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Liebe Leser,
jetzt haben wir ein Jahr den neuen Freitag.
Darüber freue ich mich sehr. Die Community ist ein gewagtes Experiment gewesen, das - finde ich - gut ausgegangen ist. Dank Ihnen. Und dank uns. Das ist schon mal ein großer Erfolg. Wir wachsen, wir integrieren die Artikel und Blogs der Community immer besser in den gesamten Auftritt. In einigen Monaten werden wir soweit sein, dass zwischen Redaktions- und Community-Texten kein struktureller Unterschied mehr besteht. (Stichwort: Angleichung der Datenbanken). Das ist der richtige Weg.
Je größer wir werden, desto wichtig ist, dass wir unsere Identität behalten, bewahren und entwickeln. Das geht ja alles miteinander her.
Es gab in den letzten Wochen ein paar Situationen, die ich neu fand im Freitag und die mich zunächst auch gar nicht so beunruhigt haben. Unsere Community-Kollegen Teresa Bücker und Jan Jasper Kosok haben mit viel Disziplin und Behutsamkeit und Einfühlungsvermögen alles dafür getan, den Ton leise und die Temperatur - temperiert zu halten, Eskalationen zu vermeiden. Das ist gut so. Sie wissen alle, dass Netzkommunikation zur Eskalation neigt. Niemand von uns ist von dieser Gefahr frei. Wenn wir nachts um 0311 einen Beitrag schreiben, ist das Risiko hoch, dass Aggressionen sich ihren Weg bahnen, die andernfalls, zu einer anderen Zeit besser kanalisiert worden wären: In einer spitzen Formulierung, in einer ironischen Wendung, einer gründlicheren Recherche.
Aggressionen an sich sind nicht das Problem. Problematisch wird es, wenn sie sich ungerichtet ergießen. Wenn Kommunikation zum Kampf wird. Wenn aus Worten Gewalt wird. Wenn der Respekt vor dem Gegenüber verloren geht weil man das Gegenüber gar nicht mehr im Blick hat. Sondern nur sich selbst. Der User allein vor seinem Bildschirm, draußen die Nacht und die Stille und drinnen die ganze Wut, das ganze Rechthaben, die Empörung, gerecht, na klar. Den Leuten geht dann die Fähigkeit zur Selbstdistanz verloren. Sie sind ganz eins mit sich und die anderen sind die Dummköpfe. Das ist gefährlich. Wenn sich das dann in die Tasten ergießt fühlt man sich momentan besser. Aber es ist das Gefühl, das vernutlich auch Leute haben, die im Vorübergehen jemandem einen Fausthieb verpasst haben.
Ich denke, wir sollten anfangen, hier einen Diskurs über Zivilität im Netz zu führen. Über die Grenzen des Erwünschten, des Empfohlenen, des Erlaubten, des Zulässigen.
Es gab dazuvor ein paar Wochen einige Anlässe. Dann kehrte Ruhe ein. Nun haben wir erneut einen Fall, in dem wieder einer der damals Beteiligten eine ungute Rolle spielt. Ein User hat zu einen meiner Blog einen Kommentar geschrieben, in dem es heisst:
"Wieso belästigen Sie dann hier erwachsene Leute mit so 'nem Kinderscheiß?" und: "Ich bin jedenfalls keineswegs Ihrer Meinung, sondern würde uns eine Presse wünschen, die Sie und uns vor Ihren primitiven Geschmacklosigkeiten schützt."
Das ist ein Beispiel für einen Tonfall, für eine Wortwahl, für einen Gestus beim Sprechen, die ich für den Freitag ablehne. Wollen wir so miteinander reden?
Das ist keine Frage der Empfindlichkeit. Es ist eine Frage des grundsätzlichen Respekts, den man voreinander haben muss, um in einer solchen Gemeinschaft miteinander in den Austausch zu treten. Wenn dieser Respekt fehlt, kann es keine Kommunikation geben.
Es gibt einen Level verbaler Gewalt, der die inhaltlichen Anteile der Kommunikation zerstört. Es bleibt dann nur die pure Aggression. Der Inhalt verglüht.
Das Spektrum der Möglichkeiten ist so groß: Meinungsäußerungen können lustig, ernst, trocken, kalt, klar, wohlinformiert, naiv, zaghaft, fröhlich, wütend, gekränkt, neugierig und ich weiß nicht was noch alles sein. Sie sollte nie böse, erniedrigend, verleumdend, hasserfüllt sein.
Wie wollen wir mit diesen Fragen verfahren?
Eine Idee: In der Klasse meiner Tochter wird an jedem Freitag der Klassenrat abgehalten. Jedes Kind, das sich von einem anderen schlecht behandelt fühlt, erhält Gelegenheit, seine Klage vorzubringen. Die Klasse spricht darüber und am Ende vertragen sich die Kinder. Meistens. Nun gibt es da eine Lehrerin, die die Moderation und die Schlichtung übernimmt. Bei uns kann am Ende nur die Schrift das letzte Wort haben: Die AGB und Tessa, die gleichsam als Hohepriesterin des Gesetzes darüber wacht.
Man kann auch andere Vorschläge prüfen. Der Geschädigte könnte seine Klage führen, der Beschuldigte könnte sich von einem Fürsprecher vertreten lassen. Es könnte nachher zu einer Abstimmung kommen. Warum nicht? Aber das sind nur Ideen. Vielleicht haben Sie andere?
Mir ist das sehr ernst. Ich will nicht, dass unser Erreichtes durch das asoziale Verhalten von Einzelnen zermürbt wird oder das neue Nutzer dadurch abgeschreckt werden.
Ihr JA
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In einem anderen Artikel habe ich vor über einem Monat geschrieben:
Communitys sind, seit es sie im Internet gibt, eine eigene Lebensform. Bei Fixierung auf sich selbst, mit nur einer kleinen Hühnerleiter nach außen, mit Artikeln, die in schneller Folge dahinhecheln, sodass viele von ihnen unkommentiert in der Versenkung verschwinden, bekommt die chaotisch kreative Komponente von Communitys ab und an eine nach innen gerichtete selbstzerstörerische Tendenz.Die vorhandene Struktur fördert meiner Meinung nach die jetzt kritisierte Aggression. |
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Weiter aufgefächert, wie bei theblogpaper verläuft sich die Aggression.
(Vorgestellt in Die kommenden Freitag-Killer) |
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Ach so, Ihre Frage nach Der Freitag und das iPad habe ich beantwortet.
Nun geh ich meine Frau ärgern :) |
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Ein ganz wichtiger Punkt, den ich als Blogger ganz ehrlich auch sehr ernst nehme.
Ich habe es sehr aufmerksam durchgelesen, möchte darüber aber erst nachdenken und nicht viel zu schnell und dann vielleicht auch zu unreflektiert antworten. |
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Lieber Jakob Augstein,
vor allem an Respekt mangelt es mitunter in den Kommentaren, das ist mir aufgefallen. Ich hatte schon vor einiger Zeit die Idee, man könnte beim Öffnen eines Kommentarfelds Aretha Franklin "R-E-S-P-E-C-T" einspielen, so als Erinnerung. Na ja das ist natürlich Quatsch. Wahrscheinlich ist es das Beste gehässige und bösartige Kommentare mit Gelassenheit zu nehmen und dementsprechend moderat zu kommentieren bzw zu ignorieren. Man kennt die Speziellen ja nun schon, eigentlich ist es doch nur Einer oder?, und sagt sich dann, ach der schon wieder, muss man ja nicht unbedingt lesen. Viele Grüße Susanne |
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Das mit dem Respekt funktioniert nur leider nicht so einfach, weil Respekt keine Haltung ist, sondern die Reaktion auf eine bestimmte Leistung, ein bestimmtes Verhalten. Respekt muß man sich erst verdienen.
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Liebe JA,
dass Sie die Äußerungen dieses einen Bloggers so herausstellen finde ich sehr umpassend, ungeschickt. Das wird der Debatte nicht gut tun. Das ist nicht zielführend. Ich fand beide Kommentare (Ihren und den des Users) im Betreffendes Blog eine Eskalationsstufe zu hoch. Deeskalierende Grüße merde |
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Hallo merde,
allerdings geht es meist darum. Einige haben genau wegen persönlicher Betroffenheit das Handtuch geworfen, sind gegangen, geflüchtet. Oft haben die Betroffenen die Wucht unterschätzt, mit der man in einem virtuellen Umfeld sich dennoch ganz persönlich verletzt fühlt. Wenn man ohne Maske der Anonymität agiert, also ohne den Schutz, der verhindert, dass es bis ins reale Umfeld durchschlägt, dann - ja, was dann. Dann gilt fast immer der Satz: "Wie man es in eine Community hineinruft, so schallt es heraus." Ergebnis: Ein Echo ist immer verzerrt. Wer kennt nicht die in eine Schlucht gerufene Frage: "Wie heißt der Bürgermeister von Wesel?" |
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kurz zur Entspannung
"...gerufene Frage: "Wie heißt der Bürgermeister von Wesel?" " Titta? |
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selbst ein Esel!
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"Man kann auch andere Vorschläge prüfen. Der Geschädigte könnte seine Klage führen, der Beschuldigte könnte sich von einem Fürsprecher vertreten lassen. Es könnte nachher zu einer Abstimmung kommen. Warum nicht? Aber das sind nur Ideen. Vielleicht haben Sie andere?"
