isam almatlub

damaszener scharaden

Kommentare

portrait
08.02.2012 | 11:47 miauxx
@isam Bist Du eigentlich noch in Syrien, oder sind das hier retrospektive Aufzeichnungen? Ich kann mich noch dunkel an den ersten Beitrag, gedruckt im Freitag, erinnern, als offenbar gerade Dein halbe...
portrait
09.02.2012 | 11:34 isam almatlub
Hallo, im Moment bin ich tatsächlich seit einer Woche in Jordanien. Das erste halbe Jahr ist tatsächlich lange lange vorbei und seit dem pendele ich zwischen Jordanien, Deutschland und Syrien wo ich aber immer lange Zeit verbringe. Vielleicht ist der Ton manchmal etwas zu gelassen oder lakonisch, aber hysterisieren tun ja schon die im Ausland sitzenden Medien. Auch die Ereignisse hier haben immer mehrere Facetten. Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit. Wenn es meine Zeit zulässt schreibe ich, sobald ich wieder in Damaskus bin. Das mit dem Gas ist tatsächlich nervig! Ich habe bisher das Glück, dass ein guter Freund sich immer darum kümmert, meine Gasflasche zu erneuern. Als Ausländer hätte ich bei dem Gedränge vermutlich auch kaum eine Chance eine neue volle Flasche zu ergattern. Aber außer Stromausfällen und Gasknappheit sind mir bisher keine Versorgungsengpässe begegnet – zum Glück! Einen lieben Gruß und Dank für die Anteilnahme.
Kommentar zu

Mit dem Mut der Verzweiflung

Politik | 05.02.2012 | 13:15 Lutz Herden
portrait
05.02.2012 | 17:28 isam almatlub
Hier ist der Tenor: Danke Russland! Danke China! Dazu aus einem anderen Blog: "Als die Russen im März 2011 den Fehler machten, in der UNO dem Überfall auf Libyen zuzustimmen, gab es einen Krieg mit Zehntausenden Toten. Diese "Pflichtausübung" der Amis haben die Russen heute verhindert. Dazu gehört Rückgrat. Gut so. Sollte es nicht zum Krieg kommen, haben die Russen Zehntausende Menschenleben gerettet und einen Krieg in der ganzen Region verhindert. Eine Resolution, die jede Gewalt in Syrien verurteilt und nach Wegen sucht, die Lage friedlich zu lösen, wäre für Russland tragbar gewesen. Doch die "Psychologische Kriegsführung" kreischt in Politik und Medien weiter." (hinter-der-fichte.blogspot.com/2012/02/massaker-von-homs-logik-gegen.html) den ich nicht so schlecht finde.
portrait
23.01.2012 | 08:03 GEBE
Nur eine klitzekleine Anmerkung: nicht alles was mal mit "ß" (sz) geschrieben worden ist, schreibt sich heute mit "ss". Buße gehört nicht dazu. Ich dachte deswegen auch erst, es ginge hier u.a. um spä...
portrait
23.01.2012 | 11:14 isam almatlub
Danke für die kleine sprachpuristische Anmerkung ;-) Und tatsächlich: es geht um Busse! So schreibe ich doch: "der Bus selbstredend nicht um 11, sondern erst um 14 Uhr fahre" und mit diesem drei Stunden später fahrenden Bus ist ein Bus und keine Buße gemeint. Wann die Buße an diesem Tag Gefahren ist weiß ich nicht.
Kommentar zu

Angst um Syrien

23.12.2011 | 13:57 Angelika Gutsche
portrait
08.01.2012 | 22:32 isam almatlub
1000 dank für diesen artikel. hier in damaskus wird das genau so wahrgenommen.
Kommentar zu

Angst um Syrien

23.12.2011 | 13:57 Angelika Gutsche
portrait
08.01.2012 | 22:31 isam almatlub
1000 dank für diesen artikel. ich kann das aus syrien nur bestätigen. hier - zumindest in damaskus - wird das ganz ähnlich wahrgenommen.
portrait
30.12.2011 | 23:21 Ehemaliger Nutzer
bist du zurück? in d wieder? (habe leider die angewohnheit, mir die "user", die ich les vertraut zu machen, draufhin eben "nen kopp um..." usw und um in deinem andren blog kommentieren zu können, muß...
portrait
31.12.2011 | 13:30 isam almatlub
hallo, nein ich bin noch in damaskus, es ist hier aber alles ok. habe nur nicht mehr geschrieben - auch wenn es jetzt vielleicht am interessantesten wäre. aber es gibt hier nichts besonderes. nur soviel: es ist wohl wirklich ein medienkrieg, zumindest zu einem gutteil. melde mich mal später, wenn ich zeit habe, aber soweit: alles gut, keine sorgen machen!
Kommentar zu

