Israel, Palästinenser, UNO, Amerika, nationale Souveränität, Fremdbestimmung und die Zärtlichkeit der echten Völker — Themen, die vor allem die politischen Ränder offensichtlich besonders brennend interessieren. Ein Streifzu...>> mehr
»Der 6. August 1945 gehört zu den schwärzesten Tagen der Menschheitsgeschichte. Er markiert einen bis dato unvorstellbaren zivilisatorischen Tabubruch. Zum ersten Mal wurde Kernkraft als Waffe eingesetzt – mit verheerenden Folge...>> mehr
Im ganzen Gegensatz zur landläufigen Vermutung werden entscheidende Nachrichten und Hinweise gar nicht verheimlicht oder unter den Teppich gekehrt, sondern stehen immer und überall zur Verfügung — solange man sich nicht auf den »erst...>> mehr
Ach, die LibDems.
Würde Jean-Jacques Rousseau heute noch leben und könnte er — was zugegebenermaßen unwahrscheinlich ist — seine Wahlstimme im Vereinigten Königreich abgeben, dann würde er ohne jeden Zweifel die LibDems w...>> mehr
Kann ja wohl nicht wahr sein. Wenn nur eine (noch) so kleine Bürgerregung in Erscheinung tritt, fühlen sich gleich einige „Saubermänner“ berufen, missliebige Organisationen und Tendenzen zu untersuche...
Wo wird denn hier etwas 'vorgegeben', Fro? Schon gar, was man über dieses oder jenes zu denken habe? Ich lese hier derlei nur bei einem, nämlich bei Dir: Kritik ist Missionierung und Missionierung verstößt gegen das Dogma des heiligen Selbstdenkertums — weiß der Geier, was das nun wieder heißt — und hat deshalb allemal zu unterbleiben.
Es ist zwar eine Binse, aber offensichtlich kann man sie gar nicht oft genug wiederholen: Er-Mächtigung heißt zugleich Ent-Machtung — und zwar des Ermächtigten! Deshalb habe ich auch nicht wenig darüber gelacht, als hier Formulierungen kursierten wie etwa »Papandreou gibt dem Volk die Souveränität zurück«. Das Gegenteil ist der Fall. Naja, Schnee von gestern.
"Kapitalismus ist keine Verschwörung einiger Mächtiger. Er funktioniert, indem er die Menschen zwingt, ihre Bedürfnisse durch den Kauf und Verkauf von Waren zu befriedigen." Nun, das ist eine Meinung ...
Moment mal ... Eichmann? Da war doch mal was, oder? Richtig, da war doch mal was: »Zu seinen Ansichten über Adolf Hitler befragt, sagte Eichmann, er habe Respekt vor ihm gehabt. Hitler sei allerdings nur eine "Marionettenpuppe" internationaler Finanzkreise gewesen, meinte er.« Eine »Marionettenpupe internationaler Finanzkreise« — heutzutage würde Eichmann wohl »Finanzvampir« sagen.
(Fortsetzung von weiter oben.) 1. Vergegenwärtigen wir uns noch einmal die Lage zu Beginn des Jahres 2002. Was haben wir da? Wir haben mehrere nicht 'verdaute', sondern nur vertagte und also verschleppte Krisen, die ihre Spuren in der Weltwirtschaft hinterlassen haben: a) die sehr harte Landung der »New Economy«, die sich 2000/2001 binnen Halbjahresfrist (!) zu ¾ ihres Volumens in Luft auflöste (»Schock von 2001«), b) die noch etwas weiter zurückliegenden Verwerfungen der Asien- und der Rubelkrise (1997/1998), c) Ende 2001/Anfang 2002 der Scheitelpunkt der Argentinienkrise (Bankruns, Abwertung, Ausscheiden vom Anleihenmarkt, frappante Kapitalflucht und Desinvestition), d) seit Oktober 2001 der Afghanistankonflikt sowie der laufende und an Intensität zunehmende »War on Terror« und die damit zusammenhängenden fiskalischen Erfordernisse, die eine Kriegswirtschaft so mit sich bringt, Diese großen makroökonomischen Fäden (neben denen, die Sie schon selber im Artikel erwähnt haben, alsda wären Petro- & Defence-Dollar) laufen nun, Anfang 2002, im Direktorium der FED zusammen. Hinzu kommen noch diverse »weiche«, vorwiegend interne technische Faktoren, die hier nicht zu unterschätzen sind: e) Die amerikanische Zentralbank hat, im Unterschied etwa zur Bank of England und insbesondere zur EZB, den ersten Auftrag, die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern, will sagen, Konjunkturpolitik zu betreiben; f) Ende 2001 gab es den sog. »Harvard-Appell« (die Bezeichnungen variieren, mir ist die von eben geläufig), in dem sich 500 namhafte US-Ökonomen dafür aussprachen, die Zinsen nicht nur nicht zu erhöhen, sondern schleunigst zu senken. Insbesondere wurde Alan Greenspan nämlich dafür verantwortlich gemacht, durch eine angeblich 'zu restriktive' Zinspolitik der FED die kleine Rezession von 2001 ausgelöst zu haben. (Witz am Rande: zu denen, die damals am lautesten nach Quantitative Easing geschrien haben, zählen Krugman und Stieglitz; also genau diejenigen, die es jetzt, in der Krise, schon immer besser gewußt haben wollen). g) Graviert wurde das alles noch dadurch, daß ein offizieller 'Ruf' sowohl aus dem Kongreß als auch dem Weißen Haus an die FED erging: Ihr da, ihr Wächter auf den Kommandohöhen des Dollars, macht mal gefälligst was — unmittelbar für den amerikanischen Kapitalstandort und sein sich verflüchtigendes Wachstum, von dessen Bedienung nicht wenige Haushaltsgrößen abhängen, mittelbar aber auch für die ganze Weltwirtschaft, die schließlich auf die Intensivstation muß, wenn