Jan Jasper Kosok

Berufsjugendlicher

08.02.2012 | 11:30

Irgendwie Links: Was soll Pornografie im digitalen Zeitalter kosten?

 

Mittwoch, 08.02.12

 

Was soll Kunst im digitalen Zeitalter kosten?, Dirk von Gehlen, Süddeutsche

“Dieser Haltung widerspricht Jonathan Coulton, der ebenfalls als Künstler sein Geld verdient. Für ihn ist die Freiheit des Netzes eine größere Errungenschaft als die Vergütung von Kunst - weil er das Internet als gegeben, als normal ansieht. "Auch wenn es sich verrückt anhört", schreibt er in seinem Blog, "aber mit Kunst Geld zu verdienen, ist kein Menschenrecht. Es hat sich so ergeben, dass wir eine Situation hatten, in der der Verkauf von Songs über Affen und Roboter ein brauchbares Business darstellt." Damit spielt er auf seinen Hit "Code Monkey" an und fährt fort: "Aber während der längsten Zeit der Menschheitsgeschichte haben die Leute nicht für Kunst bezahlt. Ich möchte nicht, dass es wieder dazu kommt, ich wäre sogar sehr traurig, wenn es wieder so wäre, aber es liegt nicht an mir, das zu entscheiden." Coulton rückt damit die gesellschaftliche Realität der Digitalisierung in den Mittelpunkt seiner Argumentation.”

 

Schützt das Urheberrecht auch Pornografie?, Heise

“Sollte die Klage von Liuxia Won Erfolg haben und Pornofilme nicht unter das Urheberrecht fallen, hätten Produktionsfirmen kaum noch Möglichkeiten, in den USA gegen die Verbreitung ihrer Inhalte im Internet vorzugehen. Die Entscheidung des Gerichts könnte in anderen Verfahren als Präzedenzfall angeführt werden. In den USA ist es schwer, vor Gericht gegen einen Präzedenzfall zu argumentieren.“

 

Privatkopie und Co., iRights

“Das Vervielfältigen eines urheberrechtlich geschützten Werkes ist grundsätzlich nur mit Zustimmung des Rechteinhabers gestattet. Für den privaten Bereich hat der Gesetzgeber jedoch die sogenannte Privatkopieschranke eingeführt, die es erlaubt, Kopien von geschützten Werken, wie CDs, DVDs oder Fernsehsendungen herzustellen, um sie für private Zwecke zu nutzen.” #Erklärbär

 

Pinterest, Facebook und Co.: Ein Klick - zack, Hunderte Euro weg, Ole Reißmann, SpOn

“Selbst ein Link auf Facebook, bei dem das soziale Netzwerk automatisch ein passendes Bild von der verlinkten Website einbindet, kann zum Problem werden. Der Rechtsanwalt Christian Solmecke sagt dazu: "Die durchschnittliche Facebook-Pinnwand eines 16-Jährigen ist 10.000 Euro Abmahnkosten wert, wenn denn jede Urheberrechtsverletzung abgemahnt werden würde." Bisher seien viele Facebook-Profile nicht öffentlich zugänglich, ansonsten hätten Abmahnanwälte viel Arbeit.”

 

Die kommende Virtualisierung, Sascha Lobo, SpOn

“Und mit einem Mal wird klar, dass die Gesellschaft sich seit Jahrhunderten auf virtuelle Systeme verlässt. Dass der gefühlte Kontrollverlust, der im Zusammenhang mit demInternet vielen Angst macht, bloß eine Frage der Gewöhnung an Technologie ist. Oder eine Frage der Verdrängung. Geld auf dem Konto ist nichts anderes als eine der frühesten Cloud-Funktionen und gleichzeitig höchst virtuell wie auch weltbestimmend. Wer weiß schon, wie und wo das eigene Geld gespeichert ist, nur ein wackeliger Vermerk, eine kleine (seltener: große) Zahl auf irgendeinem Server, der man sich nur durch ein Interface überhaupt nähern kann und die so fragil scheint wie alle Virtualität."

 

Do users really care whether the web is open or not?, Mathew Ingram, GigaOm

“For social networks and tools like Facebook and Twitter, the relationship with users is an even more fragile one. Facebook’s 800 million users may seem like an unassailable moat around the giant social network, but if enough of them decide they are better off elsewhere, Facebook will become a ghost town. Twitter could easily meet the same fate. As Mark Zuckerberg prepares to count his billions, he needs to remember that in the end, it’s not open or closed that wins — it’s useful and not useful."

 


 
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Kommentare
mathegudrun schrieb am 08.02.2012 um 15:47
Besonderen Dank für den Hinweis auf den Artikel im SpON! Sehr durchdacht und dabei doch so klar und einfach. Trotzdem kam mir selbst der Gedanke noch nie...
Jan Jasper Kosok
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Wolfram Heinrich hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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