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Via Twitter las ich heute abend den Hinweis, daß die Mitarbeiter, die den Umzug des Suhrkamp Verlags von Frankfurt nach Berlin nicht mitmachen werden, derzeit online eine neue Stelle suchen: „Der Suhrkamp Verlag geht nach Berlin. Wir bleiben hier. Suhrkamp-Mitarbeiter suchen Jobs“, heißt es dort im bekannt dezenten Suhrkamp-Weblayout. Nach ihrer bisherigen beruflichen Erfahrung gegliedert, haben die in Frankfurt Zurückgelassenen ihre beruflichen Lebensläufe gemeinsam ins Netz gestellt. Buchhalterinnen, Lektorinnen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Presse-Abteilung, dem Verkauf und aus der EDV bewerben sich als „ex-suhrkampler.de“ um ein Leben nach Suhrkamp.
Den Betroffenen ist natürlich von Herzen viel Glück bei ihrer Initiative zu wünschen. Ihre Website weist rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse darauf hin, daß nicht nur Opelaner und Bankkaufleute in unsicheren Gewerbezweigen tätig sind. Auch die gemeinhin so bodenständig-seßhaft erscheinende Verlagsbranche bietet keine Lebensstellungen am stets selben Ort mehr an.
Vorbild für die Kampagne ist übrigens die gemeinsame Werbung der ehemaligen Beschäftigten von Brockhaus und Meyers, die nach der Schließung des Leipziger Verlagshauses im März 2009 öffentlich die Frage stellten: „Was spricht dagegen?“ Es ist leider kein gutes Zeichen, daß die Website nach all der Zeit immer noch unverändert im Netz verfügbar ist.
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Ich muß auch immer schlucken, wenn ich von Arbeitslosigkeit dieser Art lese.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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