Jan Jasper Kosok

Berufsjugendlicher

17.08.2011 | 11:41

Irgendwie Links: Umdrehen, abstürzen und schärfer werden

 

Mittwoch, 17.08.11

 

Dreh um, Google, Sascha Lobo auf SpOn

“"Don't be evil" wurde lange als Selbstverpflichtung von Google interpretiert. Inzwischen droht es zur Aufforderung für den Rest der Welt zu werden: Don't be evil! - mit Google als Richter über Gut und Böse. Es bleibt die Hoffnung, dass Google auf dem eingeschlagenen Weg der Hybris umkehrt. Viele andere Mittel als Hoffnung bleiben allerdings kaum.”

 

Absturz ins Sommerloch, Czyslansky

“Und schon bald setzte das große Rätselraten ein: “Es muss die schiere Angst gewesen sein. Anders lassen sich die Börsenturbulenzen der vergangenen zwei Wochen nicht erklären”, orakelte der Focus. Der angesehene Wirtschaftskommentator Zachary Karabell machte den “Glaubwürdigkeits-Defizit der Wall Street” für die Katastrophe verantwortlich. Auf die Idee, dem Glaubwürdigkeitsdefizit der etablierten Medien die Schuld zu geben, kam er nicht. Er hätte vielleicht die Blogger fragen sollen. Dort war beispielsweise im MoneyBlog zwei Tage nach dem Absturz zu lesen, dass die Daily Mail offenbar Fakten und Fiktionen durcheinander gebracht hatte. Aber wer glaubt schon einem Amateur?“

 

Warum besteht Google auf Klarnamen innerhalb von G+?, Christoph Kappes auf Google+

“Der Markt ist riesig, um den sich die Anbieter streiten. Je besser soziale Netzwerke mit Commerce umgehen, desto eher gelingt ihnen die Verschiebung von Aussenumsatz, der sonst in externen Shops läuft. Der Diensteanbieter, der das bessere Konzept hat, gewinnt den Kampf um Social Commerce (Google hat noch andere Asse im Ärmel, darum sollte es aber hier nicht gehen). Wer das Identitätsproblem so gut löst, dass mehr Transaktionen stattfinden und dass Systeme den Erfolg von Transaktionen besser vorhersagen, hat einen wichtigen Pluspunkt gegenüber seinen Wettbewerbern.”

 

Haben sich die Medien nach Robert Enkes Tod verändert? »Der Ton ist schärfer geworden«, 11 Freunde

“Wenn man die scharfe Selbstkritik nach Enkes Tod als Ausgangsgrundlage nimmt, könnte man die Anteilnahme nach diesen Ergebnissen als geheuchelt einstufen. Allerdings darf man die Medien auch nicht verteufeln, schließlich stillen sie nur die Bedürfnisse ihrer Leser. Erschreckend ist aber der Zuwachs an bloßstellenden Formulierungen, wie »Blinder Mike trifft das Tor nicht« oder »Torwart-Trottel Burchert«. Etwa die Hälfte aller Zeitungen hat nach Enkes Tod mehr persönlich diffamierende Berichte veröffentlich als noch davor. Die Rhetorik ist schärfer geworden, statt milder. Von einer Sensibilisierung innerhalb der deutschen Medien kann also nicht die Rede sein.”

 

Krawalle in England – Woher kommt diese Wut?, Owen Jones auf Faz.net

“Unterdessen steigen die Arbeitslosenzahlen, und das Realeinkommen der Armen sinkt weiter. Der Riss, der durch die britische Gesellschaft geht, wird immer tiefer. Die jüngsten Unruhen waren erschreckend. Doch die ihnen zugrundeliegende Frustration wird zunehmen. In den nächsten Jahren muss nicht zwangsläufig soziales Chaos ausbrechen, aber nach den Ereignissen der letzten Woche kann nur ein Narr eine solche Entwicklung ausschließen.”

 

 
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