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Ich weiß nicht wann es zuletzt soviele Kommentare unter einem Artikel bei Indymedia gab. Man sieht das diese Aktion etliche Leute gepackt hat und somit zu Reflexionen geführt hat. Leider sind viele Kommentare extrem undifferenziert. Natürlich ist es nicht schön, wenn Krankenhäuser ihre Arbeit nicht tun können, Menschen durch das erhöhte Verkehrsaufkommen verletzt werden oder sogar gestorben sind. Nur sterben jeden Tag tausende Menschen an Hunger, tausende an fehlenden Medikamenten oder frischem Wasser. Wieviele Millionen Menschen leben in totaler Armut? 800? 900 Millionen? Wieviele Menschen sind in Lohnarbeit und können ihre persönlichen Bedürfnisse und Träume nicht entfalten oder gar erkennen? Seht ihr denn nicht in was für einer Welt wir leben? Deutschland ist privilegiert, aber nur auf dem Rücken von Millionen armer Menschen. In Deutschland gibt es den größten Niedriglohnsektor, er setzt nicht nur die Lohnabhängigen in Deutschland unter Druck, sondern Millionen von Lohnabhängige in ganz Europa. Warum wohl wird Griechenland von Merkel als faul beschimpft? Es herrscht Krieg auf diesem Planeten, nur findet dieser Krieg nicht unbedingt nur auf Schlachtfeldern wie in Lybien oder Afghanistan statt, sondern vor allem in den Fabriken und Bürogebäuden dieser Welt. Es geht darum wer die höchsten Profite erstreitet und wer sich langfristig gegen andere Nationen durchsetzen wird. Macht die Augen auf, wir haben nicht die Kontrolle über unser Leben. Die Wahlen sind seit Jahrzehnten, wahrscheinlich sogar seit der Ermordung von Liebknecht und Luxemburg, eine einzige Enttäuschung und Alibiveranstaltung. Die Konzerne beuten seit Jahrzehnten ungehindert ihre Angestellten aus, und die freuen sich auch noch darüber oder lassen sich zumindest willig auspressen.
Echte Streiks sind hierzulande verboten, fragt Euch warum. Warum wird das Bildungssystem immer stärker auf Konzerne abgestimmt? Warum lässt man tausende Flüchtlinge vor den Mauern Europas ersaufen, anstatt ihnen zu helfen ihr Leben zu entfalten? Wieso stellt ihr Euch nicht die berechtigten Fragen, die auch in diesem, angeblich so naiven, Bekennerschreiben angesprochen werden? Wieso seht ihr nur das was die Politiker und Medien Euch diktieren?! Was muss denn noch passieren damit ihr es kapiert? Die Kinderarmut, Altersarmut wächst weltweit, nicht nur in Deutschland. Während auch die Vermögen einzelner Familien ins unermessliche wachsen. Es wird früher oder später zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommen, wenn wir als Bevölkerung nicht endlich die richtigen Fragen stellen. Warum sind wir nicht glücklich im Beruf? Warum gibt es seit Jahrzehnten Millionen von Menschen, die in Arbeitslosigkeit ein Schattendasein führen müssen? Warum ähneln sich die Parteien immer mehr? Warum akzeptieren wir die korrupten Politiker und Bosse? Warum akzeptieren wir die Lobbys, die Ohnmacht, Apathie und Lethargie in unseren Köpfen und Reihen?
Natürlich ist es leicht etwas zu zerstören, anstatt etwas zu schaffen. Aber diese Aktion hat zumindest mal ein paar Lohnabhängige aufhorchen lassen. Auch wenn diese Aktion destruktiv ist, weil sie immer von den falschen Mächten instrumentalisiert und definiert wird, sollte es doch einige Menschen inspirieren zu den richtigen Büchern zu greifen und friedlichen, konsequenten Widerstand zu leisten.
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Ich halte das für ein Werk von Agent Provocateurs. Anders kann ich mir den Schwachsinn nicht erklären:
„Warum nicht die Arbeit der Energiekonzerne stören? Die Zufahrtswege blockieren. Die Arbeitsstätten besetzen. Die Normalität des Arbeitens, des Konsumierens, des Buckelns, des Profitierens, des Resignierens bestreiken! Sabotage ist eine Form des Streiks.“ „Energiekonzerne und Waffenfabriken zerschlagen, Waffen und ihre Transportwege zerstören!“ Die Bekenner schreiben: „Wir streiken“ – und meinen damit einen von ihnen verursachten Zwangsstreik der S-Bahnangestellten und der Menschen, die sich in Berlin von einem Ort zum anderen bewegen wollen. Autonome würden niemals jemandem die persönliche Freiheit einschränken oder ihn gar zwingen zu streiken. |
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Besser:
Autonome würden niemals die Freiheit derjenigen einschränken, für die sie streiten - oder sie gar zwingen zu streiken. |
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Das waren entweder bezahlte Provokateure oder extrem naive Typen am Gängelband des Verfassungsschutzes.
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Oder einfach Vollidioten? Ohne Zusammenhang? Ohne Vision?
Könnte (neben anderen sehr möglichen Varianten) ja auch sein, oder? |
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„...extrem naive Typen am Gängelband“ der Geheimdienste – das kann ich mir gut vorstellen – so ein Anschlag ist eine übliche Methode um zum „richtigen“ Zeitpunkt Stimmung zu machen.
Den (wahren) Autonomen würde ich empfehlen sich davon zu deutlich distanzieren, denn es ist ja anscheinend auch eine Aktion gegen sie. Und die, die das beklatschen, sollten sich auch mal überlegen, wer den angerichteten Schaden letztlich zu bezahlen hat. |
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sorry, Verdreher
Den (wahren) Autonomen würde ich empfehlen sich davon deutlich zu distanzieren, denn es ist ja anscheinend auch eine Aktion gegen sie. |
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"Ich halte das für ein Werk von Agent Provocateurs." Kann alles sein, aber so ist es eine Verschwörungstheorie. Es gibt auch genug Idioten, die sich für Autonome halten, die so etwas machen würden und gutheißen. Las letztlich auch von jemandem von der Sorte, dass er sich wünsche, es würden mehr Leute mit der Axt ins Arbeitsamt gehen und die Mitarbeiter dort angreifen, wie letztlich geschehen. Und der bekam auch noch Beifall von Leuten, die sich für ganz große Aktivisten halten, denn Arbeitsamtangestellte seien ja nur der verlängerte Arm des Staatsapparats (und damit für sie offenbar keine Menschen und wenn sie verletzt oder getötet nur selbst Schuld, wenn sie da arbeiten). Dazu fiel mir auch nichts ein.
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Ja, Popkontext – es gibt wohl auch etliche totalitär denkende Spinner, die sich Autonome nennen, und dafür in Frage kämen...
Aber sicher ist, dass es nur denen nützt, die hier angeblich getroffen werden sollten – insofern gibt es da vom äußeren Anschein und Wirkung keinen Unterschied zwischen fremdgesteuert und dumm. Die seltsamen letzten Zeilen des Bekennerschreibens ließen mich allerdings auf eine bewusst gesteuert Aktion, um Autonome und soziale Bewegungen zu diskreditieren, tippen: „Eine Gesellschaft ohne Herrschaft ist möglich! Wir gehen in Streik und sabotieren den zerstörerischen Trott! Atomreaktoren abschalten – sofort und endgültig! Weltweit! Energiekonzerne und Waffenfabriken zerschlagen, Waffen und ihre Transportwege zerstören! Offene Grenzen für alle Flüchtlinge!“ |
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Finde ich überhaupt keinen Beleg für irgendwas. Leute, die so einen Duktus haben und glauben, sie haben die Weisheit (und die Wahrheit) mit Löffeln gefressen gibt es leider tatsächlich, da brauch es gar kein Fake. Das sie damit (Teile der) Autonomen sowie soziale Bewegungen diskreditieren (und das alles ist, was sie so erreichen) sehen sie nicht.
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Egal, es können auch Rechte gewesen sein. Genauso unangenehm. Freunde haben sich die Veranstalter damit jedenfalls nicht machen können. Und das sollte ihnen zu denken geben.
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@Fro
Was ist denn die Bewegungsfreiheit gegen die Freiheit selbst? Die Freiheit die ein Recht auf Leben, ein Recht auf Wohnen, ein Recht auf Bildung und Entfaltung einschliesst? Die Proportionen in denen hier gedacht und kritisiert wird, stimmen einfach nicht. Es ist natürlich kein legitimes Mittel, kein konstruktives Mittel jemals zu einer besseren Gesellschaft zu kommen, wenn Gewalt gegen Sachen, Menschen oder Tiere vollzogen wird. Aber ich sehe diese Tat als Ausdruck von tiefempfundener Verzweiflung, die sich natürlich aus einer gewissen Kurzsichtigkeit und Naivität speist. Von daher ist diese Tat durchaus eine starke Kritik am bestehenden, ähnlich wie Amokläufer in ihrer Verzweiflung alles zerstören, auch unschuldige Menschen, weil sie die Welt dafür hassen, was mit ihnen und aus ihnen gemacht wurde. Es ist doch zweifellos keine Welt voller Möglichkeiten, alles ist zur Ware geworden und die eigentlichen Bedürfnisse des Menschen müssen immer weiter zurückbleiben. Da bleiben Straftaten nicht aus und man muss sich überhaupt darüber wundern, wie ruhig und brav die deutsche Bevölkerung angesichts des globalen Kampfes um Profite geblieben ist. Diese Duckmäuserischkeit kann eben nicht jeder. Es ist auch gar nicht berechtigt alles zu akzeptieren was einem der Staat oder die Wirtschaft als Bedingung vorgibt. Wir töten doch jeden Tag Menschen, wenn wir funktionieren, wie wir funktionieren sollen, weil wir einen Fetisch bedienen, der Menschen von der anfangs genannten Freiheit ausschliesst. |
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Freiheit durch Zwangsstreik – Wohlstand durch Sachbeschädigung - Frieden durch Krieg.... Ergebnis: Aufrüstung des Polizei-und Bespitzelungsapparates...
Und du meinst wirklich, dass es sich da um Linksautonome handelt und nicht um eine Spezialtruppe, die den Absatz von Sicherheitstechnik fördern soll? |
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@Fro
Unser Frieden basiert auf Zwangsarbeit, auf Beschädigung der psychischen und physischen Verfassung der Arbeiter, der Umwelt und der Tiere. Für führen, wie unser letzter Bundespräsident versehentlich ehrlich ausgeplaudert hat, Krieg in der Welt um unsere wirtschaftlichen Interessen abzusichern. Wir leben in einer perversen Welt, die auch perverse Proteste hervorrufen muss. Je länger wir brauchen um solche Zustände zu überwinden, desto häufiger und drastischer werden solche Aktionen sein. Bislang gibt es aber in Deutschland keine breite Bewegung, wie bspw. in Spanien, die gegen die Zustände protestiert. |
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Der Autor dieses Blogs will unter Verweis auf die Freitag-Community zitiert werden, immer wieder und überall.
Rührt uns das in seiner Schlichtheit nicht ein wenig an? So wie Foren, die allein wegen ihrer Gegnerschaft zum Freitag gegründet werden? Die bisher vor allem schlichte Gemüter hierher entsandten, um rechten und/oder "antideutschen" Kram abzusondern oder - besonders abstrus - diese Community als eine Art "antisemitisches Zentralorgan" zu diffamieren? So doof können die vom Verfassungsschutz gar nicht sein. Es sind eitle Amateure. |
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"So doof können die vom Verfassungsschutz gar nicht sein."
Das sei mal dahingestellt; aber immerhin wurden diesmal wohl "die richtigen Grillanzünder" verwendet. www.freitag.de/community/blogs/ebertus/der-terrorist-das-unbekannte-wesen |
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@weinsztein
Ich möchte nicht zitiert werden, ich will verstanden werden. Gerne würde ich über Fehler in meinen Texten diskutieren, leider fehlen in dieser Reaktion die dazu nötigen Ansatzpunkte. Ich sehe mich nicht als Teil irgendeiner Szene. |
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schrieb am
29.05.2011 um 09:29
Hallo Weinsztein ... "Erfurter SPD will Verfassungsschutz auflösen
Einen Tag vor dem SPD-Landesparteitag gibt es bei den Thüringer Sozialdemokraten Streit um den Verfassungsschutz. Nach Informationen von MDR 1 RADIO THÜRINGEN stellte der Erfurter Kreisverband für den am Sonnabend stattfindenden Parteitag einen Antrag auf Auflösung des Landesamtes für Verfassungsschutz"... Gefunden bei MdR Thüringen! |
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"Aber diese Aktion hat zumindest mal ein paar Lohnabhängige aufhorchen lassen. Auch wenn diese Aktion destruktiv ist, weil sie immer von den falschen Mächten instrumentalisiert und definiert wird, sollte es doch einige Menschen inspirieren zu den richtigen Büchern zu greifen und friedlichen, konsequenten Widerstand zu leisten."
Lieber Jazariel, wenn ich es richtig lese, dann legitimieren sie hier auf Umwegen 'ein bisschen' Gewalt, wenn es denn hilft, einigen Leuten die Augen zu öffnen. Ich weiß nicht, ob ich das in dieser Form ok finde. Besten Gruß, JJK |
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Ich finde es auf jeden Fall nicht okay. Die eigene Wahrheit als Absolutum zu setzen und sie dann anderen aufzuzwingen, das hat schon sehr bedenkliche Züge. Diese Haltung trifft man ja auch desöfteren in der anderen politischen Ecke. Was wir da ablehnen, kann doch nicht richtig sein, nur weil wir mit den Zielen oder Teilen der Ziele sympathisieren.
Diesen Irrweg hat die RAF eingeschlagen mit dem brennenden Kaufhaus in Frankfurt. Gewalt erzeugt Gegengewalt. Das ist der falsche Weg. Auch wenn ich die Wut dahinter verstehe. Am Tag davor brannte keinen Kilometer entfernt wieder ein Auto. Die Saison schein wieder loszugehen. Und ich kann echt nur den Kopf schütteln. Der Wagen war ein BMW, also böses Feindesgut, nur leider sah der Besitzer, der daneben stand nicht so aus, als ob er den Wagen aus der Portokasse bezahlt hatte. Der BMW hatte zudem schon einige Jahre auf dem Buckel. Keine Ahnung wer damit zum Nachdenken gebracht wurde. Ich glaube dieser Lohnabhängige dürfte einfach nur fertig sein, weil seine Versicherung keinen Vandalismus bezahlen wird und er nun auf einen neuen Wagen sparen darf. Aber er scheint ja selbst Schuld, denn er hat ja den falschen Lebensentwurf. Wie JJK sagt, ein bisschen Gewalt auf Umwegen geht nicht. |
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Wie Gewalt dazu führen soll, dass man zu den richtigen Büchern greift, ist mir ein Rätsel.
Und ganz abgesehen davon möchte ich noch auf diesen Tweet hinweisen: bit.ly/mxRs2p |
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Zitat Bekennerschreiben:
Ohne Störung der Normalität, ohne eine Absetzung der herrschenden Klasse gibt es keine friedliche Gesellschaft. Das ist interessant. Die Frage stellt sich dann ja gleich: Soll Herrschaft im Allgemeinen abgeschafft werden, oder nur diejenigen, die zum jetzigen Zeitpunkt der herrschenden Klasse angehören. Meine Fragen: 1.Wo beginnt die herrschende Klasse und wo hört sie auf? 2.Sind damit Menschen gemeint oder juristische Personen oder beides? 3.Wann gilt jemand als Lohnabhängiger und wann nicht mehr, denn in Lohn stehen ja die meisten. 4.Was ist Normalität? 5.Ab wann ist eine Gesellschaft friedlich? |
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Jan Jasper Kosok schrieb am 24.05.2011 um 09:48 Lieber Jazariel, wenn ich es richtig lese, dann legitimieren sie hier auf Umwegen 'ein bisschen' Gewalt, wenn es denn hilft, einigen Leuten die Augen zu öffnen. Ich weiß nicht, ob ich das in dieser Form ok finde. Besten Gruß, JJK Ergeht diese Ermahnung auch an jene, die die Erlegung von Talibanen oder Ghaddafi befürworten? Die Bombardierung von Tripolis? |
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@ttg ...
