Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

09.11.2011 | 01:29

9.November 89, Verfallsdatum deutsch- deutscher Lebensentwürfe?

Verschwundenes Leben unterfinanziertes Pfand unbestimmter Freiheit?

Vor zweiundzwanzig Jahren hat das Volk der DDR, SED- Partei nur noch Partei, Politbüro nur noch Politbüro  sein lassen, ist in Dresden, Rostock, Leipzig, Plauen, Weimar, Erfurt, Schwerin, Waren(Müritz), Stralsund, Berlin auf die Strasse gegangen, hat einen alle Völker Europas verbindenden Slogan kreierend

“Wir sind das Volk“

als Blaupause das einig Volk der Deutschen in Europa mit Europa erkannt,

hat am 04. November 1989 auf dem Berliner Alexander Platz ein letztes Mal einige mutige Würdenträger/innen der Nomenklatur der DDR, darunter Gregor Gysi,  vergeblich auf vroher ungehalten belastbare  Vor- und Ausreden getestet,

den Fall der Berliner Mauer am 09. November 1989 als "Occupy Schabowski Zettel" Kredit Ereignis ausgelöst,

hat dem DDR Regime in der Volksbildung, den VEBs, LPGs, Kombinaten, der Akademie der Wissenschaften, dem Schriftstellerverband, dem FDGB, in den Blockflöten Parteien, samt SED friedlich, wie entschieden, die Rote Karte mit sofortigem Platzverweis Richtung  Banden gezeigt,

die DDR Diktatur durch freie Wahlen im März 1990 abgeschafft, den Beitritt der sich selber durch freie Wahlen befreiten DDR, wie einst das Saarland im Jahre 1958, beherzt den Menschen in Deutschland, Europa, der Welt zugewandt, nach Artikel 23 des Grundgesetzes (GG) zur Bundesrepublik Deutschland am 03. Oktober 1990  ins Werk gesetzt,

sich seitdem jahrein, jahraus, erst herzlich heiter in den Armen, dann ausschließlich, protestantisch wiegend, in die Berliner Republik gekabbelt, gegenseitig, wie von Wessi-,  Ossi Seite höllisch, sorbisch, kölsch, hamburgisch platt, bayrisch  fragend in den Ohren liegend:

“wie konntest Du damals solange im geteilten Deutschland, Europa, drüben, hüben, so ohne Einheit leben“,

nämlich in der DDR, wie in der BRD?

Ja warum wohl?,

um das gemeine Elend der westöstlichen, wie deutsch- deutschen Vereinigungskriminalität in ihrem organisierten korrumpierend vollen  Ausmaß, sichtbar vor aller Augen in der Welt,  einfach nicht zu sehen?

War und ist diese unbestimmte Freiheit des Weghörens, Wegschauens, Beschweigens  seit zwanzig Jahren das Pfand des verschwundenen Lebens in der einstigen DDR, wie in der einstigen Bundesrepublik Deutschland von 1949- 1989?

Es ist und bleibt ja immer noch viel absurder.

Auf die DDR wurde generalisiert, wie auf einen Sack eingeprügelt, wie umgekehrt, gemeint war aber, hüben wie drüben, die selbstorganisierte Linke, waren die 56er. KPDler/innen, die 67er, 68er/innen Kriegskinder in der Bundesrepublik, Westberlin, München, Hamburg frankfurt/Main, Ostberlin, Leipzig, Dresden, Plauen, Halle, Rostock, Erfurt, Stalsund, denen man dann medial offensiv auch noch zynisch lockend, barbarisch aufgelegt, die Leviten lesend,  zurief

"Ihr Pinscher und Fliegengeschmeiß"

geht doch nach drüben zum Üben!".

"Ihr Asozialen seit eine Schande für den ersten Sozialismus auf deutschem Boden,
ihr gehört ins Erziehungslager und danach, ausgebürgert, gen Bundesrepublik!"

Während die Nomenklaturen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR, schick über den Interzonenhandel, den Grundlagenvertrag genüsslich bei Tische, einig mit sich im Frieden saßen,  und darüber, Linsen grinsend, sinnend  feixten,
wie wohl die jeweiligen Alliierten, hüben und drüben, durch backchannels Marke
"Egon Bahr/Valentin Falin" ,
"Erich Honecker  /Herbert Wehner",
"Alexander Schalck- Golodkowski/Franz Josef Strauss
statt Ernst Bloch, Rudi Dutschke, Rudolf Bahro, Willy Brandt, Günter Gaus, Günter Kunert,  Bärbel Bohley, Friedrich Schorlemmer unterlaufend, auf Jahre hinhaltend, weitgehend  wirkungslos zu machen  waren.

JP

siehe:

www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/der--09november-89-und-die-bizarren--beschaeftigungsberge

07.11.2011 | 17:20
Der "09.November 89" und die bizarren Beschäftigtenberge,
beschäftigungsberge arbeitsmarkt maynard_ keynes deficit_spending revolution nineeleven credit_event club_of_rome abgekupfert&raubkopiert urbi&gorbi gorbatschow helmut_schmidt planwirtschaft marktwirtschaft weltfinanzkrise occupy eu eurokrise glasnost perestroika mauerfall 9november89 wende arbeitsmarktpolitik

statt lokaler und globaler Arbeitsmarktentwicklung?

Beschäftigtenberge am Beschäftigungsberge/Arbeitsmarktpolitik/Deficit Spending

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Kommentare
Ehemaliger Nutzer schrieb am 09.11.2011 um 07:53
>>Beschäftigtenberge am Beschäftigungsberge/Arbeitsmarktpolitik/Deficit Spending<<

Naja, aber nicht vergessen, in der freien Marktwirtschaft gibt es anders als im Kommunismus immer Verlierer und Gewinner.

In den Neuen Bundesländer gibt es heute trotz allem überwiegend Gewinner.
Selbst Verlierer (z. B. Hartz 4 Empfänger) in den Neuen Bundesländern haben einen höheren Lebensstandard als in der ex-DDR. Und sie werden hoffentlich vielleicht bald wieder Arbeit bekommen mit verbesserten Chancen.
In der ex-DDR hatte damals alle Arbeit und es waren trotzdem viel mehr Verlierer vorhanden.
Einige von ihnen sind im Kugelhagel bei der Republikflucht ums Leben gekommen.
Andere wurden von Tretminen verstümmelt.
Vergleichsweise besser hatte es die, die wegen Republikflucht in Bautzen eingesperrt waren.
apatit schrieb am 09.11.2011 um 08:35
JP – Deinen Ausführungen ist manchmal schwer zu folgen, sie haben aber oft für jeden etwas dabei, was er sich annehmen kann / sollte - kann es aber auch lassen. Gefällt mir. Viel wichtiges und richtiges bei diesen Thema dazu fällt mir ein Zitat ein: “ Wie demokratisch kann eine durch Banken und Großkonzerne an die Macht finanzierte Regierung wohl sein, die Volksentscheide fürchtet, die der Teufel das Weihwasser? Und weiter “Ich weiss, dass Ökonomie nicht ganz einfach ist. Dieses “Geschenk” war in Wahrheit ein Trojanisches Pferd. Mit Einführung der D-Mark wurden nicht nur sämtliche unserer Betriebe dem vollen Konkurrenzdruck der westlichen Privatwirtschaft ausgesetzt, auch verloren Betriebe mit Geschäftsverbindungen in den Raum des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) über Nacht ihre Kunden, weil der Ostblock nicht mit Devisen zahlen konnte. Ich unterstelle Kohl und Waigel, dass sie genau wussten, was sie damals taten. Sie erschlossen der BRD-Wirtschaft auf Kosten der Steuerzahler einen Markt mit 17 Millionen neuer Kunden und schickten sämtliche ostdeutsche Mitbewerber in den Konkurs, um danach zu behaupten, die DDR-Wirtschaft sei Schrott gewesen. Gemäss Bundesbank und Staatsbank der DDR hatte die DDR unmittelbar vor der Währungsunion gerade mal 27,4 Milliarden D-Mark an Devisenschulden und war nie in Verzug geraten. Karl Mai schreibt in seiner Betrachtung “Wie marode war die DDR 1989?”( Frank Kerkau September 2010 ) und Soweit ich mich erinnere, war unsere Ministerin für Volksbildung Margot Honecker eine Frau und hat einen so guten Job gemacht, dass Finnland bereits 1968 entschied, unser inzwischen allgemein als vorbildlich anerkanntes Bildungssystem zu übernehmen. Ich war kürzlich in Norwegen und Finnland – greift jetzt die Nato ein, auch bei den großen Gasvorkommen in Norwegen? Und den von Dir benannten Friedrich Schorlemmer , warum durfte der nicht! sondern Joachim Gauck Pestredner bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele sein?
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"Naja, aber nicht vergessen, in der freien Marktwirtschaft gibt es anders als im Kommunismus immer Verlierer und Gewinner." Na da bin ich aber Jetzt beruhigt Kritiker o1!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 09.11.2011 um 08:45
apatit schrieb am 09.11.2011 um 08:35
>>"Naja, aber nicht vergessen, in der freien Marktwirtschaft gibt es anders als im Kommunismus immer Verlierer und Gewinner." Na da bin ich aber Jetzt beruhigt Kritiker o1<<