In der Öl-Zwickmühle

Politik | 22.09.2011 | 13:45 George Monbiot
portrait
22.09.2011 | 22:08 isam almatlub
oh man. die diskussion zu syrien befindet sich auf so unsäglich niedrigem niveau, dass das hier schon fast als guter artikel gelten müsste. allerdings gab es heute zum glück auch den hier: www.jungewelt.de/2011/09-22/032.php?sstr=syrien lang und lesenswert.
portrait
13.08.2011 | 05:37 weinsztein
Lieber Isam Alamatlub, Deine Beiträge lese ich immer noch sehr gern, so von Nachbar zu Nachbar (Türkei/Syrien, Damaskus/Turgutreis). Einige Fragen habe ich, auch zu den von Dir erwähnten Banden: Wi...
portrait
13.08.2011 | 10:57 isam almatlub
hallo weinsztein, danke. die menschen hier in damaskus sind nicht mehr oder weniger eingeschüchtert als sonst auch. was kleine "ordnungswidrigkeiten" wie schnell mal ein stockwerk auf's haus draufbauen oder eben den straßenhandel angeht, sogar weniger, da sie wissen, dass die polizei im moment ein auge zudrückt. politisch kann man das in einer non-dempkratie eben nicht richtig sagen (das wird unter der oberfläche lieben). es ist aber m.e. hier (!) keine veränderung festzustellen. den westen (und auch die türkei) sehen sie wohl je nach dem. die "aufständischen" begrüßen das. aber in damaskus (und auch im umland, wo ich war) hört man eher das gegenteil. der westen wolle syrien kaputt machen, drücke auf syrien und man hoffe, dass syrien stabil bleibe. "syrien ist stark" hört man überall - heißt auch: wir halten das aus/durch. über die haltung der türkei (die hier in den letzten jahren sehr an ansehen gewonnen hat) ist man eher verstört. dass die sache syriens eine "innere angelegenheit" sei verärgert. schließlich ist syrien ein souveräner staat und nicht mehr eine provinz des osmanischen reiches. insgesamt wird das auftreten der türkei als arrogant betrachtet, schließlich hat sie ihr konflikte kaum anders "gelöst".
Kommentar zu

Notfalls einmarschieren

Politik | 09.08.2011 | 14:30 Simon Tisdall
portrait
09.08.2011 | 20:09 isam almatlub
ich mische mich ungern ein, aber hier muss es sein. erstens: "Eine Flüchtlingswelle aus dem Nachbarland sorgt bereits für große Kopfschmerzen." - welche flüchtlingswelle? die bereits rückkehrenden maximal 12.000 syrer, die kurzzeitig aufnahme in zelten der türkei gefunden haben? 260.000 libyer in tunesien: das sind "flüchtlingswellen". zweitens: "Die Türkei macht sich aber auch Sorgen, welchen Einfluss die Unruhen auf ihren Kampf gegen die Kurdische Arbeiterpartei (PKK) haben könnten, deren Militante im Südosten des Landes aktiv sind und von denen viele aus Syrien stammen oder dort leben." das ist verständlich. der islamistischen opposition syriens mehrfach ein forum zu bieten, sich zu präsentieren, dieser "freundschaftsdienst" wäre (auge um auge) im prinzip durch einen pkk-kongress auf syrischem boden angemessen zu beantworten. drittens: "„Wir sind bislang äußerst geduldig gewesen und haben abgewartet … ob man auf das hört, was wir gesagt haben. Aber unsere Geduld ist langsam am Ende“, so Erdogan." schlimmer geht's nimmer. darüber regt man sich in damaskus am meisten auf, dass die türkei unter erdogan im moment so tut, als wäre syrien wieder nur eine provinz des osmanischen reiches. geduldig ist man mit seinen kleinen ungezogenen kindern, die dann aber doch auf das zu hören haben, was man sagt, sonst... dass nun sogar saudi-arabien syrien zu reformen auffordert (lach!) und bahrein (das kurz zuvor einen aufstand mit unglaublicher brutalität niedergeschlagen hatte) böse wird, weil die usa es ihnen sagen, kann einen verzweifeln lassen über das ausmaß an dummheit und schamlosigkeit in den internationalen bezeihungen. der rest des artikels ist, wie mein vorredner schon anmerkte "widerwärtige Kriegshetze. Grenzenloser und kannibalischer Zynismus". schade!
portrait
01.08.2011 | 14:50 Rosa Sconto
Dank für den beruhigenden Bericht. Es gibt doch auch soviel andere merkwürdige Nachrichten vor allem aus Hama. Sieht fast so aus als sei das sich heraushalten eine Art Standard politischer Neutralität...
portrait
01.08.2011 | 17:03 isam almatlub
die berichte sind beunruhigend - das stimmt. in damaskus allerdings sind sie auch weit weg. man erfährt das hier eben auch aus dem tv oder über freunde von freunden (was sich dann aber immer weniger dramatisch anhört, als das, was man im tv zu sehen bekommt...).
isam almatlub
isam almatlub, in deutschland geboren und aufgewachsen, lebte und arbeitete ein halbes jahr lang in damaskus, um die sprache seiner eltern zu lernen. er schreibt über den alltag in der syrischen metropole.
Mitglied seit:
2 Jahre 22 Wochen
Zuletzt aktiv:
09.02.2012
Status:
Publizist
Aktivität:
Beiträge: 95
Kommentare: 137
Mein Projekt:
Logbuch
02:42
Columbus hat gerade einen Kommentar geschrieben.
02:28
Fro hat gerade einen Kommentar geschrieben.
02:15
weinsztein hat gerade einen Kommentar geschrieben.
02:15
weinsztein hat gerade einen Kommentar geschrieben.
02:13
Columbus hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG