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Ich habe jetzt auch eine Frage an die Nutzer.
Es passiert ab und an, das Community-Mitglieder hier ihre Blogs löschen. Dagegen kann ich eigentlich nichts haben, aber ich finde es immer wieder schade.
Denn wir bemühen uns, gute Blogbeiträge mit Redaktionstexten zu verlinken (ich habe zum Beispiel gerade die Tatort-Kritik mit dem aktuellen "Geheimen Tagebuch von Angie (61)" verlinkt). Oder wir stellen sie mit auf die Startseite, damit sie mehr Aufmerksamkeit bekommen, suchen zum Teil eigenen Bilder dazu. Werden Blogs gelöscht, dann war die Arbeit für die Katz.
Aber nicht nur dieser Umgang mit der Redaktion stört mich manchmal. Mit dem Löschen werden auch die anhängenden Kommentare gelöscht. Theoretisch hat hier ein User die Möglichkeit, lange Diskussionen einfach zu vernichten, vielleicht, weil sie ihm über den Kopf wachsen, weil er die Diskussion woanders noch einmal führen will, oder auch nur, weil ihm sein Text nicht mehr gefällt.
Ist das gut so? Kein Redakteur hat hier das Recht zu so was. Und: Werden hier, anders als im Stand-alone-Blog à la wordpress, nicht Texte genau für ein sehr kommentarwilliges und-bereites, aktives Publikum geschrieben, die mit ihren Beiträgen noch einen Mehrwert schaffen. Oder anders ausgedrückt: Ist der Blogger noch Allein-Autor, wenn sein Beitrag mehrere auch weiterführende Kommentare bekommen und sich die Community ihn sozusagen angeeignet hat?
Das klingt jetzt ein bisschen juristisch und ist auch eine rhetorische Frage, aber auf Meinungen wäre ich jetzt schon sehr gespannt.
Schöne Grüße, JK
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Eigene mit kommentaren versehene beiträge würde ich nicht löschen, denn die kommentatoren haben auch ein recht auf ihren text. Selbst habe ich bisher nur einen text aus dem verkehr gezogen und erst einen monat später in wesentlich veränderter fassung wieder eingestellt - ich hatte damals den eindruck, daß er noch nicht reif gewesen war (aber auch da hatte ich die entscheidung von der existenz von kommentaren abhängig gemacht ...). Ansonsten sehe ich das mit dem mehrwert wie Sie, man bekommt anregungen, es wird etwas ergänzt, berichtigt oder es gesellt sich eine andere ebene dazu ...
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Ich sage mir bei so etwas, dass der oder die schon ihre Gründe haben werden.
Außerdem, wenn sie erst einmal hinter dem Strichhorizont verschwunden sind, wer schert sich dann noch drum. Das ist nun mal so. |
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"Es passiert ab und an, das Community-Mitglieder hier ihre Blogs löschen."
