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Oh nein, die Niederländer haben sich verwählt! Alle Niederländer? Das stimmt so natürlich nicht. Erstens lag die Wahlbeteiligung nur bei 36,6 Prozent und zweitens hat nicht jeder Wähler sein Kreuzchen bei Geert Wilders und seiner rechten Garde (Achtung, nicht lachen: Partei für Freiheit) gemacht.
Trotzdem ist das Ergebnis erschreckend. Die Rechtspopulisten haben mit ihrer Forderung Rumänien und Bulgarien aus der EU zu werfen und die Einwanderung von Muslimen zu stoppen immerhin vier der 25 niederländischen Mandate im Europäischen Parlament geholt. Damit sind sie zweitstärkste niederländische Kraft im EU-Parlament. So kann's kommen, wenn fast keiner mitmacht.
Ihr deutschen Wähler könnt es am Sonntag besser machen. Ich nicht, denn ich hab schon per Briefwahl gewählt - keine Angst: Nicht die Republikaner! Dafür werde ich am Sonntag twittern und mich auf Montag vorbereiten. Warum?
Für Freitag.de und die Wahlkampfarena werde ich Montagmittag ein Interview mit Prof. Dr. Emanuel Richter (RWTH Aachen) führen. Unser Thema: Natürlich die Europawahl. Bisher stelle ich mir grob folgende Themenschwerpunkte vor:
Interpretation des Wahlergebnisses; Begründung für und Bedeutung der niedrigen Wahlbeteiligung; Europaverdrossenheit; Europawahl = Elitewahl? etc pp.
Wenn euch Fragen rund um die EU-Wahl auf den Nägeln brennen oder ihr im Interview ein bestimmtes Thema angesprochen haben wollt, kommentiert diesen Blogeintrag, schickt mir eine Mitteilung, schlagt es mir vor. Deadline ist Montagmorgen 10 Uhr.
Ich bin gespannt, auf eure Ideen!
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So, das Interview steht jetzt online unter www.freitag.de/politik/0923-emanuel-richter-interview-europawahl.
Wer Vorschläge/Wünsche für weitere Interviews hat, immer her damit! Viele Grüße, Janusz Biene |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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