"Mehr Staatsbegräbnis eines Zapfenstreichs war nie!"
Bundespräsident a. D. Christian Wulff hat sich mit seinem Insistieren auf den Großen Zapfenstreich, Rotz & Tränen fließend, dessen versichert, was er bis dato nicht fassen konnte, noch wollte, dass sein Zapfen im Amt des Bundespräsidenten für alle Zeit mit Pauken $ Trompeten, samt hinterher geworfenen Moneten der Proleten in Höhe von 199.000.- €/anno lebenslang, verabschiedet, gestrichen ist.
Manche Menschen in Amt & Würden, wie Christian Wulff, brauchen personal- und materialaufwendige Umwege über den Großen Zapfenstreich, um ihren Abschied mit Pauken & Trompeten, heilig inhallierend, kapierend, zu realisieren.
Soweit scheint dies nun gelungen.
Das dieses alles nun zum Staatsbegräbnis erster Klasse mit Schwertern, Kreuzen & Lorbeer am Bande des Zapfenstreichs selber geriet, ist Christian Wulff, unverschuldet"Viel Sold und wenig Ehr", gar als Verdienst anzurechnen.
Hätte Cristian Wulff seinen Abschied als Bundespräsident, wie Gustav Heinemann im Jahre 1974 den seinen als Bundespräsident zivil als Große Rheinschiffahrt mit geladenen Gästen organisiert, wäre das Staatsbegräbnis des Zapfenstreichs von hoher professionaler Güte des Bundeswehr Musikkorps ausgefallen.
Dem Zapfenstreich zum Gedenken sei doch bei dieser Gelegenheit seines Staatsbgeräbnisses noch einmal daran erinnert, was der Zapfensteich eigentlich von seinem Wesen, seinen Bestrebungen her ist, wenn ja, wann wurde dieser überhaupt ins Bewußtsein der Bevölkerung gehoben?
Der Zapfensteich wurde angeblich im 17 Jahrhundert während des Dreißigjährigen Krieges ( 1618- 1648) von dem Generalissimo des Papstes und Kaisers, von dem Feldherrn Wallenstein für seine Landsknechte als "Ordnungspimmel" in den Gasthäusern, Bier- Schänken erfunden.
Zu einer bestimmten Uhrzeit des Abends hatte der Wirt mit einem gezielten Streich den Zapfen vom angestochenen Bierfass zuzuschlagen, damit kein Bier mehr floss und die Landsknechte, mit Bier abgefüllt, durchaus lärmend, Lieder johlend aber geordnet durch die Gassen der Garnisionsstädte, heimwärts, zu ihren, wechselnd, kargen Unterkünften strebten.
Im Gegensatz zu den Landsknechten des 17. Jahrhunderts wurde Christian Wulff im Vorfeld des Zapenstreiches nicht mit Bier abgefüllt, aber doch mit einem gerüttelt geschüttelten Maß an Moneten der Proleten, beschönigend "Ehrensold" geheißen, in Höhe von ca. 16. 700.- €/monatlich lebenslang, nebst Kosten für sein Büro als Altbundespräsident in Höhe von 290.000.- /anno, inklusive Sekretärin, Referenten, gepanzerter Staatskarosse, Fahrer, Bodyguards.
Dieser Ehrensold wurde ausgerechnet von der Ministerialbürokratie in Bonn Bad- Godesberg auf Veranlassung der damaligen Regierungskoalition aus CDU/CSU/FDP aus der Taufe gehoben, um seinerzeit den 88jährigen Konrad Adenauer im Jahre 1963/64 aus einem Amt als Bundeskanzler ins Amt des Bundespräsidenten zu locken.
Was bekanntlich nicht gelang.
Der Ehrensold ist trotzdem bis heute bundespräsidiale Praxis des "Goldenen Handschlags" für abdankende, scheidende Bundespräsidenten/innen geblieben.
JP
Politik : "Auf einen Wullff" Staatsbegräbnis des Zapfenstreichs
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