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@jjk
Das ist eine ernsthafte Frage: wann ist die Befürwortung von Gewalt tadelswert und wann nicht? |
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Sie zuerst!
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"Aber er scheint ja selbst Schuld, denn er hat ja den falschen Lebensentwurf."
Bei Dir ist das bittere Ironie, aber es gibt eben Leute, die das original so unterschreiben würden und ohne wenn und aber völlig ernst meinen...:( |
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@JJK
Ich hab nicht damit angefangen, andere wegen ein "bißchen Gewalt" zu ermahnen ;-) Mir ist schon klar, daß über Gewaltanwendung in der deutschen Politik öffentlich nicht diskutiert werden darf. Da habt ihr gleich den Verfassungsschutz und irgendwelche Staatsanwälte an den Hacken. Aber wie ich unten schon geschrieben habe, empfinde ich es als zweierlei Maß, wenn auswärts Gewalt gutgeheißen wird, aber für D tabu zu sein hat. |
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@Jan Jasper Kosok
Destruktive Aktionen wie diese verstehe ich als Ausdruck von Wut, Verzweiflung und Ohnmacht. Was in meinem Text gefehlt hat, war die deutliche Formulierung der Ablehnung gegenüber Gewalt gegen andere Menschen. Denn es ist nicht nur einfach eine destruktive Aktion, weil sie falsch gedeutet und instrumentalisiert wird, sie ist auch falsch weil sie Menschen verletzt. Aber aufweichend muss ich hinzufügen, die tagtäglichen Hungertoten werden nicht so beklagt, wie die Opfer dieser Aktion. Das Motiv dieser Aktion in Berlin lag darin, Hunger, Elend und Entfremdung anzuklagen, zu boykottieren und so weiter. Für die Täter hat der Zweck die Mittel geheiligt und sie haben damit die legitime Kritik auf eine perverse Art ausgedrückt. Ich würde sagen, ich kann nachvollziehen warum sie es getan haben, trotzdem würde ich persönlich solche Aktionen nie machen, weil sie gegen andere Menschen sind. Der Dialog, die Kommunikation ist mir der wichtigste und einzige Weg hin zu einer besseren Welt. Ich habe den obigen Blogtext quasi als Reflex herausgejagd. Ich will diesen Text nicht als Legitimierung irgendwelcher Gewalt wissen, das würde nicht meinen Idealen und Vorstellungen entsprechen. |
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Kalle, du bringst es auf den Punkt!!!
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Hallo Ihr Lieben,
Wer denkt man kann Menschen mit Gewalt Zwingen in eine bestimmte Politische Richtung zu schauen, sollte seinen eigenen Geist erst einmal zwinge Nachzudenken. Wir sind das Volk und wir machen Revolution ohne Gewalt! Das lesen von Geschichtsbüchern hilft da sehr die erfolgreichsten Revolutionen waren die ohne Gewalt! Liebe Grüße Baphomed |
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@Baphomed schrieb am 24.05.2011 um 10:05
Die französische Revolution war gewaltfrei? das halte ich für ein Gerücht. Oder war sie einfach nicht von Erfolg gekrönt;-) Also: welche meinst Du? Nur für's Verständnis. Luzieh |
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Hallo Luzieh,
die Französische Revolution war Erfolgreich? Womit bitte? Mit der Guillotine? Nein Friedliche Revolutionen finden in den Köpfen der Menschen statt. Siehe Gleichstellung der Frau. Oder hier ein Link zu einer Revolution die immer noch in Gange ist. www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/serien/24039384_debatten_serie/25475709_debatten07/index.jsp Liebe Grüße Baphomed |
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"Siehe Gleichstellung der Frau."
Eine Revolution, die vor über 160 Jahren begann und noch lange nicht abgeschlossen ist - vor allem in den Köpfen. |
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@Baphomed: ich dachte bei "erfolgreich" auch ganz platt, an diese Menschen- und Bürgerrechtserklärung...ist aber vielleicht etwas kurz gegriffen.
Der Link, ist doch Teil der "Revolution" "Gleichstellung der Frau", womit bewiesen wäre, was @Popkontext schrieb: "noch lange nicht abgeschlossen" Jetzt geht's ans Erbsenzählen: Wäre nicht eine Revolution, die 160 lange Jahre dauert und kein Ende finden will, eher eine Evolution (mit integrierten revolutionären Veränderungen, versteht sich)? Es grüßt, Luzieh |
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Ich vermute, dass die "Begründungen" für die ersten RAF-Aktionen ähnlich klangen wie im Artikel "Seht ihr denn nicht in was für einer Welt wir leben? Deutschland ist privilegiert, aber nur auf dem Rücken von Millionen armer Menschen."
Wer glaubt, für andere sprechen zu müssen, ohne diese vorher zu fragen, setzt diese anderen dem Vorwurf der Unmündigkeit aus. |
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@Nietzsche2011
Ich betrachte Gewalt nicht als legitimes Mittel. Die Aussage die ich im zitierten Abschnitt getroffen habe, ist doch aber richtig? Die Ökonomisierung wird brav akzeptiert, anstatt darüber zu diskutieren. Solche Taten sind Ausdruck von Bewusstlosigkeit, genau wie die RAF oder die Steinewerfer. Wie kann sich eine Gesellschaft aus dieser Haltung befreien? Wenn ich Leute frage was sie vom Hunger in der Welt halten, antworten sie in der Regel mit Achselzucken. |
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@Jazariel 23.13
"Ich betrachte Gewalt nicht als legitimes Mittel." Damit sind wir uns schon mal einig. Und was den letzten Satz betrifft - ich befürchte auch, dass immer mehr Menschen DENKEN als anstrengend empfinden und daher keine bzw. keine eigene Meinung mehr haben. Insofern schon Bewusstlosigkeit. |
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Nun ist der Freitag nicht die Zeitung mit den vier Buchstaben und @Jazariel nicht Heinrich Böll et al. - stellvertretend für alle Intellektuellen, Künstler, Literaten etc. die damals in die gleiche Ecke gestellt wurden.
Und selbst der Göttinger Mescalero ist mittlerweile rehabilitiert, mehr noch, Freude über den Tod eines Menschen braucht nicht mehr klammheimlich, darf jetzt gar regierungsamtlich und öffentlich geäußert werden. Also bitte keine Krokodilstränen, wenn Verrohung, Gewalt und Menschenverachtung zunehmend "von oben" kommen, wo doch bereits Helmut Schmidt den Staatsterrorismus erkannte und zu FJS sich erinnerte an dessen: "Wir haben auch Geiseln..." Und Trittbrettfahrer mag es geben, die Feuerwehr aus Fahrenheit 451 auch bald (wieder); bei dem gewalttätigen Vorschlag, "die richtigen" Bücher zu lesen. |
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Die Gewalt der libyschen Rebellen als Mittel der politischen Veränderung wird von unseren Politikern und vielen Deutschen gutgeheißen. Nur im eigenen Land hält man nichts davon ;-)
Allerdings hilft physische Gewalt nicht gegen strukturelle Gewalt. Mag es noch bei einem blutrünstigen Despoten zum Ziel führen, den Regierungspalast in die Luft zu sprengen, um das Volk zu befreien, führt das in unseren Systemen nicht zu einer positiven politischen Veränderung. Hackt man einen Kopf ab, wachsen drei nach. Bankpräsidenten, BundeskanzlerInnen oder Generalbundesanwälte sind nur Funktionsträger, die jederzeit wieder durch andere Funktionäre desselben Kalibers ersetzt werden. |
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Die Gewalt der libyschen Rebellen als Mittel der politischen Veränderung wird von unseren Politikern und vielen Deutschen gutgeheißen. Nur im eigenen Land hält man nichts davon ;-)
Das stimmt schon @ThinkTankGirl, schließlich hätten die Lybier auch zur Wahlurne gehen können, um Muhammar endlich abzuwählen. :o :I Unzufrieden mit der Linken? |
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@Tycho
Die Libyer hätten es wie Gandhi machen können. Gewalt als politisches Mittel im fernen Ausland zu befürworten/bejubeln, weil angeblich erforderlich, aber im eignen Land entsetzt auf das Sprengen eines Strommastes zu reagieren, halte ich für Doppelmoral. Die Auswirkungen der Gewalt auf Menschen ist überall dieselbe. |
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schrieb am
24.05.2011 um 13:44
...warum hätten es die libyschen Staatsbürger überhaupt MACHEN sollen? Ganz egal ob sie es wie Gandhi oder Rambo treiben.
Denen ging es doch nachweislich x-mal besser als über 80% der deutschen Bürger. Nicht einmal arbeiten mußten die Bürger...wenn das Leben des libyschen Durchschnittbürgers so unerträglich war und dass tatsächlich das Kriterium für die Legitimität massivster Gewalt sein soll - müsste dieses verkackte Land ja augenblicklich im Bürgerkrieg und Blutbad versinken... Völlig korrekt Deine Gestellten Fragen hier... |
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schrieb am
24.05.2011 um 13:47
oben
@ttg |
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..in deinen Augen..verkacktes Land,..nicht in meinen~ so what?
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Denen ging es doch nachweislich x-mal besser als über 80% der deutschen Bürger.
sorry für's duzen, Phineas. Can you explain? |
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Phineas Freek schrieb am 24.05.2011 um 13:44 ...warum hätten es die libyschen Staatsbürger überhaupt MACHEN sollen? Ja, die Frage muss natürlich zu allererst gestellt werden. |
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Die Libyer hätten es wie Gandhi machen können.
Stimmt. Ist das ein Vorwurf an jene, die zu den Waffen gegriffen haben? Ich jedenfalls, nehme mir da nicht das Recht 'raus, über jene zu urteilen, sich nicht auf Demos wie die Hasen abschießen zu lassen. Noch dazu revoltierten die Inder gegen eine Besatzungsmacht, was das Beispiel Ghandi irgendwie ins Haken geraten lässt. Gewalt als politisches Mittel im fernen Ausland zu befürworten/bejubeln, weil angeblich erforderlich, aber im eignen Land entsetzt auf das Sprengen eines Strommastes zu reagieren, halte ich für Doppelmoral. Ist das Setting gleich? Hier Demokratie, dort Regime? Äh, vermutlich habt ihr da einen mir völlig fremden Approach, ......raffe null was Phineas mit "...warum hätten es die libyschen Staatsbürger überhaupt MACHEN sollen?" Die Auswirkungen der Gewalt auf Menschen ist überall dieselbe. Die Beweggründe können aber sehr unterschiedlich sein. Dürfte ich mich nicht meines Lebens erwehren? Was ist mit Grundrechten innerhalb einer Diktatur? Was ist mit dem Faschismus? Was bei Vergewaltigung? Raff null :o :I |
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übrigens der scheiss 1 stern bei phineas ist nicht von mir, nur mal so am Rande.
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Tycho schrieb am 24.05.2011 um 14:30 Die Libyer hätten es wie Gandhi machen können. Stimmt. Ist das ein Vorwurf an jene, die zu den Waffen gegriffen haben? Nee, das war eine Antwort auf dieses von dir: ... schließlich hätten die Lybier auch zur Wahlurne gehen können, um Muhammar endlich abzuwählen. :o :I |
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Schon klar,..nur,..ich raff' das immer noch nicht.
ich meine, grundsätzlich haben wir hier ein mögliches Spektrum von politischen Richtungen, für das man sich relativ gefahrlos einsetzen kann... ..dieses Spektrum ist doch wohl nicht einmal im Ansatz in Lybien möglich. Mal abgesehen von der Frage, ob man sich hier im Spektrum mit seiner politischen Haltung nicht vertreten sieht, wird man für diese nicht verschleppt oder abgeknallt,.. verkneife ich mir die Wertung der Gewalt in Lybien von Menschen gegen ein Regime, dass solch ein Spektrum politischer Äußerung und Möglichkeiten im Ansatz unterbindet. |
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schrieb am
24.05.2011 um 15:36
(Tycho schrieb am 24.05.2011 um 14:30)
„…Ist das Setting gleich? Hier Demokratie, dort Regime? Äh, vermutlich habt ihr da einen mir völlig fremden Approach, ......raffe null was Phineas mit "...warum hätten es die libyschen Staatsbürger überhaupt MACHEN sollen..." Du hältst das weltweite Anzetteln von Kriegen deswegen für eine ehrenwerte und menschenfreundliche Angelegenheit, weil die so mit Bomben beglückten Menschen nicht wie Du alle 4 Jahre Wahlkreuze malen dürfen, um sich so regelmäßig der eigenen (politischen) Souveränität und Handlungsfähigkeit zu berauben? Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass noch KEIN EINZIGER Nato-Krieg aus diesem hübschen Grund geführt wurde und wird. Einfach halber und aus Zeitgründen zitiere ich mich mal selber: „…In Abwandlung des zynischen (Lenin?)Spruchs, dass der (gute) Zweck ALLE Mittel heilige, so heiligt hier die (gute) Methode (die des demokratischen Procedere der Herrschaftsbestellung und aller ihrer Unterabteilungen) JEDES Mittel – selbst Die Mittel, die dafür sorgen, alle als Zweckmäßig-demokratische Errungenschaften behaupteten (bedingt und zivilrechtlich einklagbaren) Rücksichten auf Leib und Leben gleich mit zu entsorgen. Und in dieser moralischen Kannibalenlogik ist der Millionenfache Tod und jede zusätzliche Leiche auf dem globalen freiheitlich-demokratischen Konto, immerzu nur der Beleg und empirische Beweis für die GUTE SACHE die dort zuschlägt – und wie viel BÖSES sich den GUTEN immer noch in den Weg zu stellen vermag. So GEHT erfolgreich-demokratische Souveränität und ihre tumbe Adaption beim patriotischen Affen – und holt sich die Ernte BEDINGUNGSLOSER Zustimmung zum totalen Krieg, ganz ohne einpeitschende Sportpalastreden ein…“ Phineas Freek am 11.05.2011 um 16:09 „Zum Verzweifeln ist dieser ALLGEMEINE und scheinbar unausrottbare Glauben, Werte und Moral absurder weise als Voraussetzende Bedingung Rechtsetzender Gewalt denken zu wollen. Dieser Katechismus eint hier die Befürworter mit den (meisten) hier zu Wort gekommenen „Kritikern“ von freiheitlich-demokratischen Killerkommandos. Während die (methodischen) „Kritiker“ und Softcorebefürworter der „guten“ Gewalt, die eigenen Werte als bedingt-verbindliche „Netiquette“ imaginieren, stehen für den konsequent-patriotischen Crétin die gleichen Werte mit ihren ABSOLUTHEITSANSPRUCH auf weltweite Durchsetzung, selbstverständlich dann auch für den Absolutheitsanspruch der diese Werte durchsetzenden Gewalt…“ Phineas Freek schrieb am 12.05.2011 um 16:44 in: www.freitag.de/community/blogs/columbus/benevolent-or-evil-empire--die-toetung-osama-bin-ladens PS Duzen geht völlig in Ordnung |
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Du hältst das weltweite Anzetteln von Kriegen deswegen für eine ehrenwerte und menschenfreundliche Angelegenheit, weil die so mit Bomben beglückten Menschen nicht wie Du alle 4 Jahre Wahlkreuze malen dürfen, um sich so regelmäßig der eigenen (politischen) Souveränität und Handlungsfähigkeit zu berauben?