Das freut mich! :-)
Vergleichsweise gibt es schließlich im Kommunismus fast immmer nur Verlierer.
Parteibonzen mal ausgenommen.
apatit schrieb am 09.11.2011 um 08:50
"In den Neuen Bundesländer gibt es heute trotz allem überwiegend Gewinner.
Selbst Verlierer (z. B. Hartz 4 Empfänger) in den Neuen Bundesländern haben einen höheren Lebensstandard als in der ex-DDR."
Hallo Kritiker 01 - Sie verlassen die Klingonische Neutrale Zone oder schreiben sie für die ARGE oder machen sie ein Praktikum in Konrad- Adenauer- Haus? Wo haben Sie denn diese Weisheit her?
Ehemaliger Nutzer schrieb am 09.11.2011 um 09:13
apatit schrieb am 09.11.2011 um 08:50
>>Hallo Kritiker 01 - Sie verlassen die Klingonische Neutrale Zone oder schreiben sie für die ARGE oder machen sie ein Praktikum in Konrad- Adenauer- Haus?<<

Trifft alles nicht zu.

>>Wo haben Sie denn diese Weisheit her?<<

Aus Brandenburg an der Havel.
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 14:55
@Kritiker01

"Naja, aber nicht vergessen, in der freien Marktwirtschaft gibt es anders als im Kommunismus immer Verlierer und Gewinner."

Sind im sogenannten Kommunismus nicht jene immer Gewinner/innen, die sich während und auch noch nach dem sogenannten Kommunismus zur Kader Nomenklatur Seilschaft zählen?
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 15:11
@apatit

"“ Wie demokratisch kann eine durch Banken und Großkonzerne an die Macht finanzierte Regierung wohl sein, die Volksentscheide fürchtet, die der Teufel das Weihwasser!"