Verständnisfrage: Geht es hier um das Löschen einzelner Blogbeiträge oder um das Löschen ganzer Blogs (also des gesamten Zugangs eines Mitglieds)? "Mit dem Löschen werden auch die anhängenden Kommentare gelöscht. Theoretisch hat hier ein User die Möglichkeit, lange Diskussionen einfach zu vernichten, vielleicht, weil sie ihm über den Kopf wachsen, weil er die Diskussion woanders noch einmal führen will, oder auch nur, weil ihm sein Text nicht mehr gefällt." Ich könnte mir vorstellen, daß so manchem, der einen Blogbeitrag von sich löscht, gar nicht bewußt ist, daß er damit auch die damit verknüpften Diskussionen zerstört. Erste Hilfe könnte hier ein Fenster beim Löschdialog sein: "Wollen Sie diesen Beitrag wirklich löschen?" - "Ja." - "Damit werden auch sämtliche Diskussionsbeiträge zu Ihrem Beitrag gelöscht. Wollen Sie die wirklich löschen?" Oder: "Ihr Beitrag ist mit der Hauptseite verlinkt, wollen Sie den Beitrag wirklich löschen?" Und hier werden wohl die meisten doch etwas ins Grübeln kommen. "Ist der Blogger noch Allein-Autor, wenn sein Beitrag mehrere auch weiterführende Kommentare bekommen und sich die Community ihn sozusagen angeeignet hat?" Der Umgang mit den Texten von Lesern ist überhaupt etwas inkonsequent hier. Wenn ich einen Kommentar schreibe, dann kann ich ihn nicht mal mehr korrigieren (was manchmal sehr ärgerlich ist, wenn man gleich nach dem Absenden einen saublöden Tippfehler entdeckt), geschweige selbständig löschen. Bei Beiträgen erscheint, wenn ich auf meine Seite gehe, für einige Sekunden ganz, ganz fett und dick die Schrift, ob ich nicht vielleicht meinen Beitrag löschen möchte. Das hat manchmal auf mich Rausschmeißer-Anmutung: "Willst du jetzt deinen Dreck nicht endlich doch löschen?" (Ich weiß, daß es so nicht gemeint ist, aber es ist ungeschickt.) Kann man es nicht wenigstens so machen, daß man für das Löschen eines eigenen Beitrags diese Löschung bei der Redaktion beantragen muß? - Aber nein, das wäre auch nicht gut, ich habe schon öfter mal einen Beitrag unmittelbar nach dem Reinstellen gelöscht, weil ich mit den einzusetzenden Bildern nicht klargekommen bin und erst experimentieren mußte. Viele Grüße Wolfram Heinrich |
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schrieb am
02.11.2009 um 20:25
@ Wolfram
Verständnisfrage, - es geht wohl nur um den gesamten Beitrag. Den gesamten Blog wird wohl niemand löschen, denn das wäre absurd, wozu denn alles erst Schreiben? |
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"Den gesamten Blog wird wohl niemand löschen, denn das wäre absurd, wozu denn alles erst Schreiben?"
Man möchte es meinen. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, daß einer sagt: "Mir stinkt alles, ich geh" und dann seinen Zugang löscht. Wapps sind dann auch die Texte weg. |
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habe schonmal 2 jahre bloggen einfach so gelöscht. das grund ist, dass man manchmal einfach neu beginnen muss, sich schlichtweg neu ordnen will oder eine phase der weiterentwicklung braucht.
altes, penetrant vorhandenes, kann da störend sein. in dem sinn ist meine antwort auch: gebt den blogs endlich eine vorschaufunktion. und löschen nur auf antrag und im ausnahmefall. mfg mh |
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ich denke der fall trifft genau auf die jüngsten löschungen auf meinem blog, insbesondere "das gift in der schokolade" zu, vielleicht war diese frage auch sonst von allgemeinem interesse, vielleicht gerade dadurch erst angeregt. die umstände, die durch das löschen entstanden sind, tuen mir wirklich leid. man möge mir vergeben, manchmal offenbart man zuviel, mein blick auf den text änderte sich.
kommentare tragen dem text keinen mehrwert zu. kommentare können aber dem thema, dem der einzelne beitrag gewidmet ist, einen enormen mehrwert, verständnis oder neue sichten vermitteln, der text wäre zwar anlass dazu, bleibt jedoch unabhängig von den kommentaren. |
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Lieber Jörn Kabisch,
schwer zu sagen. Einerseits sollte der Blogger weiter die Rechte an seinem Text haben, andererseits sind die Kommentare dazu nicht sein Werk. Aber er hat sie herausgefordert, ohne seinen Blog gäbe es sie nicht. Vielleicht sollte die Prüfung der Zurechnungsfähigkeit beim Einstellen des Textes sich nicht in der Frage 2 + 2 = ? erschöpfen? Nee, is nur Spaß. Hier geht sicher nichts ohne ein Verantwortungs-Anspruch - für den eigenen Text wie für die Kommentare darauf. Jede Regelung in Ver- und Geboten fände ich print (was kein Schimpfwort sein sollte). herzlich kk |
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Gut das Sie das Thema hier reingestellt haben! Das ist schon mal ein sehr guter Anfang!
