Ingo Stützle

Blog von Ingo Stützle

03.05.2009 | 23:24

Piraterie und Welthandel

"Piraterie bedrohe den Welthandel" - so oder ähnlich ist es bei Focus, Der Spiegel oder dem Handelsblatt zu lesen. Dabei verhält es sich genau umgekehrt! Die internationale Piraterie auf den Weltmeeren leidet unter dem Kollaps des Welthandels! Während noch im Oktober 2008 nur 70 Linienschiffe piraten-im-gartenweltweit in den Häfen stilllagen, waren es im April 2009 bereits 486! Für die sich verschlechternden Existenzgrundlage für Piraten ist zu einem nicht unwesentlichen Teil das exportorientierte Deutschland verantwortlich.

"Der globale Containerumschlag in deutschen Häfen ist im Januar um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken, das war noch vor einem Jahr für niemanden denkbar", sagte Burkhard Lemper, Professor am Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik in Bremen dem Merkur. Im Februar ist der deutsche Export im Vergleich zum Vorjahr um über 20 Prozent eingebrochen. Laut Financial Times Deutschland liegen weltweit mehr als zehn Prozent aller Containerschiffe ohne Beschäftigung in den Häfen.

Kein Wunder also, dass inzwischen schon Passagierschiffe zum Beuteobjekt werden und sich die internationale Piraterie zu einem zunehmend umkämpften Markt unter verschärften Konkurrenzbedingungen entwickelt.

Bild: joriel, CC-Lizenz
 
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Kommentare
I.D.A. Liszt schrieb am 04.05.2009 um 01:29
Och, da wird ja allen ganz wehmütig ums Herz, die früher einmal "Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren" gesungen haben oder über die Schelmenstreiche eines Störtebecker gelesen haben.

Vielleicht können Sie eine bundesweite Spendenaktion ins Leben rufen, damit den notleidenden Piraten geholfen werden kann.

Natürlich bedroht Piraterie den Welthandel. Das hat sie immer schon getan.
Nur bedroht eine andere Art von Räuberei und Piraterie den Welthandel in ganz anderenDimensionen. Das weiß man bei "Focus", "Spiegel" und "Handelsblatt" auch. Da von diesen anderen Räubern und Piraten aber die lukrativsten Anzeigen kommen, lenkt man dann lieber die Aufmerksamkeit in eine ungefährlichere Richtung.

Sicher können Sie jemanden wie Ackermann oder Mehdorn als Schirmherrn für eine Spendenaktion "Piraten in Not" gewinnen. Die haben sicher sehr viel Mitgefühl.
Ingo Stützle
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weinsztein hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Columbus hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
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lurch hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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