Regierungen sind per se nicht demomokratisch, sondern testen das gesellschaftspolitisch zu regierende Umfeld auf Demokratie oder Nicht Demokratie!?
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 15:18
@apatit

"Ich weiss, dass Ökonomie nicht ganz einfach ist. Dieses “Geschenk” war in Wahrheit ein Trojanisches Pferd. Mit Einführung der D-Mark wurden nicht nur sämtliche unserer Betriebe dem vollen Konkurrenzdruck der westlichen Privatwirtschaft ausgesetzt, auch verloren Betriebe mit Geschäftsverbindungen in den Raum des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) über Nacht ihre Kunden, weil der Ostblock nicht mit Devisen zahlen konnte"

Mein Punkt ist da, dass weder Egon Krenz, Hans Modrow, Lothar de Maiziere als letzte DDR Regierende DDR Betrieben das an Eigenkapital, von deren erwirtschafteten Devisenvermögen will ich hier noch nicht einmal reden, zurückegeben haben, was denen im Rahmen der DDR Planwirtschaft, ohne nachvollziehbare Rechnungslegung, entnommen ward.
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 15:19
@apatit

Kohl & Waigel mögen ja finstere Pläne gehabt haben, die letzten DDR Regierneden sind da aber nicht aus der poltischen Verantwortung zu nehmen!, oder?
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 15:26
@apatit

Ein besonderer Hammer & Sichel waren ja, dass Kohl & Waigel den Vertragspartnern der DDR im Comecon, voran der UdSSR, versichert haben sollen, sie brauchen Forderungen der DDR Wirtschaft an diese nicht mehr zu bedenen, gar zu begleichen, weil die Bundesregierung den Comecon Partnern der DDR im Wege des europäischen Haus Projekt einer deutschen Einheit deren Schulden gegenüber der DDR Wirtschaft erläßt.
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 15:34
@apatit

"Gemäss Bundesbank und Staatsbank der DDR hatte die DDR unmittelbar vor der Währungsunion gerade mal 27,4 Milliarden D-Mark an Devisenschulden und war nie in Verzug geraten. Karl Mai schreibt in seiner Betrachtung “Wie marode war die DDR 1989?”( Frank Kerkau September 2010 )"

Das Drama ist doch, wir haben deutsch- deutsch die bundesdeutschen Politker/innen schon immer für Korruptions gefährdet, samt Neigung zur Bestechlichkeit anderer gehalten, an den hier von Dir vorgelegten Daten wird erschreckend deutlich, dass auch die letzten Regierenden Kader der DDR unter den Anfangsverdacht organisierter Korruption und Bestechlichkeit zu stellen sind!, wenn die von Dir ausgewiesenen Daten belastbar sind, oder?
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 15:43
@apatit

"Soweit ich mich erinnere, war unsere Ministerin für Volksbildung Margot Honecker eine Frau und hat einen so guten Job gemacht, dass Finnland bereits 1968 entschied, unser inzwischen allgemein als vorbildlich anerkanntes Bildungssystem zu übernehmen"
Der Gerechtigkeit halber sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Margot Honecker auf den großen bildunsplolitischen Fundus psychoanalytischer Reform Projekte in Kitas, Schulen, Berufs- und Hochschulausbildung der Weimarer Republik zurückgreifen konnte, was dann auch die Finnen ebenso unbefangen ab 1968 taten, während diese reformansätze in der Bundesrepublik bis heite als links diffarmiert, denunziert ( als ob das geht!) von den Kultusministern/innen bekämpft werden
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 15:52
@apatit

"Und den von Dir benannten Friedrich Schorlemmer , warum durfte der nicht! sondern Joachim Gauck Pestredner bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele sein?"

Das ist hübsch, dass Du hier aus Freitags Patriotismus Friedrich Schorlemmer mit Jean Ziegler verwechselst
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 15:59
@apatit

""In den Neuen Bundesländer gibt es heute trotz allem überwiegend Gewinner"

Das ist ein belegter Irrtum, weil seit 1990 die Vermögenswerte des Mittelstandes durch Einsatz des Restvermögens vor dem Schonvermögen für die Lohnsubvention von Arbeitgebern bis auf Null abgeschmolzen ist.
Gewinner sind die 1 % gegenüber 99 % Verlierern, egal ob in alten, ob in neuen Bundesländern!, oder?
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 16:08
@apatit

"Selbst Verlierer (z. B. Hartz 4 Empfänger) in den Neuen Bundesländern haben einen höheren Lebensstandard als in der ex-DDR."

