht.
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Hallo Erdmaenchen, du hast natuerlich recht. ich behandele hier im ansatz einen psychologischen teilaspekt des phaenomens, naemlich das machtpolitische prozedere nach erfolgter eigentumsakkumulation.
initial sehe ich genau wie du die zwangslaeufige akkumulation durch das oekonomische paradigma als dreh- und angelpunkt des herrschaftssystems. hierbei wird klar oekonomisches system = herrschaftssystem. das haben marx und engels natuerlich erkannt. was diese noch nicht wirklich wussten, bzw. wissen konnten, war die ursache dieser akkumulation durch unser kreditbetriebenes geldsystem, die sich in ganzer konsequenz erst seit der resataurativen phase der neroliberal benannten ideologie zeigen, als bestenfalls nach bretton woods und nachdem man keynes ansatz wieder "vergessen" hatte. marx hat zwar das tauschparadigma eines adam smith bereits kritisiert, konnte es aber noch nicht widerlegen, und hat sich daher zu sehr auf die kapitalakkumulation in der kapitalistischen produktion konzentriert. die ist aber gar nicht der alleinige ausloeser der machtbetonierung der eigentuemerelite. auch der unternehmer muss sch ja mittel bei investorinnen per kredit erstmal besorgen, und ist also heute weitgehend ebenso abhaengig - eine wandlung vom markt zum finanzmarkt. heinsohn und steiger haben in den 1980er jahren dann mit " eigentum, zins und geld" das grundlegende analytische werk zum schuldenbasierten eigentumskapitalismus vorgelegt. das ist sehr zu emfehlen, obwohl darin nicht direkt die machtpolitischen folgen analysiert werden, welche aber logisch auf der hand liegen. eine aktuelles werk zur brisanten lage erschien erst vor 2 wochen : "ohne schulden laeuft nichts" von thomas strobel - auch sehr lesenswert und kritisch in bezug auf eine transparenz der akuten oekononomie. zur machtpolitischen fragestellung infolge der besagten akkumulation im endstadium ist zizek's "auf verlorenem posten" sehr aufschlussreich, da es die verschiedenen positionnen der "linken" zur gegebenen machtsituation klar umreisst und auf moegliche alternative wege hinweisst. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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