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Piratenpartei - die Idee

12.06.2009 | 21:44

Interview mit einem Piraten

 

Frage: Thorsten, du bist – wie man der Website deiner Partei entnehmen kann – Informatiker. Auch deine Kollegen sind soweit ich es überblicke großteils in dieser oder ähnlichen Branchen. Für viele Internetnutzer ist das eine total abgehobene Sphäre, mit der sie rein gar nichts anfangen können. Sind eure Themen denn für “Normalbürger” überhaupt von Interesse? Seid ihr nicht einfach nur Geeks und Nerds und abgehobene Spinner, die in einer internetten Fantasiewelt leben?

Frage: Sind eure Themen denn für “Normalbürger” überhaupt von Interesse?


Thorsten:
Wir alle leben in einer Welt die mehr und mehr automatisiert und digitalisiert wird. Wenn du zum Amt gehst oder eine Versicherung abschließt, Geld abhebst oder einfach auf einen belebten Platz gehst, du bist in einem Netz aus Daten ein kleiner Teil des Ganzen. Dem kann sich niemand mehr entziehen. Unsere Fragen nach Datenschutz betreffen alle Menschen - egal wo und wie sie leben. Auch über Menschen die nicht das geringste mit Technik am Hut haben wollen, führt der Staat oder die Wirtschaft gründlichst Buch. Wir wollen das dass Recht auf informationelle Selbstbestimmung ernst genommen und auch durchgesetzt wird. Das ist heute nicht der Fall, Daten werden nach Belieben verknüpft und für teures Geld an jeden verkauft der sie haben möchte. Das ist aber nur eins von vielen Beispielen die ich zu Thema Datenschutz anführen kann. Das Urheberrecht ist ein anderer großer Punkt in unserem Programm. Wenn sie sich mal erinnern welches Aufheben die Urheberrechtsindustrie gemacht hat als es die ersten Kassettenrekorder gab: “Hometaping kills music“. Und letztlich hat sich die Urheberrechtsindustrie scheckig verdient. Wir wollen heute den Computer wie einen Kassettenrekorder benutzen dürfen, ohne kriminalisiert zu werden. Das geht alle an.

Frage: Seid ihr nicht einfach nur Geeks und Nerds und abgehobene Spinner, die in einer internetten Fantasiewelt leben?

Thorsten:
Wir leben, lieben und arbeiten wie alle Menschen auch :-) . Ich glaube, dass uns die Potenziale der Informationsgesellschaft einfach deutlicher sind als anderen Menschen. Das liegt sicher an unseren Berufen, aber es ist natürlich eines unserer größten Probleme, diese Inhalte, die wir für gesellschaftlich immanent halten, auch zu denen zu transportieren, denen diese Fragestellungen nicht jeden Tag über den Weg laufen. Wir haben Geeks in der Piratenpartei, viele von uns sind Nerds aber in einer internetten Fantasiewelt leben wir mit Sicherheit nicht. Eher im Gegenteil, wir möchten gerne den einen oder anderen aus seiner Fantasiewelt aufwecken, dass er sich bewusst wird wie unser Leben mittlerweile schon von Computern beherrscht und dominiert wird.

Frage: Ein häufig gehörter Einwand ist: Ihr wollt das Urheberrecht abschaffen. Auch wenn ihr sagt, dem sei nicht so – laufen eure Forderungen nicht letztlich darauf hinaus? Quasi “geistiges Eigentum ist Diebstahl”?

Thorsten:
Vielleicht mal kurz vorweg. Der Begriff “geistiges Eigentum” existiert im deutschen Recht nicht. (Möchte mal auffordern, die Gedanken um diese Begrifflichkeit kreisen zu lassen und sich vergeistigtes Eigentum vorzustellen -> Meine Gedanken gehören mir, weil ich kein “Löschbutton” an meinem Kopf habe!)

Wir leben mittlerweile ich einer Informationsgesellschaft. Fast jeder hat einen Internetzugang und kann sich mit einem Mausklick massiv viele Informationen auf seinen PC laden. Dafür ist das Internet gebaut worden, dass ist der Sinn und der Zweck des Internets. Daten (von lat. dare = geben, datum = das Gegebene) sind kopierbar und wir kopieren ohne Unterlass Informationen aus dem Internet auf unseren Computer wenn wir das Internet benutzen. Nach der Argumentation der Urheberrechtsindustrie wäre das also schon Diebstahl!

