Die Finanzkrise begann mit einem Fiasko. Amerikanische Banken vergaben Immobilienkredite, ohne die Bonität ihrer Kunden ordnungsgemäß zu überprüfen. Anschließend wurden die Kredite von den Banken gebündelt, verbrieft und als Wertpapier an andere Banken verkauft.
Das führte zu einer schweren Immobilienkrise (auch Subprimekrise) in den USA. Die Kunden benutzten die leicht erworbenen Immobilien als Geldanlage, was im ersten Moment als sehr sinnvoll erscheint, doch die amerikanische Notenbank machte ihnen mit einer Erhöhung der Zinsen einen Strich durch die Rechnung. Durch überhöhte Zinsen kamen die Immobilienkäufer ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nach und es wurde die Zwangsversteigerung eingeleitet. Dieses Phänomen bereitete die globale Finanzkrise vor.
Schließlich wurden die Immobilien für die Banken wertlos, da sie wegen der hohen Zinsen kaum noch Kredite vergeben und verkaufen konnten. Die Kreditinstitute, die im Besitz der verbrieften (faulen) Hypothekenkredite waren, gerieten daraufhin selbst in Zahlungsschwierigkeiten. Das war der Anfang des folgenschweren Kreislaufs der Finanzkrise.
Durch den Verkauf der verbrieften Kredite an Banken in aller Welt breitete sich die Finanzkriese global aus. Viele Unternehemen mussten Konkurs anmelden, dadurch stieg die weltweite Arbeitslosigkeit an. Das hatte unter anderem den Rückgang des Welthandels zur Folge und zog damit eine globale Deflation nach sich.
Ausgabe 06/12
09.02.2012
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