Die Freitags Community hat natürlich ein Recht an einem Post. Sie führt eine Diskussion weiter, also ich sehe mich dann im Rahmen der Diskussion absolut nicht mehr als der Allein-Autor, - im Gegenteil es ist doch ganz explizit meine Intention eine Diskussion herbei zu führen und deren Out-Come gehört allen. "jayne" hat ein ähnliches Erlebnis gehabt wie ich mit meinem ersten Post hier: "Taliban auf der Zielgerade" den ich noch vor der sogenannten Wahl in A-stan gepostet hatte. Dieser Post wurde von einem User vollkommen falsch beurteilt, seine Kommentare waren schlicht polarisierend. Die Richtigkeit beweist die heutige Realität, denn nur 2 Monate danach verloren die US-Truppen 2 Provinzen, der Wahlbetrug wurde deutlich usw. Jedenfalls, der post hat bis heute nichts an Aktualität eingebüsst und war der einzige Post den ich hier gelöscht hatte. Was ich damit sagen will, ist das Kommentaren manchmal vom Thema abweichen und sich die eigentliche Geschichte verselbstständigt. Das ist dann störend. Allerdings habe ich in bei den letzten Posts auch auf Verlinkung von Quellen verzichtet und werde das in Zukunft so beibehalten, etwas Arbeit überlasse ich denn doch gerne auch Euch in der Redaktion. |
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Jeder Nutzer sollte auch weiterhin grundsätzlich die Freiheit haben, seine Texte zu löschen, auch zusammen mit den Kommentaren.
Nur für den Fall, daß Blogbeiträge mit dem redaktionellen Content verlinkt worden sind oder daß Blogbeiträge in den redaktionellen Teil übernommen werden, sehe ich das anders. Hier könnte durchaus die Möglichkeit des Löschens technisch und von den Nutzungsbedingungen her wegfallen. |
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schrieb am
02.11.2009 um 21:29
auf jeden Fall muss dieses Recht erhalten bleiben. Bei Übernahme in den redaktionellen Teil ist das quasi eine Art Vergütung für die Nutzung der FC. Zumindest bis sich bezüglich der Kostenfrage im Hinblick auf die Finanzierung der FC eine Lösung hat. Da ist ja bis jetzt genauso wenig geschehen wie bei den Antikriegskünstlern.
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"Jeder Nutzer sollte auch weiterhin grundsätzlich die Freiheit haben, seine Texte zu löschen, auch zusammen mit den Kommentaren."
Hm. Manchmal provoziert mich ein Blogbeitrag dazu, einen bisher von mir noch nie schriftlich formulierten Gedankengang auszuformulieren. Will ich einen anderen Text zum gleichen Thema schreiben, erinnere ich mich daran, daß ich dergleichen schon mal geschrieben habe und suche mir den Beitrag. Und dann ist er auf einmal weg. Herb. |
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@Wolfram: Man kann seine Texte jederzeit an einem anderen Ort archivieren. Editoren existieren. Wer rein online arbeitet, kann zB Pastebin nutzen: de.wikipedia.org/wiki/Pastebin
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Keine zwei Meinungen: Mein Blog ist mein Blog. Es gibt keinen schleichenden Übergang von mein Blog zu unser Blog.
Der ganze User Generated Content (UGC), der fremdgesteuert innerhalb einer solchen UGC-Community abläuft ist aus Blogsicht (mein Wohnzimmer) schon schlimm genug (keine Kontrolle über mein Wohnzimmer) und wird natürlich evtl. durch den Community-Mehrwert ausgeglichen. Wer UGC beiträgt, der kann damit auch mal schnell auf die Schnauze fallen. Muss man hier bereits Warnsignale geben? |
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"@Wolfram: Man kann seine Texte jederzeit an einem anderen Ort archivieren. Editoren existieren."