Ich hoffe, dass Dilemma in dem wir uns befinden, wird damit etwas Deutlicher. Wo sollen wir einen Strich ziehen? Viele Angebote im Internet bieten uns urheberrechtlich geschütztes Material an (MTV.de, tausende von Internet-Radiosendern, Bilderdienste, Nachrichtenportale, …) Wenn ich hergehe und mir diese Inhalte auf meinen Computer kopiere (sie nutze im Sinne des Erfinders) ist das in Deutschland, nicht verboten und nicht Illegal. Wenn ich mir die gleichen Inhalte aber bei Piratebay ziehe/sauge/raubkopiere, dann ist das auf einmal ein Verbrechen. Ist das Logisch? Ich meine nein.

Wir, die Piratenpartei möchten die Möglichkeiten der globalen Vernetzung positiv nutzen und die Vorteile, die das für alle bringen kann aufzeigen. Die Musikindustrie & Filmindustrie hat Jahrelang nichts anderes getan als die Menschen zu verfolgen die, ihrer Meinung nach illegal, ihre Inhalte aus dem Internet kopiert haben. Statt sich diesem Medium positiv zu nähern, haben sie es zu ihrem Feind erklärt.

Weitere Informationen, die ihr euch RaubmordaufeurenComputerkopieren könnt:
www.wissensallmende.de/
www.no-copy.org/index.php
www.no-copy.org/lawrence_lessig.html
www.no-copy.org/der_film.html
www.gnu.org/philosophy/not-ipr.de.html
www.elektrischer-reporter.de/elr/video/87/
www.piratenpartei-hessen.de/piraten_themen/urheber…

….

Frage (Fortsetzung): Und weiter: Wovon sollen Kulturschaffende, Softwareentwickler etc. in einer kapitalistischen Welt denn leben, wenn man die Produkte ihrer schöpferischen Arbeit zum Allgemeingut erklärt?

Thorsten:
Es gibt sehr viele Beispiele, gerade in der freien Wirtschaft, die zeigen wie unsere Gesellschaft von freier Software, freier Musik und vor allem anderen, freiem Wissen profitiert.

Freie Software: Software, die z.B. unter der GNU General Public License (GPL) veröffentlicht wird (Datenbanken wie: PostgreSQL, MySQL, verschiedene Linux Distributionen, Entwicklungsumgebungen: z.B. Eclipse, Spiele, Webserver usw usf) sind aus unserer heutigen Infrastruktur kaum noch wegzudenken. Ohne sie würde es kein Internet geben! Nichts desto trotz wird diese Software kostenlos zum Download angeboten. Wie geht das? Zum einen leben diese Softwareprojekte von Firmen, die sie kommerziell nutzen und ihre Entwicklung auf freier Software aufgebaut haben. Also quasi ein kommerzielles Interesse an dieser Software haben (Vergleiche: Copyleft). Zum anderen leben sehr viele Softwarehäuser davon, diese freie Software, gegen Geld, ihren Kunden einzurichten und an die speziellen Bedürfnisse der Kunden anzupassen.

Infos:
www.gnu.org/philosophy/pragmatic.html
de.wikipedia.org/wiki/Freie_Software

Freie Musik: Die allermeisten Musiker haben weder einen hoch dotierten Vertrag mit einem sogenannten Major Label (Universal Music Group, Sony Music Entertainment, EMI Group und die Warner Music Group), noch steht ihnen gut bezahlte Auftrittsmöglichkeiten zur Verfügung. Das Internet bietet aber gerade diesen Musikern die Möglichkeit ihre Musik bekannt zu machen und so aus dem Schatten der Großen hervorzutreten. Aktuell, wandelt sich die Kultur zusehends. Immer mehr Musiker gehen dazu über ihre Musik im Internet kostenlos anzubieten und bringen es trotzdem oder gerade deshalb auf sehr gute Absatzzahlen beim Verkauf ihrer CDs. Viele Musiker entdecken das Internet als Vertrieb und machen sich komplett unabhängig von der Musikindustrie. Plattformen wie www.jamendo.com/de/ bieten diesen Musikern die Möglichkeit sich zu präsentieren, von Besuchern bewertet oder empfohlen zu werden und man kann ihnen einfach etwas Geld spenden. Das ist vielleicht noch nicht der Weisheit letzter Schluss, ist aber ein guter Anfang die Möglichkeiten des Internet zum Vorteil aller zu nutzen.
Infos:
musik.klarmachen-zum-aendern.de
musik.klarmachen-zum-aendern.de/content/artikel/von_musik_leben_koennen
www.elektrischer-reporter.de/elr/video/88/

