Joachim Losehand

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Piraten üben Basisdemokratie

Politik | 17.05.2010 | 15:00 Felix Werdermann
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17.05.2010 | 20:53 Joachim Losehand
Irrtum: Die Piraten "üben" nicht mehr Basisdemokratie, so schaut Basisdemokratie nun einmal aus. Ich könnte jetzt anfügen, was der griechische Historiker Polybios über den Unterschied von Demokratie und Ochlokratie geschrieben hat, aber das kann sich sicherlich jeder denken.
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Piraten üben Basisdemokratie

Politik | 17.05.2010 | 15:00 Felix Werdermann
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17.05.2010 | 20:52 Joachim Losehand
Irrtum: Die Piraten "üben" nicht mehr Basisdemokratie, so schaut Basisdemokratie nun einmal aus. Ich könnte jetzt anfügen, was der griechische Historiker Polybios über den Unterschied von Demokratie und Ochlokratie geschrieben hat, aber das kann sich sicherlich jeder denken.
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25.04.2010 | 15:46 Joachim Losehand
Ich würde angesichts des Befundes weniger "Moralverlust", vielmehr "Werteverlust" diagnostizieren (gibt für beides sicherlich eine ICD-Kategorisierung). Billig - Billiger - am Billigsten - Kostenlos. Daraus resultiert dann das, was die Unterhaltungsindustrie für die "Kostenloskultur im Internet" hält, denn nicht die (ideelle bzw. materielle) Qualität bestimmt durch deren Brille den Wert, sondern der Preis, in einer Geldwährung ausgedrückt. Was nichts kostet, ist nichts wert", heißt es dann über die Angebote im Netz, denn das Dogma heißt: der Preis spiegelt den Wert wieder. Darum werden auch immaterielle Güter zu Eigentum, denn den kann man taxieren. Man sollte aber auch zwischen Propaganda und individueller Erkenntnis eines vernunftbegabten Individuums unterscheiden und eben Propaganda immer für common sense halten.
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Sexueller Missbrauch