Also gehst Du davon aus, dass der Aufstand in Tunis und Folge dessen in Lybien, vom Westen angezettelt wurde? Die Nato kam erst später - offiziell - in den Konflikt in Lybien. Der arabische Frühling ist demnach Deiner Ansicht gar keiner, denn er ist ursächlich von der Nato/USA/Europa initiiert worden, damit die Demonstranten dort beschossen werden und in Folge dessen die Nato das ganze dann in Schutt und Asche bomben, um einerseits die ursprüngliche Regime zu beseitigen und die betreffende Bevölkerung im Nachhinein ihrer Souveränität zu berauben, die Sie vorher nie, oder in Form des Despoten hatten. Demnach ist auch alle Opposition gegenüber den Despoten dieser Welt gleichsam durch den Westen initiiert? Ich finde nicht, dass diese Schlußfolgerungen dem arabischen Frühling gerecht werden. Auch erklärt dies nicht, was mit "Denen ging es doch nachweislich x-mal besser als über 80% der deutschen Bürger." gemeint sein könnte. weiter.. „…In Abwandlung des zynischen (Lenin?)Spruchs, dass der (gute) Zweck ALLE Mittel heilige, so heiligt hier die (gute) Methode (die des demokratischen Procedere der Herrschaftsbestellung und aller ihrer Unterabteilungen) JEDES Mittel – selbst Die Mittel, die dafür sorgen, alle als Zweckmäßig-demokratische Errungenschaften behaupteten (bedingt und zivilrechtlich einklagbaren) Rücksichten auf Leib und Leben gleich mit zu entsorgen. Übertragen also: Wir Demokratie mit Rücksicht auf Leib und Leben,..dort keine Demokratie...bei Demokratieexport dorthin keine Rücksicht auf Leib und Leben. Soweit, so schlecht. Allerdings unterschlägst du an der Stelle, dass die Abwesenheit von Demokratie durch die Lybier angegangen wurde, ohne die Rücksicht auf Leib und Leben zu erfahren. Demnach sei es besser, die Lybier sollten sich gar nicht um demokratische Zustände bemühen oder Unterstützung durch andere Demokratien erfahren, weil Sie sonst ebenfalls irgendwann geneigt wären, Demokratie ohne Rücksicht auf Leib und Leben zu exportieren, sondern vielmehr die eigene Souveränität, wenngleich auch nicht die eigene, doch zumindest die des Diktators, höher einzuschätzen, als die Werte wie Meinungsfreiheit, Wahlrecht und dergleichen, gerade um dann auch nicht Gefahr zu laufen, nicht nur nicht zum Demokratie Exporteur zu werden, sondern auch nicht beschossen zu werden. Alle Achtung. Muss man erst einmal drauf kommen. ;) Und in dieser moralischen Kannibalenlogik ist der Millionenfache Tod und jede zusätzliche Leiche auf dem globalen freiheitlich-demokratischen Konto, immerzu nur der Beleg und empirische Beweis für die GUTE SACHE die dort zuschlägt – und wie viel BÖSES sich den GUTEN immer noch in den Weg zu stellen vermag. Und das soll mir nun was bitte erklären? Das es sich nicht um Kalkül Entscheidungen handelt, wenn es um den Eingriff in Konflikte außerhalb der Demokratien handelt und unsere Demokratien an sich so moralisch verrottet sind, das wir gar kein Recht haben, überhaupt an militärische Intervention zu denken, wenn in Lumpekistan die Luzie abgeht und die mal selbst machen lassen und wenn sie es eben nicht schaffen fressen die halt soviel Krieg, bis die es selber einsehen? Tod ist Tod. Inwiefern ist das eigentlich auf den II Weltkrieg applizierbar? Das solche Unternehmen stets ambivalent und auch aus Hintergrund Interessen getätigt werden, mag zwar uns echt schockieren. Für den Lybier auf der Strasse interessiert aber zur Zeit eines: Dass das Töten aufhört. Mit Ghaddafi hört es garantiert nicht auf. Ohne ihn vermutlich auch nicht,..also hätten die Lybier ihn selbst lieber machen lassen sollen, weil es keinerlei Sinn macht und alles nur schlimmer wird und die Abwesenheit von grundsätzlichen Freiheiten, die zwar relativ sind, jedoch ganz konkret mal über Leben und Tod entscheiden können, es nicht mal im Ansatz wert sind und damit ein besseres Leben garantieren als es 80% der deutschen führen? me not understand. please help someone! So GEHT erfolgreich-demokratische Souveränität und ihre tumbe Adaption beim patriotischen Affen – und holt sich die Ernte BEDINGUNGSLOSER Zustimmung zum totalen Krieg, ganz ohne einpeitschende Sportpalastreden ein…“ Ein totaler Krieg? Und wieso bedingungslos? Das letzte Mal nachgeschlagen entscheidet der Völkerbund, die UNO und das sehr träge. Die wird vermutlich von den Neonazis der Demokratien zum totalen Krieg bewegt, was? Und wie passt der patriotische Affe zur Souveränität von Lybien? Die Souveränität Lybiens ist wohl kaum die Souveränität der Herrschaft ÜBER Lybien, noch kann ich von hier aus den totalen Krieg erkennen oder dessen Bedingslosigkeit. Sie stellen es so dar, als stände dem Monstrum Nato ein Freiheitskämpfer, ein Altlinker gegenüber, der sich doch nur einiger Schäfchen erwehrte, die aus westlicher Propaganda heraus handelten in ihrem niederen Streben nach demokratischen Grundwerten, wie etwa den kleinbürgerlichen Parlamentarismus, der sowieso nur eine, vom industriellen Komplex veranstaltete Verarschungs- und Betäubungskampagne ist. Es ist genau dieser Absolutheitsanspruch, der sich Ausschließlichkeitsprinzipien zu widersetzen imstande ist, und zwar durch demokratische Legitimation. Das ist etwas, was Europa nämlich seit einigen Dekaden mit lokalen Ausnahmen befrieden konnte. Doch darum geht es nicht einmal in Lybien, Tunesien oder Marokko. Es geht den Menschen darum, in ihrem Land politisch mitzugestalten. Das grundsätzliche Recht, zumindest nicht für politische Überzeugungen oder auch nur dem mindesten Ruf nach Veränderungen das ganz große Kaliber zu fangen. Amerika ist schlecht weil es die Ureinwohner killte und in Reservate sperrte und darf deshalb nicht in den 2ten eingreifen? Kommt es darauf hinaus? Zumindest teile ich deinen aus obigen Worten sprechenden Ekel vor einer Arroganz, einer hm moralischen Arroganz. Während die (methodischen) „Kritiker“ und Softcorebefürworter der „guten“ Gewalt, die eigenen Werte als bedingt-verbindliche „Netiquette“ imaginieren, stehen für den konsequent-patriotischen Crétin die gleichen Werte mit ihren ABSOLUTHEITSANSPRUCH auf weltweite Durchsetzung, selbstverständlich dann auch für den Absolutheitsanspruch der diese Werte durchsetzenden Gewalt…“ Tja,...schon weiter oben drauf eingegangen... .. remember hutu and tutsi? Aber darum geht es mir hier nicht: Im Grunde bleibt meine anfängliche Frage immer noch unbeantwortet, unter welchem Aspekt man auf die Schlußfolgerung zu kommen vermag, dass es den Lybien nachweislich besser ging, als 80% der Deutschen. |
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@Phineas Freek schrieb am 24.05.2011 um 15:36
Wahnsinn! Sagen Sie mal, wo leben Sie denn?? Selten habe ich so einen weltfremden, Tatsachen vermischenden, ANTIDEMOKRATISCHEN Brei gelesen! Da fällt mir noch ganz platt ein: Love it or leave it! Move to North Korea! Da müssen Sie auch kein Kreuzchen machen und sind vor der bösen NATO in Sicherheit! |
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schrieb am
24.05.2011 um 18:22
@Tycho
...nicht nur aus dem Grunde dass ich den entsprechenden Thread verlinkt habe, wo auch alle Deine hier noch mal zum x-ten mal repetierten behaupteten Kindergartengründe fürs Menschengerechte Abschlachten rauf und runter kritisiert und auseinandergenommen wurden - erspare ich mir hier die themenbezogene und begründete Zurückweisung der immergleichen himmelschreienden Naivität (oder besser - bornierte Blödstellerei – ich weiß es nicht). Sondern einfach auch deswegen, weil Deine Ausführungen trauriger Beleg für das komplette Nichtnachvollziehen und Begreifen meiner Sätze sind. Es mag ja komplett verkehrtes Zeugs sein, was ich da aufschreibe, nur erwarte ich dann auch eine entsprechende begründete KRITIK und kein bemüht hergestelltes Kleinkindkompatibles WELTBILD, zwecks Verwandlung hiesiger Kannibalengesellschaft und ihrer Zwecke, in einen einzigen Dienst an den demnach ja noch vor ihrer angeblichen Rechtsetzung vom Wertehimmel geschneiten „guten Werten“. Wenn Du nicht begreifen kannst oder willst, wird damit vielleicht der Eine oder Andere was Gescheites anfangen können. |
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Das schöne daran ist, lieber Phineas, dass Du dich nicht lumpen lässt und antwortest. Das ist ja immerhin etwas und kommt sehr wohl hier, auf meiner seine, als grundlegend wohlwollende Geste an.
Ob jemand zuvor an der Koordinate x,y,z in diesem Forum mit Dir über die Frage (warum es den Lybiern x-mal besser geht als 80% der Deutschen) diskutiert haben mag...dafür kannst Du mich nicht in Haftung nehmen, mich aber schon auf eine solch konkret von Dir beantwortete Frage hinweisen. In meinem kläglichen, geistigen Rüstzeug bin ich aber sicherlich noch in der Lage zu lesen und das heißt dann ganz praktisch, dass man mich zum Beispiel auf gewisse sozialwissenschaftliche, politische, etc Vordenke hinweisen kann, um mir wirklich eine Chance zu geben, den wesentlichen Inhalt deiner Ausführungen von Phineas Freek schrieb am 24.05.2011 um 15:36 nachzuvollziehen, ohne argen Sophismus zu betreiben, von dem du mir im Falle eines solchen wenigsten eine naive, schlimmstenfalls bornierte Motivation dazu unterstellst. Danke. ;) Nun ja, also deine ursprüngliche Behauptung, dass es demnach NACHWEISLICH den Lybiern x-mal besser ging als 80% der Deutschen bleibt unbeantwortet für mich, weil ich nicht imstande bin, aus Deinen Ausführungen Phineas Freek schrieb am 24.05.2011 um 15:36 eine konkrete Antwort darauf, noch Nachweis... ...auch nur im Ansatz zu erkennen. Wenn Du nicht begreifen kannst oder willst, wird damit ...[deine Ausführungen Wenn Du nicht begreifen kannst oder willst, wird damit vielleicht der Eine oder Andere was Gescheites anfangen können.]...vielleicht der Eine oder Andere was Gescheites anfangen können. ...allerdings nur jener, der es begreifen will oder kann, ...hört, hört! |
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korrektur zitat
Wenn Du nicht begreifen kannst oder willst, wird damit ...[deine Ausführungen Phineas Freek schrieb am 24.05.2011 um 15:36]...vielleicht der Eine oder Andere was Gescheites anfangen können. |
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schrieb am
24.05.2011 um 20:55
(Tycho schrieb am 24.05.2011 um 16:53)
„Im Grunde bleibt meine anfängliche Frage immer noch unbeantwortet, unter welchem Aspekt man auf die Schlußfolgerung zu kommen vermag, dass es den Lybien nachweislich besser ging, als 80% der Deutschen.“ Vielleicht auch mal ein wenig googeln und recherchieren. „[Libyans] are entitled to free treatment and their hospitals provide the best in the world of medical equipment. Education in Libya is free, capable young people have the opportunity to study abroad at government expense. When marrying, young couples receive 60,000 Libyan dinars (about 50,000 US dollars) of financial assistance. Non-interest state loans and as practice shows, undated. Due to government subsidies the price of cars is much lower than in Europe and they are affordable for every family. Gasoline and bread cost a penny, no taxes for those who are engaged in agriculture…” (Libya: All About Oil, or All About Banking? Wednesday 13 April 2011 by: Ellen Brown, Truthout ) Der Artikel beleuchtet auch eindringlich, wie genau diese Resultate „böser Herrschaft“ Licht auf ein paar Gründe des Natoüberfalls werfen: Der Staat handelte sich seine Feindschaft und letztlich seinTodesurteil mit seiner Entscheidung ein, sich einfach nicht bei den westlichen Potentaten des Geldes wie gewohnt zu VERSCHULDEN. Sein Verbrechen bestand in der Tatsache dafür Sorge zu tragen, die Früchte seiner Investitionstätigkeiten nicht vollständig auf den einschlägigen westlichen Geschäftskonten zurückfließen zu lassen. Mit Fug und Recht kann man sagen, das „volkssozialistische“ Libyen und seine für einen deutschen Durchschnittsmalocher paradiesischen ökonomischen Verhältnisse, hat mit seinen zig Milliarden schweren und volksfreundlichen Subventionsprogrammen und der Verletzung des demokratische Rechts der westlichen Herren auf vollständigen Kapitalrückfluss jedweder Geschäftstätigkeit auf libyschen Boden, sein Existenzrecht verwirkt. |
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oh mann Phineas, damit hättste mal früher kommen können!
darüber bleibt für mich noch eine wesentliche Frage...aber bei derart zoon politikon im Umgang miteinander traue ich mich nicht mehr die für mich wichtige Frage, die hier direkt ansetzt, zu stellen. vielleicht geht es nächstes Mal ja etwas geschmeidiger zu. anyway, hab vielen dank für die Mühe. |
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Mit Fug und Recht kann man sagen, das „volkssozialistische“ Libyen und seine für einen deutschen Durchschnittsmalocher paradiesischen ökonomischen Verhältnisse, hat mit seinen zig Milliarden schweren und volksfreundlichen Subventionsprogrammen und der Verletzung des demokratische Rechts der westlichen Herren auf vollständigen Kapitalrückfluss jedweder Geschäftstätigkeit auf libyschen Boden, sein Existenzrecht verwirkt.