Freies Wissen (Stichworte Open Access und Wissensalmende): Wir alle haben in der Schule etwas gelernt. Sei es Mathematik oder die deutsche Sprache, Biologie, Sozialkunde etc. Nun stelle man sich vor, für dieses Wissen wolle jemand Geld haben weil er behauptet, es gehöre ihm. Klingt absurd aber die Bestrebungen der Urheberrechtsindustrie sind auf der suche nach neuen lukrativen Einnahmequellen an diesem Thema nicht vorbei gegangen. Wissen, welches in öffentlichen Universitäten “produziert” wird, wird zusehends durch patentrechtliche Regelungen quasi privatisiert. Die Industrie geht her und kauft Universitäten, oft auch Professoren, für relativ schmales Geld die Patente an Entwicklungen ab, die mit öffentlichen Geldern finanziert wurden. Die Ursachen sind vielfältig, das geht von Lobbyarbeit in den Universitäten bis hin zur schlechten Finanzsituation in den Universitäten. Fakt ist: öffentlich finanzierte Forschung geht oft in die Hände der Industrie und diese macht dann weitere öffentliche Forschung an diesen Themen mit der Berufung auf ihre Patente, zu nichte. Es gibt unzählige weiter Beispiele für diese Machenschaften. Nachzulesen unter: “Wissensallmende Report 2009 - Wem gehört die Welt”
www.wissensallmende.de/report-2009/lesen oder zum Download unter:
www.wissensallmende.de/sites/default/files/… (15 MB PDF)

Frage: Zu Pirate Bay & Co.: Vom rechtlichen Aspekt einmal abgesehen: Ist es nicht zutiefest unmoralisch, etwas haben zu wollen, ohne dafür zu bezahlen, einfach nur weil es technisch möglich ist, es kostenlos zu bekommen? Ist das nicht wie virtueller Ladendiebstahl?

Thorsten:
Wenn sie von Diebstahl reden, dann sollten sie sich mal die Frage stellen: Wie kann man etwas stehlen, was noch da ist wenn ich es weg genommen habe? Denn ich nehme ja nichts weg sondern vermehre das was da ist. Dieser Ladendiebstahllogik entsprechend könnte man aber auch sagen: Wenn du das Internet betrittst fängst du mit diesem Ladendiebstahl doch schon an. Du lädst dir Inhalte von Webseiten die jemand produziert hat, du schaust die Texte von Bloggern an die alle kein Geld für ihre Texte bekommen. Warum ist das bei Musik anders? Ich muss in Deutschland sogar GEZ-Gebühren auf Internet fähige PCs bezahlen und sollt trotzdem ein Dieb sein? Das will mir nicht einleuchten. Wenn du Fernsehen schaust und dir eine Kopie der Sendung aufnimmst ist das, in Deutschland zumindest, erlaubt. Wenn du dir genau den gleichen Film aus dem Internet kopierst bist du ein Verbrecher. Ich finde, das macht keinen Sinn.

Frage: Oft gehört/gelesen: Was kümmert es mich, ob von mir Daten gesammelt werden und meine Kommunikation überwacht wird – ich habe doch nichts zu verbergen. Ich tue ja nichts Illegales. Und/oder: Dass man im Internet Spuren hinterlässt, ist ohnehin unvermeidlich. Mein reales Leben findet außerhalb des Internets statt und hat nichts mit meinen privaten Ausflügen in die virtuelle Welt zu tun. Was sagst du jemandem, der mit solchen Argumenten das, wofür ihr euch stark macht, als unwichtig abtut?

