Jan Jasper Kosok

Berufsjugendlicher

26.08.2011 | 13:11

Irgendwie Links: Ponyschlecken, U-Boote und dreckiges Geschirr

 

Freitag, 26.08.11

 

Das Leben ist kein Ponyschlecken!, Taz, Replik aufs Berlin-Bashing der F.A.Z.

“Zum Glück hat FAZ-Autorin Mechthild Küpper jetzt eine ganz konkrete Ansprechpartnerin für ihr Bedürfnis nach mehr Bürgerlichkeit: Renate Künast. Renate kümmert sich, verkünden ihre Wahlplakate, da muss sie ran! Wo die Betulichkeit den mündigen Berliner gelinde gesagt irritiert, findet Renate bei den zugereisten Spießern eine Zielgruppe, die sich freut, wenn sich jemand um sie kümmert. Wenn sie jemand unterstützt im Kampf für ein quietschvergnügtes, immer höflich-sauberes, bio-gesundes Bildungselitenbürgertum.”

 

Der Lahm, die Schwuchtel, die Ecken, die Kanten, Malte Welding

“Ein Arbeitnehmer, der darauf hinweist, dass die Führungsebene über Jahre schwere Fehler gemacht hat – ein Arbeitnehmer auch noch, der dazu auserkoren wurde, seine Mitspieler zu vertreten: Das ist kein Aufrührer, das ist ein Betriebsrat. Fast könnte man sagen, Lahm habe durch das Buch Führungsspielereigenschaften gezeigt. Wenn er nicht ein viel zu guter Fußballer wäre, um durch Brüllen auffallen zu müssen.“

 

Jede Menge ungespültes Geschirr, Law Blog

“Ich kann jedenfalls keine Rechtsgrundlage dafür finden, Namen und Adressen von Menschen nur deshalb massenhaft zu erfassen, weil sie bei Dunkelheit auf Hamburgs Straßen unterwegs sind. Dies ist – und es tut fast weh, das zu schreiben – ein völlig legales Verhalten. Zumindest so lange, wie nicht noch andere konkrete Umstände dazu kommen, die einen greifbaren Verdacht ergeben. Wenn die Hamburger Polizei massenhaft die Personendaten Unverdächtiger speichert und auswertet, um diese Personen später zum Gegenstand von Polizeiarbeit zu machen, dürfte das schlicht rechtswidrig sein.”

 

Let’s train journalists for the future, not for the past, Currybetdotnet

““The top four most important skills cited by editors were: writing, finding news stories, interviewing and legal knowledge - while at the bottom of the list came social media, web skills and interaction with readers” - When I read a sentence like that, I hear the sound of an industry committing suicide.”

 

Er so: “Googles U-Boot!” Ich so: “Journalismus!” – Eine Antwort auf Christoph Keese, Immateriblog.de

“Ich beschäftige mich jetzt seit acht Jahren mit dem Thema Urheberrecht und seit mehr als zwei Jahren mit dem Thema Leistungsschutzrecht, und ich bin zur Überzeugung gekommen, dass es eine schlechte Idee ist, Presseverlegern ein Leistungsschutzrecht zuzugestehen. Dafür nehme ich in Anspruch, bessere Argumente zu haben, als Keese und seine Mitstreiter, die im Gegensatz zu mir eigene Interessen verfolgen.”

 

 
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Kommentare
GeroSteiner schrieb am 26.08.2011 um 14:34
Was mich zunehmend irritiert, ist der Umstand, dass wenn man in der schreibenden Zunft von Recht redet, eigentlich das Verbieten oder ein Verbietungsrecht meint. Beim Urheber- und Leistungsschutzrecht geht es weniger darum, die Freiheitsrechte des Einzelnen zu stärken, sondern es geht vielmehr darum, die Rechte der Allgemeinheit einzuschränken. Das ist irgendwie gar nicht links.
Jan Jasper Kosok schrieb am 26.08.2011 um 14:47
Eigentlich geht es ja auch weniger ums Urheberrecht, sondern ums Verwertungsrecht. Just saying.
GeroSteiner schrieb am 26.08.2011 um 21:49
Ok.

Jeder, der google hat, kann den Ursprung oder die Erstveröffentlichung herausfinden - und damit, was jetzt das Original und was das Guttiat ist.

Aber auch hier ist die in meinen Augen wesentliche Frage nicht, wer damit das meiste Geld verdient, sondern wer wem was verbieten darf und mit welcher Begründung.

Ich gehe mal in meinem jugendlichen Leichtsinn davon aus, dass bevor eine Redaktion einen Text veröffentlicht, zunächst mal kenntnisreich überprüft oder schaut, ob ein Plagiat vorliegt, oder eben nicht.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 27.08.2011 um 00:02
@ JJK das es den Immateriblog braucht um zu erklären das ihr Journalisten in Merkelstan nicht aufmüpfig genug seit ist irre, der Keese wäre bei Wolf Schneider eh durchgefallen.
Jan Jasper Kosok
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