die USA husten. Unterstützt wurde dieser Ruf aus der Eurozone (in der die Rezession schließlich zuerst zuschlug), durch die Bank of England, durch die Bank of Japan und durch die Chinesen — auch das hat Gründe, die mit dem horrenden Zwillingsdefizit der USA zusammenhängen. Es ist nämlich eine interessierte Lüge, daß die USA ihre Dollars einer Restwelt aufnötigen und aufzwingen würden, die diese Dollars im Grunde gar nicht benötigte. Doch, tut sie, sie tut es sogar händeringend, weil der Dollar nun einmal die Fakturierungseinheit des gesamten Weltmarkts ist und andere Währungen überhaupt nur in dem strikten Sinn Währungen sind, als sie sich in letzter Instanz in Dollar konvertieren lassen. Deshalb ist diese Restwelt genauso und genau nicht anders auf Dollars angewiesen wie die USA selber. Ich komme darauf noch zurück. 2. Nun sitzen die Direktoren und Gouverneure der FED also um einen Tisch in New York herum und sinnieren — nicht mehr darüber, was zu tun sei, denn diesen »Weisel« haben sie schon bekommen, und zwar von ganz oben: Macht hoch die Geldtür, die Zinstor macht weit. Es geht nur mehr um die Frage, wie die Sache am besten durchzuziehen sei. Und eben deshalb sind die von mir weiter oben verlinkten Sitzungsprotokolle so wichtig, weil eben dort am Tisch der FED-Direktoren sämtliche Bedenken vorgetragen wurden, die jetzt großspurig als nachgetragene »Krisenanalysen« irgendwelcher Experten daherkommen. Im Gegensatz zur landläufig über sie verbreiteten schlechten Meinung sind nämlich die Herrschaften nicht völlig blöd und wissen sehr genau um die Konsequenzen ihrer Maßnahmen. 3. Was tat also die FED? Sie hat, wie gewünscht und beauftragt, das Zinsfenster nach unten geöffnet und den Geldhahn aufgedreht. Man möge selber nachlesen, wie da, halb im Scherz, halb im Ernst, bei Selters und Orangensaft darüber diskutiert wurde, ob die FED nun sämtliche Baseballteams der Nation zusammenkauft, um das Geld unter die Leute zu bringen, oder sich gleich den ganzen Kongreß kauft. 4. Bekanntermaßen ist die Sache letztlich andes gelaufen, nämlich — und jetzt sind wir beim Punkt — über den direkten Ankauf amerikanischer Immobilienanleihen sowie ihre Garantie durch die beiden staatsnahen Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac. 5. Warum der Immobilienmarkt? Ganz einfach: a) Die US housing starts sind ein bedeutender Konjunkturindikator; wer den anschiebt, der setzt die Zeichen auf Expansion. b) Der Immobiliensektor ist kein Pappenstiel, sondern einer der größten Sachwerthaufen, die in einer Volkswirtschaft gemeinhin herumstehen. In ihm arbeiten nicht wenige Menschen und nicht wenige und nicht die kleinsten Unternehmen sind in ihm tätig; darüber hinaus hängen an den Subsektoren gleich nochmal so viele Arbeitsplätze. c) Dadurch, daß der Immobilienmarkt in den USA durch die gigantischen staatlichen Hypobanken abgesichert und garantiert ist, lassen sich die allemal zirkulierenden Hypoforderungen de facto wie Staatsanleihen (be-)handeln: Das sind die berühmt-berüchtigten MBS (mortgage backed securities) gewesen. d) Diese MBS und die damit zusammenhängenden Derivate (ABS, CDO usw.) sind, und jetzt komme ich auf den Punkt von vorhin zurück, insbesondere im Ausland zu einem de facto-Ersatz für amerikanische Staatsanleihen geworden! (Der MBS-Markt ist zB 2003/2004 binnen Jahresfrist auf das doppelte Volumen des Treasuries-Marks angewachsen). 6. Die FED hat auf die eben beschriebene Weise via Immobilienmarkt alles in allem eine Billion Dollar über der amerikanischen Volkswirtschaft »abregnen« lassen. Dieses Geld ist anschließend wie Öl zunächst in jede Ecke der amerikanischen Volkswirtschaft gesickert und hat auf diese Weise einen höchst realen, gewaltigen Boom ausgelöst, übrigens den größten und intensivsten (gemessen an seiner relativ kurzen dauer von fünf Jahren) der jüngeren Geschichte: So wurden aus einer Billion »Anschub« insgesamt etwa 7-8 Trillionen »assets« — durch Kreditierung, Investition, weitere Kreditierung, Kreditierung der Kreditierung, die wiederum weitere Investitionen induzierte und so weiter und so fort; und nicht nur in den USA, sondern in sämtlichen kapitalistischen Metropolen dieser Welt. Die Folgen sind bekannt. Wie es dazu kam, das steht, wie gesagt, in den Niederschriften des FOMC, die ich oben verlinkt habe. Ich rate nochmal dazu, sie sich in einer ruhigen Stunde zu Gemüte zu führen. Grüße & guten Abend.
Lieber Herr Jäger, ich kann nur jedem, der sich für die Genese dieser Krise interessiert, immer wieder raten, sich an den Ort zu begeben, an dem sie sehenden Auges katalysiert wurde. Dieser Ort ist ...
Aber selbstverständlich kann ich das machen, Herr Jäger. Da das, was dabei zur Sprache kommt, nicht unwichtig ist, setze ich mal weiter unten fort. (Entschuldigen Sie übrigens, daß ich Ihnen erst jetzt antworte; ich hatte Ihre Frage bis eben nicht gesehen.)
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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