Thorsten:
Ich sage ihm: Wenn Sie glauben ihr Leben sei von dieser Datensammelei nicht betroffen, dann sollten sie sich keine Schnitzer in ihrem Lebenslauf erlauben. Ob sie eine Versicherung abschließen oder ins Ausland reisen wollen, ob beim Abschluss eines Leasingvertrags oder Ratenkauf, wenn sie sich bei einer Firma bewerben wollen oder für ihre Bürgerrechte Demonstrieren. Sie werden erfasst, kontrolliert, es wird gespeichert und kann gegen sie verwendet werden. Wenn sie die Datenskandale der letzten Monate mal Revue passieren lassen, immer ging es darum dass Arbeitgeber Informationen über ihre Angestellten und deren Privatleben gesammelt haben. Warum glauben sie, tun die das? Doch wohl nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit, oder was denken sie? Kontrolle ist Überwachung und aus Überwachung resultiert Zwang. Menschen werden erpressbar, manipulierbar, sie ändern ihre Verhaltensweisen und sie können sich eines Tages fragen, warum spricht keiner mehr von seinem Privatleben, warum sind alle so förmlich und aufgesetzt. Vielleicht weil sie wissen das dass was sie sagen kontrolliert wird?! Zudem - und das ist der rechtsstaatlich relevante Grund: Haben die, die nichts zu verbergen haben, das Recht, diejenigen die etwas zu verbergen haben, überwachen zu lassen? Wer sein Recht auf Privatsphäre aufgeben möchte, darf das tun aber nicht diejenigen, die das nicht wollen dazu zwingen es auch tun zu müssen. Das sind die Konsequenzen dieser Gesetze.

Frage: Selbst wenn jemand eure Anliegen unterstützt und wichtig findet, so ist euer Parteiprogramm doch thematisch sehr eingeschränkt. Ihr lasst eine riesige Menge wichtiger politischer Themen einfach außen vor. Warum macht es trotzdem Sinn, euch zu wählen?

Thorsten:
Wir haben uns vor ca. drei Jahren gegründet. Unsere Motivation war und ist die unerträglichen politischen Verhältnisse in Bezug aus unsere Informations- und Wissensgesellschaft. Hier haben wir Kompetenz gesammelt und auch fähige Leute, die sich mit diesen Themen auskennen. Das wir nun nicht zu jedem Thema der politischen Wirklichkeit ein Programm aus dem Ärmel zaubern, hängt auch mit unserem Anspruch an uns selbst zusammen. Wenn wir keine Kompetenz auf diesem oder jenem Gebiet haben, so halte ich es für angebracht dazu auch den Mund zu halten. Zu unserer Rechtfertigung möchte ich aber gerne mal das Augenmerk auf die aktuelle Bundesregierung werfen. Kaum jemand fragt dort was die Damen und Herren für ihre Ämter befähigt. Ein von und zu Gutenberg wird Wirtschaftsminister, was hat dieser Mensch an Befähigung dazu außer CSU Mitglied zu sein? Das interessiert aber niemanden. Die kleinen Parteien hingegen müssen in allem eine Professur haben um diese Themen bearbeiten zu dürfen?! Leuchtet mir nicht wirklich ein. Wir haben unsere Schwerpunkte und sie sind unserer Auffassung nach gesellschaftlich relevant und sie werden weiter an Relevanz gewinnen. Davon bin ich absolut überzeugt. Und wie vor 30 Jahren, als die Umwelt zerstört und die Gesellschaft darüber aufgebracht war, hat sich deshalb eine neue Partei gegründet. Heute ist dies das Thema Informationsgesellschaft und es hat sich wieder eine neue Partei gegründet: die Piratenpartei.

Frage: Ihr seid eine junge, basisdemokratisch organisierte Partei. Noch kann bestimmt keiner davon leben, Pirat zu sein, wahrscheinlich steckt ihr sogar noch eigenes Geld rein, statt für eure Arbeit bezahlt zu werden. Was, wenn ihr Erfolg habt? Wenn du dir vorstellst, im Europaparlament oder im Bundestag zu sitzen – was würde sich für dich ändern? Denkst du, du wirst dein politisches Engagement in den Alltag eines Berufspolitikers hinüberretten können?