Ich weiß, ich tue das sogar. Allerdings - und das ist der Haken - nicht streng systematisch. So gesehen ist das Netz für mich schon auch eine Art Archiv. |
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Lieber Jörg Kabisch,
ob es wohl technisch möglich ist, eine Testphase von z.B. 24 Stunden für die Beiträge einzuführen? Grobe Verirrungen könnte man dann noch auslöschen, die sicheren Blogs bleiben weiter im Netz....Gibt es vielleicht Erkenntnisse über den kritischen Zeitraum, in dem die meisten Löschungen und Änderungen vorgenommen werden? Wenn man erreichen will, dass die Blog-Kreativität ernst genommen wird, muss man eine Art Redaktionsschlus wie bei einem gedruckten Text erreichen, danach ist es am Leser oder Kommentator, die Gedanken weiter zu stricken. Herzliche Grüße sendet nemo :-)) |
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Liebe alle,
danke für das Stimmungsbild. Ich sehe das genauso: Wir möchten das Recht, einen Blogbeitrag vom Netz zu nehmen, nicht beschneiden, genauso wenig wie, seinen gesamten Blog zu beenden. Der 24-Stunden-Vorschlag von Archinaut gefällt mir sehr. Aber: Ich glaube, wir können erst mal transparenter machen, wenn ein Beitrag in Artikeln verlinkt wird oder auch auf den redaktionellen Seiten empfohlen wird. Grüße, Jörn Kabisch |
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Jörn, ich weiß nicht, vielleicht müsste man es so machen, dass der Text eines Blogs zwar gelöscht werden kann, aber nicht die Kommentare darunter. Dann würde die Überschrift erhalten bleiben und damit das Thema - und im Textfeld stünde eine Nachricht, die, sinngemäß, besagt, dass der Nutzer selber entschieden hat, seinen Text wieder zu löschen. Aber darunter blieben die Kommentare und alle Verlinkungen erhalten.
Ich denke nämlich auch, dass der Text in Wahrheit nicht mehr dem User "gehört", wenn er ihn hier hereingestellt hat. Der Text "gehört" dann der Community. Und selbst wenn wir dem User gestatten, den Text zu löschen, so darf er doch nicht die Spuren des Textes löschen. (Was die Möglichkeit angeht, einen Kommentar nachträglich zu bearbeiten und eine Vorschaufunktion für Blogs - so haben wir das auf die Wunschliste der Verbesserungen gesetzt, die wir ohnehin gerade besprechen) JA |
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Ich möchte hier ausdrücklich anerkennen, wie sich die Redaktion und Sie, JA, darum bemühen, die Community benutzerfreundlicher zu machen. Aus einem Windows-Rechner einen Apple, sozusagen. (Oder leugnet jemand hier, dass Apple tausendmal bedienderfreundlicher ist? Schleichwerbung? Nee, Überzeugung...)
OK, wir können auch sagen: Aus einem MacBook ein MacBook Pro. Danke dafür! |
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"bedienerfreundlicher", natürlich. Verflixt!
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bin mit windows 7 ganz zufrieden und wollte mich nicht auf nen mac umgewöhnen, der ob seiner eigenen standards eh nur kompatibilitätsprobleme im alltag verursacht.
