Jan Jasper Kosok

Berufsjugendlicher

06.12.2011 | 13:45

Irgendwie Links: The Postjournalismus of Happiness

 

Dienstag, 06.12.11

 

Falsch liegen lernen, Sascha Lobo, SpOn

“Das Netz könnte an dieser Stelle durch Transparenz, Verbesserungsdruck und soziale Vernetzung für einen gesellschaftlichen Fortschritt sorgen. Aber auch außerhalb der digitalen Sphäre ist der offene Umgang mit selbstverschuldeten Fehlern mehrheitsfähig. Das beweist die Bundespräsidentin der Sympathieumfragen, Margot Käßmann, deren Reaktion auf ihre Trunkenheitsfahrt die Voraussetzung für ihre uneinholbare Fußgängerzonenbeliebtheit war. Denn bei aller segensreichens Wirkung des Internet verbergen sich hinter dem souveränen Umgang mit den eigenen Fehlern eigentlich nicht gerade brandneue Tugenden der Aufklärung wie Vernunft und Anstand. Und vielleicht ist genau das die eigentliche, politische Botschaft hinter dem Erfolg der Piraten: Der aufgeklärte Digitalbürger möchte schlicht nicht mehr verarscht werden, weder analog noch digital. Jedenfalls nicht so, dass es sich allzuleicht googeln lässt.“

 

D64, Felix Schwenzel, Wirres

“ich kenne mich mit lobbyismus, politik und public relations nicht besonders gut aus. aber wenn sich ein „think tank“ gründet (warum nicht „denkfabrik“?), der die digitalisierung unserer gesellschaft begleiten, bedenken und in die politik hineinwirken möchte, warum sind dann jeweils die presssprecher von facebook undgoogle gründungsmitglieder? sind die da als privatleute drin? oder als vertreter ihrer firmen? wo verläuft die grenze zwischen politischem engagement und lobbyismus? ist diese trennung irgendwie gegeben? ach, eva-maria kirschsieper istlobbyistin für facebook?“

Und weiter. Und außerdem.

 

Postjournalismus, Detlef Gürtler, Taz-Blogs

“Neben den drei bekannten Säulen der Gewaltenteilung: - Legislative (Parlament) - Exekutive (Regierung) - Iudikative (Rechtssprechung) haben sich als vierte Säule die Medien etabliert. Wobei ihr Job nicht so sehr die Kontrollfunktion ist, als vielmehr die Erklärfunktion: Medien zelebrieren und inszenieren Menschen und Konflikte, Probleme und Lösungen. In der Gewaltenteilungssprache wäre das dann die: - Narrative (Medien) Die so gerne gewählte Selbstinszenierung als aufklärerisches “Sturmgeschütz der Demokratie” würde dann eher einer fünften Säule angehören. Nennen wir sie, um den selbstverliebten Medien ihren Begriff zu lassen: - Investigative (Enthüller).”

 

The pursuit of happiness, Kristian Köhntopp

“Vor diesem Hintergrund in Wirtschaft und Politik hat die Piratenpartei letztes Wochenende auf ihrem Parteitag beschlossen, sich als Partei mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen auseinander zu setzen - unsere Industrie- und Wirtschaft sind leistungsfähig genug für eine 20/80-Gesellschaft ("20% der arbeitsfähigen Gesellschaft reichen aus, um den übrigen 80% und sich selbst eine sehr hohe Lebensqualität zu bieten"). Wir werden nie wieder Vollbeschäftigung haben. Wir müssen endlich das gesellschaftliche Problem des industriellen Strukturwandels angehen anstatt es weiter wie seit den 1980er Jahren vor uns her zu schieben.”

 

Louis C.K.: The Next Steve Jobs Will Be A Chick, Fast Company

“Overall, I think it's a good time to have a girl in the 21st century because things are changing, with more opportunities for women. But girls are still the underdog, which means they'll work harder, and everybody loves an underdog. The next Steve Jobs will totally be a chick, because girls are No. 2--and No. 2 always wins in America. Apple was a No. 2 company for years, and Apple embodies a lot of what have been defined as feminine traits: an emphasis on intuitive design, intellect, a strong sense of creativity, and that striving to always make the greatest version of something. Traditionally, men are more like Microsoft, where they'll just make a fake version of what that chick made, then beat the shit out of her and try to intimidate everybody into using their product."

 

 

 
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Kommentare
h.yuren schrieb am 06.12.2011 um 20:43
habs doch noch geschafft, jjk, den kommentarbutton zu überzeugen...
dabei fällt mir die andere tücke der technik ein, die ich neulich schon mal erwähnte, ich darf mich mehrmals am tag und jeden tag wieder neu anmelden, und das ist keine schikane, sondern bloß technik?

nun zu deinen zitaten:
mir fällt zuerst etwas zur gewaltenteilung ein, weil das mein thema ist.
die sog. vierte gewalt der medien ist von walter lippmann in den 20er jahren des vergangenen jahrhunderts gründlichst analysiert worden in seinem buch "Public Opinion". mit niederschmetterndem ergebnis.
für mein empfinden steckt in der narrativen branche zuviel narr, gebe eindeutig der investigativen den vorzug. leider gibt es mehr narren als investigative.
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