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Heute schließe ich mein Blog bei der Freitag Community, weil es mir keinen Spaß mehr macht, hier weiterhin zu publizieren. Die Gründe dafür liegen im wesentlichen bei der Herausgeberschaft, die eine einstmals dezidiert linke Stimme in der deutschen Presse auf einen nur scheinbar mehrheitsfähig-mittigen Kurs trimmen will und die Zeitung damit schon sehr weit rechts von meinem eigenen politischen Standpunkt plaziert hat. Hier geht es mir ganz sicherlich nicht anders als so manchem Anzeigenkunden: Das redaktionelle und verlegerische Umfeld stellen damit keinen angemessenen Rahmen mehr für meine Beiträge dar. Ich werde mich deshalb bis auf weiteres nicht mehr an der Freitag Community beteiligen. Bei den Diskutanten bedanke ich mich herzlich für den Fisch. Ich blogge weiter bei WordPress.com.
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Damit triffst du doch nicht die "Herausgeberschaft" sondern die aktive Community. Die "Herausgeberschaft" wird es wenig stören, ob die Community durch Abwanderung noch irgenwier wird. Hauptsache du zahlst brav deinen Obulus.
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Ich finde die Entscheidung auch nicht logisch. Muß daher wohl eher eine gefühlsmäßige gewesen sein.
Was hat die Herausgeberschaft mit der Community zu tun? Schreibst du für die Herausgeberschaft oder für die Community? Und daneben: Was bringt es, sich immer nur im eigenen Metier zu? Da bleibt doch am Ende nur noch die Selbstvergewisserung. Aber was bringt die letztendlich? Was soll die ausrichten? Geht es nur um das Sich-links-Verorten oder nicht vielmehr um das Links-in-die-Gesellschaft-Verankern? |
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Ein >bewegen< fehlt noch.
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"Damit triffst du doch nicht die "Herausgeberschaft" sondern die aktive Community."
Genau. Voll Blöd. Man muss auch bleiben können. |
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Oh, nicht mehr auf dem Parteitag? Oder ist grad Pause?
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nach wachsweicher steinmeier-rede habe ich mir eine auszeit genommen, konnte gerade noch der offerte einer stewardess am stand des BDI entgehen, hab zu lang auf die dort ausliegenden papiere gestarrt, oh oh - und auf steinmeier kaum eine aussprache, nur zwei claqueure (aber das gehört nicht hierher)
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schrieb am
14.11.2009 um 15:39
Der BDI beim Sozi-Parteitag? Ich glaub, ich muss auch mal zu solchen Veranstaltungen gehen.
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Verstehen kann ich es schon, aber ich wüsste trotzdem auch gern, als Mitglied der Community, warum Du hier kein Umfeld für Dich siehst. Hier sind reichlich Linke, Interessierte (nicht nur ich und meisterfalk und andere), mit denen gute Kontakte bestanden.
Ist Dir die Community zu beliebig? War Dir die Resonanz zu gering, der Gedankenaustausch zu wenig intensiv? Versteh mich nicht miss, Du musst darauf natürlich nicht antworten, aber ich finde es auch schade, wenn mit Dir jemand geht, der die Analyse schätzt und die politische Auseinandersetzung. Gruß Magda |
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Ach, es melden sich ja auch noch andere - das ist gut.
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aha,
archinaut als genuines Mitglied der Spaßguerilla, schön. |
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oha, ertappt...
wer weiß, vielleicht liegt in der fragwürdigen Leichtfüssigkeit der SpaßCommunity ja auch ein Mitgrund für die Schließungs- und Kündigungsgelüste der letzten Tage - wäre eigentlich schade..... |
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Lieber jfenn,
ich finde das auch schade. Deine Beiträge werden mir fehlen. Vielleicht kannst Du es ja noch einmal überdenken. Herzliche Grüße por |
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Kürzlich hat hat eine Kabarettistin verkündet, sie hasse ihre Cousine und Trennungen.
Der Lebensabschnittspartner will sich von ihr verabschieden. Sie sagt: Trennung ist nicht, Du bleibst !!!! Solltest Du Dir ein Beispiel dran nehmen. |
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Insasse?
In welcher Anstalt sind wir denn hier? |
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schrieb am
14.11.2009 um 18:16
In der richtigen!
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Einige machen hier schon mal Anstalten...