mfg mh um mal innerhalb des anarchen subtextes zu bleiben |
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@ mh:
"Kompatibilitätsprobleme im Alltag". Klar, das kann vorkommen. Kommt immer drauf an, womit das Umfeld arbeitet. Redaktionen arbeiten aber fast alle mit Mac (ach hier ist es schon wieder, sorry.) :) Anna |
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Liebe Anna,
"(Oder leugnet jemand hier, dass Apple tausendmal bedienderfreundlicher ist? Schleichwerbung?" ich leugne das. Ein Windoofs-PC als Prof.-Version in einer ActiveDirectory Umgebung, dann bin ich als admin richtig chef und "der user ist der looser". Mit diesen Möglichkeiten kommen Apple-Betriebssysteme nicht mit. Apple-Betriebssysteme laufen nur auf begrenzter Hardware. MACs sind nichts für Bastler oder Hardwareerweiterungen. Die allerallermeisten kostenlosen Programme gibt es für Windoofs. Auch gute Grafik- und Layoutprogramme für den semiprofessionellen Bereich. Apple bietet selbst die Installationsmöglichkeit für Windoofs parallel an. Seit dem Tiger basieren Apple-Betriebssysteme auf Linux. Der Streit nach dem besseren Betriebssystem ist "unfruchtbar". Ich halte nichts davon, weil der Einsatz von den Gegebenheiten abhängt. Jetzt höre ich auf. Tschuldigung an Steve Ballmer, Windoofs heißt eigentlich WINDOWS (mit allen Markenrechten). |
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"Aber: Ich glaube, wir können erst mal transparenter machen, wenn ein Beitrag in Artikeln verlinkt wird oder auch auf den redaktionellen Seiten empfohlen wird."
Wenn das noch nicht so ist, daß der Autor drüber informiert wird, wenn sein Artikel empfohlen, bzw. verlinkt wird, dann sollte man das schleunigst einführen. In der Tat. |
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"Ich denke nämlich auch, dass der Text in Wahrheit nicht mehr dem User "gehört", wenn er ihn hier hereingestellt hat. Der Text "gehört" dann der Community. Und selbst wenn wir dem User gestatten, den Text zu löschen, so darf er doch nicht die Spuren des Textes löschen."
Dem möchte ich mich anschließen. |
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Ich überspringe mal die mac / windows diskussion, wofür die auch immer interessant ist.
@ JA "Ich denke nämlich auch, dass der Text in Wahrheit nicht mehr dem User "gehört", wenn er ihn hier hereingestellt hat. Der Text "gehört" dann der Community" "in wahrheit" ist eine philosophische untiefe. lassen wir das. und wer ist die community? eine auswahl der blogger, sämtliche blogger hier, wer bestimmt wie und wie weit nach welchen kriterien über die artikel der einzelnen blogger. problematische sicht des urheberrechts. kommentare können beim löschen eines blogs durchaus erhalten bleiben, dagegen wird kaum jemand argumentieren, müßte eben nur technisch so zur verfügung stehen als option beim löschen. |
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Wenn ich beim Löschen entscheiden kann, ob die Kommentare bestehen bleiben sollen, wäre das okay.
Aber meine Texte gehören mir, und nicht irgendeiner Community oder sonstwem. Wenn es hier Unklarheiten geben sollte, wäre das ein Grund für meinen Abschied vom Freitag. |
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@jfenn
das wäre sehr schade, weil ich ihre beiträge gern lese. allerdings sehe ich das mit dem urheberrecht genauso wie du, da darf es keine schwammigen begriffe geben. das gute am freitag ist, dass hier diskutiert wird, auch wenn man manchmal das gefühl das, das lesen und verstehen auseinander fallen, trotzdem ist es ein vorteil dieser seite, man kann es durch argumente klären. |
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Damit wir nicht im Apfeltalk feststecken. Ich finde Jakobs Vorschlag hervorragend. Sogar ein jfenn müsste damit doch konform gehen können, oder?
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Schließe mich an. Texte nicht mehr löschen - oder gar: nicht mehr ändern zu können! - welch eine grauselige Vorstellung...
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Ich schrieb doch schon, daß ich anderer Ansicht bin. Mein Text gehört mir. Sollte das nachträglich geändert werden, lösche ich auf der Stelle mein gesamtes Blog und schweige hier stille.