Dieser Vorschlag erübrigt sich, da der Geschädigte bereits die Rolle des Richters übernommen hat mit der Drohung des Rauswurfs, und mit diesem Beitrag auch noch die Rolle des Anklägers. Welche Chance hätte da der ohnehin schon als Beschuldigte Kategorisierte da noch? Im übrigen dachte ich, daß ich mich hier im Freitag befände und nicht vor Gericht. ""Wieso belästigen Sie dann hier erwachsene Leute mit so 'nem Kinderscheiß?" und: "Ich bin jedenfalls keineswegs Ihrer Meinung, sondern würde uns eine Presse wünschen, die Sie und uns vor Ihren primitiven Geschmacklosigkeiten schützt."" Für diese Äußerung hat sich der Betreffende doch bereits in dem entsprechenden Blog entschuldigt, meiner Kenntnis nach. Wieso wird dieser Punkt hier nicht zur Sprache gebracht? Spielt der keine Rolle in dem ganzen? Wieso muß überhaupt ein User aus der Masse hervorgezerrt werden, um die Frage des Umgangs miteinander hier zu klären? Und zwar genau einer, der es gewagt hat, einen Beitrags des Chefs polemisch anzugehen. Das hat mehr als ein Geschmäckle. Die Frage des Umgangs hätte viel früher geklärt werden müssen. Und dieses Versäumnis der Redaktion läuft nun den Geschehnissen hinterher und wird jetzt auf dem Rücken eines Users ausgetragen. Das ist für mich keine Art des Umgangs miteinander! "Aggressionen an sich sind nicht das Problem. Problematisch wird es, wenn sie sich ungerichtet ergießen. Wenn Kommunikation zum Kampf wird. Wenn aus Worten Gewalt wird. Wenn der Respekt vor dem Gegenüber verloren geht weil man das Gegenüber gar nicht mehr im Blick hat. Sondern nur sich selbst. Der User allein vor seinem Bildschirm, draußen die Nacht und die Stille und drinnen die ganze Wut, das ganze Rechthaben, die Empörung, gerecht, na klar. Den Leuten geht dann die Fähigkeit zur Selbstdistanz verloren. Sie sind ganz eins mit sich und die anderen sind die Dummköpfe. Das ist gefährlich. Wenn sich das dann in die Tasten ergießt fühlt man sich momentan besser. Aber es ist das Gefühl, das vernutlich auch Leute haben, die im Vorübergehen jemandem einen Fausthieb verpasst haben." Soll ich das als Selbstbeschreibung oder als Fremdbeschreibung verstehen und werten? "Ich denke, wir sollten anfangen, hier einen Diskurs über Zivilität im Netz zu führen." Ich denke, das sollten wir nicht tun. Denn damit hätten wir die Diskussion vom Inhalt auf die Form verlagert. Anlaß für die ganze Diskussion war der Inhalt des Beitrags von JA. Darum sollte es gehen. Um die Frage, ob diese Art Beitrag, Boulevardjournalismus, zum Niveau des Freitag gehört. Es geht um die Richung des Freitag!!! Mit einer Diskussion wie hier vorgeschlagen wird für mich nur von dem Eigentlichen abgelenkt. Und genau dieses Eigentliche war der Kern der Kritik des hier von JA vorgeführten Users. Wie ich das finde, darüber schweige ich, sonst erfolgt gleich die nächste Rauswurfdrohung, vermute ich mal. "Der Inhalt verglüht." Ja genau! Mit Verlagerung der Diskussion vom Inhalt auf die Form. Mein persönliche Meinung zu dem ganzen: Der Blogbeitrag zu S. Wagenknecht war grottenschlechter Journalismus. Eine Peinlichkeit für den Chef, und das hat er ins Gesicht gesagt bekommen. Mehr ist nicht passiert. Mein Fazit aus dem ganzen: Ich werde mein Abo kündigen, denn ich nehme JAs Position und die von ihm entfachte Diskussion und die Art seines Umgangs mit der Community sehr ernst. |
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@ Titta- "Wieso muß überhaupt ein User aus der Masse hervorgezerrt werden, um die Frage des Umgangs miteinander hier zu klären? Und zwar genau einer, der es gewagt hat, einen Beitrags des Chefs polemisch anzugehen. Das hat mehr als ein Geschmäckle."
Niemand ist immer unparteiisch, aber es ist schon so: Wenn man einen emotionalen Bulldozer mit hoher Bildung kennenlernen will, dann ist es oranier. Ich finde das haargenau richtig. Er selbst sagte mal in einem Blog, wo er kritisiere, wüchse kein Gras mehr. Und wenn er dann alles abgemäht hat, dann geht er -in einem Extrablog - büßen und schwärzt dafür mich an. Auch das hat es gegeben. Da kann man nur sagen: Respekt vor soviel Niedertracht. Diese überraschenden Wechsel zwischen Schmähung und Anbiederei und das merkwürdige Feeling für entsprechende Umkehrungen im rechten Moment - unter aller Würde. Diese Selbstbeweihräucherung bei gleichzeitiger Verspottung anderer Blogger - degoutant. Diese ständige Vermischung von Textanalyse, -kritik - und persönlichem Angriff - absolut daneben. Er hat es zum ersten Mal praktiziert in klaras umstrittenen Blogs. Ich bin fest überzeugt, er hat den Ausschlag für deren Ausstieg gegeben. Ich möchte nicht missverstanden werden, diskutiert haben viele mit ihr, aber oraniers Art der Kritik an ihr war gnadenlos und vernichtend. Fand ich. Außerdem, Titta ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Du - im Thread von Blogs - eine andere Meinung vertrittst oder verteidigst als manchmal im privaten Kontakt. Dafür gab es ein dokumentiertes Beispiel und ich kenne auch ein bisschen die Hintergründe. Und manchmal wechselst Du auch bei Bedarf Deine Parteigängerei. Ich finde, Du solltest daraus zumindest auch innerlich Konsequenzen ziehen. Mal einen Test Es war dasselbe Lied, das sie damals auf dem Wilmersdorfer Spaziergange so heiter und so glücklich gesungen hatten, und er erhob sich und blickte, wie wenn es ihm nachgerufen würde, nach dem Musikantenpaare zurück. Die standen abgekehrt und sahen nichts, ein hübsches Dienstmädchen aber, das an der Giebelseite des Hauses mit Fensterputzen beschäftigt war und den um- und rückschauhaltenden Blick des jungen Offiziers sich zuschreiben mochte, schwenkte lustig von ihrem Fensterbrett her den Lederlappen und fiel übermütig mit ein: »Ich denke dran, ich danke dir mein Leben, doch du Soldat, Soldat, denkst du daran?« Botho, die Stirn in die Hand drückend, warf sich in die Droschke zurück und ein Gefühl, unendlich süß und unendlich schmerzlich, ergriff ihn. Aber freilich das Schmerzliche wog vor und fiel erst ab von ihm, als die Stadt hinter ihm lag und fern am Horizont im blauen Mittagsdämmer die Müggelberge sichtbar wurden. Was würde dieser Textbeckmesser daran nögeln, wenn er nicht den Verfasser wüsste. Das wüsste ich gern. Er ist nicht so glänzend wie er sich selbst bewertet und Du nicht so punktgenau in Deinen Analysen, wie Du es von Dir selbst kundtust. Mit vorzüglicher Hochachtung |
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Liebe Magda,
ich betrachte deinen Kommentar genau auf dem Hintergrund: Magda schrieb am 23.11.2009 um 13:49 "Ich dagegen finde, nach wie vor, Oranier macht nicht herunter, er legt offen." Aha, ein Exhibitionist. Dachte ich mir schon. ------ Du bist selbst kein bißchen zimperlich, Magda, und kritisiert das nun an einem anderen. Mehr möchte ich dazu jetzt gar nicht sagen. Die anderen User können alle selber lesen und beurteilen, was du Oranier und auch mir hier wieder vorwirfst und in welcher Art und Weise du es tust. Und wie sich das ganze selbst widerspricht. Freundlichst Titta |
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Magda,
der oranier ist einer, der Philosophen ernst nimmt. Na ja, so einer hat's auch nicht leicht im Leben. Nachsicht, womöglich Mitleid könnte man ihm zukommen lassen. |
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Sehr geehrte Magda,
Ihre Einschätzung des betreffenden Users unterschreibe ich Buchstabe für Buchstabe. Verzeihen Sie mir jedoch, dass ich das nochmals relativiere. Im Blog, und nur von dem ist eigentlich die Rede, wo es um Zivilität im Netz geht, hat das nichts zu suchen. Da werden nicht nur Parteigängerschaft, Solidariersbekundungen, regelrechte Militanz jenseits jeder Vernunft vorprogrammiert, sondern es wird Zivilität selbst ad absurdum geführt. Bei der Vorgabe eines Themas alles andere als souverän. Zumal von jemandem, der sich erklärtermaßen der Landschaftpflege gewidmet hat. Im übrigen, geehrte Magda, ich wiederhole mich da gerne, habe ich derlei Dinge auch im literaturcafe von Seiten sog. Kritiker mit angesehen, Sie ausgenommen. Allerdings ging es da viel um Lyrik, Kitsch as Kitsch can verkraftet man dann schon eher. Gleichwohl haben sich ganz ähnliche Debatten über gefühlte tausend Kommentare hingezogen. Und der Versuch seitens der Community-Leitung, das mit den Mitteln, die im Blog angesprochen sind, zu glätten, war immer püntlich in die Hose gegangen. Eine Bekannte sagte mir in solchen Fällen: Leidenschaftslos überlesen. Da ist was Wahres dran. Und wenn es gar nicht anders geht, dem Betreffenden einen entspannenden Spaziergang an der frischen Luft verordnen, bis sich die Säfte entgiftet haben. Das wurde hier bereits praktiziert, wie ich gesehen habe. Ob es funktioniert, wird sich weisen. Ihr stets geneigter e2m |
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Liebe Titta,
sehr schwache Ablenkungsbemühung. Jeder kann erkennen, dass die Bemerkung von mir eine harmlose Ironie war. Mehr hast Du nicht zu bieten? Du, und nur Du Titta, weißt, dass ich mich auf andere Dinge beziehe.Und ich habe meine Gründe, das nicht durchgehen zu lassen. Und die bösartige und denunziatorische Art von oranier kann man - wenn man gerecht guckt - nachlesen. Diese verbale Ungehobeltheit und anschließende Anbiederei. Nee, das muss man schon nochmal sagen dürfen. Dafür habe habt Ihr beide zu bitter gewütet. |
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Lieber ed2murrow,
o.k. ich "coole down". Leider aber, leider leider, habe ich Ihren weisen Einspruch erst dann gelesen,als ich meine Antwort an Titta schon fertig hatte. Wir halten fest: Auf Ihrer Seite ist die Logik, auf meiner Seite eine immer mal wieder "flashbackende" Kränkung und Empörung. Und die hat - einverstanden - mit dem Blog nicht soviel zu tun, aber mit....naja usw. Aber, es steht nun alles mal da. :-)) Gruß Magda |
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Ich stimme dem Beitrag vollkommen zu. Ich möchte weder Übernächtigtes lesen noch Dreifachblogger kommentieren. Und Zivilität nenne ich mal eine Tugend.
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@Reiner Kühn
Ich laufe vor dem Selberdenken nicht davon und in sofern ist es keine Flucht, wenn ich Deinem Kommentar, lieber Rainer, in vollem Umfang zustimme. ;O) Herzliche Grüße por |
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schrieb am
02.02.2010 um 20:06
@ por
Dir kann ich nur zustimmen. |
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yes!
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Rainer, Du bist immer der Weiseste und ich finde auch, dass man Dir zustimmen kann.
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Tja, Herr Augstein
Ich werde - ganz entgegen meiner Gewohnheit - jetzt mal hart formulieren (kleiner Scherz am Rande). So ehrenhaft Ihr Anliegen ist, und damit meine ich die "Klassenkonferenz", so naiv und schädlich ist es leider auch. Sie werden, sollten sie so mit einer Community interagieren, sehr viel Arbeit haben, die von sehr wenig Erfolg gekrönt sein wird. Sie werden sich an Befindlichkeiten, an Empfindlichkeiten, an persönlichen - nicht validierbaren - Problemen und Störungen einer Vielzahl von Usern abarbeiten und das Forum wird immer mehr zu einem Hort derer, die sich am liebsten mit sich selbst beschäftigen. Das können Sie auch jetzt schon beobachten. Die Ventilfunktion für die persönliche Unzufriedenheit ist bereits das beliebteste Feature. Nach ein paar Wochen in diesem Forum ziehe ich gewisse Parallelen zu anderen Communitys, die ich kenne. Die Verhaltensmuster und auch die Anteile verschiedener Persönlichkeitsstrukturen ähneln sich und so wird die Entwicklung hier wohl auch ähnlich sein. Lassen Sie sich auf diese "Gemeinschaftlichkeit" ein, opfern Sie sich und Ihre Mannschaft einem von vornherein unfairen Spiel, denn die Community ist stärker, sie ist Ihnen zu nichts verpflichtet und kann mit Ihnen und Ihrem Team spielen, da Sie über keine Kontrollfunktion verfügen. Die Community wird Sie dazu zwingen, Möglichkeiten, Trugbilder und Vorstellungen als wahr annehmen zu müssen. Sie werden merken, dass man versuchen wird - je nach Gruppe -, Sie zu instrumentalisieren. Das Rennen um die Informationshoheit werden Sie verlieren, weil Sie nicht Tag und Nacht reagieren können. Sie würden sich einen großen Gefallen tuen - und auch den nicht wenigen wirklich interessierten Usern -, wenn Sie klar trennen und eindeutige Verstöße direkt und unmissverständlich ahnden. Ich gehe davon aus, dass im System Zeitsperren etc. möglich sind. Nutzen Sie das. Sie werden ohnehin nicht darauf verzichten können. Bei allem Produktiven innerhalb eines Forums bleibt dennoch immer der Interessenkonflikt zwischen Betreiber und dem Entertainment-Anspruch des Mitglieds bestehen. |
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“Der User allein vor seinem Bildschirm, draußen die Nacht und die Stille und drinnen die ganze Wut, das ganze Rechthaben, die Empörung, gerecht, na klar. Den Leuten geht dann die Fähigkeit zur Selbstdistanz verloren. Sie sind ganz eins mit sich und die anderen sind die Dummköpfe. Das ist gefährlich. Wenn sich das dann in die Tasten ergießt fühlt man sich momentan besser. Aber es ist das Gefühl, das vernutlich auch Leute haben, die im Vorübergehen jemandem einen Fausthieb verpasst haben.”