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"irgentwie" kann ich das nachvollziehen. Deine Schneeschmelze ist auch besser komprimiert. Schliesslich steckt auch ein Haufen Zeit in den Beiträgen, aber vor allem alle Themen zu verfolgen ist zeitaufwendig. Hoffe nur das Du diesen Schritt nicht wegen der immer mehr um sich greifenden Kommerzialisierung des Web getroffen hast.
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Das Zeitargument wiegt leider schwer. Da hat sachichma Recht. Wenn dann noch die Motivation aus den genannten Gründen verloren geht, müsste man sich zwingen, hier weiter mitzumachen. Aber das kann ja nicht Sinn der Sache sein. Insofern verstehe ich Dich gut, jfenn.
Aber wenn Du mal in Dich horchst, ob der Laden hier nicht auch für Dich ein Ort ist, wo man Freunde und interessante Menschen trifft, was ja Spaß macht, zwar nicht mehr als das bedeutet, also Spaß und eine Art Zwischenmenschlichkeit, was aber unüberschätzbar wichtig ist, dann kehrt vielleicht ein bisschen Motivation zurück. Mir ist es schon so ergangen. Probier's, vielleicht klappt's ja! In jedem Fall: Alles Gute für Dich! |
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Na, wenn sogar das alte knorrige Knittergesicht durch die quietschfidele Community einen Motivationsschub erhalten hat, was ist dann erst bei dir noch alles möglich.
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Mir ist es auch schon so ergangen; und dabei binich doch rotgesichtig (zum Glück nicht rund und pausbäckig)!
Ich meine auch, daß Zeitung und Blog zweierlei sind. Die Zeitung kann man doch irgendwie links liegen lassen und sich dabei trotzdem im Blog engagieren, nur weniger "irgendwie". Doch da muß, natürlich wie immer und überall, jeder selbst wissen. |
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Es ist ja wirklich sehr anrührend, für Eure vielen Kommentare möchte ich mich ganz herzlich bedanken (obwohl ich mich eigentlich nicht mehr einloggen wollte und alle Benachrichtigungen abgestellt hatte). Ich weiß das wirklich sehr zu schätzen, deshalb möchte ich gerne noch ein paar Sätze hinzufügen. Mein Abschied richtet sich natürlich nicht gegen die einzelnen Mitglieder der Community, die meine Texte die ganze Zeit über freundlich begleitet hatten, sondern er wendet sich gegen die Richtung, die die Zeitung eingeschlagen hat. Den letzten Anstoß hatten die Dialoge mit JA gegeben, die ich hier in der letzten Zeit geführt habe. Ich möchte es nicht noch einmal vertiefen, man muß auch einmal akzeptieren, daß es den alten Freitag nicht mehr gibt, daß jetzt ein neuer Wind weht und daß man sich auch in so einer Community für die alten Zeiten keinen Ersatz schaffen kann. Jeder Schritt, den man dann tut, ist potentiell auch gegen das eigene Lager gerichtet, das sind in diesem Fall meine Leser und übrigens auch die Redaktion, deren Arbeit ja völlig umgekrempelt worden ist, von einem weitgehend selbstverwalteten Projekt zu einem Laden, in dem es auf einmal einen Chef gibt, der sagt, wo er es gerne lang hätte. Man bedenke, es sind im Kern immer noch dieselben Mitarbeiter und Autoren, die auch früher den Freitag geschrieben und gestaltet haben. Dieselben Blogbeiträge beim Freitag und bei Wordpress treffen, übrigens, auf ganz unterschiedliche Leser und zeitigen unterschiedliche Reaktionen. Das Netz ist weit, und, um im Bild zu bleiben, es gibt noch viele andere Fische in vielen Meeren, die mindestens genauso spannend sind und in denen man ebenfalls gut und angenehm schwimmen kann. Hier dabeizusein, ist kein Selbstzweck, sondern bedarf selbst einer Begründung.
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Hier nicht mehr mit dabei zu sein bedarf eigentlich keiner Begründung. Du hast es lange ausgehalten.
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ich denke, es ist voellig illusorisch heute noch irgendeine spezifisch linke Haltung zu verlangen. Ich weiss gar nicht mehr, was das sein koennte. Ausser bei einer Schlaegerei auf der richtigen Seite zu stehen. Da kaems aber auf das Ziel an. Den meisten Schlaegereien sieht man das nicht an.
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Ausgabe 07/12
16.02.2012
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