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Habe ich gefunden:
4. Urheberrecht 4.1 Sofern der Nutzer eigene Inhalte („Beitrag“) zur Verfügung stellt (z.B. durch die Erstellung eines Blog- oder Forumbeitrages oder durch das Hochladen von Bildern und Photos), überträgt er dem Verlag ein einfaches, zeitlich und räumlich unbeschränktes Recht, die Inhalte ohne weitere Zustimmung für entgeltliche und/oder unentgeltliche Zwecke zu nutzen, insbesondere sie zu vervielfältigen und zu verbreiten (insbesondere auch in Zeitungen und Zeitschriften für alle Ausgaben und Auflagen), vorzuführen, über Fernleitungen oder drahtlos zu übertragen, zu bearbeiten und zu kürzen. Dieses Recht besteht auch nach Beendigung des Nutzungsvertrages fort. Eine mögliche Vergütung des Nutzers für Beiträge erfolgt nach Ziffer 4.4 dieser AGB. |
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Vielen Dank Luigi. das ist -ich weiss nicht wie andere es aufnehmen- für mich persönlich recht abschreckend.
erst recht ein zeitlich unbeschränktes recht einräumen oder diese auch womöglich ungefragt vervielfältigen lassen und auch weiter verkaufen zu lassen, wow in dieser dimension wars mir nicht bewußt. nach nochmaligem lesen, ja, ziemlich abschreckend. ein blogbeitrag, hinter den man selbst nicht mehr steht, den man entweder ändern oder gar ganz verschwinden lassen möchte, ungefragt weiterverwerten lassen, dazu kann ich nicht frohen herzens zustimmen. keine ahnung wie andere blogger das sehen und ob es alternativen gibt zu solchen recht horrenten AGBs, die wahrscheinlich sogar so usus sind. |
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Lieber outnumber,
"keine ahnung wie andere blogger das sehen und ob es alternativen gibt zu solchen recht horrenten AGBs, die wahrscheinlich sogar so usus sind." Über diese Regelungen wurde am Beginn der ganzen Bloggerei hier ziemlich ausführlich diskutiert. Damals war Joachim Losehand als recht sachkundiger Blogger zugange, der diese Regelungen auch erklärt und - soweit ich mich erinnere - gerechtfertigt hat. Man überträgt ein einfaches Recht, behält aber auch irgendwie ein eigenes Recht zur Weiterverwertung, glaube ich. Ich denke manchmal auch, dass diese Urheberrechts-Regelung eigentlich erst einsetzen sollte, wenn man einen Text abdruckt oder wenn er in der Online-Ausgabe verlinkt wird. Dass auch Blogbeiträge darunter fallen, was soll man sagen. Es ist die Gegenleistung dafür, dass man das Portal nutzt. Was man hier in der Freitag-Community an Mehrwert kriegt, ist eben die Gemeinschaft der Leser und Diskutanten. Dafür wollen sie auch was. Andererseits ist mir auch - gerade, wenn der Ton sich hier manchmal so merkwürdig verschärft - unangenehm bewusst, dass man ein Stück von sich aus der Hand gibt. Nur: Das passiert Dir überall, wenn Du einen Text an ein Medium gibst, es kann mit allem passieren, was man ins Netz stellt. Ich habe kürzlich einen Leserbrieftext an weltonline von mir wörtlich als Eigenbeitrag bei Anne Will gesehen, das hat mich sehr amüsiert. Wenn Du ganz unabhängig sein willst, dann musst Du ein eigenes Blog betreiben. Du hast ja glaube ich auch eins. Ich auch, aber es ist nicht aktuell. Wie gesagt, die Debatte ist immer mal wieder virulent. Gruß |
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@outnumber
Diesem Teil eines Vertragstextes hast du sogar zugestimmt. D.h., du bist im Bereich "Freitag" an diesen Vertrag gebunden. |
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schrieb am
03.11.2009 um 20:49
@ luggi, das ist aber das Problem: viele lesen bei Flikr gar nicht. Die Urheberrechts-Bestimmungen (meistens als uneingeschränktes Nutzungsrecht) sind bei fast allen Publikationen der gleiche Mist, von Jahreszeiten Verlag bis DPA. Darum halte ich den Heidelberger Appell für zweideutig, denn selbst wenn Google denen etwas schadet, Leute wie Ganser haben doch die gleichen Knebelverträge. Die FC lässt sich ja nicht so gut googlen