10.03.2010 | 14:56 Magda
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20.03.2010 | 19:46 Joachim Losehand
Was in dieser Diskussion aktuell - kulturell wie juristisch - nicht getrennt wird, nicht getrennt wahrgenommen und behandelt wird, sind "(sexueller) Mißbrauch" auf der einen und "Pädophilie" oder "Pädosexualiät" auf der anderen Seite. Wir, also hier° wie auch als Gesellschaft, sind uns sicherlich darüber einig, daß "Mißbrauch" prinzipiell und ohne Einschränkung abzulehnen ist. Dabei dürfte sich bei der Frage, was "Mißbrauch" ist, zunehmend die Perspektive des Opfers durchsetzen, wir als Außenstehende oder Urteilende gestehen also mehr und mehr den Opfern (jene in linken Kreisen schon bekannte) "Definitionsmacht" zu. Ich bin zwar nur bedingt Freund der bislang bekannten Praxis von "Definitionsmacht" - die Diskussion dazu hatten wir hier° schon -, jedoch begrüße ich auch aus eigener Erfahrung, daß das unmittelbar betroffenen Individuum und seine (verletzten, mißbrauchten) Bedürfnisse zunehmend wahr- und ernstgenommen werden. Die Ächtung des Mißbrauchs dürfte AFAIK kultur- und epochenübergreifend sein; weniger zeit- und gesellschaftsabhängig dürfte, abgesehen von den Extremen und Exzessen, die Frage sein, welche Praxis konsensfähig "Mißbrauch" genannt wird. Grundsätzlich rückt seit dem 20. Jh. unsere Gesellschaft davon ab, körperliche Strafen für Erwachsene und in der Folge auch für Kinder als unangemessen einzustufen. "Hart anfassen" darf man in der Pädagogik heute allerhöchstens nur noch mittels intellektueller Herausforderungen. "Mißbrauch" im engeren Sinne ist, meiner Meinung nach, (geplante oder spontane) körperliche Züchtigung, wie sich manche (klösterlichen) Erzieher im Rahmen der bekanntgewordenen Mißbrauchsfälle selbst bezichtigt und dafür entschuldigt haben, jedoch nicht. Hier geht es um die Verletzung der Unversehrtheit der Person, wie wir es im Folterverbot, der Abschaffung von körperlichen Strafen (bis hin zur Todesstrafe) für Delinquenten und eben zur Ablehnung körperlicher Gewalt allgemein - insbesondere aber gegenüber Schutzbefohlenen sowie Abhängigen kennen. Das Gewalt und Sexualität einander nicht ausschließen, sondern in verschiedenen Formen zusammen auftreten, dürfte ein Allgemeinplatz sein. Es gibt Männer, die nur ejakulieren können, wenn sie eine Frau (oder einen Mann) verprügeln, wieder andere ziehen aus der eigenen Erniedrigung ihre sexuelle Befriedigung. Ich glaube, daß wir individuell und von Fall zu Fall abwägen müssen, ob wir es mit einem Menschen mit pädophiler Veranlagung zu tun haben oder mit einem sadistischen Arschloch, das "nur zufällig" die eigenen mit Sexualität getränkten gewalttägigen Macht-Phantasien an Schutzlosen (Kindern) auslebt. Aber auch ohne jede plastisch-unmittelbare Brutalität (vgl. Ellis: "American Psycho" oder in Teilen Hegemann: "Axolotl Roadkill") sind Machtausübung und Sexuelle Aktivität verschiedenpolige Geschwister. Wo ich persönlich allgemein in Fragen der Sexualität die Grenze zum Mißbrauch ziehe ist das Wort "No!". Ausgesprochen oder unausgesprochen ("Which part of 'No!' You don't understand?") ist der Dissens zwischen den Akteuren das Kriterium, um - mit dem Opfer - von Mißbrauch zu sprechen. An dieser Stelle betreten wir im Zusammenhang mit Pädophilie (oder der Ephebophilie) vermintes Gebiet. Denn viele pädosexuelle aktive Erwachsene sprechen immer wieder von dem "Einverständnis", der "Zuneigung" der Kinder, mit denen sie - ohne äußerliche Gewalt - Umgang bzw. Verkehr hatten. (Die Anführungszeichen markieren das Zitat, nicht meine Wertung.) Während das Gesetz nicht zwischen Pädophilie (vorpubertär) und Ephebophilie (pubertär) unterscheidet, kennt die Gesellschaft - wie wir an der obigen biographischen Erzählung sehen - nach wie vor diese Unterscheidung. Auch in der belletristischen Fiktion tauchen immer wieder derartige einmaligen Erlebnisse oder sogar Beziehungen (Irving: "Bis ich dich finde") auf, die für die beteiligen heterosexuellen Jungen (12-15j.) keineswegs in besonders herausragender Weise abgelehnt werden (abgesehen von den üblichen Schuldgefühlen, die bei unkonventionellen Verhältnissen aber immer gegenwärtig sind.- Die nach wie vor virulenten Vorbehalte gegen Homosexualität und die verbreitete These, zum Homosexuellen auch "gemacht" werden zu können, verhindern wohl eine ähnliche Stellung von sexuellen Beziehungen zwischen pubertierenden Jungen und erwachsenen Männern.) Die Grenze, die das Gesetz zwischen den verschiedenen Altersstufen zieht, ist kontingent, bei aller plausiblen Begründung also willkürlich; das sexuelle "Erwachen" und das Einsetzen der Pubertät hingegen individuell. Eine immer wieder in der Entwicklungspsychologie diskutierte Frage ist, ab welchem Alter Menschen ein körperlich-erotisches oder gar sexuelles Empfinden entwickeln. Allein schon die Tatsache, daß es hierzu keine fachlich fundierte einhellige Meinung gibt, daß die kindliche Interpretation beobachteter Sexualität unter Erwachsenen oder das Erleben des eigenen Körpers im Grunde bestenfalls diffus und unausgebildet zu sein scheint, verbietet meiner Meinung nach jedem vernunftbegabten erwachsenen Menschen, Kinder dieser Entwicklungsstufe als Teil oder Begehren des eigenen sexuellen Lebens zu begreifen. Gerade, weil Kindern vor der Pubertät in diesen Fragen es wohl an jeder Urteilskraft gebricht, werden Kinder damit zu verdinglichten Objekten degradiert und im Sinne der Menschenwürde auch als Sexualobjekte mißbraucht. Doch noch vor dem unmittelbar Sexuellen können Kinder zweifellos unterscheiden zwischen erwünschter und unerwünschter körperlicher Nähe, denken wir nur an das zunächst unverfängliche Beispiel der Tante, die ihre Nichten und Neffen an ihre kapitalen Brüste drückt und sie herzlichst und feucht "abbusserlt". Der Widerwille der Opfer ist in der Literatur allgegenwärtig dokumentiert, wie auch deren Grenzen der Toleranz gegenüber der kußfreudigen Verwandtschaft - und das (Un-)Verständnis der Eltern gegenüber der kindlichen Ablehnung dieser "Begrüngsriten". Wir - Erwachsene - müssen in unserem Urteil meiner Meinung nach die Perspektive des Kindes bzw. Heranwachsenden einnehmen, ohne sie zu usurpieren. Das oben geschilderte "Logenerlebnis" reizt zum Widerspruch und zur moralischen Entrüstung, es kann aber nicht in Abrede gestellt werden, daß der betroffe Knabe es ohne Vorwurf als seinen persönlichen "Übergangsritus" (rite de passage) begreift. Die Erzählungen von in Klosterschulen und Internaten Erlebtem lesen sich anders; an der Bewertung wird von den Betroffenen auch kein Interpretationsspielraum zur Verharmlosung gelassen. Ich meine, daß wir, wenn wir Kindern, wenn wir Minderjährigen Aufmerksamkeit und Gehör schenken und sie als kritisch urteilende Wesen wahrnehmen, auch deren Unterscheidungskraft im Einzelfall annehmen müssen. Die derzeitige Diskussion bietet einerseits die Chance, an Sensibilität für die Signale kindlichen Willens und Unwillens, Erlebens und Erleidens zu gewinnen, andererseits auch die Gefahr, in eine "Hypersensibilität" zu verfallen, die ähnlich gefährlich ist wie deren Gegenteil. Sie kann in ein Grundvorurteil gegenüber jeder körperlich ausgedrückter Zuneigung, jeder körperlicher Nähe zum Kind umschlagen, welche die natürliche Entwicklung eines jungen Menschen aufgrund des "zu wenig" und der klimatischen Mißtrauens beeinträchtigen kann. Und - weil Kindesmißbrauch immer noch "männlich" ist - könnte in der professionellen Pädagogik (Kindergarten, Schule) das Fehlen des Mannes auch weiterhin zu beklagen sein, denn wer will sich schon eines schwelenden Generalverdachts freiwillig aussetzen? Aber das sind nur vage Vermutungen.
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Der Verleger im Stillstand