Wie kommt es eigentlich dazu, dass dort knapp 30% der Frauen und 10% der Männer Analphabeten sind? Wie kommt es dazu, dass lybische Oppositionelle hin und wieder verschwinden? Zu Beginn der Aufstände in Lybien fuhr die "volks-sozialistische" Regierung also, Muahammar in personam, das Militär und den Geheimdienst gegen die Demonstrierenden. Aber Moment, zuvor wollte man sich doch noch in eine Basisdemokratie verwandelt, so die Beschlüsse laut Amnesty. Anfang März tagte der Allgemeine Volkskongress in Sirte. Man stimmte dem Plan Gaddafis vom letzten Jahr zu, die Öleinkünfte direkt an das Volk zu verteilen. Gaddafi hatte auch die Abschaffung der meisten Ministerien gefordert und die Meinung vertreten, dass damit Korruption verschwinden würde. Außerdem würde sich dann das Volk selbst regieren und damit würde man einer echten Basisdemokratie noch näher kommen. Allerdings, so stellte der Volkskongress fest, müssten erst die nötigen Instrumente für die Durchführung von Gaddafis Plan geschaffen werden, so dass man ihn erst zu einem späteren Zeitpunkt umsetzen könne. Solange sollen die staatliche Grundversorgung für Bildung, Gesundheit, öffentliche Sicherheit und Energie erhalten bleiben. Es gab eine Kabinettsumbildung, die sechs "Minister" (in Libyen: Sekretäre) betraf. Mussa Kussa ersetzt den bisherigen Außenminister Abdel Rahman Shalqam, der Libyen jetzt vor dem UN Sicherheitsrat vertreten wird. Mussa Kussa war früher Geheimdienstchef. Er wird von der Opposition für die Verfolgung und Tötung vieler Regimekritiker verantwortlich gemacht. Seine Ernennung könnte auf eine zukünftig härtere Gangart gegenüber dem Westen schließen lassen. Genau weil es sich, um eine im besten Fall als Stammesregierung zu bezeichnende Junta handelt, ist es auch kein Volkssozialismus und mir ist ziemlich schnuppe, wie Truthout, sekret tv oder ähnliche Netzchimären das linkspropagandistisch auslegen. Fakt ist und wahr, und das scheinst weder Du, noch Thelen oder Thinktankgirl zu schnallen: Die Menschen sind aufgestanden und haben nach Dekaden des Regiments durch einen Familien Clan sich dazu entschlossen deinen Volkssozialismus zu beenden. Aber man kennt ja die Wunschwelt mit Planwirtschaft, mit freier medizinischer Versorgung, mit zinslosen Krediten für junge Ehepaare und ersten Universitäten, wo dann überall das Bild vom Patriarchen in der Amtsstube hängt. Sozialistischer Personenkult. Oh Ja, Führer, du liebst, dein Volk und dein Volk liebt dich. Nunja, unterm Adolf, munkeln manche, hatte Deutschland auf so einen Aufschwung, aber der Tschad ist ja nicht Polen, noch hat Muhammars Schwäche für den Kampf gegen den imperialen Kapitalismus etwas mit dem Nationalsozialismus zu tun. Es ist viel einfacher: Machst Du in diesem tollen Volkssozialismus einen Schritt in Richtung Kritik am Führerkult, an der Bevorzugung eines Stammes, bist Du nicht mehr Volkssozialist, sondern Kontra und dann gibt es diese berühmte unterirdischen Schächte, wo du dann unterhalb der heilen Welt den Führervolkssozialismus bestaunen kannst. Sein Verbrechen bestand in der Tatsache dafür Sorge zu tragen, die Früchte seiner Investitionstätigkeiten nicht vollständig auf den einschlägigen westlichen Geschäftskonten zurückfließen zu lassen. Sein Verbrechen gegenüber der EU. Oh, ja klar hat er sich es dort verscherzt. Doch wegen der Kohle hätte er allenfalls einen geschäftlichen Schaden erlitten. Man hätte es ihm einfach nur erschwert, sein Öl abzusetzen. Das wäre dann wieder über Umwege mit vielen Mitessern in die EU geflossen,..nur Phineas,...ist das der Grund für den "Überfall", wie du es bezeichnest? Wohl kaum. Man kaufte dieses Öl ja schon seit Jahren, auch zu dem Zeitpunkt, als der gute Muhammar unser ehrenwerte Volkssozialist sich im Kampf gegen die zionistischen, imperialistischen Kräfte mit verdeckter Karte befand und hier wie dort, Flugzeuge fielen wie Bömbchen in Diskos. In all dieser Zeit hat dein geliebter Genosse Öl verkauft und Vermögen angehäuft. Sogar soviel, dass er seinem eigenen geliebten Volk, das heißt, jenen, die ihm bedingslos Folge leisten, selbst dann, wenn sie nicht zum Alpha Stamm gehörten und per Geburtsrecht in diesem sozialistischem Volksstaat es zu nicht mehr bringen konnte, als mit Glück das Lesen und Schreiben zu erlernen, um wenigsten seine Fibel, das Buch des Muhammar, lesen zu dürfen. Für ausreichende Versorgung in medizinischer Hinsicht war stets gesorgt und Arbeit war süß und lohnenswert. Tja, was war nur geschehen? Wieso nur hat die NATO überfallen, und dieses basisdemokratische volkssozialistische Schlaraffenland, von dem der deutsche MALOCHER (sic! danke Phineas, dass sind in Lybien wohl die mit dem 28%w8% Analphabeten, die ihre Thesen nicht teilen, weil sie sie nicht verstehen können oder wollen oder eben auf die sekret portale verzichten) nur träumen kann! Warum also Bomben auf Tripolis. Einen kleinen Moment spare ich mir das noch auf... Ja, der deutsche Malocher. Der Malocher der Schwerindustrie, ohne Lebenserwartung, der seine kleinen Kinder nie zu Gesicht bekommt, dessen Rußgefärbte Augenbrauen in einen eingefallenen Gesicht hausen und der 80 Stunden die Woche in 1200m Tiefe mit Fingernägeln das Uran aus der Wand kratzt, bis er bei minderwertiger Bezahlung und medizinischer Versorgung an dem Defilee der wenigen Korrupten vorbei kriechen muss, bis er das Hartz4 KZ erreicht. Dieser deutsche Malocher, er hätte es in der Volksrepublik Lybien so gut haben können. er hätte nicht einmal lesen und schreiben lernen müssen. Im Volkssozialismus arbeitet man Hand in Hand und für manche heißt das auch Hand, also nur Hand. Dafür gibt es auch die Ehrentafeln, die den fleissigsten unter uns Malochern und Lohnabhängigen, uns Lohnsklaven ehren. Endlich bin ich wer! Das alles wäre für mich möglich gewesen in Lybien: Ein 50 Grand Kredit für mich Malocher und meine Malocher Süße, ..wenn wir zum richtigen Stamm gehören. Doch dann kam die Revolution der Bekifften, der Wahnsinnigen, wie sie Muhammar nannte. Und es blieb nichts anderes, als den real existierenden Volkssozialismus zu schützen, nach dem unsere Malocher sich nur die Finger schlecken können. Diese Bekifften ihren, die sich von den Verbrechern aus Tunis dazu hinreißen haben lassen, ihm dem Erschaffer des sozialistischen Wunders, die Welt des Volkssozialismus in Frage zu stellen. Man konnte ihnen nur noch ins Gehirn schießen, um sie von dem Fehlglauben zu befreien, dass sich selbst der deutsche Malocher NICHT danach sehnen müsste, in diesem freien basisdemokratischen Land mit 1a medizinischer Versorgung für alle gratuit mit Salto und Überschlag leben zu dürfen. Im Gegenteil: Der deutsche Malocher dürfte sich an das High Rise um 1935/36 in Deutschland erinnert fühlen. Damals gab es dem Volksempfänger. Den hatten die bekifften und verwirrten Demonstranten, die nun in Scharen, und oh weh, Männer und Frauen auch noch, auf die Straße strömten, besonders dort, wo der segensreiche Volkssozialismus noch gar nicht richtig angekommen war oder vielmehr gleich wieder zurück geschwappt war. Dem war nur noch Einhalt mit dem G3 zu bieten. 7,62mm direkt durch die Stirnplatte brachte jedem Gewißheit, dass es sich um einen fatalen Irrschluss handelte, man könne diesen Volkssozialismus auch nur im Ansatz zum Objekt öffentlichen Diskurses machen. Und da geschah es. Diese Bekifften, die Asozialen Volkssozialismusfeinde griffen zu den Waffen. Was für ein Verbrechen. Sie hätten doch nachhause gehen können. Und Benghazi gab es doch Arbeit noch und nöcher. Man hätte einfach gehen können. Oder still halten. Wie die Juden in Nazi Deutschland. Nach dieser Logik ist schlußhaft, dass es auch einem Überfall gleichen muss, die Souveränität dieser volkssozialistischen Basisdemokratie auch nur zu ermahnen darüber, dass es schwierig ist, Geschäfte zu machen, während das Blut von Menschen gewisse Plätze benetzt. Die EU ist nicht viel besser in ihrer Gegenüberstellung zu solch einem Volkssozialismus der Art einPersonenJunta. Sie hat vor und rückwärts und seitwärts gerudert: Allein hier, in Deutschland, wo der Malocher nach seiner Sklavenarbeitsverichtung den offenen Strafvollzug seines Lebens wieder verlassen darf, er dann doch lesen und schreiben lernt, um sich die Wahlprogramme der politischen Parteien durchzulesen. Und wenn er auf die Strasse geht, dann droht ihm Gummi und CS. Er lebt aber weiter. Mit achso beschissener medizinischer Versorgung und all den vielen kleinen Annehmlichkeiten die sowas von Unnütz sind, dass er ganz sicher die lybische Wüste vorziehen würde. Sie finden das alles kindergarten + zynisch, Phineas? Aus ihren, von irgendwelchen Portalautomaten gezogenen Phrasensätze linkspropagandistischer Volkssozialismus Träume stalinistischer Art spricht 'ne Misanthropie sondersgleichen aus. Ihnen, Phineas, geht es um alles, nur nicht den deutschen Malocher. Der ist ihnen viel zu primitiv. Exakt diese Einschätzung ist es, die mich gestern nach fuckin' x Stunden Warten auf die Beantwortung einer verschissen einfachen Frage, so schockierte, dass ich Ihnen das Du entziehe, weil es nur konsequent ist, bei Haltungen, die latent stalin-faschistischer Natur sind, die sich im Grunde selbst um den Menschen nicht scheren, sondern das eine durch das andere Unrecht nur zu ersetzen suchen, indem ewiglich das schwarze für weiss und das weiss für das scharze erklärt wird. Hier ist es die EU die den Volkssozialismus überfallen hat. Bei Ceaucescu war es das Verbrechervolk, was sich nicht mehr auf der Ehrentafel für Malocher betrachten wollte und in Lybien sind es Bekiffte, die froh um die Goldbarren in den Kellern der Ghaddafis sein müsste und auf ein Recht auf wahre Souveränität absehen sollte, oder zumindest sich wie Ghandi hinhocken, um sich in die Stirn schießen zu lassen, weil das moralisch ist und das andere nicht. Weil ihre verschisssener Begriff von Moral sich tatsächlich im nationalen Limes verortet. Wenn er es dort tut, ist es deren Sache. Nur eben: Deren Sache zu sterben. Tautologisch wird daraus die Pflicht dort unbehelligt STERBEN ZU MÜSSEN, weil es denen dort so gut geht, und unserem deutschen Malocher hier so unglaublich schlecht. Genau deswegen sagen wir beide besser nicht mehr DU, sondern vielmehr Sie, denn wir stehen in unseren Haltungen in der vollen Schärfe des Adjektivs binär-oppositonell gegenüber. Träumen Sie also vom bösen Geld, vom bösen US amerikanischen, industriell-militärischen Komplex und dem faschistischen Europa, dass seine Bevölkerung dumm hält und den Malocher versklavt. Genug Portale gibts ja dafür. cu |
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schrieb am
25.05.2011 um 14:30
Zumindest hast Du, Tycho, mit Deiner obigen blutigen, Gewaltrechfertigenden und irrwitzigen Moral statt Verstand-Hetze, ein überzeugendes Zeugnis dafür abgelegt, dass selbstverordnete Analphabeten und patriotische Affen IN Deutschland lesen und schreiben können - im Gegensatz zu 30% seiner libyschen Kollegen.
Man müsste eigentlich aus Deinem aufgeschriebenen emotionalen und wirren Amoklauf schließen,dass da einer rein gar nichts, von dem was ich aufgeschrieben habe begriffen hat: nur vermute ich auch hier eher die üblichen Methoden und Techniken ideologischer Immunisierung, einer komplett zugrundegerichteten und entkernten Bürgerseele. Spring doch in die Grube, Tycho, Du bist doch tatsächlich bereits scheintod - wenn schon so ein bisschen Hegel und Marx Deine geistige Zementierung und Statik aus der SelbstBEHERRSCHENDEN Verankerung zu reißen droht. Arme Sau. Und weils bequemer ist zitier ich mich noch mal selbst: "...Aber es haut mich immer wieder erneut (und in diesem offensichtlichen Fall im Besonderen) vom Hocker, wie die bürgerliche Seele Regression und Wahn WIE selbstverständlich „aus sich heraus“ zum konstruktiven, produktiven und kollektiven Gesamtkunstwerk einer ganzen Gesellschaft basteln kann. Und das umso fanatischer und verrückter, desto mehr die Realitäten ihrer Lebenswelt, immer hartnäckiger ihren infantilen Weltbildern gefährlich werden könnten..." (Phineas Freek schrieb am 20.05.2011 um 18:17) www.freitag.de/kultur/1120-in-den-fallstricken-einer-kultur-die-auf-gem-cht-und-macht-basiert |
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Ich fasse es nochmal kürzer: Sie verurteilen die Methodik, mit der vorgegangen wird, unterschlagen aber durch den Begriff Volkssozialismus, dass es, obschon es privatwirtschaftliche Verknüpfungen gibt, solche Staatenkonstrukte sich ähneln und die Misere nahezu aller Schwellenländer darstellt: Opposition wird unterbunden und leider nicht nur die, denn dort, wo solche Willkür herrscht, verschwinden auch unpolitische.
Und exakt dagegen laufen die Menschen Sturm. Erst langsam, dann schneller. Die Methodik des Eingriffs können Sie verurteilen. Die Einschätzung ein Angestellter hier hätte weniger Ausdrucksmöglichkeit für Lebensgestaltung, verurteilt Sie. Zurück zum Anschlag. Das politische Mittel der Gewalt ist nur legitim, wenn sich grundlegende Rechte nicht auf zivilen Wegen, erstreiten lassen. Dieses Püffsken unterm Strommast ist demnach kein politischer Ausdruck, sondern Zeichen der Unfähigkeit, Konsens über geordnete, pragmatische politische Veränderung zu finden. Dieses Püffsken bleibt sprachlos und kostet zum Glück diesmal nur die Bahn Kohle. Brennende Autos, Anschläge auf Polizeiwachen und gerne mal ein selbstgebastelter Böller vor den Polizisten geworfen sind im Kontext unserer Lebensrealität einfach nur dumm. Aber das ist wohl eine Haltung die dem Linksintellektuellen fremd sein muss, obschon sie in diesem, unserem System, eben nicht mit Kopfschuß per se getadelt wird. Diesen scheinbar revoltischen Akt nun irgendwie mit dem arabischen Frühling gleichzusetzen und dabei zu verkennen, dass unser Regierungssystem sehr wohl die Brandts und die Schmidts kannte, zeigt, dass es nicht eigentlich auf die Veränderung von unerträglichen Mißständen abzielt, sondern weltfremdes Anti-imperialistisch-kapitalistisches Gequatsche ist, was nicht gestalten, sondern umwälzen will, weil man ja per se der Meinung sei, alles sei verrottet und könne nur der Wurzel nach beseitigt werden. Das erinnert mich an etwas. Hat nur nichts mit links oder sozial zu tun. |
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Wissen Sie, ...ich fahre regelmäßig Mercedes.
Und dabei ist es nicht einmal mein Eigentum. Er befindet sich in meinem Besitz. It's called: Trust. aber bei uns ist für jeden etwas dabei,...im Gegensatz zum Volkssozialismus. Deshalb würde ich Ihnen mit ihrem ideologischen Aufbau nur soviel vertrauen: ![]() Und deshalb müssen nicht Sie oder ich oder Dritte in diesem, von Ihnen als bekackt bezeichneten Land, in die Grube einfahren. Wir fahren glatt darüber hinweg. Nur ich bequemer. ;) |
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schrieb am
25.05.2011 um 15:20
…Deine Grube (bedauerlicherweise auch Meine) – ist doch schon längst ausgehoben…und dass ganz gewiss nicht von Bösen ausländischen Herrschaften...Gute Fahrt…
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..zu dem Schluss muss man wohl kommen, wenn man auch jene Portale, die den Garanten für den einzig wahren Durchblick schon im Namen tragen, unreflektiert Glauben schenken mag.
Mag ich aber nicht. |
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schrieb am
25.05.2011 um 16:04
…die Gruben sind ausgehoben – allerdings hast Du bereits Platz genommen.
Sollen doch alle Sklavenseelen mit ihrer kannibalischen Dreckskultur zugrunde gehen: nur mein Problem dabei ist, sie reißt vorher alles und jeden (damit auch mich) in den Abgrund, bevor sie selbst implodiert und von der Bildfläche verschwindet… |
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Sklavenseele.
Oi! Das ist ja fast schon religiös anmutend. Die ist dann singulär und zieht mich dann in meinen eigenen, tiefschwarz-kapitalistisch, kleinbürgerlichen Abgrund, bevor ich dann implodiere und mich selbst vom Antlitz der Erde verschwinde. Starkes Stück. Steig ich danach noch mal in den Himmel auf, so mit erhobenem Zeigefinger Richtung Petrus weisend und murmelnd: Hätte ich doch mal Hegel und Marx auf eine Welt transporniert und die einzig echte Wahrheit, den singulären heiligen Winkel, ... den leeren Phantasmereien meiner kleinbürgerlichen Frohnlebensidylle vorgezogen. Gut, ich hätte wahrscheinlich Magengeschwüre bekommen, aber Stoff für eine große Oper wäre es allemal geworden. Sagen Sie, Phineas, kann man mit Marx und Hegel eigentlich auch kleben. Ich muss mir nämlich dringen ein Tabernakel an die Wand kleben für die Agnostiker Hemden, die ich so zu bügeln habe. |
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schrieb am
25.05.2011 um 20:05
...nein Tycho... außer Deinen finalen Fürzlein steigt da gar nichts auf, wenn Du den Löffel abgibst - hast aber sehr gute Chancen, dass noch nicht einmal Deine Knochen übrigbleiben werden, wenn die Lichter ausgehen...
