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Montag, 05.09.11
Pseudonyme auf Google Plus - Offener Brief an Google, Mehrere Unterzeichner
“Die Diskussion um die Nutzungsbestimmungen hält nun schon einen Monat an, ohne dass wir von Google Verbindliches über den weiteren Prozess gehört hätten. Wir hoffen natürlich, dass Sie sich angesichts der weltweiten Proteste in einer intensiven internen Diskussion befinden. Von außen ersichtlich ist es jedoch nicht, und daher bitten wir Sie um eine baldige Information, wo Sie in Ihrem Entscheidungsprozess stehen und welche Optionen Sie für gangbar halten. Sollten Sie sich schon entschieden haben, Ihre bisherige Linie nicht zu ändern, bitten wir Sie darum, uns die Gründe zu nennen. Wir möchten uns rational entscheiden können, ob wir Ihren Dienst weiter nutzen und wie weit wir ihn in unserem Kommunikationsverhalten im digitalen Raum berücksichtigen wollen. Diese Erwartung haben wir im übrigen auch an andere Netzwerke, insbesondere Facebook.”
Die deutschen Flattr-Charts im August 2011 – Gesunder Longtail oder Niedergang des Dienstes?, YOUdaz.com
“Man würde in einem guten Rahmen wachsen sagte uns Linus Olsson, Mitgründer von Flattr diesen Monat im Interview. Damit antwortete er auf die Frage, ob der Dienst ins Stocken geraten sei. Das behaupten mittlerweile viele Blogger und auch unsere Flattr-Charts deuten in diese Richtung: Immer weniger Klicks verteilen sich auf die Top 25. Im August hat sich dieser Trend noch einmal dramatisch verschärft. Gerade einmal 27 Klicks brauchte man für Platz 25.“
Wie wird man eigentlich “Journalist”?, Print Würgt
“Was besonders wundert bei Professor Doktor Peter Bofinger, einem der fünf Wirtschaftsweisen: Noch am 15. August nannte Bild selbst den so genannten “Experten” nämlich einen “führenden Wirtschaftswissenschaftler Deutschlands” – ohne Anführungsstriche natürlich. Womit sich die Frage aufdrängt: Wird man eigentlich als “Journalist” geboren, oder muss man sich den Hang dazu, die Welt auch mal als irgendetwas außerhalb des eigenen Kopfes zu betrachten, erst mühsam abtrainieren?”
WWWeltherrschaft: Der Kampf um die Macht im Netz ist in vollem Gang. Wer wird gewinnen?, Peter Glaser, Futurezone.at
“Am Ende wird die Faulheit siegen, wie immer. Sie ist die eigentliche Macht. Dafür lassen sich viele Menschen auf den faustischen Handel mit ihren Daten ein. Das Fatale daran: Es tut nicht weh, wenn jemand ein digitales Verhaltensprofil von mir erstellt und es verkauft. Die Daten, die mir genommen werden, sind immer noch da. Faulheit ist der stärkste, am meisten unterschätzte Antrieb, wirkungsvoller als Sex. Psychologen und Wirtschaftswissenschaftler sprechen etwa s vornehmer von Convenience. In der digitalen Ära geht es nun um eine Art von Bequemlichkeit, die mehr und mehr dem ähnelt, was in Märchenbüchern Zauberei heißt – ein Fingerzeig, und am anderen Ende der Welt geschieht etwas, das ich veranlasst habe. Es ist das Sternenfunkeln am Ende des Zauberstabs. Das Internet verwandelt sich gerade in eine Jetzt-sofort-alles-Maschine – und wir selbst sind die Macht, die dahintersteht. Zum Glück für die Wirtschaft sind wir zu bequem, sie zu nutzen.”
Das BarCamp Frauen geht in die zweite Runde, Teresa Bücker, Google+
“Mehr Zeit für uns - mal wieder so richtig politisch diskutieren - einen interessanten Job, der uns Unabhängigkeit garantiert - nie wieder sexistische Werbung sehen zu müssen - mit Kindern leben - ohne Kinder glücklich werden - in einer offenen Gesellschaft leben - endlich gleiche Bezahlung – Partnerschaftlichkeit und Gleichstellung leben (können) … Aber auch über weibliche Schönheitsideale, Auseinandersetzung mit Vorbildern und deren Glaubwürdigkeit, der ambivalente Umgang mit Sexiness, den neuen Feminismus und weibliche Netzwelten wollen wir diskutieren. Das alles sind immer wiederkehrende und oft kontrovers diskutierte Themen: Was jedoch nach wie vor fehlt, sind konkrete Ideen für moderne Lebensentwürfe unserer Zeit.”
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Interessant zum Thema „Anonymität“ ist es, die Verlautbarungen des G8-Gipfels im Mai (Internetgipfel) mit special guest Zuckerberg gegen die Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit von westlichen technischen und geheimen Diensten mit ihren libyschen Pendants zu lesen.
Im Mai, hieß es, ging es „um globale Regeln für das Internet“. Nach den neueren Erkenntnissen darf gefragt werden, ob jede beliebige Identifikation einer wie auch immer gearteten Artikulation im Netz eine dieser globalen Regeln nicht nur sein soll, sondern bereits ist. Und ist damit eine Neuauflage zur Mediendiskussion im Deutschland der 1980er Jahre: Wer kontrolliert eigentlich die Kontrolleure? Nur diesmal betrifft es nicht nur die öffentlich-rechtlichen Sender, sondern den gesamten öffentlichen Raum. |
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Ich hatte gerade eine interessante Diskussion darüber, inwiefern Google als Unternehmen sowieso machen kann, was es will. Das halte ich für falsch, da Googles Angebot darin besteht, "Öffentlichkeit" bzw. eine Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Dementsprechend muss sich Google gewissen Regeln beugen. Allerdings hat der "Vertreter" der öffentlichen Interessen unter Umständen anderes im Sinn als die Öffentlichkeit selbst. Wie man es dreht und wendet, man fühlt sich als Verhandlungsmasse. Insofern ist dieser offene Brief wichtiger als es vielen auf den ersten Blick einleuchtet. Es sei denn, wir wollen/müssen uns demnächst alle bei Lidl mit dem Satz "Mein Name ist Lohse, ich kaufe hier ein" vorstellen.
Besten Gruß, JJK |
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Vielleicht heizt das ja die Dikussion an ;)
www.nytimes.com/2011/08/29/business/media/in-times-of-unrest-social-networks-can-be-a-distraction.html?pagewanted=all |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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