jfenn

Unterschiede

16.07.2009 | 22:07

Hartz IV nach der Bundestagswahl 2009

Bei gegen-hartz.de ist eine interessante Übersicht zu finden: Hartz IV nach der Bundestagswahl 2009. Die Redaktion hat einen Überblick über die Positionen der großen politischen Parteien CDU/CSU, FDP, SPD, Grüne und Die Linke zur Arbeitsmarktpolitik und zum Umgang mit armen Menschen zusammengestellt, den ich sehr zur Lektüre empfehlen möchte.

Grundlage sind die Wahlprogramme der Parteien und weitere Äußerungen, aus denen die Stoßrichtung deutlich wird, mit der man es in einem Vierteljahr zu tun haben wird. Das Wahlergebnis steht sicherlich derzeit noch nicht ganz fest, es wird sich sehr wahrscheinlich aber auch nicht mehr weitgehend im Vergleich zu den derzeitigen Umfrageergebnissen verändern.

Der Beitrag zeigt insbesondere, daß die Beschäftigung mit einer Gruppierung wie der „Piratenpartei“ letztlich nur dazu geeignet ist, von den eigentlichen gesellschaftlichen Problemen abzulenken.

Die Presse und die Blogosphäre werden ihrer Verantwortung nicht gerecht, über ein Thema, das so viele Menschen existentiell betrifft, in angemessenem Umfang aufzuklären. Das betrifft auch den „Freitag“, der lieber die Mondlandung auf die Titelseite bringt als die Pläne von CDU/CSU/FDP für Hartz V.

 
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Kommentare
ebertus schrieb am 16.07.2009 um 23:07
Hallo jfenn,

nur nicht so abwertend, so die offenen Türen einrennen, so ein vordergründiges Freitags-Bashing. Eintauchen und tief Luft holen, nächsten Donnerstag (23.07.) geht es weiter mit dem "act local" und dem kennenlernen einer lokalen Piraten-Crew. Bis dahin Gemach, andere sehen die Widersprüche, die Weiterungen, die ggf. anstehenden Verortungen nicht weniger scharf. Stay tuned:

www.freitag.de/community/blogs/ebertus/die-piraten---erste-reale-naeherung
Streifzug schrieb am 17.07.2009 um 11:48
Hallo jfenn,

die Mondlandung symbolisiert doch treffend die Pläne von CDU/CSU/FDP für Hartz IV: Fernab der Menschen operieren sie in luftleerem Raum.
jfenn schrieb am 17.07.2009 um 12:57
Du meinst, sie operieren genauso „völlig losgelöst“ wie unsere Presse - zwei Monate vor der Wahl?
Martina Kausch schrieb am 20.07.2009 um 14:00
Jürgen,

nun geh mit dem Freitag nicht so streng ins Gericht. Das Thema "Mondlandung" überflutet uns doch derzeitig aus allen Richtungen. Warum soll(te) sich der Freitag also dieser Thematik verschließen? Gibt es doch profane Themen wie z.B. dringend erforderliche Änderungen in der Arbeitslosenpolitik, über die es nicht wert ist, auch nur ansatzweise ein Wort zu verlieren.
jfenn schrieb am 20.07.2009 um 14:09
Eben. Und außerdem wählen wir in vier Jahren schon wieder...
Freiwirtschaftler schrieb am 25.07.2009 um 13:51
THEOLOGISCHE DEBATTEN DES MITTELALTERS

"Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten."

Sir Arthur Charles Clarke (1917 - 2008)

Machtausübung ist Dummheit und allgemeiner Wohlstand ist selbstverständlich – sobald die Religion überwunden ist, die schon immer die Aufgabe hatte, die Fehler der Makroökonomie aus dem Bewusstsein des arbeitenden Volkes auszublenden. Die Religion (Rückbindung auf einen künstlichen Archetyp) war solange notwendig und sinnvoll, wie niemand diese Fehler zu beheben wusste, die zwangsläufig zu systemischer Ungerechtigkeit und damit zu Massenarmut und Krieg führen. Ohne die selektive geistige Blindheit, die uns "wahnsinnig genug" für die Benutzung von Zinsgeld machte, und die noch heute die Menschheit in Herrscher (Zinsprofiteure) und Beherrschte (Zinsverlierer) unterteilt, wäre unsere Zivilisation nie entstanden.

Erst der Prophet Jesus von Nazareth erkannte, wie die Makroökonomie zu gestalten ist, damit niemand einen unverdienten Gewinn auf Kosten der Mehrarbeit anderer (Frucht vom Baum der Erkenntnis) erzielen kann. Doch mit dem Cargo-Kult des Katholizismus mutierte die seit Jesus eigentlich überflüssige Religion vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode: weitere 1600 Jahre Massenarmut und Krieg, seit der Vernichtung der Gnosis (Kenntnis) im vierten Jahrhundert.

Die "heilige katholische Kirche" degradierte das Genie zum moralisierenden Wanderprediger und projizierte das von Jesus vorhergesagte "Königreich des Vaters" (Freiwirtschaft, Vater der Kultur = Kreditangebot), in dem die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beendet ist, auf ein hypothetisches "Himmelreich" der Toten, nur um selbst eine "Moral" verkaufen zu können, die in der idealen Makroökonomie so sinnlos ist wie eine Taschenlampe bei Sonnenschein.

Der religiöse Wahnsinn beließ die Menschheit in der systemischen Ungerechtigkeit des Privatkapitalismus (Erbsünde) und ließ so dem ersten Weltkrieg noch einen zweiten folgen, obwohl der Sozialphilosoph Silvio Gesell bereits 1916, unabhängig von der Heiligen Schrift und erstmals auf wissenschaftlicher Grundlage, genau das wieder beschrieb, was der geniale Prophet Jesus von Nazareth als erster Denker in der bekannten Geschichte als Wahrheit erkannt hatte: absolute Gerechtigkeit durch absolute Marktgerechtigkeit.

Heute (2009) sind wir an genau dem Punkt angekommen, den die israelitische Priesterschaft schon vor 2600 Jahren vorhergesehen hatte: Wir stehen unmittelbar vor der globalen Liquiditätsfalle (Armageddon), der totalen Selbstvernichtung, denn der Krieg (umfassende Sachkapitalzerstörung) konnte nur solange der Vater aller Dinge sein, wie es noch keine Atomwaffen gab!

Doch ein Atomkrieg ist gar nicht erforderlich, um unsere ganze "moderne Zivilisation" auszulöschen; es reicht aus, wenn wir weiterhin an den "lieben Gott" (künstlicher Archetyp: Jahwe = Investor) glauben und ein allgemeines Zwischentauschmittel mit parasitärer Wertaufbewahrungsfunktion (Zinsgeld) verwenden.

Ich wünsche dem einstigen Land der Dichter und Denker Viel Erfolg bei der Auferstehung aus der religiösen Verblendung noch vor dem jüngsten Tag (1. Januar 2010).

Mit freiwirtschaftlichem Gruß

"The strong young man of the rising sun"
jfenn
Jürgen Fenn
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18:33
thinktankgirl hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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sachichma hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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