Das trifft insbesondere auf die nachgewachsene Generation zu, ist aber als Debatte kaum zielführend, weil dies letzendlich höchstens noch auf den nach Hartz IV zugewiesenen Lebensunterhalt von € 364- / West und 356.- Euro/Ost zutrifft!, oder?
Alles andere kassieren die Immobilen- , Miethaie als Gewinner, weil ihnen die Hartz IV Gesetze die Immobilien- und Mietpreis mit sogenannten Mietspiegel Untergrenzen Mindestpreisen, jährlich mit 3 % gesetzlich erlaubten Zuwachs gestaffelt, hochsubventionieren.
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 16:09
@apatit

"Selbst Verlierer (z. B. Hartz 4 Empfänger) in den Neuen Bundesländern haben einen höheren Lebensstandard als in der ex-DDR."

Das trifft insbesondere auf die nachgewachsene Generation zu, ist aber als Debatte kaum zielführend, weil dies letzendlich höchstens noch auf den nach Hartz IV zugewiesenen Lebensunterhalt von € 364- / West und 356.- Euro/Ost zutrifft!, oder?
Alles andere kassieren die Immobilen- , Miethaie als Gewinner, weil ihnen die Hartz IV Gesetze die Immobilien- und Mietpreis mit sogenannten Mietspiegel Untergrenzen Mindestpreisen, jährlich mit 3 % gesetzlich erlaubten Zuwachs gestaffelt, hochsubventionieren.

Zu den Mietpreissubventionen gehören auch die Wohngeldgesetze zu
Ehemaliger Nutzer schrieb am 09.11.2011 um 17:49
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 14:55
>>Sind im sogenannten Kommunismus nicht jene immer Gewinner/innen, die sich während und auch noch nach dem sogenannten Kommunismus zur Kader Nomenklatur Seilschaft zählen?<<

Das stimmt so!
Während des (diktarorischen) Kommunismus war das ja noch irgendwie logisch.
Dass aber danach dann in der Bundesrepublik viele Seilschaften wieder zu Gewinnern wurden, ist schon bitter!
Das gilt sowohl auf dem Lande, wo sich die Seilschaften Länderein unter dem Nagel gerissen haben als auch in Städten, wo beispielsweise zu Mithaien wurden.
Ich war übrigens auch öfter in Moskau, wo sich ehemalige Angehörige der Roten Armee sehr viel unter dem Nagel gerissen haben.
Dort besticht der "Rote Armee-Geldadel" die Entscheidungsträger aus der Verwaltung zur Vergabe von Projekten (Bauvorhaben für Kaufhäuser, Autohäuser etc.).

Tja, der Geldadel und die Nomenklatur bleibt immer oben, egal, in welchem System.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 09.11.2011 um 18:00
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 15:11
>>Regierungen sind per se nicht demomokratisch, sondern testen das gesellschaftspolitisch zu regierende Umfeld auf Demokratie oder Nicht Demokratie!?<<

Das stimmt m. E. auch.
Jede Demokratie ist zumindest tlw. etwas diktatorisch.
Andersherum sind Diktaturen manchmal auch etwas demokratisch.
Ob es wohl Maßstäbe dafür gibt?

Etwa wie

Norkorea = 100 % Diktatur, 0% demokratisch
China = 95 % Diktatur, 5 % demokratisch
BRD = 85 % Demokratie, 15 % diktatorisch
Finnland = 95 % Demokratie, 5 %

usw..

