Jan Jasper Kosok

Berufsjugendlicher

18.10.2011 | 14:20

Irgendwie Links: Geheimpolizei, Datenschutz, nicht-akademische Fragen

 

Dienstag, 18.10.11

 

Staatstrojaner: Hauptsache, wir können überwachen?, Frank Rieger (CCC), F.A.Z.

“Die Überzeugungen und Werturteile, die Friedrich im Interview äußert, werfen jedenfalls tiefgreifende Fragen zum Selbstverständnis der sicherheitspolitischen Führungsspitze und zur Balance zwischen Interessen der Strafverfolger und den grundlegenden Freiheitsrechten der Bürger auf. Wenn technische Bequemlichkeit über Grundgesetztreue obsiegen sollte, der Zweck also in Innenminister Friedrichs Verständnis die Mittel heiligt, ist die Frage, was danach kommt, nicht mehr nur rein akademisch.”

 

Anti-Terror-Gesetz: Warnung vor neuer Geheimpolizei, Heise

“Sollte das Parlament das umstrittene Vorhaben unverändert verabschieden, müsste man daher von einer Geheimpolizei sprechen, gab der Professor der Hochschule für Wirtschaft und Recht zu bedenken. Dazu komme die Frage, ob der Verfassungsschutz überhaupt für die Verfolgung oder Verhinderung von "home-grown terrorism" zuständig sei oder ob dies nicht vielmehr ins Aufgabenfeld der Polizei falle. Nicht zuletzt seien die angeführten Kriterien zur Auswertung von Verbindungs- und Standortdaten nicht vereinbar mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung, da Geheimdienste demnach nur bei konkreter Gefahr für höchste Schutzgüter an die mitprotokollierten Nutzerspuren herandürften.“

 

Muss unser Datenschutzrecht runderneuert werden?, Internet Law

“Im Netz werden fortwährend personenbezogene Daten verarbeitet, zumal Datenschützer bereits jede IP-Adresse als personenbezogen betrachten. Das bedeutet letztlich, dass die Internetkommunikation nach dem System des deutschen und europäischen Rechts grundsätzlich zunächst verboten ist und nur durch punktuelle gesetzliche Gestattungstatbestände erlaubt wird. Diese Gestattungstatbestände – insbesondere §§ 28, 29 BDSG – stammen nun allerdings aus einer Zeit, als vom Internet noch keine Rede war, sondern Daten auf Großrechnern in Rechenzentren verarbeitet wurden. Das Grundkonzept unseres Datenschutzrechts ist somit nicht internetkompatibel.”

 

The Great Tech War Of 2012, Farhad Manjoo, Fast Company

“Tech companies are ephemeral enterprises, with a built-in obsolescence much like their products. The best firms stay at their peak for a decade tops; most get snuffed out before anyone even notices them. Amazon, Apple, Facebook, and Google have the potential to be exceptions to this rule. Their CEOs are driven, disciplined, and relatively young (Cook, the oldest, will be 51 in November). All but Cook are founders, and their personalities are such that they seem unlikely to get tired or bored by their empire building. Their market caps and strong revenue growth should allow them to neutralize other would-be rivals--witness Bezos acquiring Zappos and Quidisi (Diapers.com) before either could become a threat.”

 

Publishers: What are you doing while Amazon eats your lunch?, Mathew Ingram, GigaOm

“Here’s a hint for book publishers: take a lesson from the music industry, and don’t spend all your time suing people for misusing what you believe is your content — think instead about why they are doing this, and what it says about how your business is changing, and then try to adapt to that. Amazon is giving authors what they want, and as long as it continues to do so, you will be at a disadvantage. Wake up and smell the disruption.”

 

 
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