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Frieden – Wie geht das?

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160 Seiten

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Dienstag, 31.01.12

Das Handelsblatt – der Boulevard-Troll, Thomas Knüwer, Indiskretion Ehrensache

“Es hätte zum Dienst am Leser gehört, solch einen schwachsinnigen Text gar nicht erst abzudrucken. Was kommt als Nächstes? Kim Jong-un über Menschenrechte? Der Papst über guten Sex? Solch eine Form des Anstands und der Integrität mag das “Handelsblatt” heute wohl nicht mehr ausstrahlen. Es agiert damit keinen Deut besser als “Bild” oder “Express”. Ansgar Heveling ist das willige Opferlamm, dessen Schlachtung den blutigen Content liefert. Vermutlich wird es bald noch einen krokodilstränigen Text von Gabor Steingart geben, in dem er den Hass des Netzes betrauert.”

Bei Facebook wohnen wir nur zur Miete, Julius Endert, Carta

“Bei Facebook wohnen wir nur zu Miete und leisten nun für den Vermieter die Luxussanierung pünktlich zum Börsengang. Die große Kehrwoche hat begonnen und Zuckerberg ist der strenge Hausmeister. Wir selbst haben nicht viel davon, werden dem Dienst aber anschließend umso treuer verbunden sein. Denn: Wer würde sich jetzt noch von seinem digitalen Zuhause trennen, nachdem er so viel investiert hat.“ /Carta ist wieder "online"

ACTA in plain Deutsch, Michael Seemann

“Liebe – hoffentlich – netzpolitisch nicht mehr ganz so uninteressierten Freunde, ihr merkt, das Netz geht uns alle an. Es ist ein wichtiger Baustein für eine demokratische Zukunft. Wir müssen auf es aufpassen, denn es gibt viele undemokratische Menschen, die es aus eigennützigen Interessen zerstören wollen und viele Politiker, die das nicht verstehen. Um es zu beschützen, braucht es auch eure Wachsamkeit, denn glaubt mir, das ist alles erst der Anfang.”

Googleheimer, Live.Hackr

“Im Gegensatz zu Facebook oder Twitter, besteht der eigentliche Wert von Google im Glauben der Welt an die Genialität von Google. Wir gehen zu Facebook oder Twitter, weil dort unsere Freunde Dinge posten. Aber wir gehen zu Google, weil wir glauben, dass sie wissen. Google war das paradimgatische lacansche subject supposed to know. Es war eine Black Box, die man Beliebiges fragen konnte, und die ohne grössere Umwege die richtigen Antwort lieferte. Auch wenn nicht immer alle Ergebnisse ‘richtig’ waren, sie waren noch immer richtiger als bei allen Anderen, und ein, zwei Verfeinerungen weiter hat man das Gewünschte gefunden.”

MyTaxi-Investition: Taxiverband “schäumt vor Enttäuschung und Wut”, Jürgen Vielmeier, Basic Thinking

“Daimler ist mit seiner Mietwagentochter Car2Go an einer Investitionsrunde beteiligt, die vergangene Woche 10 Millionen Euro in das Startup MyTaxi investiert hat. MyTaxi ist ein Taxiruf via Smartphone, der die Taxizentralen umgeht und direkt eine Fahrt zwischen Fahrer und Fahrgast vereinbart. Weil Car2gos Mietwagen künftig ebenfalls über die MyTaxi-App angeboten werden, brachte Daimler auch die Mietwagenindustrie gegen sich auf. MyTaxi wolle die Verbände zerstören, lautet der Vorwurf. Die Hamburger weisen die Vorwürfe weit von sich."

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.