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/Update 15.04.2011: Good news everyone. Für die nächsten drei Jahre konnte das Theater gerettet werden. In den „Abschluss-Veranstaltungen“ fanden sich Gönner, die die Mietsteigerung für diese Zeit übernehmen werden.
Im März 2011 wird das Zebrano Theater schließen und mit ihm verschwindet ein weiterer Hort einer Lesebühne.
Berlin ist die Stadt der experimentellen Kleinkunst. Geschichte und Definition der Subkulturform „Lesebühne“ sind nicht eindeutig festzumachen. Ende der 90er waren sie plötzlich etablierter Bestandteil des Stadtlebens. Zumindest war das auch die Zeit, in der ich zum ersten Mal mit dem Phänomen in Kontakt getreten bin. Ein Großteil der von mir besuchten Veranstaltungen findet mittlerweile nicht mehr statt. Dafür sind auch einige neue Projekte hinzugekommen.
Beschreiben des Ganzen ist wenig sinnvoll. Man könnte etwas sagen wie:
„Eine Mischung aus humorvoller Lesung und sonstiger Kleinkunst mit interaktiven Elementen“ oder ähnlichen Unfug. Würde es alles nicht treffen. Stattdessen rate ich zur Besichtigung, solange es noch geht.
O-Ton-Ute im Schokoladen machte 2005 dicht, wo ich die mir sonst nur aus der TAZ flüchtig bekannten Kirsten Fuchs zum ersten Mal live sah. Und die meisten Leute performen in Echtzeit tatsächlich besser, um einiges besser, als nur gelesen.
Dezember 2008 schloss meine Lieblings- nämlich die Marabühne in der Marabubar in Kreuzberg. Eintritt war frei, beziehungsweise auf Spendenbasis, das Programm gemischt und der Besuch lohnte sich eigentlich immer. Und nun schlägt dem Zebranotheater, welches die Dienstagspropheten beheimatet, demnächst die Stunde. In der Erklärung im Newsletter heißt es unter anderem:
Das Theater konnte aufgrund einer drastischen Mietsteigerung seitens der neuen Hauseigentümer den Betrieb nicht weiterführen.
Es wird schon in der einen oder anderen Form weitergehen. Das Leben findet immer einen Weg.
Hoffentlich.
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Die Lesebühne im Kino Moviemento gibt es auch nicht mehr und die Texttouren, eine Berliner Autorengruppe, haben sich selber aufgelöst. Im Carmer 1 in der Carmerstrasse nahe des Savignyplatzes gibt es jeden letzten Sonntag im Monat eine Bühne, auf welcher 4 Autoren lesen und nach jedem Autor das Publikum und die beiden sachkundigen Gastgeberinnen über das gehörte diskutieren. Und bei Papenfuß sollen sich einige Autoren des "lauter niemand" ab und an versammeln, die Kneipe des Dichters Papenfuß befindet sich in der Metzer Strasse.
Gibt es das legendäre Cafe Burger in der Torstrasse mit der Lesebühne Heim und Welt eigentlich noch? |
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Heim & Welt im Café Burger war ich schon lange nicht mehr, müsste es aber noch geben. Die genannten Veranstaltungen waren nur subjektive Auswahl - es gibt natürlich viel mehr.
Im RAW-Tempel ist noch die Chaussee der Enthusiasten. Ich habe mich da lange nicht mehr drum gekümmert und deswegen auch ein schlechtes Gewissen, wenn plötzlich wieder eine verschwindet. |
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ich auch nicht, weil ich momentan lieber selber schreibe und öffentlich lese. Es muss nicht immer eine lesebühne sein, veranstalter, welche lesungen mit unbekannten autoren organisieren, gibt es auch noch in der berliner subkultur. da kommen manchmal nur wenige zuhörer, so dass es eine fast familäre atmosphäre ist. ist manchmal schwer zu finden, lokale zeitungen wie das berliner abendblatt kündigen manchmal diese lesungen an oder publikationen der bezirklichen rathäuser...
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Viele Lesebühnen haben auch ein "offenes Mikro" für Gastbeiträge. Ansonsten gibt es Seiten, wie Groops ("http://www.groops.de/be/berlin") und Ähnliches, um selber was zu organisieren.
Mir waren die „normalen“ Bühnen aber als vorwiegender Konsument genau richtig. |
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stimmt, das offene micro hatten die texttouren auch, eine gute gelegenheit für junge, unerfahrene autoren, sich auszuprobieren und erste erfahrungen zu sammenl sowie ein feedback zu bekommen :)
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Die Erfahrungen mit dem "offenen Mikro" waren bei mir recht unterschiedlich. Da kann alles dabei sein.
Wie überall sonst auch. Also sollte keineswegs negativ interpretiert werden. Es gab ja mal den Spruch, dass es inzwischen mehr Leute gibt, die Bücher schreiben, als welche, die Bücher lesen. Insofern dürfte es schwierig sein, in dem professionellen Bereich Fuß zu fassen oder gar Geld damit zu verdienen. Ich fühle mich trotzdem eher unterversorgt mit guten Ideen und die Bühnen waren lange Zeit für mich in dieser Hinsicht sowas wie kulturelle Notnahrung. Ich kann inzwischen keinen Mainstream-Kinofilm mehr sehen, ohne mit dem Gefühl rauszugehen, es schon 1000 mal gesehen zu haben. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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