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schrieb am
25.05.2011 um 21:39
@Phineas Freak
"[Libyans] are entitled to free treatment and their hospitals provide the best in the world of medical equipment." Sind das die gleichen Kliniken, in denen hunderte Kinder mit HIV infiziert wurden? - von teuflischen bulgarischen Krankenschwestern, versteht sich. |
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@Phineas
Was hätte ich auch davon, wenn meine Knochen übrig bleiben würden? Das Fürzlein selbst wird allerdings ein langgezogenes, stilles und bescheidenes sein,.. Ohne Reue mir auf dem Weg dahin etwas abgeklemmt zu haben... |
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schrieb am
25.05.2011 um 23:25
…langgezogen, still und leise? Aufgrund akut-staatsbürgerlicher Blähungen und Deinen folgenden apologetisch-wirren Sumpfgasexplosionen da Oben, habe ich da so meine Zweifel.
Alles schon viel zu ausgeleiert – ein kurzer fieser Flattermann…mit á bisserl Land…oder Schmant am Rand… |
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...wie Sie das ausziseliert darlegen können ist schon bewundernswert. Warum haben Sie derlei Kreativität an anderer Stelle walten lassen. Sagen Sie Phineas, warum nehmen Sie nicht einfach einen Heilstein aus ihrem Nachttischschränkchen und lutschen meinen Namen hinein: Hier ruht Tycho, kannibalistische Sklavenseele und Lohnabhängiger...den können Sie dann ja, nachdem ich Sie mir in die Grube folgen müssen, am Vorbeiflug durch mein Genuss- und Unterdrückerflatum einfach an der Grubenkannte postieren. Sie wissen schon, weil von mir nicht mal Knochen übrig bleiben.
Bei soviel ideologischem Kalk käme sonst zufällig grabende Archäologen noch auf die Idee, meine letzte Ruhestätte sei ein (geistiges) Armengrab. |
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Heda, Tycho und Phineas:
Wollt »ihr zwei beiden« (© ttg) euch nicht zu uns ins Studienkolleg für geistig mindergerüstete Herrenwissenschaftler hinüberlevitieren? Da gibt's zwar keine Schokolade, aber dafür sehr wohl Spiel, Spaß und Spannung und auch den einen oder anderen Silvesterkracher, wenn thinktankgirl, ignaz und meine Wenigkeit mit dem Beitel in der Hand im Kaminzimmer übereinander herfallen. Wie schaut's? |
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schrieb am
26.05.2011 um 00:20
...sowas würde mir nicht mal im Tod einfallen.
Lutsch Deine Hostie lieber mal selber...Deine Zäpfchen hast du ja vermutlich schon alle weggehapst... An den hier reichst noch nicht mal Du ran. Aber kann ja noch werden... |
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..ach Phineas,..der Trick ist einfach, wie man mit Theoretikern umzugehen hat, BEVOR man deren Steine zu klauen versucht. Auf's Klauen kommt es nämlich in jedweder Praxis heraus.
Nur eben,..Fledermausschulterpolster reichen da nicht aus. |
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schrieb am
26.05.2011 um 01:45
...einer meiner Lieblingsfilme...am Schluß enden da Typen wie Deinesgleichen als Spießbraten in lustiger Runde...ja, wer nicht klaut - hat schon verloren...
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..wobei ich als Spießbraten noch als lustige Anekdote auf den kannibalistischen Sklavenhalter wäre. Aber dann frisst auch die Revolution ihre Kinder.
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schrieb am
26.05.2011 um 14:58
..die Revolution frisst selbstverständlich ihre Sklavenhalter und Büttel, wenn’s klappt. Wobei ich persönlich bei ähnlichen Anlässen einen Fastentag einlegen würde – ich mag keine Bullen. Auch nicht medium oder durch.
Nur was die, einen unmittelbaren „gesellschaftlichen“ Zwang überflüssig machende, moderne „Staatsbürgerseele“ und ihr moralisches Bewusstsein für Kapriolen schlägt, um ihre Selbstdomestizierung nicht nur als Akt ihres abstrakt freien Willens ERSCHEINEN zu lassen, sondern sie auch tatsächlich zum Inhalt ihres freien Willens macht, kann ja überall und bei fast jedermann beobachtet werden – nicht nur hier im Thread. Und wenn DIESES Seelchen aufmuckt und revolutionär wird, wird’s genauso blutig und finster, wie wenn’s gehorcht und stramm stehen WILL – Auschwitz oder jeder x-beliebige Amoklauf jugendlicher Selbstmordattentäter der westlichen Hemisphäre sind ja nur beispielhafte Marken dieses immergleichen und rebellierenden Berechtigungswesens. „…Und Im Gegensatz zu seinen Vorläufermodellen „naturalisiert“ und implementiert der Totalitarismus der (Post) Modernen Herrschaft seinen Willen wesentlich effizienter in das „Seelenleben“ seiner Schäfchen – so erfolgreich, dass nach geglückter und abgeschlossener Erziehungsarbeit, sämtliche „gesellschaftlichen“ Sollensanforderungen sich in den separaten Willen der so Beglückten auflösen. Die erfolgreiche Verlegung des Willens kapitaler Herrschaft und seiner unauflösbaren Gegensätze als nun MORALISCHES Bewusstsein guter Bürger, ersetzt ja ganze Institutionen sonst administrativ-staatlicher Notwendigkeiten inkl. einpeitschender und bewaffneter Kohorten….“ Phineas Freek , am 01.04.2011 um 17:00 in: www.freitag.de/community/blogs/wwalkie/nachtreten-und-nachgeschmack-zur-linken-diskussionskultur/?searchterm=wwalkie |
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schau mal, wenn man sich das alles so fixiert zurecht gelegt hat, wäre es doch vielleicht angebracht, fernab von all dem in die Berge zu ziehen. Ganz hoch oben, so auf dem Gipfel, kannst du die allmählich sich bis auf Null reduzierende Welt der Dinge auf's Bewußtsein selbst reduzieren und endlich mal krätig durchatmen so weit weg von allen Dingen.
Ja gut, das Gifpelkreuz kannste ja rausziehen und runter ins Tal schmeißen zu uns seelenlosen Konsumenten. Aber spätestens dann: Bitte entschwebe doch ins Nichts! |
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schrieb am
26.05.2011 um 16:47
…na, wenn ich in die von Dir empfohlene Richtung schweben würde, träfe ich doch als Allererstes wieder auf Dich und Deinesgleichen…Aber ohne den von Dir empfohlenen und von mir längst praktizierten, zeitweiligen Ausstieg aus der hiesigen Klapsmühle, würde ich bspw. gegen Deine verbarrikadierte Subjektivität hier im Forum tatsächlich kein Wort mehr verlieren können…und die beiden Vollbärte sind doch nette Gesellen…nur die Mucke ist einfach nur fies…
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Höre ich da etwa einen gewissen Hang zum Individualismus heraus? Am Ende gehören Sie vielleicht doch noch der von Ihnen allseits vermuteten Schinderhannes Fraktion an...
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".....sollte es doch einige Menschen inspirieren zu den richtigen Büchern zu greifen und friedlichen, konsequenten Widerstand zu leisten... "
Hier eine kleine Literaturliste – vielleicht dachte er an diese Art Bücher. |
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@Fro
Verschwörungstheorien von Andreas von Bülow? Ganz bestimmt nicht. |
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@Jzariel
Das sicher nicht. Die Auswahl hat Amazon nach der Suchanfrage: „Geheimdienst, Terror“ zusammengestellt. Einiges Interessantes ist wohl dabei. |
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@Fro Na, nix für ungut - aber das Thema Verschwörungstheorie passt zu dir ganz gut in dem Fall ;). Es gibt Leute, die sich Autoneme nennen und ganz genau so drauf sind. Dass das natürlich auch von der Gegenseite mißbraucht werden kann steht außer Frage - aber ehe ich dafür Belege habe, wäre ich dann doch zurückhaltender mit solchen Behauptungen.
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Ich bin sehr misstrauisch Popkontext – das Bekennerschreiben fand ich nicht glaubwürdig. Verschwörungstheorien interessieren mich normalerweise nicht besonders – auch von den Büchern habe ich keines gelesen. Aber es ist bekannt, dass so etwas möglich ist und die autonome Szene ist mit Sicherheit nicht ausgeschlossen vom Bespitzelungsprogramm. Und dass Spitzel mitunter aktionsermunternd auf Unbedarfte einwirken, ist auch kein Geheimnis... Aber es muss natürlich nicht so sein. Vielleicht waren es wirklich nur gelangweilte Jugendliche. Was mich stört, ist, dass Jazariel und andere das als politischen Widerstand verbuchen. So war jedenfalls mein Eindruck. Den Gedanken, dass sich jemand Autonomer nennt und auf solche Ideen kommen und so ein Bekennerschreiben abliefern kann, finde ich ziemlich gruselig – das konnte ich mir nicht vorstellen. Ich hatte sehr lange keinen Kontakt mehr zu Autonomen und bei uns im Dorf sind sie rar gesät – vielleicht liegt's auch daran.;-)
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Ich habe in den 90ern mehrere Jahre im AStA einer größeren Uni gearbeitet, der ziemlich links war. Da gab es auch starke Überschneidungen zu Autonomen. Die meisten waren Natürlich nicht so drauf, sondern reflektierter. Die Tendenz, die "eigene Wahrheit als Absolutum zu setzen und sie dann anderen aufzuzwingen", wie @KalleWirsch schreibt, bestand bei einigen aber schon, vor allem weil sie noch sehr jung waren und nicht viel wußten. Im Extremfall führt das zu Allmachtsphantasien, aus denen dann solche idiotischen kontraproduktiven Aktionen entstehen. Übrigens hatten wir zu der Zeit auch einen BND-Spitzel - also weiß ich das auch, dass es das gibt. Nur kann man nicht einfach behaupten, das waren Provokateure, wenn es keine Belege gibt.
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„Nur kann man nicht einfach behaupten, das waren Provokateure, wenn es keine Belege gibt.“
Sehr richtig, daher schrieb ich oben auch, dass ich es für ein Werk von Agent Provocateurs halte – das war mein erster Eindruck - was sich nun etwas relativiert hat, nachdem ich erfahren musste, dass es möglicherweise innerhalb der Autonomenszene auch totalitär denkende Größenwahnsinnige gibt. |
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"Totalitär denkende Größenwahnsinnige" gibt es ganz sicher in der Autonomenszene - ich glaube, Sie haben da ein sehr idealistisches Bild, was Sie sich nicht zerstören lassen wollen und deshalb kann es aus Ihrer Sicht nur ein Provokateur gewesen sein. Im Gegensatz zu Ihnen würde ich erstmal abwartern, ehe ich da wild spekuliere, wer es war.
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Du hast Recht, und ich war da vielleicht auch etwas - aus Verärgerung - provokantforsch. War auch nicht fair gegenüber den Geheimdienstlern, sie zu verdächtigten, obwohl sie es möglicherweise garnicht waren. Sorry dafür.
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Vesteh mich bitte nicht falsch - kann natürlich sein, dass du auch Recht hast und es ist gut darauf hinzuweisen. Nur davon *auszugehen* finde in nicht richtig.
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Egal wer es war, Hauptsache sie unterlassen diesen Schwachsinn in Zukunft und versuchen es in irgendeiner Weise wieder gut zu machen. Z.B. durch selbstauferlegte Servicearbeit für hilfsbedürftige S-Bahnfahrer - im angemessenen Umfang natürlich. Kaffee und Kuchen für alle.
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ich bin schon recht fassungslos angesichts dieses blogs.
denn wo das „bekennerschreiben“ formuliert „Dabei haben wir die Gefährdung von Menschen nach bestem Wissen ausgeschlossen“ bedient es sich der gleichen sprache wie die erbauer von atomkraftwerken. damit ist bereits die grauzone, wo gewalt gegen sachen in die gegen menschen übergeht, hinreichend gekennzeichnet. dies im blog auch noch als augenöffner zu bezeichnen, ist vom duktus des blogs her nur als naiv zu bezeichnen, wirkt sich aber zynisch aus. die reaktionen hier sind dementsprechend. wo die einen vermutungen anstellen, aus welcher ecke wohl der verfasser des blogs herkommen möge, verlinken andere auf den humorigen tweet eines sasha lobo, dass die, die getroffen werden sollten, ja eigentlich nie die s-bahn nehmen. hilft nur noch schräger humor gegen das, was gewalt ist? „Auch wenn diese Aktion destruktiv ist, weil sie immer von den falschen Mächten instrumentalisiert und definiert wird“ sagt der blog und bewirkt zweierlei: destruktion wird nicht von den tätern, sondern von anderen definiert. damit wird destruktion seiner eigentlichen natur des zerstörens enthoben und selbst zum gegenstand „zerstörerischer interpretation“ gemacht. der täter ist damit bereits vorauseilend zum opfer umstilisiert. ich finde, das ist tatsächlich ein aufgenöffner, aber kein guter. ich schreibe bei freitag.de. auf dieser plattform findet eine rechtfertigung von gewalt statt. sie wird damit gerechtfertigt, dass andere ebenfalls gewalt anwenden. von derlei inhalten (!), egal wie verschwurbelt sie daher kommen oder auf verständnis stoßen, distanziere ich mich ausdrücklich. gewalt gegen sachen, gewalt gegen personen kommen für diesen blogger nicht infrage, weder tatsächlich, noch in wort und schrift. |
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Da hat der Genosse Lobo aber mal Recht ...
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@ignaz.w am 24.5.11 um 12.52 Uhr
Gäbe es Ihrer Meinung nach eine Form der Gewalt gegen Sachen, die nicht in Gewalt gegen Menschen überginge? Es ist eine ganz ernst gemeinte Frage... |
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@ignaz.w
Die Gewalt, die von Konzernen und Staaten ausgeht, ist eine viel größere und umfassendere, als jene die von dieser Aktion ausging. Das Motiv dieser Aktion lag eben in dieser Gewalt. Ich habe das in anderen Kommentaren, weiter oben versucht näher zu beleuchten, auch um meine Position genauer zu formulieren. So ganz glücklich bin ich über meinen Text auch nicht mehr, weil ich genau wie Sie Gewalt auf gar keinen Fall rechtfertigen will oder als legitimes Mittel sehe. Was ich mit dem zitierten Abschnitt eigentlich sagen wollte, es wird nicht über die Motive, sondern über die Tat gesprochen. Man verurteilt die Täter, aber nicht das was sie eigentlich zu dieser Wahnsinnstat trieb. Ich begreife die Täter eben durchaus auch als Opfer. |
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"Die Gewalt, die von Konzernen und Staaten ausgeht, ist eine viel größere und umfassendere, als jene die von dieser Aktion ausging."
