Der neue Freitag. Da liegt er nun auf meinem Schreibtisch, in ganz neuer Aufmachung. Ich hatte den alten Freitag vor ca. 2 Jahren noch im Abo, aus Zeitmangel und mangelndem Interesse hatte ich ihn dann abbestellt. Irgendwann hatte ich ihn dann ganz aus den Aug...>> mehr
Ich werf das jetzt einfach mal so in den Raum: Mal ganz abgesehen von den vielen Einzelaspekten, sollte man sich grundsätzlich Fragen – auch abgesehen von solchen Ereignissen – welche Werte werden ei...
Wie ich schon geschrieben habe gings mir garnicht um bestimmte Umstände im Bezug auf den Amoklauf. Sondern viel mehr um eine gesamtgesellschaftliche Beobachtung, die ich glaube machen zu können. Das da in Winnenden jetzt Alle näher zusammenrücken ist ja völlig klar. Aber was ist eigentlich mit dem Penner auf der Straße, an dem tausende von Leuten vorbei gehen? Was ist mit dem verwarlosenden Kind in der Hochhaussiedlung X, für das sich niemand interessiert? das ist dann ja scheiß egal, näh? ...
Ich werf das jetzt einfach mal so in den Raum: Mal ganz abgesehen von den vielen Einzelaspekten, sollte man sich grundsätzlich Fragen – auch abgesehen von solchen Ereignissen – welche Werte werden eigentlich in unserer Gesellschaft gewünscht, verbreitet und vor allem gelebt. Ich frage mich manchmal wo ist eigentlich die Solidarität, die Gemeinschaft im Alltag geblieben. Die kleine Nachbarschaftshilfe. Oder die selbstlose Unterstützung unter Arbeitskollegen. Ich habe zuweilen den Eindruck dass Alle zwar lieb, nett und freundlich sind aber jeder nur sein eigenes Süppchen kocht. Keine ist bereit sich für einen anderen einzusetzen. Nachdem Motto: Jeder ist für sich alleine verantwortlich. Hinzu kommt der immer währende Leistungsanspruch, der fast überall angepriesen wird. „Höher, schneller, reicher, mächtiger!“ Aber wo für eigentlich? Warum unbedingt eine 1 in Mathematik, wenn es doch auch eine 3 tut? Warum muss der einzelne immer besser sein als der andere? Etwas mehr Gemeinschaft, Solidarität, Entschleunigung, Ruhe und Zufriedenheit mit den einfachen Dingen des Lebens, als Mentalität würde dieser Gesellschaft schon gut tun.
Schönes Interview! Finde ich wirklich klasse dass das geklappt hat. Mal ganz abgesehen davon dass ich seinen schönen, schwarzen Humor einfach großartig finde. Der hebt sich wunderbar von denen anderer Cartoonisten ab.
Oh ja, da hast du vollkommen Recht! Musik sollte wirklich mehr Platz im Freitag finden. Ich hab auch schon überlegt ob ich nicht eine Rezension zu einer meiner Platten schreibe. Mal sehen am Wochenende vielleicht.
Was war das den? Ok, ein kleiner ironischer Seitenhieb auf Herrn zu Guttenberg. Aber das wars dann auch schon. Der Artikel ist weder interessant, tiefsinnig (Ok, das muss er auch nicht unbedingt sein,...
Hallo Susanne, "Ich & Wir" von Kirsten Fuchs trifft es z.B. schon ganz gut. Das kommt dem was ich mit witzig meine auch schon sehr nahe. Mir geht es auch gar nicht um bestimmte Themen. Viel mehr um eine Ausrichtung. Ein bischen mehr Hintergrund und ungewöhnliche Themen. Vielleicht auch nicht so sehr an Mainstream-Themen (z.B.: Mickey Rourke, Tilda Swinton, Herr zu Guttenberg - Ist zwar auch manchmal ganz interessant, aber nicht immer.) orientieren. Mehr selber Themen setzten. Nachforschen; Was könnte interessant sein. Ich will ja niemanden vorschreiben was für Artikel er oder sie schreiben soll, aber ein bischen mehr Überraschungseffekt wäre schon cool. Was mich interessieren würde, wäre z.B. was Adam Trepczynski ( www.adamtoons.de ) macht wenn er gerade kein Cartoons zeichnet. Oder wie hat sich die Vinyl-Kultur in den letzten Jahren in Deutschland entwickelt. Oder eine Satrie-Kolumne über den Redaktionsalltag der Freitagredaktion. Wichtig finde ich nur, dass der Freitag sich auch in der Alltags-Rubrik von anderen Zeitungen absetzt. Und hier hab ich im Moment leider das Gefühl, dass er das nicht ganz tut.