„Halt durch des, dass des eskaliert isch.“, sagt P.. Er blickt in Richtung Spiegel; hört mich zustimmend brummen; und fährt fort mir die Haare zu schneiden. P. ist selbstständiger Friseurmeister und ich bin seit etwa 18 Jahren Kunde in seinem Salon. Heute beri...>> mehr
Und so gehts: Den Browser Opera hier herunterladen. Opera installieren. Mit Opera www.freitag.de öffnen. Rechtsklick auf die Anzeigen, die man nicht mehr sehen mag. Es erscheint ein kleines Fenster. Darin "Inhalte blockieren"anklicken. Bestätigen. Fertig!>> mehr
Nach Kapp-Putsch und Ruhraufstand wählen die Deutschen am 6. Juni 1920 den ersten Reichstag der Weimarer Republik. Deutlicher Wahlgewinner ist die Deutsche Volkspartei (DVP). Sie kann ihren Stimmenanteil verdreifachen. Eine Woche später skizziert Carl von Ossi...>> mehr
Mit seiner Hand verdeutlicht S. das Verfahren. Am Anfang hält er sie waagrecht auf einer imaginären Linie unterhalb seiner Brust. „Nächste Woche habe ich ein Interview beim Bundesamt in Karlsruhe.“ Die Hand – oder die imaginäre Linie – rückt ein Stück nach obe...>> mehr
Lieber Herr Kraft, der erste Satz Ihres Kommentars hat mir sehr gut gefallen. Man spricht über Shooter, Horrorfilme etc. und blendet die Realität, die diesen Produkten zugrunde liegt (reale Gewalt, reale Ängste, realer Irrsinn) beinahe komplett aus. Auch der Gedanke, welchen Einfluss diese Realität auf Menschen hat, kommt massenmedial viel zu kurz - um es ganz vorsichtig auszudrücken. Was mich trotzdem an Shootern, bestimmten Filmen und bestimmter Musik abstößt, ist die Ästhetisierung von Gewalt und Perversion (nicht unbedingt im sexuellen Sinne), die sie betreiben. Deshalb gefällt mir auch Ihre Wortwahl in den folgenden Absätzen nicht besonders. Da ist von "Genre" und "Live-Performance" die Rede. Begriffe aus der Welt der Kunst, aus der Theorie der Ästhetik. Vielleicht nicht ursprünglich, aber nach heutigem Sprachgebrauch. Ich möchte Ihnen gar nicht unterstellen, dass Sie eine solche Ästhetisierung von Amokläufen betreiben wollen. Was den Sprachgebrauch angeht, neige ich wohl auch dazu sehr pingelig zu sein. Deshalb finde ich diese Vokabeln an dieser Stelle fehl am Platze. Und noch etwas: Wenn Sie Amokläufe als fatale Form von Kommunikation beschreiben (und über den Gedanken lohnt es sich nachzudenken) - wäre es dann nicht wünschenswert eine solche Kommunikation zu stören? Zum Beispiel indem man sich bewusst der Funktion als Kommunikationsmittel verweigert? (Hätte das verpixelte Video des Georgia Tech-Amokläufers wirklich im Fernsehen gezeigt werden müssen? Als Anhaltspunkt um das Geschehene zu verarbeiten?) In diesem Sinne jmr
Neuester Post der Nutzerin "tontaube" bei twitter.com: "Hallo Ihr vielen Follower! Das mit dem zurück-followen könnte etwas dauern. Muss erst mal sortieren. Freu mich auf neue nette Leute!" Zynisch formuliert: Na, da hatte der ganze Amoklauf doch sogar etwas Gutes. Web 2.0? Ich kann nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.
Weiterhin möchte ich hiermit noch kundtun, dass ich die Befürchtungen des Autors um unsere deutsche Heimat teile. Herr Steinmeier läuft tatsächlich Gefahr Germania das Genick zu brechen. Und das ausgerechnet jetzt, wo deutsche Sozialpolitik dafür gesorgt hat, dass der deutsche Arbeiter in jedem Wettbewerb mit dem Auslande stolz besteht. Es scheint eine weitere ironische Wendung in der Geschichte unseres deutschen Volkes zu sein, dass ausgerechnet Herr Steinmeier einst an dieser volkswirtschaftlichen Genesung in hervorgehobener Stellung beteiligt war.
Deutschland hat vergleichsweise niedrige Lohnstückkosten. Gewerkschaften, die dem Kapital zur Seite stehen, wenn es mal nicht weiter weiß. Und ein hundertausende von flexibel einsetzbaren Leiharbeitern, die dank christlicher Gewerkschaften konkurrenzfähige Stundenlöhne verdienen. So wie die Welt von heute organisiert ist, bedeuten solche und andere Faktoren "competitiveness". Im Vergleich zu manch anderen EU-Ländern (z.B. Frankreich und Spanien, Osteuropa) ist Deutschland also "gut aufgestellt". Trotz aller Risiken bietet die derzeitige Krise für Deutschland auch eine gute Gelegenheit die eigene Dominanz in der EU noch weiter auszubauen. Daher hat man wohl kein allzu ausgeprägtes Interesse, den aufgezählten Ländern wirtschaftlich unter die Arme zu greifen. Andererseits braucht man diese Länder als Absatzmärkte. Und als verlängerte Werkbank. Deshalb sollen dort auch keine Zustände einkehren, die wir in Deutschland gar nicht schätzen. Instabilität in wirtschaftlicher, sozialer oder politischer Hinsicht. Auch wenn das jetzt hinreichend allgemein und v.a. ohne Zahlenbelege formuliert ist: Ich denke dieser Widerspruch, diese gegensätzlichen Ansprüche prägen die deutsche Europapolitik. Im Prinzip seit 1989.
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
>> mehr