Die klassische 3 Gewaltenteilung und freie Wahlen drücken m. E. nicht immer vollständiges Demokratieverhalten aus!
Ich habe mal eine Weltkarte gesehen, da stand Free, partly free, not free für die einzelnen Staaten drin. Diese Abstufung scheinen mir etwas zu grob zu sein.
apatit schrieb am 09.11.2011 um 18:09
apatit schrieb am 09.11.2011 um 18:10
geht nicht, sorry
Ehemaliger Nutzer schrieb am 09.11.2011 um 18:21
apatit schrieb am 09.11.2011 um 18:10

Ich kenne das Video bereits! :-)
War auch damals in der Tagesschau.
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 19:13
@

"Etwa wie

Norkorea = 100 % Diktatur, 0% demokratisch
China = 95 % Diktatur, 5 % demokratisch
BRD = 85 % Demokratie, 15 % diktatorisch
Finnland = 95 % Demokratie, 5 % "

Das sind ja vom Grund- Ansatz her bedenkenswerte Überlegungen, wie die Einführung von Ratingagenturen für Demokratien?
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 19:17
@Kritiker01

"Dass aber danach dann in der Bundesrepublik viele Seilschaften wieder zu Gewinnern wurden, ist schon bitter!"
War das womöglich Teil des zwar korrumpierenden aber friedenserhaltenden
"Kraus & Schäuble"
Einheitsdeals im Hüben und Drüben als
"Ein Einig Volk"
Üben?
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 19:22
@Kritiker01

"Dort besticht der "Rote Armee-Geldadel" die Entscheidungsträger aus der Verwaltung zur Vergabe von Projekten (Bauvorhaben für Kaufhäuser, Autohäuser etc.). "

Ja Ja!
Genau!, so habe ich mir das auch vorgestellt!

Wer hat uns global verraten, die Finanzaristokraten von eigenen oder parteilich fremden Gnaden!"

"Wer will uns weiter beraten und verladen
"Die Finanzaristokraten!"
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 19:23
@Kritiker01

"Tja, der Geldadel und die Nomenklatur bleibt immer oben, egal, in welchem System."

Vonwegen Holzauge, Fettauge bleib wachsam!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 09.11.2011 um 19:29
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 19:13
>>Das sind ja vom Grund- Ansatz her bedenkenswerte Überlegungen, wie die Einführung von Ratingagenturen für Demokratien?<<

Vielleicht gibt es ja so etwas in ähnlicher Form schon. Habe allerdings noch nbie etwas davon gehört.
Wenn gut gemacht und international anerkannt, könnte solch ein "Demokratie-Rating" die Anstrengungen für mehr Demokratie durchaus erhöhen, meine ich.
Ich habe meine Brötchen u. a. auch jahrelang als "EOQ Quality Auditor" verdient.
Mit der gleichen Systematik für Quality (EN ISO 9001) könnten im Prinzip auch Demokratien beurteilt werden.
Man müßte sich lediglich (international) auf die Fragenkataloge usw. für ein derartiges "Demokratie-Rating" verständigen.
claudia schrieb am 09.11.2011 um 19:50
>>Man müßte sich lediglich (international) auf die Fragenkataloge usw. für ein derartiges "Demokratie-Rating" verständigen.<<
Zur Formulierung der Fragen des Fragenkataloges: Muss man dafür 100 % demokratisch gesinnt sein oder genügen 50 % ?
Muss, wer die Fragen formuliert, zuvor einem Demokratie-Auditor Rede und Antwort stehen?
Und wer hat den Auditor zertifiziert?
Ehemaliger Nutzer schrieb am 09.11.2011 um 19:55
claudia schrieb am 09.11.2011 um 19:50

Das sind alles sehr berechtigte Fragen!
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 20:04
@claudia

"Zur Formulierung der Fragen des Fragenkataloges: Muss man dafür 100 % demokratisch gesinnt sein oder genügen 50 % ?
Muss, wer die Fragen formuliert, zuvor einem Demokratie-Auditor Rede und Antwort stehen?
Und wer hat den Auditor zertifiziert?"

und welche Rolle kann dabei das World Wide Web, das Internet mit rechtliche Sicherheit im Leben und Geleit von Whistleblowern/innen spielen?
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 20:06
@Kritiker01

"Ich habe meine Brötchen u. a. auch jahrelang als "EOQ Quality Auditor" verdient.
Mit der gleichen Systematik für Quality (EN ISO 9001) könnten im Prinzip auch Demokratien beurteilt werden.
Man müßte sich lediglich (international) auf die Fragenkataloge usw. für ein derartiges "Demokratie-Rating" verständigen."