Die erreichen aber auch etwas in ihrem Interesse damit. |
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schrieb am
25.05.2011 um 10:15
@ Jazariel schrieb am 24.05.2011 um 23:28
meine auffassung zu gewalt steht weiter oben. eine folge daraus ist, dass es keine "gute" oder "schlechte" gibt. für mich ist es also auch völlig abwegig, über "motive" nachzudenken. nicht nur, dass es den "edlen" gewalttäter nicht gibt, den du in letzter konsequenz an die wand malst. du bedienst dich darüber hinaus genau der kategorie der "verwerflichkeit" die das deutsche strafrecht bei nötigung und erpressung vorsieht de.wikipedia.org/wiki/Verwerflichkeit nur umgekehrt. in solcher spiegelung sehe ich keinen wert. ich sehe auch nicht, dass hier eine entschuldigung wegen wahsinn ("wahnsinnstat") in betracht käme. |
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schrieb am
25.05.2011 um 10:16
@ Jazariel schrieb am 24.05.2011 um 23:28
meine auffassung zu gewalt steht weiter oben. eine folge daraus ist, dass es keine "gute" oder "schlechte" gibt. für mich ist es also auch völlig abwegig, über "motive" nachzudenken. nicht nur, dass es den "edlen" gewalttäter nicht gibt, den du in letzter konsequenz an die wand malst. du bedienst dich darüber hinaus genau der kategorie der "verwerflichkeit" die das deutsche strafrecht bei nötigung und erpressung vorsieht de.wikipedia.org/wiki/Verwerflichkeit nur umgekehrt. in solcher spiegelung sehe ich keinen wert. ich sehe auch nicht, dass hier eine entschuldigung wegen wahsinn ("wahnsinnstat") in betracht käme. |
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schrieb am
25.05.2011 um 10:21
@ zephyr schrieb am 24.05.2011 um 22:21
nein. unweigerlich stellt sich das ein, was sich im sprachgebrauch zynisch als "kollateralschaden" eingebürgert hat. das trifft insbesondere auf die zu, die sich "klammheimlich" freu(t)en. |
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@Popkontext
Ja, horrende Profite für eine Minderheit auf dem Rücken von Milliarden Menschen. @ignaz.w Also ist der Staat und der Kapitalismus genauso abzulehnen wie solche Aktionen, weil davon Gewalt ausging bzw. immer noch geht. Ich will diese Gewalttäter nicht als edel darstellen oder entschuldigen, sondern Gründe für ihre Tat benennen, auch wenn ich sie gar nicht kenne und daher nicht wissen kann ob ich richtig liege. Es ist nicht edel was sie getan haben, schliesslich war ihnen die Gefährdung von Menschenleben recht. |
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@Jazariel
Sie müssen mich nicht politisch belehren. Gerade weil ich das auch kritisiere, finde ich es noch übler, dass solche Leute Ziele, die ich auch unterstütze, auf beschissendste Art diskreditieren. Das Problem ist zudem nicht nur die völlig sinnlose Zerstörungswut, sondern die maßlose Arroganz und die Allmachtsphantasien hinter solchen Aktionen. |
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Lieber Jazariel,
ich habe das Bekennerschreiben dank Ihrer Verlinkung nun gerade lesen können. In zwei Dingen bin ich froh. Ich bin froh darum, dass es ein paar Kabelbäume waren, die hier gebrannt haben und somit der Schaden auf keinen Einzelnen direkt fällt. Weiterhin bin ich froh darum, dass dieses Bekennerschreiben im Wesentlichen offenbart, dass es nicht die Absicht sei, Menschen zu Schaden kommen zu lassen. Das sind zwei Dinge, die mir ziemlich wichtig erscheinen. Zum Artikel selbst. Wäre ganz schön die Fragen beantwortet zu bekommen, was Lohnabhängigkeit nun ausmacht und/oder ich als Selbstständiger (gar mit Angestellten) aus diesem Verbund schon heraus fallen würde. Habe ich weiter oben als 5 Fragen aufgeführt. ..derweil nehm' ich mir die Zeit und versuche Ihnen Ihre Fragen aus meiner Perspektive zu beantworten... Warum sind wir nicht glücklich im Beruf? Sie meinen damit offenkundig diejenigen, die es nicht sind? Da gibt es doch vielerlei Gründe. Allen ist gemein, das diejenigen, die nicht happy mit dem Job sind, den Beruf verfehlt haben oder aber nicht das Glück haben, in ihrem Wunschberuf arbeiten zu können. Zu einer Zeit, als es noch mehr offene Stellen bei viel zu wenigen Arbeitslosen gab, ..also einer Zeit, in der Chefs die morgens angefleht haben, doch noch zur Arbeit zu kommen, gab es die Gruppe der Unzufriedenen auch. Heute, und da stimme ich dem Tonfall Ihrer Frage zu, lieber Jazariel, hat es schon mit einer Portion gehörigem Glück zu tun, innerhalb eines Berufsbildes einen Job zu finden, von dem mensch behaupten kann, dass man darin aufgeht. Warum gibt es seit Jahrzehnten Millionen von Menschen, die in Arbeitslosigkeit ein Schattendasein führen müssen? Es gibt bestimmt jede Menge Menschen, die es einfach nicht drauf haben, einer regelmäßigen Arbeit nachzugehen. Die interessantere Frage wäre hier, ob man es diesen 600-900 Tsd. der Arbeitslosen das nicht einfach zugesteht und das "Trietzen" abschafft. Wenn jemand 12 Jobs hintereinander hinwirft, dann kriegt er/sie es nicht auf die Reihe und dann gibt es auch Gründe dafür. Ob man dann, ohne Arbeit, ein Schattendasein führen muss!, ist zu hinterfragen. Die Höhe der Sozialleistung für ein Auskommen in solchen Fällen...könnte man diskutieren durchaus so diskutieren, dass man diese Gruppe nicht gegen die Arbeitenden Niedriglöhner ausspielt. Allerdings setzt das zwingend voraus, Arbeit nicht als Lohnabhängigkeit zu begreifen, sondern als eine produktive Tätigkeit. Ich sehe auch ein, dass hier sich der Hund in den Schwanz beißt, sofern man in seinem Beruf oder im Job selbst, unglücklich fühlt. Vorschläge Ihrerseits? Warum ähneln sich die Parteien immer mehr? Bitte konkreter werden: Welche Parteien ähneln sich immer mehr und in was? Programmatik oder Ausführung/Durchsetzung? Warum akzeptieren wir die korrupten Politiker und Bosse? Diese Frage ist doch zu einfach, finde ich jedenfalls, lieber Jazariel, denn diejenigen, die bestimmte Politiker nicht als korrupt bewerten, akzeptieren demnach deren Handlungen. Warum gibt es keinen Aufstand derjenigen, die solches Verhalten in bestimmten Personen mit Machtpositionen erkennen, nicht gegen diese auf? Weil es politische Mittel dazu gibt und sehr wohl auch ein politisches Angebot dazu. Die Frage ist aber, ob jene Parteien, die solche Programmatik offerieren, an die Macht kommen. Außerdem wird Korruption, sofern nachgewiesen, geahndet. Es wäre hier also die interessantere Anschlussfrage zu stellen, wie Korruption im Ursprung verhindert oder deren Ausmaß vermindert werden kann. Warum akzeptieren wir die Lobbys, die Ohnmacht, Apathie und Lethargie in unseren Köpfen und Reihen? Weil die Menschen ungleich sind und unterschiedliche Interessen haben können und müssen. Ob dabei wirklich die Lähmung entstanden sind, wage ich doch ein wenig zu bezweifeln, selbst wenn Sie mir da die alte Konsum-Nummer zwischen die Beine werfen könnten. Leute gehen auf die Straße und es wird auch gewählt. Das ermöglicht zumindest mehr Meinungsvielfalt, als das, unter Umständen gewalttätige Auf-begehren einer Gruppe von Menschen gegen die Staatsmacht, die sich im Prinzip alle vier Jahre neu definieren kann, um so ihre, vielleicht durchaus gerechtfertigten Interessen, durchzusetzen. Genau dann nämlich ist nur das Interesse dieser einen aufbegehrenden Gruppe durchgesetzt. Ob das die Allgemeinheit ist, oder ein wesentlicher Teil von ihr, kann nur eine elaborierte Demokratie aufzeigen. Von diesem Grundsatz scheinen Sie mir aber bitter enttäuscht, führen Sie doch an, dass es allein ein Wissen gäbe, dass mir sicher stellen würde, mich selbst gerecht und wissend einzulesen, um so eine zufriedene Gesellschaftsordnung gegen die von der Plebs eingerichteten Herrschaft herzustellen. Kurzgesagt: Gerechtigkeit gibt es nur nach der Facon der "richtigen" Bücher und damit wird gleich die Vorgehensweise mitgeliefert, wie man dieses, an sich gerechte, Ziel zu erreichen hat. Nur wo gehobelt wird, fallen auch Späne und es sollen natürlich die richtigen Späne sein und gründlich soll auch gehobelt werden: Danach ist die Welt eine gerechtere, zumindest für die Beipflichter und den Autoren der richtigen Bücher. Im Grunde fast so, wie ein Wachturm Umschlag mit kuschelnden Tigern und Rehen, wo es keine Verlierer, keine Korruption, kein Unrecht, aber eben auch keine übermäßigen Gewinner gibt: Nichts von dem, was irgendwie dazu geeignet sei, das schlechtere in uns Menschen zur Geltung zu bringen. Die angedeutete, absolute Methodik dazu wird aber genau das tun und das ist wiederum traurige, historische Gewissheit, die verständlicherweise in den Augen der Geknechteten dieser Ordnung vernachlässigbar erscheinen muss. |
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hauptsache, sich nicht unter zu stellen.
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aha! und nu?
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In Vielem würde ich dem "Bekennerschreiben" ja zustimmen, nur die Haltung dahinter und die Methode sind aus meiner Sicht grundsätzlich falsch. Und zudem kontraproduktiv.
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Äh, ich meinte nicht das "Bekennerschreiben", sondern diesen Blogeintrag, sorry.
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..und für diese Ziele lohnt es sich, die Demokratie zu verlassen? (Voraussetzend, dass Sie mit der Regierung der BRD so etwas wie Demokratie in Verbindung bringen.)
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War das eine Antwort auf mich oder auf einen gelöschten Kommentar? Wenn es sich auf mich bezog - deshalb sage ich ja, dass ich sowohl die Methode als auch die dahinter stehende Haltung völlig ablehne. Die Haltung ist unfaßbar anmaßend und dumm. Und die Methode ist das Gegenteil von sachdienlich - hier wird niemand anders aufgeschreckt als die bürgerliche Presse, die wieder sagen kann so sind sie, die Linken.
Was Demokratie ist - naja, eine andere Baustelle. |
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ja, war es. Allerdings im Kontext des Bekennerschreibens zu einem Feuerchen.
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Das ist ja das Problem - da über sowas tendentiell richtige und gute Ziele diskreditiert werden.
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...und auch richtige Erkenntnisse. Ich hatte mich ja korrigiert, nicht das "Bekennerschreiben", sondern der Blogeintrag oben.
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well, dazwischen lagen zwar nur knapp zwei Minuten und das Ding hier lädt u.U. länger. Ich habe außerdem mit meinem scheiß trägen Verstand dies erst so um 20.30 schnallen können.
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Mit wem reden Sie?
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ich war der Meinung, mit Ihnen jetzt gerade,..also schreiben.
bezog sich auf.. Popkontext schrieb am 24.05.2011 um 14:30 darauf Tycho schrieb am 24.05.2011 um 14:32 ihren von 14:30 habe ich erst sehr viel später wahrgenommen. Das macht meine Aussage zwar nicht klarer, weil ich durch Phineas (bzw. meinen Verständnis von seinen ersten & TTG's Kommentaren and whatnot sowieso schon gegen 20:40 so durch war, das ich den Diskussionstöter einfügte, aus lauter mir anerzogener, kleinbürgerlicher Bedienungsmentalität oder einfach: ich wußte nicht mehr weiter. Ich weiße gerade nicht mehr, wohin ich eigentlich denken willl, und das liegt nicht am Missverständnis, noch an dem Feuerchen, noch politischen Haltungen, die es bestimmt lohnenswert wären, näher betrachtet zu werden, als an meinen beschränkten geistigen Kapazitäten. sorry mal am rande fürs hängen lassen im Angesicht auf den Meinungsäußerungen weiter oben. |
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Ach so, ich konnte ihnen nur gerade nicht folgen - jetzt verstehe ich...
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@Tycho
Lohnabhängige sind Menschen, die um ihre Bedürfnisse zu befriedigen und überleben zu können, ihre Arbeitskraft am Markt verkaufen müssen. Darunter fallen selbstverständlich auch Selbstständige. Die systematische Fokussierung der Wirtschaft auf die Profitmaximierung hinterlässt natürlich ihre Spuren. Die persönlichen Bedürfnisse müssen zurückstehen, wenn es darum geht mehr aus der Arbeitskraft herauszuholen, mehr Arbeitsstunden zu absolvieren und so weiter. Depressionen sind deshalb eine Volkskrankheit, weil alle Branchen ihre Mitarbeiter gezwungenermaßen, aufgrund von Sachzwängen, aufgrund des harten Wettbewerb am Markt, kontinuierlich härter ausbeuten müssen. Es muss mehr, besser und schneller geschafft werden. Soetwas kann langfristig nicht funktionieren. Mit meiner Frage "Warum sind wir nicht glücklich im Beruf" wollte ich darauf abzielen. Ihre vernichtende Äußerung, Arbeitslose seien Menschen die "es einfach nicht drauf haben, einer regelmäßigen Arbeit nachzugehen" kann ich auf gar keinen Fall so stehen lassen. Wir haben seit vielen Jahrzehnten Millionen Arbeitslose, darunter sind mit Sicherheit auch Menschen die gar nichts tun wollen, aber die horrende Mehrheit will tätig sein, glaubt an die Entfaltungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz, auch wenn ich das wiederum für eine Illusorische Vorstellung halte, aus oben genannten Gründen. Es ist nicht die Schuld der Arbeitslosen, wenn Arbeitsplätze fehlen, wenn alles Geld kostet und überall Einsparungen getroffen werden, wenn für ihre Bedürfnisse und Vorstellungen kein Platz in der Gesellschaft ist. Es ist die Schuld einer repressiven Politik, die im Interesse des Kapitals, im Interesse der Konzerne und Profite agiert. Es ist die Schuld einer Politik die niemals in der Lage war alle Bedürfnisse zu befriedigen und es auch niemals vorhaben wird, diese zu befriedigen. Insofern geht Ihre Anklage an die falsche Adresse.Man führt übrigens auch mit Arbeit ein Schattendasein! Stichwort Niedriglohnsektor. Arbeit ist deshalb eine produktive Tätigkeit, weil Menschen gezwungenermaßen alles für die Profite tun müssen, um ihren Job behalten zu können. Ich denke hier gibt es grundsätzliche Probleme die schnell gelöst werden sollten, um keine weiteren Gewaltakte zu provozieren. Die Parteien ähneln sich in ihren Wahlprogrammen, in ihren Versprechen zu Wahlzeiten, in ihren Reden im Bundestag und sonstwo. Die SPD, FDP, CDU, Grünen sind für jeden Lobbyisten käuflich. Die Linken sind noch zu unattraktiv, schliesslich reden die etwas von "demokratischen Sozialismus". Aber die zerhacken sich ja auch den ganzen Tag lieber selbst, jammern über Wahlergebnisse, anstatt sich um die eigentlichen Probleme der Gesellschaf zu kümmern. Korruption ist auch Missbrauch von Macht. Würde man Ämter (Kanzler, Präsident, Minister usw.) und zugrundeliegende Hierarchien auflösen, wäre schon viel geschafft. Völlige Transparenz und flache Hierarchien, am besten gar keine Hierarchien, sind ein absolutes Muss für eine direktere Demokratie, die dem Volk dient und nicht irgendwelchen Minderheiten. Die Wahlbeteiligung in Bremen lag, soweit ich mich erinnere, gerade einmal bei 50 Prozent. Wahlen sind kein Garant für eine bessere Zukunft. Ich habe in anderen Texten die parlamentarische Demokratie kritisiert, weil ich glaube das die Parteien sich lediglich blockieren und Meinungen der Wähler pauschalisieren. Ich denke man kann sich nicht auf das heutige politische System verlassen, wenn man Missstände und Probleme tiefgreifend und friedlich zu lösen. Was bringen uns Parteien die ihre Versprechen nicht halten, sich von Konzernen kaufen lassen, die Profitmaximierung mit den Interessen aller Menschen gleichsetzen, während Millionen Arbeitslose und Lohnabhängige in Entfremdung und Elend verwahrlosen und vor sich hin vegetieren? Die Arbeitslosen und Lohnabhängigen müssen ihre Schwierigkeiten zum Anlass nehmen, sich zu organisieren, zu diskutieren und grundlegende Veränderungen zu fordern. Man kann es wie in Spanien machen und auf großen Plätzen mit den entsprechenden Ergebnissen der Diskussionen auf Veränderungen beharren, anstatt sich sein ganzes Leben lang vertrösten, ausbeuten und verarschen zu lassen. |
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"Wahlen sind kein Garant für eine bessere Zukunft." Aber Brandanschläge auf Kabelbäume. Autsch.