Thorsten:
Ich werde versuchen, mich nicht vom Politapparat auffressen zu lassen und weiterhin der zu bleiben der ich bin. Natürlich würde es Veränderungen geben, aber ich persönlich lebe schon mein ganzes Leben mit ständigen Veränderungen und mir macht das eher Spaß etwas Neues zu sehen und zu erleben als im immer gleichen Trott auf meine Rente zu warten.

Vielen Dank an Literarchie, zum Interview: literarchie.plusboard.de/mail-interview-mit-einem-piraten-thorsten-wirth-t2855.html

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Kommentare
Bildungswirt schrieb am 12.06.2009 um 22:59
Gratulation. Die Piraten schlagen dank digitaler Vernetzung gleich mehrfach heute im FREITAG auf. So stell ich mir das vor, keine Kohle aber Grips. Hauptsache der Wind steht günstig und bläst euch ins Segel. Mit Kohle funktionieren nur Auslaufmodelle.
Ansonsten habe ich unter "Wahlkampfarena" zur Piratenpartei aktuell kommentiert.
Gruß BW
Streifzug schrieb am 12.06.2009 um 23:44
Sehr informativ. Bei TELEPOLIS gibt es zu diesem Thema sehr gute weitere Artikel.

Das Ende des Holzwegs
www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30286/1.html

Angriff der Ahnungslosen
www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30221/1.html

Creative Commons für Rechtsanwälte
www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30442/1.html

Willenserklärungs-Exegese
www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30343/1.html

Lobby-marinierte Gerichte
www.heise.de/tp/blogs/6/139665
schlesinger schrieb am 13.06.2009 um 22:33
Soweit zu sehen ist, handelt es sich bei diesem "Blog" um ein Gefälligkeitsinterview in eigener Sache.

Das mag für die interessant sein, die den Piraten nahe stehen, doch ansonsten scheint mir die community ein von Haus aus verbotener Platz für Parteienwerbung.

Ansonsten stellte sich die Frage, was davon zu halten wäre, wenn demnächst Guido oder Angela-Fans in eigener Sache gegenseitige Interviews führen würden.

Daher aus prinzipiellen, apolitischen Erwägungen:

Daumen streng nach unten für diese Art von Beitrag.
Bildungswirt schrieb am 13.06.2009 um 22:44
Lieber Schlesinger,
prinzipiell stimme ich Ihnen zu, keine simple Parteienwerbung. Nur bei den Piraten wollen wir mal zu Beginn ein Augen zudrücken.
Vergleichen Sie das "Piraten-Interview" mal mit dem Einstieg von Dr. Dieter Dehm (Die Linke)?
Gruß BW
insideX schrieb am 13.06.2009 um 23:57
Das Interview ist kein Gefälligkeitsinterview, unter literarchie.plusboard.de/mail-interview-mit-einem-piraten-thorsten-wirth-t2855.html schreibt Literarchie wie es zustande gekommen ist.
Ich hatte sie gebeten es unter der CC zu veröffentlichen weil die Fragen so oft kommen, dass ich es für effektiv hielt, das Interview auch an anderen stellen zu veröffentlichen.

Da so ziemlich alles was ich schreibe in eine ähnliche Richtung stößt (Piratenpartei++), empfehle ich ihnen sich schon mal mit einen Satz Textbausteine zu bewaffnen, die Sie mir in Ihrer apolitischen Art dann um die Ohren pfeffern können.

Bei derlei Erregung über Blogposts mit politischer Aussage von einem Menschen mit "apolitischen Erwägungen" kann ich auch need so wirklich ernst bleiben :)

Aber ... sind wir nicht eh alle Gefangene in eine großen Tautologie?