03.02.2010 | 18:31 Joachim Losehand
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05.02.2010 | 13:39 ich
Für mich persönlich steht beim Urheberrecht ja immer die Frage im Vordergrund, ob dem Urheber durch die Verwertung die Möglichkeit gegeben ist davon zu leben, bzw. seine Tätigkeit, die zum Werk geführ...
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06.02.2010 | 12:42 Joachim Losehand
Ich schätze, daß rund 90% aller Urheber von von ihren Werken nicht leben können - und das auch überhaupt nicht beabsichtigen. Gerade bei wissenschaftlichen Urhebern/Autoren ist der materielle Aspekt des Urheberrechts im Grunde nicht vorhanden. Die Kommunikation in den Wissenschaften erfolgt nicht über Monographien, sondern in der Regel über Tagungs- und Zeitschriftenbeiträge, die zudem prinzipiell kostenlos verfaßt werden. Da gilt dann auch in der Regel UrhG § 38 (2) - bit.ly/9qHI8w - das ist so üblich, dafür gibt's sogar einen § im UrhG. Das hat mit "Privilegierung" auch nichts zu tun, selbst als freier Autor wird man in streng wissenschaftlich ausgerichteten Journalen nicht honoriert. Wer da bezahlt werden will, wird erst garnicht veröffentlicht.
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iJournalisten

Kultur | 02.02.2010 | 21:50 Katrin Schuster
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06.02.2010 | 12:34 Joachim Losehand
Ich las die Überschrift gerade laut: "Iiieh ... Journalisten".
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Le Transformateur Du Net

05.02.2010 | 16:19 Joachim Losehand
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05.02.2010 | 22:59 cnorthe
Ein hervorragendes Beispiel selbstverliebter Formulierungskunst eines sehr belesenen und gebildeten Autors, der keinerlei Rücksicht darauf nimmt, ob ihn ein Normalo versteht. Bravo. Genau solche Art...
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06.02.2010 | 09:45 Joachim Losehand
Rechnen ist nicht meine Stärke: der Anteil des iPhone am Gesamtmarkt ist 1,66% => 2 von 100 Menschen ... :-)
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Le Transformateur Du Net

05.02.2010 | 16:19 Joachim Losehand
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05.02.2010 | 22:59 cnorthe
Ein hervorragendes Beispiel selbstverliebter Formulierungskunst eines sehr belesenen und gebildeten Autors, der keinerlei Rücksicht darauf nimmt, ob ihn ein Normalo versteht. Bravo. Genau solche Art...
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06.02.2010 | 09:41 Joachim Losehand
Nötiger Zusatzhinweis: Der Anteil der sog. Smartphones liegt bei rd. 10% am Gesamtmarkt der Mobiltelefone bit.ly/9nKfFJ 8 von 100 Menschen mit Mobiltelefon nutzen also ein iPhone.
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Le Transformateur Du Net

05.02.2010 | 16:19 Joachim Losehand
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05.02.2010 | 22:59 cnorthe
Ein hervorragendes Beispiel selbstverliebter Formulierungskunst eines sehr belesenen und gebildeten Autors, der keinerlei Rücksicht darauf nimmt, ob ihn ein Normalo versteht. Bravo. Genau solche Art...
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06.02.2010 | 09:30 Joachim Losehand
Keine Ahnung, was ein "Normalo" versteht oder nicht; es dürfte auch kaum im Geist der Aufklärung sein, sich am kleinsten gemeinsamen intellektuellen Nenner zu orientieren. In meinem Ohren klingt "Normalo" wie ein Schimpfwort - "der 'gesunde Menschenverstand' ist Fleisch geworden", "Spaß muß sein" und was derlei beängstigende Szenarien mehr sind. Ob das iPad für den "Normalo" überhaupt geeignet ist, er nicht instinktiv vor dem Gerät zurückzuckt, kann ich nicht sagen. Gerade Apple war über Jahrzehnte ja nun nicht ein Produkt für "Normalos" - und der Marktanteil bei Smartphones ist gerade um 1,4 Punkte auf 16,6% gesunken: bit.ly/ccP5YB NOKIA-Smartphones haben etwa das Doppelte: bit.ly/dlv3rO
Joachim Losehand
Althistoriker und Toleranzforscher in Oldenburg in Oldenburg
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