Lieber Jakob Augstein, Sie beschreiben einen User bei Nacht, beschreiben, wie Sie sich “die Leute” vorstellen, die um 0311 Kommentare in die Freitag-community entsenden. Ich weiß nicht, ob Sie da richtig liegen, ich hoffe es nicht. Zivilität ist das Anliegen dieses blogs. Gerichtet ist er allerdings an einen User, dem Sie gestern quasi den Rausschmiss androhten. Sie zitieren ihn wörtlich und betten ihn ein, ach nein, er sitzt ja vor seinem Bildschirm und hat drinnen die ganze Wut. Ich finde, werter JA, so geht das nicht. Ich unterstütze Ihr Anliegen um mehr Anstand, Höflichkeit, Artigkeit, horche gerade kritisch in mich. Aber sie sollten Ihr Anlagen von einem persönlichen Fall abkoppeln, in den Sie selbst verwickelt sind. Sonst wollte ich, es wäre Nacht und die Oranier kämen. Herzliche Grüße Henner Michels |
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Anliegen war gemeint, nicht Anlagen
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schrieb am
02.02.2010 um 20:22
Anlegen ...
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Lieber Rainer,
Du bist heute Abend in gewohnter Top-Form. Delikat & lecker. |
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Augstein schreibt: „Ich will nicht, dass unser Erreichtes durch das asoziale Verhalten von Einzelnen zermürbt wird oder das neue Nutzer dadurch abgeschreckt werden.“
Ob dieser Begriff „asoziales Verhalten“ in diesem Zusammenhang angebracht ist, darf in Zweifel gezogen werden. Es handelt sich um einen Ausgrenzungsbegriff. Gerade auch dann, wenn, wie hier geschehen, gemeinschaftsvereinnahmend von „unser Erreichtes“ gesprochen wird. Diese Art der Argumentation, die unter „Wir sind Papst“ oder „Wir sind Weltmeister“ eingeordnet werden kann, behagt mir nicht, weil andere, vielleicht unbewusst, verhöhnt werden, denn sie sind nicht Papst (zum Glück?) und nicht Weltmeister. Eine direkte und geradlinige Wortwahl, die nicht korrumpiert ist, mag manchmal schwer zu ertragen sein, weil sie eventuell die eigene gedankliche Insuffizienz bloßstellt. Sie ist mir tausendmal lieber, als eine hinterhältige Mehrfachvernickung einer einzelnen Schreiberin. |
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@Jakob Augstein
Sie wissen alle, dass Netzkommunikation zur Eskalation neigt. Damit sollte man leben, denke ich, dergleichen ist unvermeidlich. Wer am Computer sitzt hat keinen Menschen vor sich, lediglich eine schriftliche Äußerung. Und oft hat er nicht mal das Bild eines Menschen vor sich, nur einen Namen, von dem jeder weiß, daß er nur ausgedacht ist. Andererseits habe ich den Eindruck gewonnen, daß jemand, der die Freitag-Community kennt (und nur sie) überhaupt nicht weiß, was Eskalation von Netzkommunikation ist. Der Umgangston hier ist im Großen und Ganzen sehr zivilisiert, meist sogar freundlich. Gelegentlich gibt es Hakeleien, die aber in der Form auch noch im Rahmen bleiben. Richtiggehende Entgleisungen sind meiner Erfahrung nach sehr selten. Aggressionen an sich sind nicht das Problem. Problematisch wird es, wenn sie sich ungerichtet ergießen. Wenn Kommunikation zum Kampf wird. Wenn aus Worten Gewalt wird. Wenn der Respekt vor dem Gegenüber verloren geht weil man das Gegenüber gar nicht mehr im Blick hat. Sondern nur sich selbst. Der User allein vor seinem Bildschirm, draußen die Nacht und die Stille und drinnen die ganze Wut, das ganze Rechthaben, die Empörung, gerecht, na klar. Den Leuten geht dann die Fähigkeit zur Selbstdistanz verloren. Sie sind ganz eins mit sich und die anderen sind die Dummköpfe. Sie haben die Situation ganz gut beschrieben. Und wer aus dieser Situation heraus schreibt, hat meines Erachtens auch das Recht, ab und an aus dem Ruder zu laufen. Im überwiegenden Normalfall pegelt sich das von selber wieder ein. Ich könnte jetzt aus dem hohlen Bauch keinen nennen, der ständig rumkrakeelt. Ein User hat zu einen meiner Blog einen Kommentar geschrieben, in dem es heisst: "Wieso belästigen Sie dann hier erwachsene Leute mit so 'nem Kinderscheiß?" und: "Ich bin jedenfalls keineswegs Ihrer Meinung, sondern würde uns eine Presse wünschen, die Sie und uns vor Ihren primitiven Geschmacklosigkeiten schützt." Das ist ein Beispiel für einen Tonfall, für eine Wortwahl, für einen Gestus beim Sprechen, die ich für den Freitag ablehne. Wollen wir so miteinander reden? Nein. Und wenn Sie sich einige Beiträge des betreffenden Users stichprobenartig heraussuchen und (nochmals) lesen, werden Sie merken, daß das nicht sein normaler Tonfall ist. Er war halt diesmal wütend. Wer ohne Hunde ist der werfe das erste Schwein. Und: Die wüstesten Anwürfe fallen im Regelfall nicht zwischen Fremden, sondern innerhalb einer sehr engen Freundes- oder Liebesbeziehung. Die meisten Beziehungen zerbrechen nicht daran (wenn sie zerbrechen, dann eher, weil zu wenig gestritten wird). Der Geschädigte könnte seine Klage führen, der Beschuldigte könnte sich von einem Fürsprecher vertreten lassen. Es könnte nachher zu einer Abstimmung kommen. Warum nicht? Aber das sind nur Ideen. Vielleicht haben Sie andere? Mir ist das sehr ernst. Weil es auch mir ernst ist, ein unernstes Vorschlag: Ich habe hier schon die Erfahrung gemacht (nach den Weihnachtsschlägereien), daß sich Verzankte bei gemeinsamem Blödeln über irgend etwas Abseitiges die Bälle zugeworfen haben. So was entspannt eine verkrampfte Situation ungemein. Das Dumme dran ist, daß man es nicht institutionalisieren kann. Wer halt in einer hitzigen Situation so grad noch die besten Nerven hat, sollte damit anfangen. Auf Unfug springen die meisten hier an. Wowereit. Ciao Wolfram |
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schrieb am
02.02.2010 um 22:18
Der unernste Vorschlag ist gut und bis zu einem gewissen Grad auch tragfähig. Wachsen Nutzerzahlen jedoch an, wird es damit nicht mehr getan sein. Derzeit ist der Freitag ja noch ein eher kleines Häufchen von Vielschreibern. Das kann sich jedoch relativ schnell ändern.
Und auch, wenn Albereien zum Entstressen ganz gut ankommen und manche Leute wieder runter fahren - es hilft auch nur bedingt und es kann auch auf dieser Basis ganz schnell wieder eskalieren. An einem Punkt MUSS man in einer Community jedoch als Betreiber eingreifen. In dem Moment, in dem sich eine Gruppe bildet und die Meinungsführerschaft auf rabiate Weise übernimmt, ist ein Einschreiten schon aus Eigeninteresse zwingend notwendig. Es kommt sonst zu einer Art Übernahme durch eine Gruppe oder eine einzige Sichtweise. Das ist dann das Ende einer funktionierenden "Meinungsmaschine" Forum. |
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@Wildcard
Der unernste Vorschlag ist gut und bis zu einem gewissen Grad auch tragfähig. Wachsen Nutzerzahlen jedoch an, wird es damit nicht mehr getan sein. Schon klar. Das Patentmittel gegen alles ist Blödeln natürlich nicht. Ab und an kann man die Wutblase aber damit etwas entspannen. An einem Punkt MUSS man in einer Community jedoch als Betreiber eingreifen. In dem Moment, in dem sich eine Gruppe bildet und die Meinungsführerschaft auf rabiate Weise übernimmt, ist ein Einschreiten schon aus Eigeninteresse zwingend notwendig. Siehst du etwas in der Art? Bei dem Gezänk neulich war öfter davon die Rede gewesen, ich konnte es bisher nicht entdecken. Ciao Wolfram |
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"Wer ohne Hunde ist der werfe das erste Schwein."
Ein toller Satzschatz für die Perlen. |
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schrieb am
03.02.2010 um 09:27
@Wolfram
Zumindest locker zeichnet sich sowas ab. Das sehe ich schon so. Meist erkennt man das an einer "Weiß doch jeder..."-Attitüde oder in einem "Da sieht mans mal wieder.."-Gerede mit gegenseitiger Bestätigung. Als Forenbetreiber muss man sehr aufpassen, das einem die Situation nicht entfleucht und man selbst auf einmal der ist, der sich diesen "ungeschriebenen Forenregeln" unterwerfen soll. |
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Verehrter Wolfram Heinrich,
mit Verlaub, für "unernste Vorschläge" haben wir nun keine Zeit mehr. Diese drängt, sitzt uns im Nacken. Bevor Sie weitere Perlen produzieren lesen Sie bitte dieses verstörende Blog. Diese Bitte gilt alles Anwesenden. Wir möchten darauf Hinweisen, dass in besagtem Blog absolutes Blödelverbot herrscht. Die Bälle bleiben im Schrank. Basta! SG |
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Lieber JA.
