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Kultur : Armut, Elend von Wanderarbeitern, Papierlosen ein Wachstumsmarkt?

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Das verdeckt erwirtschaftete Wachstum in den G 20- Staaten durch Wanderarbeiter/innen, Werkvertragsarbeiter/innen, Papierlose.

Das Verhängnis der Wachstumsideologie, das uns seit Jahrzehnten in anschwellendem Maße als "soziale Frage" vor die Tür gekarrt wird, ist doch, dass Wachstum spätestens nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 weltweit als einzige und dazu scheinheilige wie unheilschwangere Manöveriermasse für soziale Verteilung und gesellschaftliche Teilhabe "Wohlstand für alle" kommuniziert, Armut, Alter, Arbeitslosigkeit, Unter-, Überbeschäftdigung, prekäre Arbeitsverhltnisse, Elend, Krankheit, Not um das tägliche Brot, Wasser zum Wachstumsmarkt auserkoren, ins gesellschaftlich mediale Bewußtsein gehoben hat.

Der Bericht des Club of Rome "Ende des Wachstums" (1972) hat eine Antwort auf eine Frage gegeben, die so nirgendwo gestellt wurde, ohne den Weg zur wirklichen Jahrtausendfrage, der Frage nach der Verteilung des Vermögens der Völker, fern jeder scheinheilig eiligen Wachstumsideologie, von gesellschaftlichen Grabenkämpfen freigeschaufelt, zu ebnen.

Inzwischen leiden wir weniger unter realem Wachstum, denn unter der Befreiung der Welt vom Wertgehalt & Sinn des Geldes, indem Geld nach Art vorheriger Kanonenbootpolitik, global als Ressourcen Währung unterwegs, Drohkulissen in Szene setzt, die jede Frage von gesellschaftlich hinreichend gerechter Verteilung des Vermögens der Völker durch Geldmengen Tsunamis im Keim zu ersticken droht.

Die Armut, das Elend, die tägliche Not der Wanderarbeiter/innen in China, Indien, der papierlosen Sklavenarbeiter/innen, Leih- und Werkvertragsarbeiter/innen hierzulande und in den G- 20 Staaten insgesamt, gilt als klammheimliches Eldorado, als Wachstumsmarkt für das nur scheinbar gebremste Wachstum des BIP in den G- 8 Ländern, darunter in den USA, der EU, Deutschland.

Wäre die Arbeit der Papierlosen hierzulande in unserer Schattenwirtschaft legalisiert, wie dieses Professor Wilhelm Hankel bisher, bei öffentlicher Gelegenheit, leider eher nur akademisch augenzwinkernd, kommuniziert, wären wir auf einen Schlag mit einem ungeahnten BIP Wachstum konfrontiert, dass uns und unseren Politikern/innen die Ohren von Liedern klingen, die andere seit Jahrzehnten in den Katakomben des Kapitals, längst frohlockend, singen.

Insofern könnte der Bericht des Club of Rome "Ende des Wachstums" von 1972 von politisch interessierter Seite auch so interpretiert worden iein und weiter interpretiert werden, das wirkliche Wachstum in den G 20 Staaten, durch die Ausweitung der Anreize für die Organisation einer Schattenwirtschaft mit angeschlossenen Schattenbankwesen reale Wirtschafts- Datenlagen dieser G 20 Staaten über deregulierte Weltfinanzmärkte, weitgehend steuerlich unveranlagt, gar befreit, unter der amtlichen Decke haltend, zu verheimlichen

JP

siehe:

www.freitag.de/community/blogs/ps-78/wachstumskritik---gedanken-zu-einer-seltsamen-debatte

06.03.2012 | 20:58
„Wachstumskritik“ - Gedanken zu einer seltsamen Debatte
wachstumskritik bruttoinlandsprodukt bip wirtschaftswachstum postwachstum

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.