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@Popkontext
Das habe ich nicht gesagt. |
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Lohnabhängige sind Menschen, die um ihre Bedürfnisse zu befriedigen und überleben zu können, ihre Arbeitskraft am Markt verkaufen müssen. Darunter fallen selbstverständlich auch Selbstständige.
Aha. Dabei interessiert es nicht, ob die im Job nicht etwa doch glücklich sind und die Arbeit als Teil ihres Lebens verstehen, sich darin verwirklichen und damit nicht Abhängigkeit verstehen, denn die gibt es auch. Aber gut: Lohnabhängige. Folgen wir dieser Einschätzung und lesen mal weiter... Die systematische Fokussierung der Wirtschaft auf die Profitmaximierung hinterlässt natürlich ihre Spuren. Die persönlichen Bedürfnisse müssen zurückstehen, wenn es darum geht mehr aus der Arbeitskraft herauszuholen, mehr Arbeitsstunden zu absolvieren und so weiter. Ich glaub ich knie im Bergwerk hier. Immer längere Arbeitszeiten und wenn verkürztere dann muss trotzdem noch das doppelte geleistet werden. Sprechen Sie von Deutschland oder China? Depressionen sind deshalb eine Volkskrankheit, weil alle Branchen ihre Mitarbeiter gezwungenermaßen, aufgrund von Sachzwängen, aufgrund des harten Wettbewerb am Markt, kontinuierlich härter ausbeuten müssen. Ah, das BurnOut Syndrom. Stimmt schon, das gibt es und es wäre an dieser Stelle schön, etwas Ursachenforschung hierfür zu finden. Denn eine Massendepression kann es doch nicht sein,..das wollen Sie mir doch jetzt nicht einreden mögen, oder doch? Zu BurnOut schreibt Wiki dies hier, wobei die Ursachen für BurnOut in einen Komplex zerfallen, der ihre Thesen im Aspekt Gesellschaft nicht wiederfindet. Tragen Sie das doch mal dort ein. Und wenn Sie dabei sind, überlegen Sie doch mal, was der Automatismus in der Arbeitswelt geleistet haben. Wahrscheinlich kommt da natürlich auch nur der Reflex auf Stellenplatz Abbau. Deshalb zurück zu Gaia. Lassen Sie uns alle überzeugen unsere Depression durch Schnitzen und Landwirtschaft in der freien Natur zu kurieren. Es muss mehr, besser und schneller geschafft werden. Soetwas kann langfristig nicht funktionieren. Mit meiner Frage "Warum sind wir nicht glücklich im Beruf" wollte ich darauf abzielen. Zusammenfassend: Weil der einzelne immer mehr leisten muss, weil es das WahnsinnsKapital so will, ist er unglücklich im Beruf? Sorry, aber das bekomme ich keinen Sinn rein. Wenn Sie die Enticklung eines Arbeitsplatzes anschauen, dann werden Sie feststellen, dass sich die Situation am Arbeitsplatz für den ähm, Lohnabhängigen wesentlich verbessert hat. Keinesfalls arbeiten wir unter den Bedingungen von vor, sagen wir mal, 40 Jahren. Warum jemand unglücklich im Beruf ist macht Sinn zu fragen. Exakt dann kann man schauen und gffls. nach Lösungen suchen. Allerdings: Warum wir unglücklich im Beruf sind offenbart als Fragestellung den agitierenden Charakter, der sie unterstellt nicht die Bedürfnisse des Individuums, sondern vielmehr die eine Kollektivs. Wenn ich aber die Bedürfnisse eines Kollektivs betrachtee, scheisse ich auf alle individuellen Bedürfnisse, die ich nicht als solche gelten lasse oder ausmache. Klingt nach Marschmusik, Jazariel, nicht? Für mich jedenfalls schon. Ihre vernichtende Äußerung, Arbeitslose seien Menschen die "es einfach nicht drauf haben, einer regelmäßigen Arbeit nachzugehen" kann ich auf gar keinen Fall so stehen lassen. Zunächst zur Richtigstellung: Ich habe geschrieben, dass es unter den Arbeitslosen hoffnungslose Fälle (etwa 900 Tsd z.Z.), mit gewissen Dispostionen gibt, die es jenen eben unmöglich machen, eine regelmäßige Arbeit auszuführen. Und hier unterschlagen Sie, Jazariel den entscheidenden Punkt, den ich Ihnen schrieb: Ich würde die ganz in Ruhe lassen, versorgen und auf Staatskosten denen noch Spielgeld in die Hand geben und alles mögliche, damit die nach ihrer Facon leben können. Aber eben nicht: Zwingen unter Androhung von Streichung der Leistung. Man kann keine Menschen zu etwas zwingen, was sie nicht wollen oder drauf haben. Ich glaube auch, Menschen wollen sich teilweise auch durch das, was sie arbeiten, verwirklichen. Und da gibts jede Menge Fachkräftemangel und viel zu wenig Ausbildung und Studium und Fortbildung und dergleichen. Ebensowenig qualifizierte Förderung. Mir ist das aber auf staatlicher Seite verwaltungstechnisch viel zu verfilzt. Wir mühen uns mit der Mio ab, die besser in Versorgungsbezügen untergebracht werden, als einen Überwachungsapparat aufzubauen, der mit denen quasi Trapez übt, und die jedesmal auf die Schnauze fallen, weil die kein Gleichgewichtsorgan haben. Früher hieß das Fürsorge und die Gemeinschaft kann sich das locker, locker leisten. Die anderen aber, die hechelnd Arbeit suchen und wollen, die kann man eben fördern. Diese ganze Fordern Nummern halte ich bestenfalls für Diagnostik, ob jemand fit für das Arbeitsverhältnis ist, oder nicht, oder eben inwieweit. Und dahin muss es gehen. Sanktionen, wie jetzt vorhanden, sind abzuschaffen. Fürsorge ist nichts, was aus Fehlverhalten greifen muss, sondern zieht den Grund aus sich selbst heraus. Förderung ist der Schlüssel für qualifizierte Arbeitnehmer. Es ist die Schuld einer Politik die niemals in der Lage war alle Bedürfnisse zu befriedigen und es auch niemals vorhaben wird, diese zu befriedigen. So, da liegt der Hase im Pfeffer. Bedürfnisbefriedigung...und zwar alle. Freie Fahrt und Koks für alle, ja? Kleiner Erfahrungsaustausch am Rande: Wenn die Sättigung aller Bedürfnisse mit der völligen Abwesenheit von Wünschen gemeint ist, was bleibt dann noch. Bezieht sich das auf Porsche Cayennes oder auf die Befriedigung der grundsätzliche, streng gehaltenen Bedürfnisse? Also wenn ich hier 1 Mio im Koffer hätte, dem Wechsel für die Befriedung von einem TEIL MENSCHLICHER BEDÜRFNISSE, ..und die wäre für Sie,..würden Sie lieber alles sofort haben und es gestückelt und in Intervallen an Sie ausbezahlt, bevorzugen? Und was wäre mit den Bedürfnissen, die die Bedürfnisse anderer überschneiden? Ich schätze jetzt mal aus Ihren bisherigen Äußerungen heraus, dass Sie aus einem Gerechtigkeitsempfinden heraus, diese, sich überschneidenden Bedürfnisse, die sich gegen die anderer richten, unerfüllt wissen wollen. Dann aber sind wir wieder bei den grundsätzlichen Bedürfnisse, ganz abgesehen, dass alle Bedürfnisse des Menschen in Teilbereiche zerfallen, die, untereinander wechselwirkend, eben in Teilen gar nicht mit Geld zu satuieren sind. Man führt übrigens auch mit Arbeit ein Schattendasein! Stichwort Niedriglohnsektor. Arbeit ist deshalb eine produktive Tätigkeit, weil Menschen gezwungenermaßen alles für die Profite tun müssen, um ihren Job behalten zu können. Ich denke hier gibt es grundsätzliche Probleme die schnell gelöst werden sollten, um keine weiteren Gewaltakte zu provozieren. Was genau ist ein Schattendasein? Ich weiss wohl, was es heißt, mit extrem wenig Geld klarkommen zu müssen. Ich führte aber kein Schattendasein, da ich persönlich dem Schatten nur dann Bedeutung zumesse, wenn er Sinn macht. Ist wieder so eine Kampffloskel. Ich, mimimimimi, Schatten-Da-Sein. Aber nu gut: Niedriglohnsektor. Die führen ein Schattendasein dort. Hängt also mit Bezahlung zusammen. Wenn's nicht reicht, wird aufgestockt vom Staat,..ist aber supermau für BRD Verhältnisse. Hier sehe ich liebend gern nachgebessert, weil es Branchen gibt, die wirklich mieser bezahlen also vor zwanzig Jahren: Frisör, Raumpfleger, Gebäudereiniger, Mr.Wash und so weiter. Mit Gewaltakten,..hmm..also Sie meinen, dass sich diejenigen Menschen, die mit der wenigen Kohle kaum klar kommen, niedrig qualifiziert sind, wohlmöglich Kinder haben, dann eine neue Arbeit als Revolutionär gegen den Rest suchen, um die ungerechten Strukturen, dass ihnen das SchattenDaSein diktiert, zu entkrusten. Ist ja auch eine Arbeit. Aber die wird schlecht bezahlt, habe ich läuten hören. Aber zumindest wäre man dem Schattendasein entflohen, stimmt schon. Korruption ist auch Missbrauch von Macht. Würde man Ämter (Kanzler, Präsident, Minister usw.) und zugrundeliegende Hierarchien auflösen, wäre schon viel geschafft. Ja genau, dann würdest du nämlich u.U. morgen bei mir putzen für 'ne Dose Chappi am Wochenende, weil meine Bande oder Verbund, die auf'm Hellweg im Schatten aufgelesen hätte, um dich gegen Deinen Willen, unserem Willen als Subjekt zugeführt hätte. Warum? Weil bei Auflösung von staatlichen Strukturen alle Rechte aus dem Individuum selbst erwachsen und nicht mehr durch dessen Vergesellschaftung. Naja, und ich habe eben schon Freunde und wir verstehen uns ganz gut und würden uns, unseren Interessen nach zusammenschließen. Das gibts zwar schon auch innerhalb des Staates, nur ist das Parlament, die Iudikative und Exekutive sicher eine Bande, auf die du besser können kannst, als auf das Los bei meiner. Remember Chappi. Sonntags gibts aber auch mal nen VeggieBurger. Wenn Du mit Korruption Schmiergeld meinst, dann ist nicht die Frage interessant, ob es sie gibt, sondern in welchen Ausmaßen, right? Nur da bin ich auf deiner Seite. Bei der Staatauflösung isst Du Chappi bei mir. Ich nehme aber auch mal einen Löffel, der guten alten Zeiten aber.. Völlige Transparenz und flache Hierarchien, am besten gar keine Hierarchien, sind ein absolutes Muss für eine direktere Demokratie, die dem Volk dient und nicht irgendwelchen Minderheiten. Duzen wir uns dann alle? Hätte ich aber keinen Bock drauf, wenn mich ein Chef duzen würde. Aber wer es mag. Völlige Transparenz? Hier würdest Du nicht nur mit den Damen Ärger bekommen, sondern das würde jedwede Sekunde deiner Zeit gläsern machen. Das würde ich mir an deiner Stelle überlegen. Und das Abschaffen der Rechte für Minderheiten hatten wir auch schon mal in Deutschland. Das ist dann keine Demokratie sondern vielmehr etwas anderes. Ich denke man kann sich nicht auf das heutige politische System verlassen, wenn man Missstände und Probleme tiefgreifend und friedlich zu lösen. Wenn Du ein Gurkenglas nicht aufbekommst,..setzt du dich dann einfach davor auf den Stuhl und hoffst, dass es aufgeht? Die Frage ist doch nicht ob man etwas erstreitet, sondern auf welche Art. Zu Zeiten der Sozialgesetzgebung zu Bismarck bis Du alleine für die Äußerung von Forderungen nach mehr Rechten verhaftet worden. Wieso sollte eine politische Bewegung, jetzt, in Form der Linken nicht mehr Einfluss gewinnen können? Demo wäre da mein Mittel der Wahl. Der bewaffnete und gewaltbereite Kampf gegen Institutionen nicht, denn es gibt doch die politische Alternative. Guck mal: S21 Demo Kastanien Wasserwerfer Auge raus, Mappus raus. Ob sich was wesentliches ändert? Ja, dort sitzen jetzt Abgeordnete, die zumindest programmatisch die Landespolitik in eine andere Richtung steuern. Dann ist plötzlich dies erlaubt, das andere Verboten, das eine wieder möglich und das andere eben nicht, dann gibts hier mehr Geld, dort weniger,...und zwar im Konsens mit allen BRD'lern: Denn,..oha!,..man hat sich darauf geeinigt und es nicht erzwungen. Gewalt ist immer ultima ratio. Und die ist glaube ich bei mir und dir nicht so gut aufgehoben, als bei einer Art Leviathan. Der stellt nämlich wenigstens allgemeinverbindliche, sanktionierende, und allgemein-akzeptierte Regeln dafür auf, wann diese zum Einsatz kommt und wann nicht. Bei dir und mir kannste das ultima ratio in die Tonne kloppen. Wenn ich darf dann ist die ultima ratio bei mir auf dem Level meiner Bedürfnisbefriedigungsschwelle, denn mich interessieren, neben bestimmten Überzeugungen ZUNÄCHST einmal diese. |
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Nein. So direkt nicht. Das war ironisch gemeint, weil sie diese Leute so verteidigen.
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schrieb am
24.05.2011 um 14:02
du .... du .... du null-komma-josef, du ;)
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Ich meine in erster Linie die Tat — übrigens: nicht deshalb, weil da Gewalt im Spiel ist, ich bin schließlich kein ghandianischer Gesundbeter —, in zweiter Linie das »Bekennerschreiben« und in dritter Linie den Umstand, daß allen, wie sie da sind, nichts anderes einfällt, als ausgerechnet die Moral in die Manege zu lassen.
(Der Blogeintrag hier ist mir zu blöde, um ein Wort darüber zu verlieren. Wenn ich derlei hören will, konsultiere ich den Pfaffen vom Dienst.) |
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schrieb am
24.05.2011 um 15:25
@ j-ap
du schreibst: "allen, wie sie da sind, nichts anderes einfällt, als ausgerechnet die Moral in die Manege zu lassen" wenn du gewaltlosigkeit noch einmal mit moral verwexelst, werd ich non-verbal. mein wort drauf. |
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Habe ich ja auch gar nicht, lieber ignaz; deshalb hatte ich beides schließlich auch getrennt angesprochen. ;-)
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Davon mal abgesehen: Ist es nicht gar zu komisch, wie jetzt auf einmal die ganzen alten Hüte wieder von den Ablagen geholt werden — von der »Revolutionsdialektik« à la Luxemburg bis zu den Militanzdebatten der 1960er —, nur weil ein paar Hamperer in Berlin einen Kabelbaum angekokelt und dieser Banalität noch ein paar Verserl hinterhergedichtet haben?