"Wenn Kommunikation zum Kampf wird. Wenn aus Worten Gewalt wird. Wenn der Respekt vor dem Gegenüber verloren geht weil man das Gegenüber gar nicht mehr im Blick hat." In einem Habt-Euch-Lieb-Forum findet natürlich eher weniger "Kampf" statt. Beim Austausch von Argumenten sollte man bei den inhaltlichen Interessen bzw. Interessengruppen davon ausgehen, dass "Kampf" gewollt ist. Überzeugen ist seltener die Motivation von Debatten. Gewinnen - Punkte machen ist die Motivation. Die oder der eine hat ja vielleicht dei Motivation über Texte etwas ändern zu wollen. Da gibt/braucht(?) es auch mal die kräftige Ansprache. Etwas anderes ist "Respekt". Dieser setzt voraus, sich in Debatten selber zurück nehmen zu können. Ansonsten ist die Erwartungshaltung "Respekt für mich erwarten zu können" am Ende reine Selbstüberschätzung. So ich dem Verlauf hier überflugartig verfolge, so scheint es hier und da genau dort Defizite zu geben. Diese sind dann (wieder einmal) am Ende ein rein persönliches Problem, welches sich eben nicht durch einen "Klassenrat" lösen, sondern allenfalls thematisieren läßt. Da wir im Internet sind und sich manch einer der Communitymitglieder (m/w) den Eindruck erweckt lieber im "Habt-Euch-Lieb-Forum" zu verweilen würde ich einen entsprechenden Wohlfühlraum einzurichten, aus dem man rausfliegen kann, stört man die gesuchte Harmonie. Ich bin fast sicher, die Community sortiert sich von ganz alleine. Selbstorganisation ist nicht zu unterschätzen. Für den inhaltlich/politischen Teil sollte der Rauswurf aus dem Wohlfühlsofa keine direkten Folgen haben. In der Wirklichkeit geht es eben durchaus rauher zu. Dem sollte ein inhaltlich/politisches Forum Rechnung tragen, in einer irgendwie linken Ecke sollte sich der Chef dem ebenfalls unterordnen, falls er es nicht ohnehin von sich aus macht. LG misterL |
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Abschliessend:
Beim Freitag tummeln sich eine ganze Menge Fachidioten. Entsprechend faszinieren, informativ & unterhaltend sind auch Blogs, ist die Community. Das JA sich ärgert & auch offen sagt, wo bei ihm persönlich die Grenze erreicht ist, steht ihm zu. Das machen alle anderen Foristen auch. Jeder so, wie er kann. Was manchmal allen gut täte, wäre Humor. Auch wenn man manches gar nicht wirklich humorig findet. Ähnlich wie Lach-Yoga, dass nachweislich einen positiven Effekt auf die psyche hat, schadet auch erzwunger Humor -gerne auch mal über sich selbst lachen- nicht dem persönlichem Ansehen. Humor ist ein sicheres Zeichen für Intelligenz. Zu meckern habe ich nix. Mit den Leuten hier bin ich zufrieden. Das muss reichen. |
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schrieb am
02.02.2010 um 22:20
"Humor ist ein sicheres Zeichen für Intelligenz."
Dann sind Amseln intelligent udn Katzen nicht. Ich kann mich da an eine Szene erinnern, wo zwei Amseln von einem Zauende zum anderen flogen. Gackert und immer wieder hin und her flogen und der dämliche Kater nervlich ein Wrack wurde, weil die Vögel nicht zu bekommen waren. Irgendwann hatte diese keine Lust mehr und/oder sich ausgegackert und flogen in einen weiter entfernten Baum. Von dort war ebenfall gackern zu vernehmen. Was lernen wir darauss? Katzen, speziell Kater sind wahrscheinlich unitelligent. ;-) |
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schrieb am
02.02.2010 um 22:21
Eine Editfunktion! Bitte!
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schrieb am
02.02.2010 um 22:23
Ashtanga Yoga kenn ich
Hatha Vinyasha Yoga kenn ich Sogar Männer-Yoga kenn ich Aber was um Himmels Willen ist Lach-Yoga? |
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schrieb am
02.02.2010 um 22:25
Geht nicht. Edith hat Hartz4.
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@Wildcard
Aber was um Himmels Willen ist Lach-Yoga? Wennst du die Beine im Genick verkreuzt hast und dann erzählt dir einer einen wirklich guten Witz. Dann hast du nix mehr zum Lachen. Ciao Wolfram |
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Komisch, und ich dachte, das hieße Kamasutra.
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@Titta
Komisch, und ich dachte, das hieße Kamasutra. Mit im Genick verkreuzten Beinen schnackseln? Also ich weiß nicht. Der Inder spinnt zwar, aber doch nicht so. Ciao Wolfram |
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schrieb am
03.02.2010 um 11:03
"Mit im Genick verkreuzten Beinen schnackseln?"
Das wurde auch schon dokumentiert. |
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@Wildcard
"Mit im Genick verkreuzten Beinen schnackseln?" Das wurde auch schon dokumentiert. Hat aber hoffentlich keiner einen Witz dabei erzählt. Ciao Wolfram |
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am besten "Lach auf!
Lach Fragen herbei!" den Humor übers Zwerchfell aktivieren. Danke für Deinen Humor und Lach Hinweis! tschüss JP |
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Hallo Herr Augstein,
ich habe mir jetzt erst einmal Zeit gelassen, über Ihren Artikel eine Stunde nachzudenken, wenn ich das jetzt alles in Worte fassen wollte, dann gäbe es vieles zu sagen, z. B. was ein "Chef" sein kann und was nicht. Ich hätte mir auch gewünscht sie hätten den heutigen Blogbeitrag auch noch einmal einen Tag in der Schublade gelassen - zum Drüberschlafen. Was die Möglichkeiten des tatsächlichen Herstellens von kommunikativem Handeln in der Community anbelangt, bin ich eher skeptisch. Ich glaube, da ist jeder auf sich selbst zurückgeworfen, darauf sich selbst sauber zu verhalten und gelegentlich/wiederholt für den Guten Ton zu werben und zu streiten. Das ist der kleine Obolus der hier zu entrichten ist. Was mir jedoch wichtiger erscheint, ist dass Sie schreiben: "Je größer wir werden, desto wichtig ist, dass wir unsere Identität behalten, bewahren und entwickeln. Das geht ja alles miteinander her." Nun bin ich noch nicht so lange hier, allerdings glaube ich dass die Frage, was ist das eigentlich "unsere Identität" noch gar nicht hinreichend geklärt ist. Das ist ein Stimmungsbild, dass sich mir vor allem durch die Kommentare älterer Mitglieder hier eingeprägt hat. Bis vor kurzem konnte ich auch nichts mit Ihrem "irgendwie links" wirklich etwas anfangen, bis es sich für mich erschloss, indem Sie es in einem mittlerweile nicht mehr verfügbaren Blogbeitrag von Wildcard eher akzidentiell schlüssig erläutert hatten. Kurzum, würde ich Ihnen mehr Deutlichkeit in der Kommunikation wünschen - meinetwegen auch abgeschliffener, den dies wäre meiner Meinung nach der Obolus den sie hier zu zahlen hätten. MfG ich |
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Ja, und eine der Voraussetzungen für Deutlichkeit in der Kommunikation ist die Deutlichkeit in den Gedankengängen. Feinsinnige Anspielung, hat mir gut gefallen.
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Lieber JA,
der kleine Krtek war ja schon einmal auf Kurzurlaub, hatte sich umgeschaut in der Blogosphäre. Sie werden es nicht glauben, aber Sie haben einen "Schatz" mit dieser unser Community, und ich würde die Verschmelzung zwischen Redaktion und Com nicht auf die Zusammenlegung beider Datenbanken fixieren. Die Com ist ein jahr alt, ein halbes Jahr durfte ich mit ihr wachsen. Aber das Weidenkörbchen für das Baby ist zu klein geworden. Es muss ein passendes Bett gefunden werden. Eines, das bis zu einem gewissen Grad mitwächst, bis zu einer nächsten Entwicklungsstufe. Das bedingt, das bestimmten Entwicklungen in der Com Rechnung getragen wird, Entwicklungen, die so nicht vorhersehbar waren. Beleg dafür sind die "Blödelthreads", es fehlt einfach eine Funktion, damit diese Seite ausgelebt werden kann. Es braucht doch nur jemand mit dem "Schwanz" zu wedeln und wegen fehlender Möglichkeiten gibt's dann dort die Feierei, und der Blogeinträger glaubt seine Theorie bestätigt zu haben. Anderes Beispiel. Die Intelligenz der Com wird von keiner Seite unterschätzt, sie ergänzt sich vielschichtig und jeder trägt dann irgendwie zum Endpunkt vieler Vektoren bei. Hab erst lange überlegt, ob ich Nachfolgendes schreibe, aber sei's drum. Kann mich ja in mein Tunnelsystem zurück ziehen. Namen sind ganz zufällig gewählt, Vorgabe war: männlich und kein Astronaut. -Frage: Was ist an folgendem Satz falsch? Jakob Augstein ißt blöhd? Also, Sie verstehen das bitte nicht als Steinwurf eines Maulwurfs sondern als Stein des Anstoßes. Ultima Ratio wäre die Editierfunktion mit welcher Begründung. Mir würden dutzende Antworten zur Frage einfallen. Die Mehrzahl der Blogger ist im fortgeschrittenen adultem Alter und hat schon manche Stürme überstanden. Frauen und Männer sind hart im geben und nehmen. Leider waren auch Abgänge zu verzeichnen. Das gehört auch zu einer ersten Betrachtung. Zu 99% stimme ich der Einschätzung von Wolfram Heinrich zu, auch wenn er in Niederbayern wohnt. Na, schaumermal. LG luggi (Lutz Henze) |
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@Luggi
Zu 99% stimme ich der Einschätzung von Wolfram Heinrich zu, auch wenn er in Niederbayern wohnt. Rassist, oberbayerischer. Ciao Wolfram |
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Lieber Herr Augstein,
Also mit der "Kommtessa" bin ich sehr einverstanden. Sie kann ruhig auch einmal, nach 300 Blogbeiträgen und gefühlt 3000 verkniffenen Kommentaren, sagen, es drehe sich Alles im Kreise, es gäbe da ja auch noch bisher unkommentierte Blogs und mehr als die Binnenschifffahrt. Schule, möchte ich hier beim Freitag eigentlich nicht. - Das liegt einerseits am unendlichen Lernstoff und weil eben Penne, Penne und meist glücklich, Vergangenheit ist. - Ich spreche da aus langjähriger SV-Erfahrung. Toll finde ich, dass sich Schüler trauen hier intelligent mit zu bloggen und zu kommentieren. - Ist mir heute erst aufgefallen! Ihr jüngstes "Blog-Geschenk" an die Gemeinde regte auf. Ich fand, nicht ganz zu Unrecht. "Zivilität" lebt ja von Mühe und Anstrengung und das klingt zunächst nicht spaßig. Oberster Grundsatz, Vergebung und vor allem doppelt Vergebung, wenn Einsicht erkennbar ist. Da es hier um Schrift und Sprache, nicht um das persönliche und direkte Gegenüber geht, nochmals Milde. Was aber klar sein muss, die formalen Entscheidungen der "hohen Priesterin" und die AGBs gelten unumschränkt. Volle Zustimmung dazu. "Der Freitag" bleibt ein Presseorgan und Profis betreiben eine Online- und Print-Zeitung. Die Verantwortungen für die formalen Bedingungen verbleiben beim "Freitag". Alle anderen Modelle täuschen Freiheit und Demokratie nur vor, weil im Chor der chaotischen Freiheiten Vieles unter geht, was leiser und differenzierter ist. Ich möchte auch, dass, wie Jörn Kabisch es beschrieb, unter einem "Nick" und einem Bild, ich es nur mit einer Person zu tun habe. Es sei denn, ein Blog wird offen, im Team, zu einem höheren Zweck (Perlen sammeln, gemeinsames Thema) genutzt. Irgendwie gilt zwar immer, "wie sag´ich es dem Kinde, aber bei uns gealterten Kindern hilft eben nur die Ermahnung, das Kind ím Manne und der Frau nicht auch noch völlig an die Macht zu lassen. Je ein "Grölemeyer" ärztlich und musikalisch reicht völlig. Ich hoffe, dass diejenigen, die nun überlegen ob sie bei dem gedruckten und beim Online "Freitag" aufhören sollen, ihre Entscheidung überdenken. Derzeit gibt es, was eine pressegestützte Community angeht, in Deutschland nichts Besseres. Für sein Blog hat Herr Augstein eingesteckt. Andere Redakteure (Der Erzengel Michael insbesondere) bei Zeiten schon davor. Das gehört dazu und Respekt gebührt auch demjenigen, der dann sagt, gut, die Kritik nehme ich an. So sollten es sein, so ist das Ideal. Liebe Grüße Christoph Leusch |