Das nenne ich ein zündende Idee. Danke!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 09.11.2011 um 20:08
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 20:06
>>Das nenne ich ein zündende Idee. Danke!<<

Wer setzt um?
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 20:14
@Kritiker01

">>Das nenne ich ein zündende Idee. Danke!<<

Wer setzt um?"

ich habe das Gefühl wir sind durch unsere selbstausbildung hier im Internet schon längst dabei!?

Indiesem netzverbindenden Sinne

tschüss und tciao
man schreibt sich!

aus Hamburg und wo auch immer

JP
jens hohmann schrieb am 09.11.2011 um 12:50
mein senf dazu:

Entscheidend für den 9. November war wohl die riesige Demonstration am 4. November 1989. Mein verstorbener Cousin war damals bei den Spezialtruppen der NVA. Er hat mir kurz vor seinem Selbstmord erzählt, dass sie an diesem Tag rings um Berlin in Stellung gegangen waren und nur auf den Angriffsbefehl gewartet haben. Dieser Tag hätte leicht ein 17. Juni 1953 werden können. Und der Alexanderplatz zum Platz des himmlischen Friedens.

Die Potsdamer Division hatte Berlin umstellt. Die Soldaten waren schon Tage nicht mehr aus den Kasernen gekommen. Ihnen wurde erzählt, dass am 4. November ein Mauerdurchbruch vom Westen und vom Osten geplant sei und dass Lynchjustiz für Militärangehörige vorbereitet würde.Entscheidend für den 9. November war wohl die riesige Demonstration am 4. November 1989. Mein verstorbener Cousin war damals bei den Spezialtruppen der NVA. Er hat mir kurz vor seinem Selbstmord erzählt, dass sie an diesem Tag rings um Berlin in Stellung gegangen waren und nur auf den Angriffsbefehl gewartet haben. Dieser Tag hätte leicht ein 17. Juni 1953 werden können. Und der Alexanderplatz zum Platz des himmlischen Friedens.

Die Potsdamer Division hatte Berlin umstellt. Die Soldaten waren schon Tage nicht mehr aus den Kasernen gekommen. Ihnen wurde erzählt, dass am 4. November ein Mauerdurchbruch vom Westen und vom Osten geplant sei und dass Lynchjustiz für Militärangehörige vorbereitet würde....

hier gehts weiter:

www.ontai.de/archives/1513
apatit schrieb am 09.11.2011 um 13:57
Das mit ihrem verstorbenen Cousin ist sehr tragisch aber ich bitte immer zu bedenken, die die Waffen hatten, haben alle die Nerven behalten und das sagt auch etwas über vermittelte Werte aus. ( Kampfgruppen, MfS, NVA, MdI, Funktionäre usw. )
Stefan Heym: Rede zur Bundestagseröffnung
Bitte lesen Sie die ganze Rede von Stefan Heym!
"Und diejenigen DDR-Bürger die die Waffen zur Erhaltung des ungeliebten Systems besaßen waren zurückhaltend genug auf deren Anwendung zu verzichten." Und dieses sollte, so meine ich, bei ihrer künftigen Beurteilung zumindest mit in Betracht gezogen werden.

www.youtube.com/watch?v=82D2ebW1vWM
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 16:20
@jens hohmann

Vorab Danke für den scharf gewürzten Senf!

