Freitag, 10.02.12
ACTA - Wie geht es weiter?, eine ständig aktualisierte Timeline zum Thema ACTA auf iRights
Dazu auch: ACTA - Häufig gestellte Fragen, DigiGes
Flattr-Mitgründer: “Das gesamte Netz soll 2012 flattrbar werden”, Martin Weigert, Netzwertig
“Erst vor wenigen Tagen haben wir eine Funktion veröffentlicht, um beliebige Tweets – bisher war dies nur für Twitter-Konten möglich – und private Github-Repository über unsere Chrome-Erweiterung flattrn zu können. Neu ist außerdem eine Firefox-Extension. Im Laufe des Jahres werden wir viele weitere derartige Optionen präsentieren, um sich im Web für Content, Dienste und Kreativarbeit bedanken zu können – selbst wenn kein Flattr-Knopf vorhanden ist. Das gesamte Netz soll 2012 flattrbar werden (das ist jedenfalls der Plan).“
Christoph Keeses überzogene Erwartungen, Stefan Engeln, Carta
“Wer verlangt, dass Vergütungsmodelle entwickelt würden, die bei einer Umstellung auf digitale Geschäftsmodelle gleichbleibenden Umsatz und Gewinn versprechen, argumentiert gegen die ökonomische Logik und möchte im Grunde auch dort bezahlt werden, wo keine Wertschöpfung mehr erbracht wird. Besonders evident ist dies etwa im E-Book-Markt in Deutschland, wo die Verleger für ein E-Book annähernd den gleichen Preis verlangen wollen wie für ein gedrucktes Buch. Mit dem Leistungsschutzrecht verbinden sich – das muss man dem Beitrag von Keese entnehmen – völlig überzogene Vorstellungen, welche Einnahmen hierdurch erzielt werden sollen. Da kann einem nur angst und bange werden, was demnächst die Verlinkung im Netz kosten wird.”
Pirate Bay rüstet sich für den Sturm, Heise
“Das harte Durchgreifen der US-Behörden gegen Megaupload zeigt immer noch Nachwirkungen – bei den Machern von Torrent-Seiten scheint die Angst umzugehen: Während Anfang der Woche der populäre Torrent-Index Btjunkie den Betrieb eingestellt hat und laut TorrentFreak auch zwei andere große Torrent-Seiten ans Aufgeben denken, wappnet sich auch die wohl berühmteste Torrent-Site The Pirate Bay für härtere Zeiten. Die inzwischen rechtskräftigverurteilten Pirate-Bay-Macher – beziehungsweise ihre Mitstreiter – hatten bereits vor einigen Wochen angekündigt, keine Torrent-Dateien mehr zu hosten, sondern nur noch sogenannte Magnet-Links.”
“Da man anscheinend – jedenfalls berichtet die Presse nicht entsprechend – nicht einmal eine minimale Strafzahlung dem Verein aufgebrummt hat, die zwar höchstens einen symbolischen Charakter (aber wenigstens das!) bedeutet hätte, muss man sich nicht wundern, wenn sich teilweise Fans der Bundesliga über das Verhalten des DFB gegenüber Hoffenheim aufregen und in Relation zu anderen Vereinen setzen, wo man ein wenig den Eindruck gewinnen kann, dass anderswo anders geurteilt wird. Denn was kann beispielsweise ein Verein für einen Fan, der einen Becher wirft – während hier bei der “Akustik-Attacke” das ganze von einem Mitarbeiter des Vereins durchgeführt wurde."
FBI document on Steve Jobs: apparently more than fit for office, Ars Technica
“Did you know that Apple cofounder Steve Jobs was considered for an appointment with the US government under George Herbert Walker Bush? Now you do—along with the rest of the world—thanks to newly released documents by the Federal Bureau of Investigation. The FBI posted on Thursday a 161-page document of its extensive background check on Jobs as a result of a Freedom of Information Act request filed by the Wall Street Journal—the document doesn't otherwise contain much new information that wasn't covered in Walter Isaacson's recently released biography on Jobs, though it does highlight Jobs' influence among even his obvious enemies. After all, nearly everyone the FBI interviewed recommended him for the position, including those who felt screwed over by Jobs."
Patentkrieg: Microsoft und Cisco unterstützen Apples Forderungen, Mac & I
“In den Patentstreitigkeiten um Smartphones und Tablets bekommt AppleUnterstützung von Microsoft und Cisco. Microsoft versprach am Donnerstag, andere Unternehmen nicht aufgrund eigener Patente zu verklagen, die für technische Standards unverzichtbar sind (FRAND-Patente). Als Beispiele nennt Microsoft Standards wie H.264 oder 802.11. Diese Haltung entspreche der von Apple, Cisco und weiteren Unternehmen, führt Microsoft in einem Blog-Eintrag aus. Zuvor war bekannt geworden, dass Apple faire Regeln für die Lizenzierung solcher Patente sowie den grundsätzlichen Verzicht auf deren Einsatz zur Durchsetzung gerichtlicher Verfügungen in der Branche verbindlich festschreiben lassen will."