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Ach, lieber Christoph Leusch,
Sie ahnen ja nicht, wie sehr Sie mir aus dem Herzen sprechen. Sogar dann, wenn sie darauf verzichten, an Terrarien oder an Wagenknechts Gatten zu erinnern. Mir liegt viel an dieser Community. weinsztein |
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Geehrter Meister Jakob,
Ihr Beitrag hat es ja wirklich in sich. Sie, der Gärtner, präsentieren uns, den Lesern, den Blog(g)ern, Ihrer Redaktion –was demnächst alles Eins sein soll-, mithin der ganzen Welt einen neuen Tag, das Pflänzchen: Zivilität. Wären nicht Rainer Kühn und sein bündiges: Tugend gewesen, man hätte es glatt übersehen können. Wenn ich da recht orientiert bin, eine Umschreibung der Qualitäten von Zivilgesellschaft. Ende 2007 auf einer von der ZEIT-Stiftung finanzierten Tagung noch als „unschärfer, unerforschter und anders als Bürgerlichkeit kein Quellenbegriff“ bezeichnet, aber durch „semantische Offenheit und relative Ahistorizität“ mit der notwendigen „analytischen Stärke“ versehen, die Zivilgesellschaft treffend zu umschreiben. Uff. Das ist dann wohl ein härteres Bröckchen als das Mayersche von 1905: Anstand, Höflichkeit, Artigkeit. Auch das unscharf, aber irgendwie durch Sprachgebrauch vertraut. „Mit dem Hute in der Hand ...“ und diese Dinge. Das ruft geradezu nach einer Vertiefung durch den sehr verehrten Herrn Leusch. Oder den geschätzten JAP. Aber was ist nun Zivilität? Und erst Recht im Netz, ein Medium, wie Magda und ich vor ein paar Monaten an zwei Beispielen versucht haben, zu veranschaulichen und wie Wildcard es, aus meiner ganz persönlicher Warte, treffend apostrophiert hat: „Eine Hort derer, die sich am liebsten mit sich selbst beschäftigen.“ Zivilität und Hedonismus schließen sich wohl aus. Wenn es nicht doch ein Rezept gäbe. Aus einer gemeinsamen Überzeugung. Wie soll die aussehen? Eine positive Definition, geehrter Meister Jakob, finde ich bei Ihnen nur in Ansätzen, in Form von Beschreibungen: Einmal im exemplarischen Verhalten von Teresa Bücker und Jan Jasper Kosok („viel Disziplin und Behutsamkeit und Einfühlungsvermögen“) und sodann in dem Absatz „Das Spektrum der Möglichkeiten ist so groß ...“. Sie alle zusammen, und hier mögen mir Germanisten, Politologen und sonstige Spezialisten korrekten Sprachgebrauchs meinetwegen die tiefrote Karte zeigen, haben einen gemeinsamen Nenner: Respekt. Wie hat es Wolfram Heinrich formuliert? „Wer ohne Hunde ist der werfe das erste Schwein.“ Genau. Darauf ließe sich aufbauen. Keineswegs auf dem, was alles nicht sein soll dürfen/können/wollen/müssen, auf einer Negation. Und erst Recht nicht auf der Exemplifizierung der Verneinung. Das Zitat aus einem Blog ist nun mittlerweile per Suchmaschine lokalisierbar. Wenn die Datenbanken von Blog und Redaktion erst zusammengeschlossen sind, wird das sogar noch genauer, bis zum Urheber gehen. Man nennt es jetzt schon, dann erst richtig: Pranger. Zwar noch bis in die Moderne hinein gern eingesetzte Bestrafung gegen Schwatzsüchtige, die es besonders mit dem Leumund anderer haben, ist es dennoch Erniedrigung. Viktualien können nämlich auch virtuell geworfen werden. Merdeister, wie immer prägnant, aber nobel zurückhaltend, meint dazu: „Das wird der Debatte nicht gut tun.“ Ich bin da ein wenig gröber, und sage Ihnen: Sie haben sich und uns allen auf dieser Plattform keinen Gefallen getan. Vom Haupthaar herabtropfendes faules Eigelb wünscht sich nämlich niemand. Wirklich! Negationen gehören dahin, wo sie sein sollen, in die bösen AGB. Dann hat der juristische Text zu Recht seinen schlechten Ruf weg und das Kind einen Namen. An ihm wird ohnehin gezerrt werden. Der hochgeschätzte Streifzug hat ja diesbezüglich, und wohl auch höchst vorsorglich, schon die Zensurkarte gezogen. Obwohl er genau weiß, dass Zensur das Ding ist, wo der Staat und so. So weit ist der Freitag noch lange nicht. Oder, einem gnädigen Schicksal sei Dank, nicht mehr. Was ist also Zivilität? Etwas schrittweises, zu erlernendes, beginnend mit dem Respekt: Gegenüber dem Namen, der da schreibt. Auch Fragen stellt. Oder kritisiert. Denn hinter ihm verbirgt sich der reale Mensch in seiner Würde. Auch wenn man ihn nie von Angesicht zu Angesicht kennen lernen wird, um leicht hin geworfene Worte zu bereuen. Demut wäre für mich ein weiteres Stichwort. Sich zurücknehmen, weil der andere, den man nicht kennt, vielleicht doch das Quantum mehr an Sach-, Fachwissen hat, als man selber. Oder Lebenserfahrung oder im Gegenteil, den innovativeren Geistesblitz. Es gäbe viele solcher Umschreibungen, die lohnten. Man wird sie sich erarbeiten. Hoffe ich. Aber nicht im Klassenzimmer. Kindisch sein ist nicht zwangsläufig Kind sein. Wer die zivilisatorische (sic) Errungenschaft des stillen Ortes noch immer nicht verinnerlicht hat und kontinuierlich daneben sondert, nun: Der ist ein Sonderling. Für ihn wird sich immer eine zivile Behandlung finden, außer einer Klage. Dem wird er sich nämlich schlauer Weise stets mit der Berufung auf verminderte Schuldfähigkeit entziehen können. Sie, Meister Jakob, rupfen auch nicht gleich alles aus, was Sie in Ihrem Garten nicht kennen. Sie schauen es sich erst einmal an, neugierig, was das wohl sein mag. Und entscheiden dann, irgendwann, ob es passt. Entscheiden. Sie. Diese Last nimmt Ihnen niemand ab. Ihr e2m |
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Sehr geehrter Herr e2m,
ich lese gerade mit, streichle meine schnurrende türkische Katze, sie heißt Grete, trinke mein letztes Glas Wein (für heute Nacht) und ich ahne: Sie machen mich nicht klüger. Leider. Sie äußern sich über Zivilität, AGB, Sonderling, Sie nennen Jakob Augstein Meister Jakob und schreiben "Kindisch sein ist nicht zwangsläufig Kind sein". Sie sind Jakob Augsteins Mutti, ahne ich. Ich teile Ihre Meinung, dass Meister Jakob nicht gleich alles ausrupfen solle, das er nicht kennt. Ich hatte auf eine Geburtstagfeier gehofft, mit Streifzug, wildcard, oranier, titta, Cassandra mit merdeister, Magda, KK, luggi, meisterfalk & vielen anderen, die diese Community zusammen halten. Statt einer Fete gab's Gewinsel vom Herausgeber wegen Kinderkacke usw.. Schade, es gab doch Grund zum Feiern. Herzlichst (dringen Sie nicht tiefer ein, e2m!) weinsztein |
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@ WeinStein
Ich verstehe, 02:58. Alles klar. |
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Auch wenn wahrscheinlich jeder in dieser Community ständig dazulernt, Regularien wie im Kindergarten oder in der Schule können leicht als Bevormundung wahrgenommen werden, also demotivierend wirken....
Sind wir beim Freitag nicht eher Gäste einer Party, einer Konversations-Party sozusagen....jede/r bringt was zu Essen und/oder zu Trinken mit und sollte wissen, wieviel sie/er verträgt? Allerdings gibt derFreitag (bisher zum Glück) eine Non-Stop-Party, Paare finden sich zum Tanz oder (gelegentlich) zum Schlagabtausch, man kann kurz in der Badewanne schlafen (oder Nachschub von der nächsten Tanke holen:-)) manche Partygäste schauen gelegentlich zum Frühstück vorbei oder bringen den Müll runter.... |
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schrieb am
03.02.2010 um 08:05
Lach-Yoga:
Das ist nun wirklich nicht neu. |
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Wiederholung:
Der Voyeur bekommt eins (Kinderkacke) auf's AUG und verliert die Fassung. Fällt im ein STEIN aus der Krone? Columbus hat detailliert beschrieben, wie schlecht recherchiert der Ausgangs(Kack)artikel war. Der Autor hatte "lange darüber nachgedacht, ob ich diesen Blog schreiben soll ..." Er hätte die Zeit besser, wie Columbus, für Recherche genutzt. Dann müsste er nicht einen aufgebrachten Kritiker an den Pranger stellen. Aber es scheinen dort noch alte Rechnungen offen. Apropos offen: Jakob Augstein schrieb am 15.11.2009 um 19:56 "Ich habe die (S. Wagenknecht - b2bm) mal vor mehr als zehn Jahren getroffen und über sie geschrieben und da war sie mir schon ziemlich unheimlich." Klara beurteilte am 17.11.2009 um 22:39 www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/sahra---frueher das Geschriebene so: "Hallo JA, diesen Text, so schön er geschrieben ist (ein Paradebeispiel für die Porträt-Galerie!), empfinde ich wie einen Koitus interruptus. Das fällt mir so ein." Sollte also nur Unterbrochenes fortgesetzt werden? |
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"Sollte also nur Unterbrochenes fortgesetzt werden?"
Damit wären wir wieder hier. Niemand entkommt der Come Unity! |
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Eine Seite mit dieser Adresse existiert nicht.
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Eine Seite mit DIESER Adresse existiert.
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"Eine Seite mit DIESER Adresse existiert."
Den Verleger mit einer Kuh vergleichen, die mit ihrem Schwanz Fliegen verscheucht? Fliegen = Blogger, Kommentatoren? Pfui, das geht zu weit! (Wer holt nun die Kuh vom Eis?) |
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Community, 1 Jahr, unzensiert
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Community, 1 Jahr, zensiert
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Community, 1 Jahr, zivilisiert
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Liebe Pioniere,
wir wollen hier keine Pippi- und Kackasprache benutzen, denn Pioniere halten ihren Körper sauber und spielen nicht mit Fäkalien. Auch wollen wir in Zukunft das T.-Wort nicht mehr so oft gebrauchen. Das wollen wir hier alle geloben zum Wohle, für die prosperierenden Zukunft und zum ewigen Ruhme unseres irgendwie linken Meinungsmediums. Wir. |
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schrieb am
03.02.2010 um 11:02
T-Wort?
