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Nachdem die Grünen durch die Realos „mehrheitsfähig“ gemacht worden waren (seitdem „entsenden“ sie deutsche Soldaten in „Krisengebiete“) und nachdem die SPD durch die Gruppe um Gerhard Schröder sehr nachhaltig nach rechts gerückt wurde (seitdem wird der Sozialstaat „reformiert“), merkt man, daß wir keine zweite SPD mehr im Kofferraum haben. Bis sich für pazifistische und soziale Belange neue politische Mehrheiten bilden, wird es nun sehr lange dauern.
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Das ist richtig. Nie brauchte eine utopiegewandte Welt die SPD noch die Grünen. Kinderkrankheiten zweier Jahrhunderte.
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Wenn Ihnen noch eine Alternative zu den beiden Parteien einfiele, bitte ich um einen konstruktiven Vorschlag.
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schrieb am
11.08.2009 um 18:05
Na ja, wir reden hier immerhin Jahrzehnte nach der Katastrophe, nach den Katastrophen. - Ich bin nicht in der Pflicht, eine Alternative zu nennen, aber schon in der Pflicht, das Bestehende zu kritisieren, abzulehnen. Die SPD oder die Grünen bessern zu wollen ist wie Fische zum Landgang überreden zu wollen. - Es gab ein Kommunistisches Manifest, es gab eine Analyse einer antagonisch organisierten Gesellschaft, es gab eine Dialektik der Aufklärung. Wer dahinter zurückbleiben möchte, bitte schön.
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So manifestisch will ich gar nicht einsteigen. Tatsache ist: Es gab mal eine größtenteils funktionierende soziale Sicherung in Deutschland, für die es auf absehbare Zeit keine politische Mehrheit mehr geben wird. Die Grundlegung dafür kann man nicht aus dem Boden stampfen. Und es ist eine große Schuld, diese Strukturen zerstört zu haben. Der Neuaufbau wird aber immer noch leichter gehen als die Revolution. Ich halte sowieso mehr von "Dantons Tod".
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Leider, leider ist das so! :-(
Aber wie soll es weitergehen, das kann doch nicht alles gewesen sein mit links? |
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Ist ja auch nicht alles gewesen. Aber die Arbeiterbewegung hatte Strukturen hervorgebracht (Gewerkschaften, Parteien), die bestimmte politische Positionen durchgesetzt und erhalten hatten. Das fällt ja nun flach. Meine These wäre: Andere Insitutionen können nicht an ihre Stelle treten. Es muß zu einer Erneuerung innerhalb dieser etabilierten Strukturen kommen -- oder gar nicht. Und bis es soweit ist, wird es eben etwas dauern.
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Schöner Text. Es ist bemerkenswert, wie unterbelichtet die Rolle der Grünen in diesem rotgrünen Drama in der Öffentlichkeit bleibt. Die Roten zahlen die Zeche, die Grünen steigen und sonnen sich in neuen politischen Konstellationen.
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Keiner beschwert sich bei den Grünen, alle Kritik zielte nur auf die SPD. Dabei war es rot-grüne Politik. Man kann sie nicht nur einer Partei zuschreiben. Vor vier Jahren verteidigte folgerichtig Joschka Fischer bei seiner letzten Rede auf dem Frankfurter Römerberg nicht nur den Krieg in Jugoslawien, sondern auch Hartz IV als rot-grünes Projekt.
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Keiner beschwert sich bei den Grünen, alle Kritik zielte nur auf die SPD. Dabei war es rot-grüne Politik. Man kann sie nicht nur einer Partei zuschreiben. Vor vier Jahren verteidigte folgerichtig Joschka Fischer bei seiner letzten Rede auf dem Frankfurter Römerberg nicht nur den Krieg in Jugoslawien, sondern auch Hartz IV als rot-grünes Projekt.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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