Mittwoch, 10.04.12
Facebook überrascht mit Instagram-Coup, Heise
“Die Übernahme wirft eine Reihe von Fragen auf. "Und die größte ist: Warum", stellt der Branchendienst CNet News in einer ersten Analyse fest. Facebook hat selbst 850 Millionen Nutzer, die jeden Tag 250 Millionen Fotos hochladen. Warum will Facebook eine Milliarde für gerade einmal 30 Millionen Nutzer bezahlen, die bislang keinen Cent Umsatz bringen?“
Für eine Milliarde Dollar: Facebook übernimmt Instagram, Martin Weigert, Netzwertig
“Hat Facebook zu viel für Instagram bezahlt? Der Reflex, hier laut mit “ja” zu antworten, lässt sich nur schwer unterdrücken. Gleichzeitig gehört die Foto-App zu den am schnellsten wachsenden mobilen Diensten überhaupt. Dies hat schon seinen Wert – auch, weil die Konkurrenz leer ausgeht und Facebook sich nun keine Sorgen mehr darüber machen muss, dass Instagram zu einer Bedrohung werden könnte. Eine Übernahme aus Furcht statt aus Überzeugung? Ein sympathisches Motiv für eine Milliarden-Akquisition ist dies nicht. Aber ein kluges? Vielleicht.”
Here is why Facebook bought Instagram, Om Malik, GigaOm
“Facebook was scared shitless and knew that for first time in its life it arguably had a competitor that could not only eat its lunch, but also destroy its future prospects. Why? Because Facebook is essentially about photos, and Instagram had found and attacked Facebook’s achilles heel — mobile photo sharing.“
Angriff auf Piratenpartei: Bayerns Innenminister nennt Piraten "ahnungslose Illusionisten", Tagesspiegel
“Der CSU-Politiker betonte: „Die Piraten greifen, ähnlich wie die Grünen Ende der 1970er Jahre, wild irgendwelche Themen auf, die gerade diskutiert werden. Das finden jüngere Menschen oft interessant - und es fasziniert die Medien, denen das provozierende Auftreten der Piraten gute Geschichten liefert.“ Dabei werde „oft übersehen, welchen Unfug die Piraten teilweise fordern und was die Folgen wären“.”
Das Nerd-Dilemma, Sascha Lobo, SpOn
“Das Nerddilemma besteht aber auch darin, dass weder die reine, technokratische Nerdherrschaft wünschenswert wäre - noch wie bisher der Ausschluss der Nerdschaft, also ihre Verdrängung in den Maschinenraum. Auf der einen Seite stünde eine Systemadministrokratie mit fatalem Empathiedefizit. Auf der anderen Seite stünde das Beharren darauf, dass die breit akzeptierte, vordigitale Vernunft gefälligst auch im digital vernetzten Zeitalter noch zu gelten habe: zwei Alpträume, aufgespannt zwischen völliger Abwesenheit und Totalherrschaft der Netzvernunft.”
Die komplette Selbstdemontage des Handelsblatt, Marcel Weiß, Neunetz
“Das Handelsblatt hat [.] eine Titelgeschichte herausgebracht, in der versucht wird, gegen die drohende “Enteignung” der Kreativen durch die Piraten (die “Enteigungspartei” laut Handelsblatt) anzuschreiben. Denn diese setzen ihren Marsch durch die Landtage fort und kommen vielleicht bald im Bundestag an. Das ist, fast gar nicht zusammengefasst, das sehr, sehr simple Bild, welches das Handelsblatt zeichnet.”
Freischreiber e.V.: "Der dritte Korb darf kein Maulkorb für Urheber werden", Carta
“In ihrem Positionspapier zur geplanten Urheberrechts-Reform kritisieren die freien Journalisten Verwerter und Nutzer gleichermaßen.” #Doc
The (continuing) institutional revolution, Jeff Jarvis, Buzzmachine
“I wonder how inadequate — or doomed — our institutions are today in the face of new and disruptive technologies, including — to echo Allen — profound new means of measuring behavior (which upends, for example, advertising, not to mention tracking government performance through its data). It’s that kind of question that gets me in the most trouble with people I’ll call institutionalists, who defend legacy institutions — journalism, media gatekeepers, the academy, government, et al — against the disruption I sometimes welcome. See, for example, Andrew Keen. But I’m not killing these institutions, merely asking uncomfortable questions about the continued viability — without, of course, any answer to the question: What will follow them?”