Transferleistung? |
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Torfkopp?
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schrieb am
03.02.2010 um 11:58
Das Wort, welches ich meine, fängt mit "T" an und hört mit "errarium" auf.
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Tee im Atrium
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Werter Herr Augstein,
ich fühle mich nun leider bemüssigt noch einmal einen kleinen Nachtrag zu dem anzubringen, was ich mit mehr "Deutlichkeit in der Kommunikation" meinte. Diesen Blogbeitrag samt Kommentarstrang will ich einmal exemplarisch dafür hernehmen. Einerseits schreiben Sie in ihrem Blogbeitrag "Ich denke, wir sollten anfangen, hier einen Diskurs über Zivilität im Netz zu führen.", laden also die Mitglieder ein, zum wiederholten Male konstruktiv zur Community beizutragen. Das sie dabei nicht in einer solchen Frequenz hier kommentieren, wie viele andere hier finde ich legitim und eigentlich auch ein Zeichen davon, dass Sie vorrangigeren Aufgaben Ihrer Tätigkeit für den Freitag nachgehen. Gleichzeitig scheint jemanden auf Seiten des Freitags die Debatte hier bzw. die Richtung in die diese verläuft nicht ganz so zu gefallen. Dieser Eindruck entsteht bei mir, nicht so sehr dadurch, dass weder Sie noch jemand von den Blauen hier Stellung bezieht (das kann man wie gesagt nicht erwarten), sondern drängt sich mir erst auf, wenn ich in Betracht ziehe, dass dieser Blogbeitrag abermals aus den Top-Blogs verschwunden ist. Grundsätzlich begrüsse ich dieses Mittel um der Qualität und der Deeskalation willen. Doch im hiesigen Kontext bleibt mir dann nur die Wahl zwischen zwei Interpretationen. Die eine wäre, dass es keine klare Strategie gibt und Entscheidungen Ad-Hoc gefällt werden (der Chef will ein Thema zur Debatte stellen, aber die Community-Betreuung unterbindet die Debatte um nicht wieder einen Kommentarwust entstehen zu lassen und ärgert sich insgeheim über den Chef, dass er wieder so "etwas" losgetreten hat. Dies wird noch verstärkt durch ihr gestriges Bonmot, sie würden nie eine Blog aus den Top-Blogs entfernen). Die andere Interpretation wäre, die Debatte hat nicht das vom Chef gewünschte Ergebnis, daher ordnet er Abschaltung an und was einer Ausladung gleichkäme und bedeutete das Ihr wir nicht wirklich ernst gemeint war. In beiden Fällen entsteht ein Eindruck von Inkonsistenz, der durch die indirekte Art der Kommunikation noch verstärkt wird. Im ersten Fall wäre die Inkonsistenz den internen Arbeitsabläufe beim Freitag geschuldete, im zweiten einer unklaren Zielsetzung Ihrerseits. Ich möchte abschliessend noch einmal anmerken, dass es mir hierbei nicht um ein Urteil, sondern vielmehr um eine konstruktive Kritik der Kommunikationsabläufe geht, denn Konsistenz und Kohärenz sind, so glaube ich, gerade in der medialen Kommunikation sehr wichtige Faktoren. Nicht umsonst sind Sie ja in den letzten Tagen gegen Mehrfachnicks vorgegangen und unterbinden mit dem heutigen Tage das Wechseln des Anzeigenamens. Dies alles begrüsse ich. Ebenso erwarte ich jedoch auch (sofern Sie mir das zugestehen wollen), dass Sie in dieser Hinsicht Ihre Vorbild/Leitfunktion wahrnehmen. Mit freundlichen Grüssen. Und einen schönen ersten Geburtstag. ich |
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Ich applaudiere. Stehend!
Die Nachbarn gucken schon... |
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schrieb am
03.02.2010 um 13:35
Du mit Hut, ich gebe Dir (genannt ich) recht.
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Hallo Du,
das ist mir zu kompliziert. All diese schweren Begriffe. Auf Leitfunktionen verzichte ich dankend. Die bringen nur Leid für alle Betroffenen. Ich denke, öhm hoffe, JA ist auch nur ein Mensch. Daher finde ich gewisse Ungereimtheiten erfrischend, sogar sympathisch. Über nichtkommunizierte Beweggründe zerbreche ich mir auch nicht meinen Kopf. Etwas Chaos ist voll gut :) |
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schrieb am
03.02.2010 um 17:06
Hallo Streifzug,
ich bin ja froh, dass Du nicht wieder eine Liste mit allen Worten gemacht hast, die Dir zu kompliziert sind. ;-) Ja das JA auch nur ein Mensch ist, ist mir auch schon aufgefallen und ich finde das auch sympathisch - schon alleine wie er sich beim Salon im Sessel gefläzt haben soll! :-) Allerdings finde ich es für bestimmte Interaktionen auch den eigenen Interessen dienlicher, Haltung anzunehmen, sich selbst quasi in (Hoch)form zu bringen um sich auf kommunikative Erfordernisse einzustellen; es muss ja nicht gleich die Geburtstagsparade der Queen sein. Etwas Chaos ist voll gut :) Ich sehe Du hast Dir Deine Betragensnote redlich verdient. ;-) |
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Vielleicht beruhigt es ein wenig, zu lesen, dass es vielen anderen, Zeitungs- oder auch Journalismus-bezogenen Plattformen/Publikationen mit Communities ganz genau so geht. Zum Blick über den Freitag-Tellerrand hier ein Hinweis auf einen Beitrag über den Umgang mit Kommentaren im (Zitat) „Journalismus 2.0“:
netzwertig.com/2010/02/03/journalismus-2-0-ist-ein-umdenken-bei-kommentaren-notwendig/ Das Credo des Autors formuliert dieser im Schlussabsatz wie folgt: „Es gibt Menschen, die meinen, völlig uneingeschränktes Kommentieren sei ein Grundpfeiler des Journalismus der Zukunft. Ich bin der Ansicht, dass eine gewisse Qualitätskontrolle notwendig ist, um aus den Kommentaren das zu machen, was sie eigentlich sein sollen: Eine konstruktive und sinnvolle, auf einem Dialog basierende Erweiterung des Artikels.“ Dem schliesse ich mich generell an – wohl wissend, dass hierfür mehr redaktionelle Ressourcen notwendig sind, als die allermeisten Betreiber gewillt oder in der Lage sind, zu beschäftigen. Ab einer gewissen Grösse zellteilen sich auch die integriertesten und herzlichsten Communities, etwa nach Themen Rubriken, Genres, Diskussions-Stil/-Atmosphäre, Lieblings-Moderator und so weiter. Ergo müssen sich in der Community-Redaktion Ressorts ebenso herausbilden wie auch der Austausch der Community-Redakteure, sowie Ressort-spezifische und generelle Kommunikationsregeln/-verabredungen. All das wäre folgerichtig und professionell – jedenfalls wenn man es ernst meint mit der Überzeugung, dass die Beiträge der Community einen Wert haben, für Qualitäts-Kommunikation stehen und damit einen Wettbewerbs-Faktor darstellen (können). Kurz gesagt: Seine Community vergrössert, die Qualität ihrer Kommunikation und den Wert ihrer Integration verbessert derjenige nachhaltig, der in personelle Ressourcen – Community-Ressortleiter/-Redakteure/-Moderatoren – sowie in technologische Optionen – für alle Beteiligte – investiert; in dieser Reihenfolge, und vermutlich nicht zu knapp. Und je schneller desto besser. |
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Hallo hest,
wo ist die Community, in der das Konzept langfristig funktioniert? Die redaktionelle Bearbeitung führt langfristig erstens - zu mehr redaktioneller Bearbeitung, zweitens zu mehr redaktioneller Bearbeitung und drittens ... Ist wie zugekaufte Managementberatung. |
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@Streifzug:
„wo ist die Community, in der das Konzept langfristig funktioniert?“ Gute Frage. Um Zeit zu gewinnen – für Beispiele und saubere Argumentation – erstmal Gegenfragen: Was meint „langfristig“ und was „funktioniert“? Und die Kaskadierung redaktioneller Bearbeitung ist doch ganz normaler Redaktionsalltag, nicht wahr? Ich meine: Ticker-Meldung lesen, redaktionell bearbeiten, redigieren, veröffentlichen. Nächsten Tag neuerliche Meldung lesen, aus der gestrigen eigenen Meldung und den neuen Informationen neue eigene Meldung schreiben ... und so weiter. So ist das, als Redakteur. Das mit der Managementberatung verstehe ich nicht. |
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@hest,
Managementberatung - ich meine den Märklin-Effekt. Nachrichten, Ticker-Meldungen oder Community-Kommentare redaktionell bearbeiten sind zwei gänzlich unterschiedliche Dinge. Das Erste führt zu mehr Qualität, das Zweite zu mehr Wut, Frustration, negativer Eigendynamik ... Nachrichten, Ticker-Meldungen ... sind im Normalfall für sich stehende, letztlich personenunabhängige Aussagen, extra geschaffen (künstliches Politiker- Lobbyisten ... Geschwätz), während im anderen Fall die Person fest mit ihrer Aussage verknüpft ist und sich damit persönlich stark be/getroffen fühlt. |
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@Streifzug:
„Märklin-Effekt“. Sorry, verstehe noch immer nur Bahnhof(!) „Nachrichten, Ticker-Meldungen oder Community-Kommentare redaktionell bearbeiten sind zwei gänzlich unterschiedliche Dinge. Das Erste führt zu mehr Qualität, das Zweite zu mehr Wut, Frustration, negativer Eigendynamik ...“ Hmm, sehe ich nicht ganz so. OK, vielleicht muss es in einer Community-Redaktion auch die (ungeliebte) „Beschwerde-Annahme-Stelle“ geben, das Ressort für Blubbereien, Kindisches, Missverständnisse ... Aber gerade hier im Freitag wird doch die Community stets so betrachtet wie ein vielfältiger, bunter, nervöser, aber doch wertvoller Allroundticker, aus dem ebenso Informations- und Kommunikations-Rohware kommt, wie aus einer Agentur-Leitung, nur von anderer Beschaffenheit. Die Personalisierung der Aussagen und die daraus resultierende Betroffenheit ... auch das ist doch redaktioneller Alltag. „Ein guter Journalist macht sich mit keiner Sache gemein, auch nicht mit einer guten“, ist das wohl bekannte H.-J. Friedrichs-Credo, das doch ganz genauso zur Begleitung, Bearbeitung oder redaktionellen Lenkung von Blog-Beiträgen, Kommentaren und Diskussionen zutrifft, würde ich sagen. Nur eben im offenen, transparenten Dialog. Das ist das Neue, das eben viel Ressourcen erfordert, denke ich. |
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schrieb am
03.02.2010 um 16:53
Hallo hest,
danke für den interessanten Link. Also bei der Sache mit der Validierung über Facebook bin ich skeptisch; das wäre eine Kontrolle mit der ich mich hier nicht angemeldet hätte. Ausserdem fand ich dieses Zitat aus dem Artikel noch sachdienlich: »Nun ist es natürlich so, dass man als Autor zu einem großen Teil selbst in der Hand hat, wie sich der Austausch von und mit Lesern in den Kommentaren entwickelt. ... Ist mein Artikel fehlerhaft oder meine Argumentation schwach, darf ich mich nicht wundern, wenn es Kritik hagelt. Zudem beeinflusst auch meine eigene Art des Kommentierens die Debatte.« |
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@ich:
