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Bereits vor einigen Monaten wurde auf Deutschlandradio davon berichtete, dass in der Bundesrepublik von 1950 bis 1968 bis zu 300 Mio. Postsendungen aus realsozialistischen Staaten konfisziert und zum Teil vernichtet worden sind. Die illegale Postzensur hatte wohl den Zweck, Westdeutschland vor östlicher, d.h. sozialistischer Propaganda zu schützen. Nun wird berichtet, dass die Post aus der DDR bis 1990 kontrolliert wurde. Rechtsstaatlich garantierte Grundrechte scheinen in diesem Land seit 1945 nur für diejenigen zu gelten, die sie nicht unbedingt nötig haben, d.h. ihre Füße unter dem Tisch des Herren still halten - für alle anderen scheinen sie nicht einmal Schönwetterregeln zu sein.
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Danke, das war mir in diesen Dimensionsn nicht bekannt. Lag aber nahe, dass es natürlich auch Kontrollen gab. Sie werden es wieder mit der Demokratie begründen, die es zu verteidigen galt.
Der Friede muss bewaffnet sein - hieß es in der DDR Eine wehrhafte Demokratie - heißt die Formel jetzt. Ich will nicht zu sehr vereinfachen, aber es ist doch im Grunde nicht zu fassen... |
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sollte man sich wundern, daß solch eine entdeckung kaum "wellen" geschlagen hat?
Foschepoth äußert zum ende des dlf-interviews: "So der Eindruck, wie er jetzt gerade anlässlich der Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag immer wieder vermittelt wird, als sei das die geglückte und glückliche Republik und Demokratie gewesen - war sie von Anfang an eben nicht. Die Belastungen waren deutlich größer und es hat wirklich einige schmerzhafte Prozesse gegeben, und dazu gehört eben auch die Verletzung von Grundrechten." Dem ist nichts hinzuzufügen, ich wünschte mir mehr solcher kritischer geister ... |
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Wenn diese Vernichtungszensur Westdeutschland vor DDR-Propaganda schützen sollte: Bedeutet es, man war sich im Westen doch nicht so sicher, dass die eigenen Bürger so demokratie-überzeugt, mündig und intelligent wären, dieser Propaganda nicht zu erliegen oder gar darüber zu lachen? Dabei weiss fast jeder, der schon einige Jahre im "Ostblock" lebte, dass die Propaganda-Schriften wie die Presseberichte bestenfalls eine geniale Vorlage für Satireschriften und Kabarettisten waren!
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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