"Einfache Leute" als unbetreute, beraten verladene, Kollateralschäden von Terroranschlägen
Film von Hartmut Schoen (Buch und Regie), der dieses Leben einer jungen Wtwe als Liebe und Opfer zeigt, ist ergreifend, ist nicht nur vulminant, präsent dargestellt, in seinen entschleunigenden Leerzeilen, stumm beredten, Dialogen, ist anrührend, ist ungreifbar dunkel und traurig.
Ist notwenig schwere Kost, aufgemischt dargestellt von :
Senta Berger, die die Frau spielt., Manfred Zapatka, Burkhart Klaußner, Matthias Brandt, Ellen Schwiers (Mutter des RAF- Mitgliedes, das sich mordend einer Verkehrskontrolle entzog ).
Die junge Witwe des ermordeten Polizisten sagt nach 41 Jahren im Film Sätze, wie:
"Aber die kleinen Leute, die getöteten Fahrer, die Polizisten, die zufällig umgeknallten Hausmeister, die sind nie in ihren Bekennerschreiben vorgekommen. Nie. Kein Wort. Keine Entschuldigung. Kein Mitgefühl. Nichts." In dem großen Kampf der Bürgersöhne und -töchter der RAF kamen Kleinbürger nur als Kollateralschäden vor. "Na ja, und die Medien: genauso. Nur die großen Namen zählen."
"Es gibt viele, die in diesem Zusammenhang nix sagen. Die RAF-Leute sagen nix. Die auf der Staatsseite sagen nix. Was ist da los? (…) Keines der RAF-Verbrechen ist bis heute aufgeklärt. Die Verurteilten sind alle nur wegen Mittäterschaft verurteilt worden."
"Für mich hat sich noch niemand interessiert", sagt die Frau.
"Dafür habe ich gelebt! Ich hatte noch zutun. Gewartet. Meine Ordnung gehalten.
"Aber wenn ich ihn gefunden habe, dann is' es dann vorbei. Dann kann ich nichts mehr für meinen Mann tun, denke ich. Diesem Kerl, diesem Mörder zu begegnen, ihm zurückzugeben, was er mir angetan hat, meinem Mann - das hat mich gezwungen weiterzuleben. Ich hatte noch zu tun. Verstehen Sie?"
Gerade habe ich das TV Drama in der ARD
"In den besten Jahren" mit Senta Berger, Matthias Brandt u. u. gesehen.
Da geht es um den RAF Polizistenmörder von 1970, Hans Peter Schulz, der nie wegen dieses Mordes angeklagt, geschweige denn verurteilt, als V- Mann und Kronzeuge gegen die RAF Mitglieder von einst, freigesprochen und mit neuer Identität, finanziell angeblich bestens unterfüttert, im Ausland, in Holland untertaucht.
Die Wotwe macht sich nach 41 Jahren, angeregt durch einen Reporter, auf den Weg, die Mutter des Hans Peter Schulz ausfindig zu machen.......
Bei dem Film kam ich auf die Idee, mich zu fragen, warum Bundeskanzler Helmut Schmidt mit seinem ganzen Regierungsapparat eigentlich damals die RAF Prozesse mit einem so ungeheueren Apparat,eigens erbautes Hochsicherungsgefängnis in Stuttgart Stammheim mit angeschlossenen Gerichtssäälen, Aufwand an materiellen, personellen Ressourcen aufgezogen haben?
Geschah das, um Personal und andere Ressourcen von anstehenden NS-Prozessen abuziehen, bzw. weitere Ermittlungen im In- ud Ausland zu verunmöglichen?
Die DDR Organe waren da ja damals auch keine richtige Hilfe, diese NS Prozesse in Gang zu kriegen.
Sollte da eine ganze Generation herangewachsen, ausgebildeter Juristen/innen als Staatsanwälte, Richter, Anwälte in diese Falle laufen, damit ja keine NS Prozesse in der Breite bis zu Entschädiungsprozessen für Zwangsarbeiter/innen u. u. zustande kommen?
Warum hat es dem schneidigen Bundeskanzler Helmut Schmidt an Elan gefehlt, diese NS Prozesse voranzutreiben, Das hätte doch der ganzen klammheimlichen RAF Sympathisanten Szene, zu der ich mich damals selber weitläufig klammheimlich zählte, auf einen Schlag den Schneid abgekauft und erkennen lassen, was für ein gigantisches Ablenkungsnunternehmen der ganze RAF Komplex bis heute war und ist"?
Die Witwe schleudert in dem Film dem Richter, der den Mörder, Hans Peter Schulz, damals freisprach, sich bereit erklärt, sie nach 41 Jahren zu empfangen, entgegen.
(Filmversion. Real wurde Hans Peter Schulz, der im Jahre 1997 durch einen angeblich Autounfall zu Tode kam, nie wegen dieses Polizistenmordes angeklagt, geschweige denn verurteilt):
"Wußten Sie dass der Mörder auch noch Geld von unserem Staat bekam, dass der womöglich mit dem vielfachen an staatlichen Einkünften lebt, als wir kleinen Leute, die für diesen Staat beruflich engagiert, Angehörige, wie ich meinen Mann verloren haben.
Wußten Sie, dass da dokumentiert 14 Leute in der RAF mit Geheimdiensten zusammen gearbeitet haben?
Warum geschieht da nichts, warum wird da nichts aufgeklärt,
Keiner der RAF Mörder/innen ist bis heute für auch nur einen Mord verurteilt worden, alle wurden nur wg. Mittäterschaft verurteilt.
Warum nur dieses Schweigen. Die RAF schweigt, Die staatlichen Stellen schweigen auch, als gebe es ein Schweigegelöbnis, ein Schweigekartell?.
Warum? und das, obgleich Deutschlanfd vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte dazu aufgefordert wurde, Licht ins Dunkel des RAF Komplexes zu bringen: Warum?. Warum nur?""
Das hat allerdings im Fall von Christian Klar u. a. mit
"leichter richterlicher Hand?",
ohne Federlesen, Aktenstudium, noch auf eine persönlich zugeordnete Schuld zu erkennen, gereicht, RAF Mitlglieder als Angehörige einer terroristischen/kriminellen Vereinigung mit einem Strafmaß von über 30 Jahren, von Fall zu Fall, bis heute in Haftzellen wegzusperren.
JP
siehe:
www.taz.de/Neuer-RAF-Film/!83624/
14.12.2011
Neuer RAF-Film
"Kleine Leute" als Kollateralschäden
"In den besten Jahren" (Mittwoch, 20.15 Uhr) handelt von den vergessenen Opfern der RAF. Ein starker Film über das zerstörte Leben einer Polizisten-Witwe. von Jens Müller
www1.wdr.de/themen/kultur/berger102.html
Stand: 13.12.2011, 06.00 Uhr
Interview zum Film "In den besten Jahren": Nacktes Gesicht und aufgerissene Seele
www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,802849,00.html
14.12.2011
Interview mit Senta Berger
"Was für ein grausames Wüten!"
www.freitag.de/community/blogs/d353rt/wuerde-persoenliche-nationale
24.09.2011 | 19:26
Würde, persönliche, nationale.
würde alltag kultur griechenland
Kultur : ARD RAF- TV- Film "In den besten Jahren" (Liebe & Opfer)
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