„Also bei der Sache mit der Validierung über Facebook bin ich skeptisch; das wäre eine Kontrolle mit der ich mich hier nicht angemeldet hätte.“ Sehe ich auch so. Von Personen-Validierung ist nicht viel zu halten, muss nicht sein. Gegen vorsätzliche Attacken hilft am Ende sowieso nichts – oder nur noch technische Radikalität, also Rückzug. Aber das ist worstcase, ein Fall für die Katastrophenschutz-Abteilung eines Plattform-Betreibers, so eine Art EDV-Werks-Feuerwehr. Zum zitierten Zitat – fehlerhafte oder argumentationsschwache Artikel – fällt mir zunächst nur der Hinweis auf „Ressourcen“ ein: Entweder gehört zu einer Redaktion auch eine gut besetzte Schlussredaktion. Oder die Regelung der Zusammenarbeit mit internen und externen Redakteuren und Autoren beinhaltet diese Art der inhaltlichen Qualitätssicherung, was meint: Dafür muss den Menschen Zeit gegeben und dieser Zeitaufwand muss ihnen honoriert werden. Ja, OK, die „Idealist, Träumer!“-Zwischenrufe höre ich wohl. Denn genau dieses Qualitätsgebahren lasse sich derzeit betriebswirtschaftlich nicht mehr bewerkstelligen, heisst es (bei Verlegern) und diese Statusmeldung müssen wir (Leser wie Schreiber) wohl zur Kenntnis nehmen. Doch genau hier wird es interessant! Meiner Meinung nach versuchen Verlage, Redaktionen und Plattformbetreiber aus dieser betriebswirtschftlichen Situation oder auch Argumentation heraus den Prozess der Artikel-Validierung in die Community zu verlagern: Da schreibt einer was, und das kann auch ein Redakteur sein, und je aufmerksamer nicht nur die Redaktion sondern vor allem die Community reagiert, desto flinker und verlässlicher ergänzen, korrigieren, präzisieren diese vielen das schnelle, kleine, unzulängliche Stück zu einem bedachteren, grösseren, besseren und „wahreren“. Und der Leser kann diese Artikel-Metamorphose sogar in Echtzeit oder im Nachhinein Schritt für Schritt mitverfolgen, ja, mitgestalten. Ich finde erstens, so eine kaskadierte Erzähle kann für Leser durchaus gewinnbringend sein, wenn auch mitunter zeitraubend. Ich denke zweitens, dass es legitim ist, derlei „Schwarm“-Ressourcen zu nutzen, wenn diese zum einen freiwillig mitwirken und ihnen zum anderen keine materiellen Versprechungen gemacht werden. Aber ich bin drittens davon überzeugt, dass man den Prozess der „kollektiv geformten“ oder auch „nachwachsenden“ Artikel (letzteres hatten wir hier beim Freitag schon mehrmals) sehr wohl redaktionell aufmerksam, moderationskundig und kommunikationskompetent begleiten muss. Die redaktionelle Betreuung muss ja bei Zeitungen und „Meinungsmedien“ keinesfalls so ausarten wie bei Online-Enzyklopädien, wo die ehrenamtlichen Lektoren ob ihrer mitunter arg orthodoxen Herangehensweisen schon mal als „Wächterrat“ wahrgenommen werden. Das ist eine andere Diskussion, denke ich. |
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schrieb am
03.02.2010 um 18:16
Ja, kollektiv geformte Artikel fände ich auch sehr spannend, vor allem glaube ich das da dann das ganze tatsächlich besser werden könnte. Das Problem mit den Kommentaren ist ja auch, dass diese dann statisch bleiben, aber eigentlich nie wirklich zusammengefasst in den Beitrag selbst mit einfließen. Also mal ganz keck gesagt, an Antithesen mangelt es dem Freitag (besonders in den Kommentaren) nicht, sondern eher an Syntheseleistungen. Diese könnten aber erst dann vollständig gelingen, wenn die Infrastruktur dazu einlädt. ....
Man hest, Sie bringen mich ja wirklich zum Nachdenken! |
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@ich:
Man hest, Sie bringen mich ja wirklich zum Nachdenken! Oh, das schmeichelt mir. Hier ein Katalysator für's weitere Nachdenken;-) (Hoffentlich klappt das jetzt mit dem Einbetten). |
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schrieb am
03.02.2010 um 19:44
Sehr schön, aber nicht, dass hier noch Denk-o-Meter aufgestellt werden - quasi als Micropayment.
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@ ich
gemeinsame Artikel. Das Thema gab es hier schon. Alle waren begeistert, leider gibt die Seite das nicht wirklich her. Die "Perlen" liegen z.B. bei Knol (Google). Und hier der Link zum Thema: www.freitag.de/community/blogs/streifzug/wachsende-artikel |
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@merdeister:
Danke für den Link, den hätte ich bringen sollen. |
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Sehr geehrter Herr Augstein,
wir haben uns heute im Käfig zusammengesetzt und über Ihr Konzept beratschlagt. Wir sind der Meinung, dass Sie etwas vergessen haben. Hochachtungsvoll, der Gorillakäfig |
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Meine Erinnerung:
Am 16.Oktober 2009 eröffnete um 20.20 Uhr Jakob Augstein den 1.Freitag-Salon vor vielleicht 15 Interessierten mit der Frage: Sind Ost- und Westdeutschland miteinander VERSÖHNT? Warum stellt einer zwanzig Jahre nach der sogenannten Wende eine solche Frage? Warum hat genau diese Frage immer noch ihre drängende Berechtigung? Joh 8.7 Seit ungefähr ein paar tausend Jahren. Und ich rede hier nicht vom alles planierenden "Friede, Freude, Eierkuchen". Aber doch von den angeblichen Widersprüchen zwischen den Klugen und Dummen. Den Reichen und Armen. Den Linken und Rechten. Den Männern und Frauen. Den Erwachsenen und Kindern, den Wissenden und den Unwissenden, den Eingeweihten und den Außenstehenden,..... Versöhnung? Versöhnung! Genau diese Frage geht mir seit langem immer mal wieder nach. Warum wohl ging es gerade am 1.Freitag-Salon um Versöhnung? Was verfolgte JA damit? Geht es womöglich IMMER auch um Versöhnung? Eine Kinderfrage, gewiß! Aber andere Fragen habe ich nicht mehr. Wo kommt eigentlich dieses Bedürfnis her, Recht zu haben, klüger zu sein, Bescheid zu wissen,...? Ich halte es für ein großes Verdienst, daß es diesen Freitag gibt! Mit allen Fehlern. Beziehungsweise dem, was ich (Warum eigentlich?) für Fehler halte. Was gäbe es denn als Alternative? |
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schrieb am
03.02.2010 um 18:20
Auch ohne den Freitag habe ich der Ostzone längst verziehen.
Ehrlich. |
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schrieb am
03.02.2010 um 18:25
@Wildcard
Oh siehe da, eine paradoxe Behauptung. |
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schrieb am
03.02.2010 um 18:39
Sehr geehrter Wildcard. Ich habe der Westzone nichts zu verzeihen. Und Sie nichts der Ostzone. Und genau darum geht es letzten Endes.
Was eigentlich ist Frieden? Es ist eine vergebliche Hoffnung meinerseits. Ich weiß. MfG |
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schrieb am
03.02.2010 um 19:22
Sehr geehrter GerhardHM.
Das Einzige, was uns noch trennt, ist die Interpunktion. Keine Panik. |
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schrieb am
03.02.2010 um 19:27
... und das Wort "Ostzone".
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schrieb am
03.02.2010 um 19:34
Mit diesem Wort ehre ich bei passender Gelegenheit posthum den Helden meiner Kindheit: Alfred Tetzlaf.
Das lasse ich mir nicht nehmen. OSTZONE! |
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schrieb am
03.02.2010 um 19:41
Du könntest ja mit Rücksicht auf unsere Gefühle versuchen es zumindest momentan mit Frostzone zu tarnen.
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schrieb am
03.02.2010 um 19:43
WESTZONE!
Und nun? |
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schrieb am
03.02.2010 um 19:51
Damit sind die Fronten ja nun geklärt.
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schrieb am
03.02.2010 um 20:21
Vor längerer Zeit hatte ich hier mal geschrieben:
Groß ist unsere Angst vor dem Krieg. Aber größer ist unsere Angst vor der Liebe! Ich brauche keine Front. In keiner Form! |
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schrieb am
03.02.2010 um 20:40
Na ok - aber nicht ganz. Auf Front242 bestehe ich. Die werden noch gebraucht.
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schrieb am
03.02.2010 um 22:22
Und wer ist Front242, auf der Sie bestehen? Wofür brauchen Sie eine Front, also einen Krieg?
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@GerhardHM
Und wer ist Front242, auf der Sie bestehen? Wofür brauchen Sie eine Front, also einen Krieg? Jesus, meine Zuversicht! Ich hatte zuvor noch nie von Front242 gehört, aber aus dem Zusammenhang war klar, daß es sich um eine Band oder sonst was ähnliches handeln mußte. de.wikipedia.org/wiki/Front_242 Ciao Wolfram |
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schrieb am
03.02.2010 um 22:58
Könnte es sein, daß dies ein Irrtum ist?
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@GerhardHM
Könnte es sein, daß dies ein Irrtum ist? Aber natürlich könnte es sein. Sein kann viel. Aber was ist "dies"? Ciao Wolfram |
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Nun auch noch GerhardHM, schön!
Einige, sehr Vermißte, kommen ja wieder oder sind zumindest mal wieder kurz dabei. Das immerhin hat JA erreicht. Wenn nur der Preis dafür nicht wäre. |
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Lieber JA,
bereits Ihr Einstiegssatz zu Ihrem Blog Beitrag: "31.01.2010 um 16:29 Der Voyeur hat's nicht schwör wagenknecht niemeyer medien voyeurismus Liebe Leser, ich habe natürlich lange darüber nachgedacht, ob ich diesen Blog schreiben soll. Aber dann hat der Boulevardfreund in mir die Oberhand behalten. Wie so oft ... Ich habe mein Gewisse mit dem Gedanken beruhigt, dass die meisten unserer Leser über 18 sind, also volljährig, also durchaus in der Lage sich selbst ein Bild zu machen." klingt für mich Symptom verschoben verbogen wie brenzlig. Nach meiner Einschätzung, haben Sie gerade nicht Ihr Gewisses als Boulevarfreund befragt, sndern wonach Ihnen war, nämlich Sahra Wagenknechts linkslastigen Heiligenschein über den Umweg ihres Gatten, Herrn Niemeyer, alias Freitags Blogger weinsztein ? zu kränken. Das taten Sie in voller Erwartung, dass diese Kränkung des linkslastigen Heiligenscheins von Sahra Wagenknecht viele Leserherzen/innen im Freitag gegen Sie aufbringen würde. Was Ihnen in vollem Umfang gelang. Anstatt sich nun Ihres Erfolges als Boulevardadept zu erfreuen, ich freue mich übrigens mit, lassen Sie hier nun unter dem hochgeriffenen Titel "Zivilität im Netz" eine Verdeckungsdebatte vom Stapel. Warum? Übrigens hat der von Ihnen heillos vorgeführte User, der sich bei Ihnen entschuldigt hat, Ihnen möglicherweise nur, die allerdings asymmetrisch moblisierende, Quittung für Ihrer Zitterhand als Boulevardfreund geliefert. tschüss JP |
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Mal ganz im Ernst, lieber Joachim Petrick, Sie glauben, ich sei Herr Niemeyer, der Gatte von Sahra Wagenknecht? Nein.