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@magda
"Andererseits ist mir auch - gerade, wenn der Ton sich hier manchmal so merkwürdig verschärft - unangenehm bewusst, dass man ein Stück von sich aus der Hand gibt." das ist der punkt. die community ist mir ans herz gewachsen, die diskussion schätze ich auch sehr, nur die in kürzeren abständen auftauchenden diskussion in bestimmter färbung in richtung sanfter entmündigung, um es mal zu überspitzen, gefällt mir nicht. |
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@sachichma
Ich schwöre, ich habe diesbezüglich nicht gegoogelt. Heidelberger Appell kenne ich noch nicht. flickr bin ich 3 mal in 2 Jahren, aber aus anderen Gründen (links). Die Rechtsbestimmung stammt aus den AGB vom Freitag, ganz unten, klick und du kannst sie lesen. Liest du nie das Kleingedruckte? |
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"das ist der punkt. die community ist mir ans herz gewachsen",
Ja, genau und Du, liebe Außenzahl. :-)) |
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Die AGB sind recht einfach zu verstehen: Die Einräumung des einfachen Nutzungsrechts ist erforderlich, damit der Verlag die Texte überhaupt online verbreiten darf.
Allerdings stellt der Betreiber der Website dem Verfasser auch die technische Möglichkeit zur Verfügung, den Text nachträglich zu ändern und auch zu löschen. |
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Freitägliches Urheberrecht:
Die "FREITAG Community" (bei der ich immernoch mitlese aber leider aufgrund neuer Verpflichtungen nur noch selten mich schreibend zu Wort melden kann, sry) ist ja eine von Dritten für Blogger (Urheber) kostenlos bereitgestellte Kommunikations- und Publikationsplattform. DER FREITAG erbringt eine kostenlose Dienstleistung für Blogger, nimmt ihnen einerseits Arbeit ab (Blogumgebung etc.), andererseits sorgt die Publikationsumgebung für einen gewissen Zulauf und eine gewisse Aufmerksamkeit, die der einsame Blogger auf seinem Wordpress-Floß im Meer des Internets so nicht hätte. Das ist für den Blogger ein ggf. materieller und in jedem Fall ideeller Vorteil: denn wer veröffentlicht, will gelesen werden. Und da ist der FREITAG als Marke bei unterstützend behilflich. Damit diese Plattform überhaupt sinnvoll arbeiten kann, muß der Urheber Nutzungsrechte an die Betreiber abtreten, das ist - zum reibungslosen Ablauf und zur Bereithaltung der Veröffentlichung - auch im Interesse des Urhebers. Die weiteren - einfachen, nicht exklusiven - Rechteübertragung sehe ich persönlich als Anerkennung dafür, daß ich hier als Blogger auf der FREITAG-Plattform publizieren darf. Das hat mir und meinem Geschreibsel durchaus Vorteile gebracht, meine Stimme in der Open-Access-Diskussion war lauter, als wenn ich als Solo-Blogger geschrieben hätte. "Do ut des" sagt man im Lateinischen. DER FREITAG gibt mir - und ich gebe dem FREITAG. Das ist ein freiwilliges Agreement zwischen Gentlemen und ich finde nicht, daß wir Blogger dabei benachteiligt werden. Das Löschen von Texten ist insofern problematisch, als die Einräumung von einfachen Nutzungsrechten unbegrenzt erfolgt, und zudem eine "Entöffentlichung" seitens des Urhebers im Grunde prinzipiell nicht möglich ist. Wer etwas veröffentlicht, der tut einen Schritt, der nicht mehr rückgängig zu machen ist. |
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Wenn es technisch möglich ist, einen Beitrag zu löschen, zeigt dies aber, daß der Betreiber der Plattform vorab damit einverstanden ist, daß ein Text auch wieder zurückgezogen werden kann. Er setzt dem "unbegrenzt" damit selbst wiederum technisch Grenzen und schränkt das ihm eingeräumte Nutzungsrecht faktisch wieder ein.
