Montag, 21.11.11
Niggemeier: "Das Fernsehen ist skrupelloser geworden", DWDL.de-Interview mit Stefan Niggemeier
“Ich finde es richtig, dass das ZDF auf Digitalkanäle setzt, weil es offensichtlich fast unmöglich ist, einen so schweren Tanker wie das Hauptprogramm zu drehen. Faszinierend ist es zum Beispiel, wie modern das On-Air-Design des ZDF ist. Im Grunde ist das On-Air-Design nicht für die tatsächlichen ZDF-Zuschauer gemacht, sondern für die erhofften ZDF-Zuschauer. Man merkt dem ZDF an vielen Stellen an, dass sie gern jünger wären und dass man vieles probiert. Aber es ist ja offenbar wahnsinnig schwer, die Jüngeren zu kriegen. Ich finde es daher legitim, einen Teil auszulagern und zu sagen, man probiert auf ZDFneo Sachen aus. Ich finde aber trotzdem, dass das ZDF spätestens ab 23 Uhr auch im Hauptprogramm einen Schnitt machen könnte.”
Die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” empfiehlt Raubkopierer-Seite, Thomas Knüwer, Indiskretion Ehrensache
“Die “Frankfurter Allgemeine” gehört zu jenen Verlagen, die derzeit um staatliche Subventionen in Form des Leistungsschutzrechtes betteln. Angela Merkel will dies auch noch umsetzen, was nur zeigt, dass Deutschland nichts von der jahrzehntelangen und fruchtlosen Förderung der Kohleindustrie gelernt hat. Einerseits also will die “FAZ” bitte, bitte, dass wir alle sie finanziell am Leben erhalten, weil sie angeblich nicht in der Lage ist, angebliche Raubkopierereien ihrer Texte zu unterbinden. Andererseits schickt sie ihre Leser zu Seiten, wo sie raubkopierte Inhalte anderer Branchen finden. Ich nenne dies das “St. Florian Biedermann-Prinzip”: Dieses wenden Personen an, die einerseits den heiligen Florian um Hilfe bitten, damit er ihr Haus vor dem Feuer verschonen, während sie beim Nachbarn Brandstiftung betreiben oder arglos ein Streichholz in dessen trockenen Busch werfen.“
Die digitale Revolution ist in der Mitte Deutschlands angekommen – was unternehmen Zeitungen?, Krystian Woznicki, Berliner Gazette
“Was sind die wirklich wichtigen Probleme der digital vernetzten Menschen? Doch nicht was echte Freunde oder wahre Liebe im Internet-Zeitalter sind! Genauso wenig, was der richtige Umgang mit dem Netz ist, um nicht süchtig zu werden! (Niggemeier dazuhier.) Die 50 Millionen Internet-User in Deutschland durchleben derzeit keine kollektive Pubertät. Deshalb brauchen sie auch nicht die von Mathias Döpfner empfohlene „Führung“ der Zeitungen. Nein: Wir sind mitten in einer Revolution, die nicht nur die alte Führung, sondern das Prinzip Führung in Frage stellt.”
EU-Kommissarin bezeichnet Copyright als "Hasswort", heise
“Das Internet sowie Informations- und Kommunikationstechnologien könnten Kreativen dabei helfen, sich direkt und günstig mit ihrem Publikum zu vernetzen, betonte Kroes. Mit der Digitalisierung entstehe eine Datenbank für ein globales Repertoire, die einen transparenten Weg für die Distribution und die Abrechnung kreativer Werke für die Künstler selbst und Zwischenhändler schaffe. Cloud Computing biete einen ganz neuen Rahmen, in dem Musik, Bücher oder Filme erstanden werden könnten. Damit verknüpft seien aber Fragen der optimalen Lizenzierung der Erzeugnisse über solche Plattformen, die durch ein offenes gesetzliches Rahmenwerk geklärt werden müssten. Es müssten Regeln gefunden werden, die derartige Prozesse unterstützten und dafür sorgten, dass das System die Interessen der Künstler absichert. Die Kommission habe daher einen Vorschlaggemacht, um etwa die kollektive Rechteverwertung zu vereinfachen.”
Why Facebook's Seamless Sharing is Wrong, ReadWriteWeb
“In order to do what you originally wanted to do when you clicked on a link, you have to click cancel on the menu that popped-up when you clicked on that link. That's not unintuitive, that's counter-intuitive. That it's proven so wildly effective and feels like it caught people unaware makes it feel like an action taken in bad faith by Facebook - like you were tricked.”
Noel Fielding: a brush with comic genius, Guardian
“Fielding scampers off and reappears in an outfit that makes him look like a pretty bat. He squirts hairspray on, worries at his hair. There is one last question I want to ask: is there anything he takes seriously? "I don't think anything contains no comedy. Life is a comedy, isn't it? Funerals are a comedy. Death is funny. Everything is funny in the end. It is all we've got, isn't it? It is the only thing that separates us from the beasts. We laugh at stuff. Newts don't find anything funny at all. You can't get anything out of them. And rabbits – they just stare through you."”