Ich bin ganz anders verheiratet. Meine Frau heißt Perihan, sie ist Türkin. Wir leben in der Türkei. Sahra Wagenknecht nicht. Leider. Mal Sahra und Thomas zu treffen, würde mir aber sehr gut gefallen. |
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weinsztein, tu doch nicht so. Du hast dich einmal verplappert, jetzt ist es eben raus :p
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Hallo weinsztein,
Pardon! haben Sie sich nicht an anderer Stelle hier als solcher ausgegeben? was heisst übrigens "Leider"?, sind Sie mit Ihrer Frau Perihan nicht glücklich zusammen in der Türkei? Grüsse unbekannter Weise leise, auch an Ihre Frau. tschüss JP |
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Hallo Cassandra,
vielen Dank für den Hinweis: "weinsztein, tu doch nicht so. Du hast dich einmal verplappert, jetzt ist es eben raus :p" tschüss JP |
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Eine kleine Klarstellung, warum dieser Blog genau so wenig wie der Voyeur nicht mehr in "Meistkommentiert" auftaucht. Ich glaube, der Mann mit Hut brachte das Thema zuletzt auf. Das geschah nicht auf Anweisung des Chefs, sondern entsprang meinem kleinen Hirn. Ich fand, diese Diskussionen könnten ein bisschen Intimität vertragen, außerdem bloggt Jakob derzeit ohnehin in einer anderen Liga. Lieber Jakob, ich glaube, zur Zeit kämst Du nur mit einem kurzen "Huh!" auf über hundert Kommentare.
Ich entschuldige mich für die Tatsachenverfälschung, nehme jede Kritik entgegen, bitte aber trotzdem dringend morgen an den Kiosk zu gehen. Mehr kann ich nicht verraten. Gute Nacht, Jörn Kabisch |
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Mit verlaub:
mit der kleinen klarstellung haben sie noch mehr fragezeichen geschafft. |
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Hallo Jörn Kabisch,
warum so forsch? Auf welchem Ärger bist Du sitzengebiben,dass Du hier Hierarchien von unterschiedlichen Ligen, in denen Jakob u.a. bloggen, erfindest? Zum Glück gibt es ja Freitags Abonnenten,wie mich, die sich nicht durch den Schnee zum Kiosk tragen müssen. tschüss JP |
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Hallo Jörn Kabisch,
warum so zackig, warum so forsch? Auf welchem Ärger bist Du sitzengebiben,dass Du hier Hierarchien von unterschiedlichen Ligen, in denen Jakob u.a. bloggen, erfindest? Zum Glück gibt es ja Freitags Abonnenten,wie mich, die sich nicht durch den Schnee zum Kiosk tragen müssen. tschüss JP |
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@Joachim Petrick
Hömma, Joachim, einmal auf "OK" reicht wirklich zum Absenden, auch wenn es oft nicht so aussieht. Ciao Wolfram |
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danke!
tschüss JP |
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Es folgt ein MonsterKommentar. Zeichenanzahl: 4184. Wörter: 634. Der Fehlerquotient ist darauf anzurechnen.
Ich empfinde das als eine gute Entscheidung von Jörn Kabisch. Das ist wie bei "Wetten dass...?". Da haben sie nach einer Weile die Kinderwette auch aus der Konkurrenz genommen, weil die Kleinen immer gewonnen haben, ob sie nun ob ihrer außergewöhnlichen Leistungen gewannen oder bei Eintreten des Gegenteils wenigstens getröstet werden mussten. Nur, was ich nicht gut fände: Wenn derFreitag Thomas Gottschalk auch die schlechten Witze und das Niveau abkupfert. Das bewegte sich nämlich, als ich das letzte Mal hinschaute, nicht höher als auf dem billiger Werbung. Ob nun für Till Schweiger oder Herrn von und zu Guttenberg (Frau Wagenknecht schafft es da wohl nicht hin) ist ja gleichgültig. Aber wir waren bei der Kinderwette. Jetzt bin ich wenigstens schonmal in der richtigen Altersstufe. Also, wir haben Klassentreffen, mein Sitznachbar mh120480 hat ja schon ausführlich seine Gedanken dazu geäußert. Bei mir ist es aber so, dass ich Schule noch nie mochte, vor allem genannte "Beschwerdestunden". Die Lehrperson hatte nie Ahnung von der Gesamtsituation und war noch dazu meist extrem parteiisch, vor allem, wenn es um ihre Lieblinge bzw. das Gegenteil derer ging. Ich geb's zu, ich war immer ein kleiner Liebling, wogegen ich mich zeitlebens gewehrt habe. Ich hoffe, der Versuch gelingt wenigstens heute. Schließlich schreibe ich dies nachts, allein, vor meinem PC und meine Aggressionen bauen gerade eine Panzerfaust, die zumindest quantitativ den Kommentarbereich dieses Blogs sprengen soll. Damit versuche ich meine schon beschriebenen Schulniederlagen zu kompensieren. Da haben wir's. Schlimm, schlimm. Alle lassen dauernd ihre Emotionen und ihre persönliche Geschichte, Position und weiß der Teufel was in die Kommentare einfließen. Und wisst ihr alle da draußen, das find ich gut. Somit habe ich nämlich die Chance zu sehen, dass ich mich mit Menschen unterhalte und nicht mit einem AntwortenGenerator. Wenn ich mich beleidigt fühle, gehe ich in mich und prüfe, warum ich das bin und ob derjenige nicht doch vielleicht recht hat. (Wenn er recht hat, ist das manchmal bitter, aber Fehler macht man nunmal.) Die Frage ist, wie man im weiteren Verlauf darauf reagiert und was man daraus lernt. Ich habe Folgendes aus der Schule mitgenommen: Hierarchien kann man da wunderbar studieren und 'ne Menge lernen. Ansonsten nicht so viel. Ich hatte immer gedacht, hier seien die Schwerpunkte ein wenig anders gelagert. Scheinbar habe ich mich geirrt. Aber: egal! Ich habe 13 Jahre Erfahrung in meiner Vita vorzuweisen, beste Qualifikationen also. Ich bleibe. Morgen die erste Stunde schwänze ich aber, die Uhrzeiten haben noch nie in meinen Lebenswandel gepasst. Weitere Ankündigung: Ich esse im Unterricht, trinke Tee, rufe rein, ohne aufzuzeigen und sage dem Lehrer, wenn ich meine, dass er Mist von sich gibt, ob von Kuh, Esel, Gewürm, gehäckselt, in Würfeln oder schon halb vertrocknet: Ich nehme alles. Bin da recht anspruchslos. Die Lehrpersonen, mit denen ich jemals die Ehre hatte Bekanntschaft zu machen, reagierten gespalten: Die fachlich guten ließen mich machen, solange ich beim Unterrichtsthema blieb. Die unqualifizierten verwiesen mich des Öfteren des Klassenraums. Um auf den Punkt und in diese Situation zu kommen, lieber JA: Ihr Beitrag stinkt mir. Jemand hat den Inhalt Ihres Blogs kritisiert. Sie drohen mit Rausschmiss. Im Folgenden wird diese Person in einem neuen Blog öffentlich an den Pranger gestellt und der Zerstörung der CommunityFriedlichkeiten bezichtigt. Das soll der Förderung der der „Zivilität“ zuträglich sein? Ich bitte Sie, daran glauben Sie doch wohl selbst nicht. Sie mögen sich erinnern oder nicht, hier gab es schon ganz andere, heftige Wortgefechte und Streitsituationen in der Community, die durch ein wenig Einfühlungsvermögen wenn nicht behoben, so doch entschärft werden konnten. Ganz Recht, JJK, Tessa und JK haben da gute Arbeit geleistet. Aber wie sollen sie es hier tun? Schließlich sind Sie der Chef und kein einfacher Blogger. Eine wunderschöne gute Nacht wünscht Cassi |
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Liebe Cassi,
Danke. Liebe Grüße auch an JJK, Tessa und JK aus dem Terrarium. weinsztein |
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schrieb am
04.02.2010 um 10:17
Guten Morgen Herr Kabisch,
wenn der Diskussion mehr Intimität gut getan hätte, so wäre es doch besser gewesen, Sie hätten diese eingeleitet, anstatt dass die Debatte erst vom JA initiiert und dann von Ihnen aus dem Fokus entfernt wurde. Der von mir beschriebene Eindruck von Inkonsistenz/Unerwünschheit wäre dadurch sicherlich vermieden worden. Das letzte Mal als ich so elegant eingeladen und dann in eine Hinterzimmer geführt wurde, geschah dies durch einen zwielichtigen Londoner Straßenhändler. Es wäre wohl besser gewesen Sie selbst hätten gleich alle im Hinterzimmer zum Klassenrat zusammengetrommelt. Insofern stimme ich Ihnen zu, dass JA zur Zeit in einer anderen Liga bloggt, denn momentan glückt Ihnen die Integration der Community wesentlich besser. So brauchen Sie Ihr Gehirn denn auch nicht kleiner machen als es ist. Da dieses ja ein männliches sein sollte, ist es, zumindest der Masse nach, wohl größer als bei mindestens 50% der Menschheit. ;-) Das mit den »Huh!« wäre bestimmt ein tolles Experiment. Gruss vom Mann mit Hut. |
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"Das mit den »Huh!« wäre bestimmt ein tolles Experiment."
Würde nun ja nun nicht mehr funktionieren. Aber so furchtbar viel mehr als "Huh!" war dieser Blogbeitrag ja wohl nicht, oder? |
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schrieb am
04.02.2010 um 16:29
Aber so furchtbar viel mehr als "Huh!" war dieser Blogbeitrag ja wohl nicht, oder?
Ja, aber der Faszination des kühnen Minimalismus eines alleinigen "Huh!"s könnte ich mich trotzdem nicht entziehen, da es in seinem strengen Formalismus schon die Negation eines geschwätzigen "Huhu!"s einschlösse und vermittels der Zeugenschaft einer solchen visionären Welt- und Weitsicht, in den Rang des Pisoirs von Duchamp oder des schwarzen Quadrats von Malewitsch erhoben wäre. |
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Cassi, klasse!!!
In Zukunft erwarte ich ähnlich ausführliche wie dezitierte Beiträge von dir. Schließlich braucht Oranier ja auch mal wirkliche Konkurrenz. In diesem Sinne frohes Schaffen |
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Das wird schon! Wenn sich alle hier mal dann und wann irgendwie gegenseitig "an- und ausgepupst" haben, wird alles viel ruhiger werden, da "herumstänkern" auf Dauer überhaupt nicht soviel Spaß macht...
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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