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mal ganz naiv und unabhängig von Rechten, Juristerei und Community-Schnickschnack: Wenn ich einen Kommentar schreibe, dann ist das ebendas: ein Kommentar. Damit erhebe ich kein Recht auf Ewig-Bedeutsam- und Erhaltsamkeit. Das ist für mich flüchtig, fast wie ein Gespräch, nur eben in Buchstaben statt Lauten und Gesten geführt. Ein Dialog. Ein Multilog. Der irgendwann "weg" ist, wenn er nicht irgendwo in Kopf oder/und Herz hängen bleibt. Es wird so viel aufgehoben! Zu viel. Und so viel wichtig genommen. Viel zu viel. Das Wichtige bleibt von allein, von solchen Gesprächen - ohne Archiv. Das Wichtige wird nicht gelöscht.
Ich lege keinen Wert auf Verewigung meiner Kommentare. Sie sind weder auf Gegenleistung noch auf Urheberrecht geschrieben, sondern, für mein Verständnis, eher GESAGT als geschrieben. Momentaufnahmen. Die, wären sie Fotos, in irgendeiner Kiste verschimmelten, bis ich sie fortwürfe. Wollte man alles Gesagte aufheben, aufnehmen, balsamieren - was bliebe dann von einem Gespräch? Kommentare sind wie Gaben, die man mitbringt zu einem Potluck. Wenn sie aufgegessen sind, waren sie lecker und sind weg. Oder man erinnert sich dran. Man sollte keine Kommentare schreiben, finde ich, wenn man Wert auf deren Erhaltung legt. DAnn sollte man Texte verfassen oder seine Kommentare auf der eigenen Festplatte speichern. Okay, ich gebe zu: Ich bin weder Sammler noch Aufheber. Ich finde das anstrengend. Es erstickt das Neue. Man findet nichts mehr, wenn man zu viel schon hat. So gesehen, sind Kommentare unter einenm Blog m. E. kein Argument für dessen Löschen oder Nicht-Löschen. Kommentare sind freiwillige Sätze - und Blogs keine Verpflichtung zur Archivierung von Kommentaren. Finde ich. Das wäre eine Zumutung. Eher schon Verlinkungen, Intertextualität. Davon sollte man erfahren, als Blogschreiber - geht aber im Netz nicht immer. Bevor man ggf. löscht. Andernfalls: Was weg ist, ist weg. Es gibt so viele Links, die funktionieren - manche dann eben nicht. Das öffnet Raum für Leere, für Neues. Selberdenken. Weitermachen. Wiederfinden. Blog-Texte sind zwar wohl nicht ganz so flüchtig wie Kommentartexte, aber sie sind doch auch nicht für die Ewigkeit geschrieben, sondern befinden sich in einem virtuellen Raum der Öffentlichkeit. Dass dieser Raum (anders als Diskussionsbeiträge in realen Räumen) irgendwelchen Rechten unterliegen muss, ist ja lästig genug. |
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p.s. mir ist natürlich klar, dass man das - mit vollem Recht und nachvollziehbar! - völlig anders sehen kann. Aber so wie ich eben auch.
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im großen und ganzen ein JA, so sehe ichs auch
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es mag stimmen, dass solche AGBs als normal durchgehen, jedes recht und unrecht wird zum standard allein durch reglementierung und durchsetzungsvermögen, hinterher wird es nicht mehr hinterfragt, so leicht nicht verändert und nur noch hingenommen.
das ein text von mir nicht mehr korrigiert werden kann, im sinne von ändern, kürzen oder löschen, ist nunja, unanständig. Mein persönliches Fazit aus dieser Diskussion ist, Alltagstexte und fragen, weiterhin gerne bei freitag, texte, bei denen mir full artistic control wichtig bis unverzichtbar erscheinen, nicht mehr hier. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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