Gruß
insideX
schlesinger schrieb am 13.06.2009 um 23:17
@Bildungswirt: Vielleicht habe ich sogar Sympathien für die eine oder andere Position im Interview, wer weiß. Nur hat Werbung für Parteien m.E. hier rein gar nichts verloren. Das gilt auch für die LINKE oder sonstige Gruppierungen. Leider mag ich da auch kein Auge zudrücken. Wo anfangen, wo aufhören? Jeder CSU'ler wäre mit recht erbost, würde er so ein Interview hier führen "lassen", aber dafür gemaßregelt, während die Piraten einen Bonus bekommen. Wieso auch nur die Piraten. Wieso nicht die NPD? Sie verstehen, was ich meine....
insideX schrieb am 14.06.2009 um 00:08
Ich erlaube mir hier zu Bloggen was mir gefällt.

Gibt es eine Regel die das verbietet?

Bloggen Sie bitte über das was Ihren das aller wichtigste ist. Seien es die quitsch gelben Gummistiefel Ihrer Tochter oder die Spoiler an ihrem neuen Golf GTI. Ich Blogge über Politik. Empfehlung: Bei den Blogs auf die Tags achten. So finden Sie was Sie suchen und stolpern nicht über Poiltblogs.

Gruß
insideX
Titta schrieb am 14.06.2009 um 00:10
Ich möchte mich Ihnen anschließen.
Wenn, dann gehört so ein Beitrag in die Wahlkampfarena oder etwas ähnliches.
Titta schrieb am 14.06.2009 um 00:16
Mein obiger Kommentar bezieht sich natürlich auf den Kommentar von schlesinger.

Und an insideX Folgendes:

Sie können natürlich bloggen was Sie wollen. Aber als Kandidat einer Partei haben Sie mit Ihrer Parteienwerbung hier nichts, aber auch gar nichts zu suchen. Also verfatzen Sie sich!!
Das hier ist zwar ein Politblog, aber keine Plattform für Parteienwerbung.
Streifzug schrieb am 14.06.2009 um 00:24
Titta Eselchen, nun sei mal nicht so eselsstur.
insideX schrieb am 14.06.2009 um 01:14
@Titta

Was ist den ihrer Meinung nach Parteienwerbung? Alles, egal was ich über Politik zum besten gebe, könnten sie mir als Parteienwerbung auslegen. Schließlich bin ich ja Kandidat einer Partei.
Ihrer Logik zu folge dürften als Politiker/Kandidaten Politischer Parteien hier überhaupt nicht auftauchen.
Wo ist da bitteschön die Grenze und wer bestimmt die? Ich hielt es für eine tolle Idee diese Interview hier zu veröffentlichen. Es ist kein Gefälligkeitsinterview, wie Herr Schlesinger behauptet und es klärt über klassische Vorurteile gegenüber der Piratenpartei auf.
Ihrem unfreundlichen "verfatzen Sie sich" entgegne ich mit eine extra langen Nase.
Wahlkampfarena schrieb am 16.06.2009 um 22:24
@Titta: Die Wahlkampfarena ist Teil der Community. Wahlkampfarena-bezogene Blogbeiträge erscheinen sowohl im Themenblog Wahlkampfarena als auch im Profil des Users. Ich schätze mal, dass insideX seinen Blogpost als Hintergrundinformation zur aktuellen Freitagsfrage der Woche geschrieben hat. www.freitag.de/community/arena/debatte In diesem Fall sei tatsächlich ein Auge zugedrückt.
Trotz allem Unmut möchte ich Sie darum bitten, einen gewissen Ton einzuhalten. Sind Sie mit einem Blogpost ganz und gar nicht einverstanden, haben Sie die Möglichkeit, ihn zu melden (siehe Button "Melden" unter dem Artikel). Dagegen haben Sie leider nicht die Möglichkeit, sich selbst zum Community Manager zu erheben ;)
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
h.yuren schrieb am 14.06.2009 um 10:55
ich sage vielen dank für dieses informative blog. ich bin daran interessiert, etwas zu erfahren über die partei, die noch nicht etabliert ist und meist so unbekannt den leutchen hier wie mir.
auch meine ich, dass hier in der community der angemessene ort ist für die diskussion. erste voraussetzung dafür ist aber die information.
da ich auf keine bestimmte partei festgezurrt bin, bin ich offen für neues. bei den harschen abwehrreaktionen von schlesinger und titta entsteht bei mir der eindruck, es werde mit formalen argumenten das terrain verteidigt gegen eindringlinge, die der eigenen präferenz querkommen. sorry, lieber schlesinger und titta, das ist mein eindruck.
Titta schrieb am 14.06.2009 um 13:38
Sie sollen sich auch gerne weiter informieren können.
Aber eine Werbesendung soll bitteschön auch als eine solche gekennzeichnet werden. (Das müssen sogar die Privatsender im Fernsehen.)
Politiker gehören für mich einfach in die Wahlkampfarena, unabhängig von Inhalten oder Parteirichtungen.

