Jan Jasper Kosok

Berufsjugendlicher

13.01.2012 | 13:40

Irgendwie Links: Fehler machen, Thesen haben

Freitag, 13.01.12

 

Christopher Lauer, Rede im Berliner Abgeordnetenhaus

 

neoParadise, Stefan Niggemeier, ZDF

“Im Talk haben sich Joko und Klaas Stefan Niggemeier eingeladen. Der Blogger und Autor spricht mit Joko ganz aktuell auch über das Thema Bundespräsident Christian Wulff und die Bild-Zeitungs-Affäre.”

 

Fehler machen, Fehler haben, Fehler sein – über Salami-demontage und Politik, Daily Dueck

“Wenn wir jemandem nicht verzeihen, beginnt der Betreffende, ein Fehler zu SEIN! „Die Ehe mit dir war ein Fehler.“ Dann ist der Betreffende ein Fehler von UNS. Diesen unseren Fehler müssen wir dann einsehen, korrigieren und so viel daraus lernen, dass wir ihn nie wieder begehen. Wenn wir das nicht tun, haben WIR einen Fehler. Andernfalls SIND WIR(!) als Kollektiv im schlimmsten Falle ein Fehler aus der Sicht von außen. „Deutschland hat einen solchen Präsidenten“, sagen Fremde, so wie wir bis vor kurzem sagten: „Italien hat einen solchen Ministerpräsidenten.“ Darum geht es in den Diskussionen, in denen das Wort „beschädigen“ prominent vorkommt.“

 

In 5 Jahren spricht niemand mehr über Social Media, sondern über Fachkräftemangel, Cluetrain PR

“Natürlich lässt sich dieses Leben in der Sprache des Social Web und auch das Networking lernen. Talent braucht es trotzdem. Und daraus ergibt sich das tatsächliche Problem für die PR: Die Stellen und Aufgaben müssen neu definiert werden. Zudem müssen sich die Strukturen verändern, wie PR in den Unternehmen verankert ist. Wer sich jeden Text von einem Entscheider freigeben lassen muss, wird seine Aufgabe nicht erfüllen können. Vor diesen Herausforderungen stehen zwangsläufig alle Unternehmen, weil das Netz – und damit auch die Netzwirtschaft – sich verändert. Danach wird der Run auf die Talente beginnen, egal, ob sie Community- oder PR-Manager heißen werden.”

 

Musikindustrie verklagt Irland wegen unzureichendem Copyright-Schutz, Heise

“Die fünf Plattenlabels EMI, Sony, Universal, Warner und WEA haben vor dem High Court in Dublin einen Zivilprozess gegen den irischen Staat angestrengt (AZ.: 2012 146). Die Unternehmen werfen der Regierung vor, EU-Vorgaben zum Urheberrechtsschutz nicht umzusetzen und keine Maßnahmen zur Einführung von Netzsperren zu erfgeifen. Laut irischen Medienberichten berufen sich die Musikfirmen auf das jüngste Urteil im Verfahren der Branche gegen den Provider UPC, wonach Irland bei der Durchsetzung der Rechte an immateriellen Gütern noch nicht alle einschlägigen Brüsseler Bestimmungen erfülle.”

 

Thesen gegen die Ausplünderung der Gesellschaft, Ingo Schulze, Süddeutsche

“Demokratie wäre, wenn die Politik durch Steuern, Gesetze und Kontrollen in die bestehende Wirtschaftsstruktur eingriffe und die Akteure an den Märkten, vor allem an den Finanzmärkten, in Bahnen zwänge, die mit den Interessen des Gemeinwesens vereinbar sind. Es geht um die einfachen Fragen: Wem nutzt es? Wer verdient daran? Ist das gut für unser Gemeinwesen? Letztlich wäre es die Frage: Was wollen wir für eineGesellschaft? Das wäre für mich Demokratie."

 

 

 
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Kommentare
blog1 schrieb am 13.01.2012 um 14:25
Danke für die Zusammenstellung.

Die Rede von Christopher Lauer hat was.

Die Gewaltenteilung ist ein Kernelement der Demokratie. Wenn aber die Gewaltenteilung nicht mehr funktioniert, weil die Legislative durch die Executive dominiert wird, kommt es zur Aushöhlung der Demokratie. Das ist dann der Fall, wenn die Parlamente als reine Abnickgremien der Executive fungieren.

Wie sagt Herr Lauer so treffend „ der Lobbyist geht zu demjenigen, der die Gesetze schreibt und nicht etwa zu dem, der das Gesetz nur noch abzunicken hat“. Wirksame Kontrolle sieht anders aus.

Etwas störend ist der Umstand, dass Herr Lauer alles vom Blatt ablesen muss. Die freie Rede ist nicht sein Ding.
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