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So finden sich in der heutigen Online-Ausgabe der Sächsischen Zeitung die Aktivitäten wiedergespiegelt - auf der einen Seite (Altstadt) das friedliche Gedenken der Dresdner OBM mit Menschenkette, auf der anderen Seite (Neustadt) die Demos von Rechten und Linken - kein Wort, daß zu den "Linken" auch Gewerkschafter, Grüne, Sozialdemokraten und engagierte BürgerInnen gehören, die eben mit dem friedlichen und verfassungsrechtlich verbrieften Mittel des Zivilen Ungehorsams den Naziaufmarsch blockieren wollen. Und natürlich die Empfehlung an den gutsituierten Bürger, diese Gegend weiträumig zu meiden. Die OBM hat sich, im Gegensatz z.b. zu den OBM von Leipzig oder Jena in ihren Städten, nicht hinter das Dresdner Bündnis "dresden nazifrei" gestellt, und so wird sich auch die Polizei wohl entsprechend verhalten. Übrigens wird der Jenaer Oberbürgermeister zur Versammlung 9.00 auf dem Albertplatz (Neustadt) sprechen.
In den Dresdner Neuesten Nachrichten (DNN) von heute ist zu lesen: "Nach den Worten von Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) ist es erstmals gelungen, eine breites und starkes Bündnis auf die Beine zu stellen."
So kann man die Sache auch gut für sich vereinnahmen - kein Wort davon, daß es in den Jahren zuvor das überparteiliche Bündnis "GehDenken" gab, das die Bürger zum friedlichen Protest mobilisiert und den Naziaufzug an der Synagoge vorbei verhindert hatte, doch an diesem Bündnis hat die OBM ja auch nie teilgenommen ... In dieser Zeitung finden sich auch die Veranstaltungen des heutigen Tages aus Anlaß des 65. Jahrestags des Bombardements aufgelistet - allerdings fehlt jeglicher Hinweis auf die Kundgebungen des Bündnisses "dresden nazifrei". Wohl scheint man anzunehmen, die Menschenkette der Oberbürgermeisterin auf Altstädter Seite sei das einzig probate Mittel, dem Naziaufmarsch auf Neustädter Seite zu begegnen, der just an jener Stelle beginnen soll, an der die Dresdner Juden zum Abtransport in die Vernichtungslager versammelt wurden.
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Ja, die liebe Presse. Mir wäre oft lieber, sie würde sich mehr Mühe geben, nicht so LIEB zu sein. Dann müsste ich nicht so viel Zeit aufwenden, nach dem zu suchen was uns - warum eigentlich?- verschwiegen wird durch Nichtberichterstattung.
Allerdings würden dann vielleicht manche lieben Vorurteile nachhaltig beschädigt - das kann ja auch nicht sein. |
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So etwas hier in der SZ:
"Wo werden die Nazis und wo die Linken demonstrieren?" Die Rechtsextremen werden sich vor dem Neustädter Bahnhof versammeln. Dieses Areal sollte man großräumig meiden. Den Linken wurden unter anderem die Prager Straße und die Synagoge als Treffpunkt zugewiesen... Alles in einem Absatz, bloß alles meiden. "Die Linken", igitt. Fürchterlich. Gruß nach Dresden. Du wirst bestimmt noch berichten, wie es war. Pass auf Dich auf... |
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"die Linken"? in den nachrichten des deutschlandfunks wurden aus ihnen bereits "die Linksextremisten"! - jedenfalls war's heut ganz früh am morgen so.
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Danke für den spannenden Bericht. Die einseitige Kommentierung der Presse ist empörend. Ich wünsche Dir auch Alles Gute und möchte mich Magda´s"Pass auf Dich auf" anschließen.
Herzliche Grüße rr |
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+++ bin gerade zurück +++ muß jetzt zu einer feier, bericht zu vorgerückter stunde, spätestens morgen - nur soviel vorab: auch Konstantin Wecker hat heute vormittag auf dem Albertplatz gesungen!
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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