5
]
In meinem gestern erschienen Beitrag „Moskenstraumen“ in der OA-Zeitschrift „LIBREAS: Library Ideas“ habe ich unter anderem die carta marina des Olaus Magnus, eine Land- und Seekarte Skandinaviens aus dem Jahr 1539, als Sinnbild für die nach wie vor dämonisierende Kartographie des Internets gebraucht.
Einen – wichtigen – Nebenaspekt aus der Geschichte der carta marina habe ich dabei (hinterfotzigerweise?) unterschlagen: Im Segment „G“ der Karte finden wir ein Patent des Papstes Paul III. (1468-1549), das als ein Vorläufer des heutigen „copyright“ gelten kann. Für 10 Jahre durfte die carta marina, von der in Venedig nur neun Exemplare hergestellt worden waren, nicht von Dritten weiterverbreitet werden.
Was denn auch zur Folge hatte, daß die Land- und Seekarte von Olaus Magnus nicht nur nicht verbreitet wurde, sondern in Vergessenheit geriet und es schließlich von manchen bezweifelt wurde, daß sie überhaupt je existiert habe. Erst 1886 und 1961 tauchten wieder zwei Exemplare (in Deutschland und der Schweiz) auf.
Wer will, mag sich daraus Lehren für die Urheberrechtsdiskussion in Deutschland ableiten.
|
|
Wir sind momentan doch Papst. Daher also diese forcierten Anstrengungen zur Urheberrechtsdiskussion in Deutschland :)
|
|
|
Im Gegenteil:
tinyurl.com/papst-ist-ein-pirat |
|
|
Der Erste Pirat Gottes?
Allerdings kritisiert er ja auch nur "den -forcierten- Schutz des geistigen Eigentum in reichen Ländern ..." |
|
|
Empfehlenswert: Warum wir ein neues Urheberrecht brauchen www.vimeo.com/5296968
[RT via @suche_recherche twitter.com/suche_recherche] |
Ausgabe 06/12
09.02.2012
keine Versandkosten
kein Aufpreis
Einzelpreis: 3.60 €
>> bestellen