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schrieb am
24.05.2011 um 16:42
dass ich das noch erleben darf - hamperer in einem forum einer zeitung zu berlin. wenn das mal keine völkverständigung ist.
dumm aber, dass nur eingeweihte wissen, was das bedeutet und das, was in berlin passiert, deswegen für ganz ernsthafte diskurse an marcuse et. al. entlang verwenden. ich glaub', da muss erst noch ein ganz anderer gründermythos bröckeln, bevor erkenntnis rieselt. |
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@j-ap
Da weiß wohl jemand mehr als alle anderen. Schade das man davon nicht mehr erfährt. |
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Also ich habe ja hier so Einiges gelesen und kommentiert,habe mir Vieles anhören müssen und auch gerne zurückgeschossen. Aber was Jazariel hier von sich gibt...da fällt selbst mir nichts mehr ein.
Da versucht doch allen Ernstes ein verblendeter Spätrevoluzzer die Taten von ein paar autonomen Möchtegernstadtguerilleros in schönster RAF-Rethorik zu verteidigen. Dagegen anzuschreiben ist wohl vergebene Liebesmüh. |
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Dagegen anzuschreiben ist wohl vergebene Liebesmüh.
warum? wollen Sie nicht verstehen? fragen fackelt kein Auto ab. |
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@Daniel Meister
Ich habe lediglich versucht, deren Taten in einem größeren Zusammenhang zu stellen. Gewalt lässt sich nicht rechtfertigen, sie ist Unrecht und sie ist niemals legitim. Gewalt ist Ausdruck von Ohnmacht, Schwäche und einer Haltung die sich isoliert. Es tut mir leid nicht präzise genug formuliert zu haben. Ich werde künftig nicht mehr so gedankenlos posten. |
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@Daniel Meister
Ich habe lediglich versucht, deren Taten in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Gewalt lässt sich nicht rechtfertigen, sie ist Unrecht und sie ist niemals legitim. Gewalt ist Ausdruck von Ohnmacht, Schwäche und einer Haltung die sich isoliert. Es tut mir leid nicht präzise genug formuliert zu haben. Ich werde künftig nicht mehr so gedankenlos posten. |
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@Daniel Meister
Ich habe lediglich versucht, deren Taten in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Gewalt lässt sich nicht rechtfertigen, sie ist Unrecht und sie ist niemals legitim. Gewalt ist Ausdruck von Ohnmacht, Schwäche und einer Haltung die sich isoliert. Es tut mir leid nicht präzise genug formuliert zu haben. Ich werde künftig nicht mehr so gedankenlos posten. |
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@Jazariel
Gewalt ist hier nicht nur illegitim, nicht nur sinnlos, sondern kontraproduktiv. |
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Mir kommt dieser Blog ziemlich in sich verschwommen vor. Mal ein wenig Gewalt, natürlich nur gegen Sachen und nur zum Augen öffnen. Getroffen wurden Menschen, die zurArbeit wollten, getroffen wurden Touristen, die in Berlin unterwegs waren. getroffen wurden aber Handy - sowie Internetnutzer. Was bitte haben diese mit der BRD als stärkstem EU Land zu tun? Wo bitte haben diese Menschen Einfluss darauf, dass die Bahn auch Rüstungsgüter transportiert?. Unter den Betroffenen wird es einige geben, die diesem Staat auch skeptisch gegenüber stehen. Wollen diese "Linken" so Sympathie gewinnen? Wohl kaum.
Wer Autos anzündet, wer Gewalt gegen Einrichtungen der täglichen Infrastruktur anwendet, ist kein Linker, sondern einfach nur jemand mit Spass am zerstören. Diese Aktion war widersinnig und für den gerechtfertigten Kampf gegen dieses System kontraproduktiv. Und darauf zu hoffen, dass dadurch einige Leute die richtigen Bücher lesen, ist mehr als naiv. |
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@Rolf Netzmann
Die Lohnarbeiter tragen genauso wie die Touristen ihren Teil dazu bei, das der Wirtschaftsstandort Deutschland erfolgreich ist bzw. bleibt. Sie liefern ihre Arbeitszeit und ihre Arbeitskraft ab, während die Touristen ihr Geld da lassen und für Prestige sorgen. Lohnarbeiter sind auch bei der Bahn beschäftigt oder bei Konzernen wie Hecklar und Koch, die entsprechende Waffen produzieren. Die Bahn war sogar einmal ein staatliches Unternehmen, so haben die Steuerzahler lange und indirekt diese Transporte möglich gemacht. Insofern sehe ich durchaus klare Zusammenhänge, die trotzdem keine Gewalt rechtfertigen. Du hast in einem sehr wichtigen Punkt Recht, wenn Du von einer Schwammigkeit in meinen Text sprichst. Ich habe mich nicht klar genug gegen Gewalt ausgesprochen, als ich diese Tat im gesamtgesellschaftlichen Kontext beleuchtete. |
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@Jazariel
Und die entscheidende Frage ist: Was hat der Anschlag an irgendwas geändert? Die Antwort hätte ich gern mal. Das meinte ich an anderer Stelle: Die Konzerne üben, wenn man es so will, auch Gewalt aus. Nur die erreichen damit, was sie wollen und schießen sich nicht nur selbst ins Knie. |
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Lieber Jazriel,
dieser ganze Blog nerft mich wirklich an. Du willst hoffentlich wissen warum? "Man sieht das diese Aktion etliche Leute gepackt hat und somit zu Reflexionen geführt hat. Leider sind viele Kommentare extrem undifferenziert" ein Zitat aus deinem Schreiben. Dieser Satz ist Faschistisch. Das ergibt sich in der Analyse daraus das menschen zur "Reflexion" geführt werden müssen. Wer wirklich Linkes Denken lebt würde nach wegen suchen Menschen zu ermöglichen wie man erlernt selber zu Reflektieren wohin auch immer Ihre Reflektion Führt. Noch besser der Zweite Satz fast orginal sprache DR.Joseh Goebbels "Die Meinung vieler einzelner ist in Ihrer betrachtung nicht Zielführend und zu diferent" Ja manchmal hilft es auch viele Bücher zu lesen um den Faschismuß im eigenen denken zu finden. Ich wünschte du würdest wenigstens versuchen zu verstehen was einige hier Versucht haben dir zu sagen. Ich spare mir den Rest deines Blogbeitrages Politsrachlich zu betrachten da ich beführchte du würdest dich in eine Ecke gestellt fühlen in der Du nicht seien möchtest. Liebe Grüße Baphomed |
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@Popkontext
Die Aktion war von vorneherein zum Scheitern verurteilt, weil sie destruktiver und perverse Natur war. Man kann Gewalt nicht mit Gewalt lösen. Ich bin Anhänger von Ghandi und Martin Luther King jr., daher bin ich schon etwas unglücklich darüber, nicht deutlich genug in meinem Blogtext diese Gewalt verurteilt zu haben. Und wie ich schon sagte, die Konzerne erreichen auf Kosten ihrer Lohnabhängigen, auf Kosten der Umwelt höhere Profite. Und langfristig gesehen entziehen sie sich damit ihrer Lebensgrundlage, denn irgendwann kann man nicht mehr genug abschöpfen. Das sind logische innere Widersprüche im Kapitalismus. Der Mensch ist endlich, die Natur auch, also wie sollen die Profite unendlich wachsen? @Baphomed Es ist nicht der Aktion geschuldet das Menschen nachdenken. Menschen denken immer nach und das ist auch gut so. Die Aktion, und das wollte ich mit dem Zitierten sagen, hat die Aufmerksamkeit auf sich bezogen und damit auch ein wenig, wenn auch auf eine destruktive und illegitime Art, auf wesentliche Probleme der Menschheit hingewiesen. Ich möchte auf gar keinen Fall Menschen zwingen, kontrollieren oder manipulieren und lehne jeden Führerkult, jede Herdenmentalität strikt ab. Ich denke schon das ich neben diesem unglücklichen Text nach Wegen suche die freie herrschaftslose Entfaltung aller Menschen zu ermöglichen. |
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Hallo Jaz,
du hast Linke Philosophie noch immer nicht ganz verstanden. "Ich denke schon das ich neben diesem unglücklichen Text nach Wegen suche die freie herrschaftslose Entfaltung aller Menschen zu ermöglichen" Was bitte sprichst du denn menschen ab die in einem Herrschafts bezognem System leben wollen Sie haben andere Schlüße aus Ihrem denken gezogen. Kann ich als linker Ihnen Forschreiben das Herschaftsloss sein sie Glücklicher macht. Diese Art zu denken führt immer zu einer Diktatur zu Gewalt und Hass. Liee Grüße Baphomed |
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"Man kann Gewalt nicht mit Gewalt lösen." Das ist die philosophische Ebene. Was wurde auf ganz pragmatischer Ebene erreicht?
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@Baphomed
"Man sieht das diese Aktion etliche Leute gepackt hat und somit zu Reflexionen geführt hat. Leider sind viele Kommentare extrem undifferenziert" ein Zitat aus deinem Schreiben. Dieser Satz ist Faschistisch. Das ergibt sich in der Analyse daraus das menschen zur "Reflexion" geführt werden müssen." Jazariel schloß, dass das Ereignis des Brandanschlags und das Bekennerschreiben Leute zu Reflektionen geführt hat. Ereignisse führen zu Reflektionen - so ist das nunmal. Jazariel schrieb nicht, das wer zum Reflektieren geführt würde, sondern das etwas das Reflektieren auslöste. Wo ist da was "faschistisch"? Hier waren Sie wohl etwas übermotiviert. Also: Nochmal genau lesen! "Wer wirklich Linkes Denken lebt würde nach wegen suchen Menschen zu ermöglichen wie man erlernt selber zu Reflektieren wohin auch immer Ihre Reflektion Führt." Hier beschreiben Sie jetzt jedoch, wie oder dass Menschen zur Reflektion geführt werden sollen. Ihre Argumentation ist somit rätselhaft. |
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Jazariel hatte die Absicht, die "Taten in einen größeren Zusammenhang zu stellen.".
Nehmen wir mal an, es besteht eine Identität zwischen denen, welche den Kabelbaum angezündet und denen, welche sich via Indymedia dazu bekannt haben. Der "größere Zusammenhang" wäre nun also, "dem System" und allen, die teilhaben - das wären wir alle - Steine in's Getriebe zu werfen. Also aufmerksam darauf zu machen, wie wir taglich daran teilhaben, dass riesengroße Sauereien auf und mit der Welt geschehen und auch jeder einzelne, na, zumindest sehr viele, wenig glücklich sind im Alltag; sich also im vielzitierten "Trott" befinden. Die also so aufrichtig formulierten Ziele des Bekennerschreibens mal als aufrichtig motiviert vorausgesetzt, geht es also zunächst um die Kommunikation dieser Ziele. Fraglich ist jedoch, ob diese Kommunikation klappt; ihr Ziel erreicht. Dem einzelnen Bürger, der morgens nun vergebens auf seine S-Bahn wartete, ist die Argumentation des Bekennerschreibens - so er überhaupt abseits des Boulevards Kenntnis davon nimmt - wohl viel zu diffus, viel zu wenig greifbar; hat viel zu wenig mit seinem engeren Alltag zu tun. Die Darstellung solcher Taten durch das Gros der Medien als lediglich irregeleitete Freude am Chaos und der Gewalt hat es da viel leichter und verfängt mühelos. Der Punkt ist, dass es keine breite gesellschaftliche Basis für grundlegende Systemveränderungen gibt. Die heutige Gesellschaft und die Arbeitswelt ist viel zu diversifiziert, als dass noch an so etwas wie den gerne beschworenen "Klassenkampf" zu denken wäre. Die Klassen, bzw. das Bewusstsein darüber, gibt es faktisch nicht mehr. Die Welt ist nochmal um vieles komplizierter geworden. Man kann heute zwar mit Verve gegen Atomkraft sein und dafür vielleicht auch schon ein gewisses Maß an zivilem Ungehorsam aufwenden (NB: auch Blockieren und "Schottern" ist Gewalt), muss sich deshalb aber noch gar lange nicht als Systemfeind erkennen. Im Grunde geht es sogar noch viel einfacher: Warum nicht mit Solar- oder Windkraftunternehmen oder Investitionen in solche richtig gut Geld machen? Auch die Frage des Arbeitskampfes ist, zumal angesichts einer globalisierten Wirtschaft, nicht mehr die einer Klasse, sondern nur die lokaler Gruppen (siehe z.B.: Nokia in Bochum oder in Rumänien? Opel in Aschaffenburg oder in Antwerpen?). Und als solche hat man dann sogar noch die lokale Politik im Rücken. Für einen grundlegenden revolutionären Umsturz, mit dem mal unterstellten Ziel einer gerechteren Welt für alle, bräuchte es also viel mehr theoretische Aufbauarbeit und Bewußtseinsstärkung, als solche Einzelaktionen, deren Kommunikationsmittel in's Leere laufen. Man kann ja auch hier im Thread als Argument lesen, dass vielleicht das eine oder andere Opfer eines Brandanschlags auf seinen BMW sich diesen wohl auch vom Munde abgespart und nicht mal eben aus der Portokasse bezahlt hat. Oder: "Wo bitte haben diese Menschen[die zur Arbeit wollten oder als Touristen die S-Bahn vermissten] Einfluss darauf, dass die Bahn auch Rüstungsgüter transportiert? Nun, hier haben die sogenannten "Linksautonomen" schon recht: Wir alle haben unseren Teil daran. Nur kommt es eben darauf an, dass man so etwas verständlich kommuniziert. |
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schrieb am
25.05.2011 um 20:27
okä, das nächste mal ist irgendein node dran, an dem dein provider, der meine und der vom freitag dran hängen. was machste dann: rauchsignale, brieftaubenpost oder sms (das nicht geht, weil der service gleich mit in rauch aufgegangen ist).
revolutionären Umsturz - sach ma, kannst du mir bitte das zeug genau nennen, das du rauchst? eine solche trübung wünsch ich mir auch manchmal. |
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@ignaz.w
Falls das 'n Kommentar zu meinem obenstehenden sein soll, so weiß ich nicht, was Du gelesen hast. Hätte der mit dem "weiß ja nicht, was du für'n Zeug rauchst" nicht schon sooo einen langen Bart, würd' ich ihn glatt zurückgeben. Luftpumpe! |
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Zum Nachdenken anregender Beitrag @miauxx,
lohnt sich also doch noch, hier immer mal wieder rein zu schauen; nach eigener, anfänglicher Teilnahme. Danke! |
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Thomas Bernhard:
„Er, Oehler, sei, radikal gesprochen, für das langsame totale Aussterben der Menschheit, wenn es nach ihm ginge, kein Kind mehr, nicht ein einziges und also kein Mensch mehr, keinen einzigen, die Welt stürbe langsam aus, sagt Oehler, immer weniger Menschen, schließlich nur mehr noch ein paar Menschen, schließlich überhaupt keine Menschen, überhaupt kein Mensch mehr.“ |
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Hallo Jazariel,
auch wenn ich ihre Argumentation teilweise etwas unglücklich finde, ist ihre Intention meiner Meinung nach völlig richtig: Die unerträgliche Gewalt die täglich global herrscht ist es die zu diskutieren und gegen die es sich zu empören gilt. So hab ichs jedenfalls Verstanden. Die Versuche, Sie hier zu diskreditieren finde ich sowas von daneben. Da werden Sie zu einem Apologeten der Gewalt gemacht, an deren Ende doch nur eine völlig Irre RAF und sogar Ausschwitz stehen kann, da das ja die Logik größenwahnsinniger Autonomer oder übriggebliebener Altlinker etc etc ist. Da Sie sich eben nicht mit Gewalt identifizieren (im Gegensatz all derer z.B. die Nato-Kriege als humanitäre Liebesaktionen ansehen) versichere ich Ihnen meine (nicht uneingeschränkte aber weitreichende ) Solidarität. :-) Mit emanzipatorischen Grüßen Erdlingsdings |
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Ist das jetzt ein direkter Aufruf zur gewalt, ggf. auch gegen Menschen, oder verstehe ich Sie da falsch?
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@Lindnerowski
Das ist unter Garantie negativ für alle, wenn die Furcht wächst. |
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Mit der Zahl der Opfer steigt auch der Respekt und die Furcht der Mächtigen.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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