j-ap

oportet quaedam nescire

11.09.2011 | 21:57

11. September 1903

Alles Gute zum Geburtstag, Theodor W. Adorno

 
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Kommentare
born2bmild schrieb am 11.09.2011 um 22:43
Werden Verstorbene zum Geburtstag beglückwünscht?

Da wäre noch D.H. Lawrence:
"Wir leben in einer allzu bewussten Zeit.
Wir wissen so viel,
aber wir fühlen so wenig ..."

Kaiser Franz Beckenbauer lebt, also Glückwunsch und Zitat aus kaiserlichem Mund:

"Der Grund war nicht die Ursache,
sondern der Auslöser..."
j-ap schrieb am 11.09.2011 um 22:58
Der Tod muss abgeschafft werden, diese verdammte Schweinerei muss aufhören. Wer ein Wort des Trostes spricht, ist ein Verräter. (Bazon Brock)

Grüße!
born2bmild schrieb am 11.09.2011 um 23:21
Nee, nee, tot sein möcht ich schon, dermaleinst.
Nur dass ich dazu sterben muss, macht's noch immer etwas mulmig.
GeroSteiner schrieb am 12.09.2011 um 00:17
Lieber Josef,
Du warst schneller als ich - ich habe es zu spät gesehen.
:-)

Was war am 11. September 1903? Da wurde Theodor W. Adorno in Frankfurt/Main geboren. Wenn sein Satz "Es gibt kein richtiges Leben im falschen." weiterhin gilt, dann ist seit dem 11. September 2001 alles Leben falsch. Viele ahnen, dass das so ist.
koslowski schrieb am 12.09.2011 um 09:59
TAGESSPIEGEL: Die Koinzidenz zwischen Adornos Geburtstag und dem Terroranschlag am 11. September 2001 ist gespenstisch. Können Sie sich vorstellen, wie Adorno auf den Anschlag reagiert hätte, wenn er drei oder vier Tage danach das Trümmerfeld von Ground Zero besucht hätte?
KLUGE: Ich weiß nicht, inwieweit Adorno auf aktuelle Ereignisse, auf Geschehnisse, denen er zusieht, überhaupt reagiert. Sicher hätte er, wenn er zu den Terroranschlägen gefragt worden wäre, gesagt, das gehört zu den großen Menetekeln. Weiter gefragt, was ist ein Menetekel, hätte er längere Ausführungen gemacht. Das Menetekel verkündet den Königen ihr Ende. In New York ist das Menetekel demokratisiert. Es wendet sich an uns alle. Das macht die Dinge unheimlicher. Adorno würde versuchen, eine Theorie zu entwickeln, inwiefern sich die Schrift an der Wand in Babylon und zwei Flugzeuge, die in ein Hochhaus stürzen, unterscheiden und was die Geschehnisse verbindet.

aus: Tagesspiegel vom 11.09.2003

Gruß
Koslowski
GEBE schrieb am 12.09.2011 um 10:07
„Gottseidank“ ist heute schon wieder der 12. September und der Jubiläums-Hype wegen „9/11“ legt sich wieder, und die angestrengten Versuche so manch eines Zeitgenossen, etwas gaaanz besonders sophisticated Kreatives zum Datum 11. September zu plazieren nimmt auch wieder ab.

:-)
Thomas Maier schrieb am 29.11.2011 um 19:02
Lebe wohl!
j-ap
I hear the fountains of ignorance purl bountiful in Blisstopia these days ...
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