Entscheidend war wohl, dass die Bundesregierung mit dem Kreml in ununterbrochener Verbindung stand und den vom MfS gestreuten Informationen nicht mehr traute, sondern als Desinformation identifizierte, was die Auflösung der DDR Nomenklatur in des bekrenzten Schabowski Zettelstraum "Ich glaube sofort!, ja, was ich hier lese....sofort!" noch beschleunigte.
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 16:27
@apatit

"Bitte lesen Sie die ganze Rede von Stefan Heym!
"Und diejenigen DDR-Bürger die die Waffen zur Erhaltung des ungeliebten Systems besaßen waren zurückhaltend genug auf deren Anwendung zu verzichten." Und dieses sollte, so meine ich, bei ihrer künftigen Beurteilung zumindest mit in Betracht gezogen werden.

www.youtube.com/watch?v=82D2ebW1vWM "

Danke für diesen Hinweis.Da geht es noch um Kapitel ungeschrieben persönlich heldenhaften Menschwerdungstums im Namen des Inneren und Äußeren Friedens!

Deshalb meine ich ja auch, nicht Gorbatschow, noch Kohl haben die europäische Einheit fdel und friedlich herbeigeführt, sondern die Generation der europischen Kriegs- und Nachkriegskinder, die auch als 67er, 68er in den Medien kommuniziert werden
apatit schrieb am 09.11.2011 um 18:11
da ist was dran, zum Glück möchte ich sagen!
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 19:08
Danke dran!!!
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 20:20
www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/ulbrichts-mauer-geschichte-als-home--story

13.08.2011 | 03:29
"Ulbrichts Mauer", Geschichte als Home- Story?
mauerbau mauerfall occupy brandt bahr hoecker sed ulbricht chruschtschow wien kennedy grenzregime berliner mauer 13.august 1961

Walter Ulbricht im Juni 1961 auf einer Internationalen Pressekonferenz in Ostberlin:
"Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten. Nicht wahr!.......................Gut!, dann errichte ich sie eben!"

Ein fiktives Gespräch zwischen dem Ersten Sekretär des ZK der SED, Walter Ulbricht und dem Ersten Sekretär des ZK der KPdSU, Nikita Chruschtschow in Berlin im Frühjahr 1961.

Walter Ulbricht (WU):
Bei Marx, Engels, Lenin, Genosse Nikita, die internationale Lage ist verfahren. Dein Treffen mit dem neu gewählten US- Präsidenten J. F. Kennedy in Wien war eine Enttäuschung.
"Niemand will im Westen noch Osten eine Mauer bauen, als baue ich die Berliner Mauer zwischen dem 10. und 18. August 1961! Basta!"
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 23:22
siehe auch:

www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/ddr-der-deutschland-rappel

08.10.2010 | 15:31
„DDR“ Der Deutschland Rappel
innenpolitik
kahki- „DDR“ Der Deutschland Rappel
DDR, die neudeutsche Art des Rest- und Test- Nationalismus mit einer „Hallstein- „Wein- Dich- Aus“ und  todschicken „Schick- Sie- Weg– , No Go Area- Doktrin“?
im blutenden Gewande eines Alleinvertretungsanspruchs für gründende, geborene, eingereiste ehemalige DDR- Bürger/innen mit sicher verwahrtem, jederzeit vorweisbarem, altblauem  DDR Reisekader- Pass?
Gibt es einen Alleinvertretungsanspruch der DDR durch deren ehemalige Bürger/innen?,
oder ist die DDR eine real- existierende, wie real- untergegangene Kopfgeburt aller Deutschen, aller Europäer?
Jawohl!
So ein Deutschland Rappel "DDR"
ist weder von Plaste, Elaste noch von Pappe"
Ele mele biste!
Es rappelt rappend in der Deutschland Rappelkiste“
Hallo alle miteinander!
Ein „So als ob- DDR- Frage- und Antwort- Spiel“
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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