Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

08.06.2011 | 01:27

AKWs sind Sonderwirtschaftsgebiete mit vorläufiger Genehmigung

AKWs sind Sonderwirtschaftsgebiete mit außergesetzlichem Status und Sonderrechten und nur vorbehaltlich vorläufig genehmigt.

Der rotgrüne Atomausstiegskonsens vom Jahre 2002 schloss Optionen der AKW- Betreiber, wie dese sie jetzt juristisch im Wege des Ausstieg des Ausstiegs vom Ausstieg nach dem mindestens dreifachen  Super Gau in den AKW- Meilern Fukushima/Japan anstrengen wollen, de jure wie de facto aus.

Was im Konsens von 2002 galt, soll nun, wenn es nach den AKW- Betreibern, im Jahre 2011 nicht mehr gelten, dass die AKWs ein staatlich subventioniert gefördertes  Sonderwirtschaftsgebiet mit außergesetzlichen Status darstellen, dessen endgültige Genehmigung "Nachgang" nur Rechtswirkung entfalten kann, wenn die Frage der Endlagerung des Atom- Mülls belastbar national oder international geklärt ist.

Es ist also eine Frage an den Mut, die Klarheit der schwarzgelben Regierungspolitik, den AKW- Betreibern die Vorläufigkeit der Genehmigung  ihrer Sonderwirtschaftdgebiete mit außergesetzlichem Status und Sonderrechten in aller Deutlichkeit nachdrücklich zu kommunizieren, damit allen AKW- Betreibern  jeder Ansatz des Hörens und Sehens ihres  Klagewillens ein für alle Mal vergeht.

Gerade wenn RWE, Vattenfall E.ON jetzt gegen das gerade von der schwarzgelben Bundesregierung beschlossene Atomausstiegsgesetz, samt der Brennstoffelementesteuer klagen wollen, um die gesetzlich anstehenden Abschreibungen in ihren Bilanzen zu Gunsten der Kurspflege ihrer Aktien, durch einen angestrebten Rechtstitel auf Jahre unterfüttert, um Jahre zu verschleppen und zu vertagen, bleibt der Bundesregierung als Gegenrechnung die Rückforderung jahrzehntelanger Subventionen, inkl. Zinseszins.

So kommt am Ende gar heraus, die Welt wird zwar nicht am deutschen Dichter- und Denkerwesen genesen, aber sehr wohl an dessen atomenergiebefreitem Aufbau alternativer Technologie- Lösungen  und Energiebevorratung auf der Basis erneuerbarer Energie- Ressourcen.

Die Brennelementesteuer ist nicht verhandelbar, wie RWE, Vattenfall, Eon, EnBW durch Klagen verantwortungsvergessen nahelegen, weil diese Brennelementesteuer ausdrücklich für die Finanzierung der malgerung, Enstorgung des atomaren  Zwischenlagers Asse in Niedersahsen erhoben wird.

Der Rückbau eines AKWs kostet soviel wie dessen Erstellung, nämlich 1 Milliarde € behauptet Wolfgang Clement leichtsilbig frohlockend in der heutigen Sendung "hart aber fair" , nur scheinbar kostenbewußt robust, ohne zu bedenken, dass der Rückbau jedes AKWs jährlich unkalkulierbar teuerer wird.

Fazit:

Deutschland spielt in der Frage des Atomausstiegs die Rolle Ungarns bei der Frage des Aussitiegs aus der ehernen Phalanx des Kalten Krieges, indem Ungarn als Mitglied des Warschauer Vertrages, des real-existierend sozialistischen Comecon im Mai 1989 mutig wie verantwortungsbewußt vor der Geschichte, der  Zukunft Europas und der Menschheit den Eisernen Vorhang  zu Österreich öffnete.

JP

siehe:

www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2011/20110608.php5?akt=1

Der Sprung ins Dunkle -
wie riskant ist Deutschlands Atomausstieg?

Sendung am 08.06.2011

Das wagt sonst keiner: Ein Industrieland steigt aus der Atomenergie aus – komplett und rasant. Revolution, jubeln die einen. Verantwortungslos, klagen die anderen. Wie teuer wird das Atomexperiment? Drohen wirklich Black-Outs? Und ist Deutschland für die Welt am Ende Vorbild oder Lachnummer?

 
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Kommentare
Joachim Petrick schrieb am 08.06.2011 um 13:24
ergänzt:

Gerade wenn RWE, Vattenfall E.ON jetzt gegen das gerade von der schwarzgelben Bundesregierung beschlossene Atomausstiegsgesetz, samt der Brennstoffelementesteuer klagen wollen, um die gesetzlich anstehenden Abschreibungen in ihren Bilanzen zu Gunsten der Kurspflege ihrer Aktien, durch einen angestrebten Rechtstitel auf Jahre unterfüttert, um Jahre zu verschleppen und zu vertagen, bleibt der Bundesregierung als Gegenrechnung die Rückforderung jahrzehntelanger Subventionen, inkl. Zinseszins.

So kommt am Ende gar heraus, die Welt wird zwar nicht am deutschen Dichter- und Denkerwesen genesen, aber sehr wohl dessen alternative Energiebevorratung auf der Basis von erneuerbaren Energie Ressourcen
Joachim Petrick schrieb am 08.06.2011 um 13:29
So kommt am Ende gar heraus, die Welt wird zwar nicht am deutschen Dichter- und Denkerwesen genesen, aber sehr wohl an dessen atomenergiebefreitem Aufbau alternativer Technologien und Energiebevorratung auf der Basis erneuerbarer Energie- Ressourcen
Joachim Petrick schrieb am 08.06.2011 um 22:20
ergänzt:

Deutschland spielt in der Frage des Atomausstiegs die Rolle Ungarns bei der Frage des Aussitiegs aus dem Kalten Krieg, indem Ungarn im Mai 1989 die Grenzen zu Österreich öffnete.

Die Brennelementesteuer ist nicht verhandelbar, wie RWE, Vattenfall, Eon, EnBW verantwortungsvergessen meinen, weil diese Brennelementesteuer für die Finanzierung der Enstorgung des atomaren Zwischenlagers Asse in Niedersahsen erhoben wird.
Joachim Petrick schrieb am 08.06.2011 um 23:04
Der Rückbau eines AKWs kostet soviel wie dessen Erstellung, nämlich 1 Milliarde € behauptet Wolfgang Clement leichtsilbig frohlockend in der heutigen Sendung "hart aber fair" , nur scheinbar kostenbewußt robust, ohne zu bedenken, dass der Rückbau jedes AKWs jährlich unkalkulierbar teuerer wird
Joachim Petrick schrieb am 09.06.2011 um 02:06
siehe auch:

www.freitag.de/community/blogs/marcob/erklarung-zur-atom--und-energiedebatte

Marco Bülow
bülow blogt
"Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer." (Antoine de Saint-Exupéry)

08.06.2011 | 21:36
Erklärung zur Atom- und Energiedebatte
atom energie regierung atomproteste erneuerbare energiewende antiatom

Diese Erklärung habe ich nicht nur verfasst, weil ich der atompolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion für Atomenergie bin, sondern auch weil mich dieses Thema seit 25 Jahren mehr als alle anderen geprägt hat. Ich bin als Jugendlicher wegen der Katastrophe in Tschernobyl politisch aktiv geworden und seitdem engagiere ich mich für eine Energiewende und für die erneuerbaren Alternativen zur Atompolitik.
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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Uwe Theel hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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