Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

25.06.2011 | 10:52

…200 Jahre nichts als Zucker für Europa

"Alles Zucker?" 1811 entsteht die europäische Zuckerindustrie

…200 Jahre Zucker für Europa.

Im Jahre 1806 verhängt Napoleon Bonaparte, der sich gerade, den Papst nach Paris/Notre Dame befohlen, eingeladen verladen, lieber selber eigenhändig die Kaiserkrone im Angesicht seiner Gemahlin Josephine aufs Haupte hebend, zum Kaiser der Franzosen erklärt, die Kontinentalsperre gegen das United Kingdom of Great Britain.

Im Ergebnis bedeutet der partielle Erfolg dieser kaiserlich befohlenen Kontinentalsperre Europas, dass kein Zucker mehr von den Zuckerrohrplantagen aus den britischen Kronkolonien in Übersee, die quasi über ein Zuckerproduktionsmonopol verfügen, weder nach Frankreich noch nach Kontinentaleuropa bis ins russische Zarenreich gelangt.

Guter Zuckerrat wird unerschwinglich teuer.

Die Welt schaut sich das bis zum Jahre 1811 betroffen an, Kaiser Napoleon Bonaparte schaut indigniert mit und ordnet zuckersüß beherzt schlussendlich am Am 25. März 1811 den Anbau für Zuckerrüben an und begründet somit die europäische Zuckerindustrie.

Kaiser Napoleon Bonaparte veranlasst den Zuckerrübenanbau in grossem Stil, um das Manko an Zucker in Europa ein für alle Mal auf alle Zeiten hin zu überbrücken.
Binnen weniger Jahre entstehen so in Europa über 40 Zuckerrübenfabriken, wobei die meisten bis heute in Nordfrankreich zu finden sind.

Nachdem Kaiser Napoleon Bonaparte durch die alliierten Streitkräfte Englands, Russlands, Preussens, Österreichs endgültig auf dem Vielvölker- Schlachtfeld von Waterloo im Jahre 1815 besiegt, auf die Insel St. Helena im Atlantik verbannt ist, wird die Kontinentalsperre umgehend wieder aufgehoben.

Das Ergebnis der Aufhebung der Kontinentalsperre ist, dass viele der neuen Zuckerrübenfabriken in Europa ihre Tore wieder schließen.

Frankreich bleibt das einzige Land in dieser nachnapoleonischen Zeit, das die Produktion von Zucker aus der Runkelrübe nicht aufgibt und gilt dadurch ab 1830 als Vorreiter für die europäische Zuckerindustrie.

"Heute werden 90 Prozent des Zuckerbedarfs in Europa mit hier angebauten Rüben gedeckt". (baz.ch/Newsnetz).

Inzwischen ist auch die europäische Zuckerindustrie zum hochsubventionierten Moloch verkommen, der Asymmetrien am globalen Agrarmarkt verstärkt.

JP

siehe:

de.wikipedia.org/wiki/1811

Wirtschaft

bazonline.ch/wissen/geschichte/199-Jahren-Zucker-fuer-Europa/story/26247286

…199 Jahren: Zucker für Europa
Von Céline Raval. Aktualisiert am 25.03.2010

 
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Kommentare
poor on ruhr schrieb am 25.06.2011 um 14:06
Danke für die Infos. Gerne gelsen. Da kriege ich glatt Hunger auf Kuchen. ;)

Herzliche Grüße

por
Joachim Petrick schrieb am 25.06.2011 um 15:17
@por

Es hängt zwar nicht alles am Zucker, der Kuchen aber ganz bestimmt.

Guten Appetit!

tschüss
Jochen
poor on ruhr schrieb am 25.06.2011 um 15:18
Danke. ;)

LG

por
apatit schrieb am 26.06.2011 um 16:18
JP … Sie kennen sich ja fast auf allen Gebieten aus. Am tollsten ist der veredelte Rohrzucker in Form von Kuba Rum mit was drin. Am besten jetzt noch genießen!
poor on ruhr schrieb am 26.06.2011 um 22:48
@apatit

Bin ein Trinknix. :) außer Wasser

LG

por
Joachim Petrick schrieb am 26.06.2011 um 23:05
@apatit

Danke für die hochprozentigen Kuba Rum Blumen statt Barcady Fusel
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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