Rein subjektiv: der Blogbeitrag von insideX sagt inhaltlich ja wenigstens noch was aus. Gänzlich unerträglich sind dagegen solche Beiträge wie von Herrn Dr. Dehm.
Was würden Sie eigentlich sagen, wenn hier einer von den Reps, der NPD o.ä. einen Blogbeitrag reinstellen würde? Der müßte dann nämlich mit den gleichen formalen Argumenten auch hier stehen bleiben.

Gruß
Titta
Bildungswirt schrieb am 14.06.2009 um 11:39
Liebe Piraten,
immer schön Kurs halten, hart am Wind segeln und doch ist bei politischen Querschlägern Freundlichkeit Piraten-Trumpf. Die Messer (auch die sprachlichen) sollten nur in absoluter Notwehr gezückt werden.

In der Wahlkampfarena schrieb ich zu den Piraten unter anderem:
"Na, da höre ich schon die Angst hervorluken oder ein Gespenst geht um in Europa. Prognose: Die Piraten stellen 2025 die Kanzlerin. Die neue Rebellen-Partei, gegründet 2011, wird Koalitionspartner und ich werde Alterspräsidentenberater für heikle außenpolitische und ökologische Fragen. Ist das nicht ein politische Perspektive. Daran wird mit Liszt und List heiter und efizient gearbeitet." (das muss ich schon wg. I.D.A.Liszt wiederholen, da er keine Wahlkampfarena liest)

Also, auf die Kanzlerin der Zukunft kommt es an.Piraten ahoi.

@schlesinger
Wir wollen doch auch mit Parteienvertretern produktiv im Freitag streiten oder? (Mein Hinweis auf D.Dehm/DieLinke sollte nur signalisieren, dass es so nicht gehe. Überhaupt nichts selbst zu sagen, aber billige PR anbieten)

Gruß BW
insideX schrieb am 17.06.2009 um 14:32
Da ich hier neu bin, die Netiquette nicht kenne aber von "normalen" Umgangsformen ausgegangen bin, habe ich mir erlaubt eine Unhöflichkeit ebenso schroff zu begegnen, ich kann schließlich nicht wissen das @Wahlkampfarena sind in solchen Fällen zu Wort meldet (verbale Selbstverteidigung). Ablehnung der Gestallt von @Titta & @schlesinger begegnet uns/mir allenthalben, da die Piratenpartei eben eine sehr Netz affine Partei ist. Entsprechend sind wir in diesem Medium (Internet) präsent. Zudem wurden wir, die Piraten, vom "Freitag" auf diese Thema aufmerksam gemacht und so etwas lassen wir uns nicht zweimal sagen.
Mein Interview hatte ich unter Wahlkampfarena getaggt. Und das nicht ohne Grund.

Gruß
insideX
h.yuren schrieb am 15.06.2009 um 11:39
@titta darin bin ich mit dir einer meinung, titta: den quark der etablierten volkstribunen soll in der arena genießen, wer mag.
der piratenvertreter sollte schon eine ausnahme bleiben.
und ich meine, der mann hat nicht bloß subjektiv was zu sagen. denk nur an das urteil über die qualifikation des bundeswirtschaftsministers ...
kreis fünf schrieb am 17.06.2009 um 15:28
Gerne mehr Infos. Solange sie begleitet sind von einer Beteiligung im Blog-Gespräch ists meiner Meinung nach keine Werbung, sondern Aufmerksamkeit erregen für etwas aufregend Neues.
Und tatsächlich machen wir doch alle hier Werbung für die eigene Meinung.
insideX
Kandidat für die Europawahl und Bundestagswahl der Piratenpartei / Contentmafia sucks / free Web / anti-data retention activist / AK-Vorrat / CCC
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Zuletzt aktiv:
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