Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

24.06.2011 | 23:46

"Augstein & Blome", runter munter?, eher die 2011 Frauen- WM- ?

"Augstein & Blome" 26/6/11

Augstein & Blome sind heute geschmeidig perlend im Redefluss, als hätten sie vorher in einer Generalprobe geübt.

Augstein rutscht "RuckiZucki" über die polierten Parkett Bretter des Boulevards, der ihm in vorzüglich inszenierter Empörung der Liebste ist, alles so als wäre die ganze Ökonomie ein gespielter Budenzauber Alltags- Witz.

"Lieber Blome!,
BILD bildet nicht Urteile, sondern, mit dem alten wie neuen Getuschel & Geraune über Steuersenkungen, nach dem Motto
"Spass in der Lohntüte.
Gib Gas!
Gib Gas für alle!"

mit ungesättigten Fettsäuren nahrungsreiche Vorurteile.

Was sollen Steuersenkungen, wo wir täglich 100 Millionen € an Zinsen für unsere Staatsverschuldung zahlen?

Die deutsche Wirtschaft steht nicht nur in der Blüte des Mai 2011, sondern im Boom, dass es nur so im Steuersäckle scheppert und sich läppert.
Ausgerechnet da wollen Sie dem Rösler seine FDP retten?

Blome:
Sie reden Unfug Augstein. Ein Unfug kommt selten allen. Sie lieber Augstein wollen doch bei jedem Unfug ganz vorne weg dabei sein.

Die FDP rettet sich selber, oder gar nicht.

Augstein:

"Selbst das Handelsblatt, das ja, weiss Gott ,kein linkes Presse- Organ ist, entdeckt in dem gelben FDP Vorschlag einer Steuersenkung eine berauschende Schnapsidee, die unter das rezeptpflichtige Betäubungsmittelgesetz fällt."

Hier verpasst Augstein als bekennender Linksliberaler die günstige Gelegenheit, statt sich über den fadenscheinig ochprozentigen Fuel Fusel Dusel, das Gefasel von der gelben Steuersenkung zu empören,
nicht nur die steuerliche Subventionierung von Lohn- Nebenkosten im unteren Einkommensbereich zu fordern, in dem gar keine Steuern mehr entrichtet werden können, weil deren Lohntüten brachial verschlankt wurden,
sondern gleichzeitig an das schwarzgelbe Versprechen aus dem Wahljahr 2009 zu erinnern, in einer Phase des wirtschaftlichen Wachstums, eine strukturelle Steuerreform, steuerlich aufkommensneutral, auf Kiel gelegt, vom Stapel zu lassen.
" Professor Paul Kirchoff läßt grüssen!".

Blome mokiert sich insgeheim über diesen linksliberalen Patzer & Aussetzer von Augstein, wenn er locker vom Hocker dahertrabend kievig das Thema Steuerreform eher unkenntlich mit der Bemerkung streift:

"Dann könnten Sie, lieber Augstein, ja auch eine Steuererhöhung fordern,
wenn Sie so gegen Steuersenkungen sind.
Warum eigentlich nicht?
Warum so leidend bescheiden?
Das ist doch sonst Ihre Art nicht.
Die Allgemeine Volkswirtschaftslehre würde Ihnen da womöglich im FallerIhrer steuerlichen Unbescheidenheiten beipflichten."

Augstein:
"Was soll das denn nun?
Ronald Reagan kam einst mit seiner Voodoo Economic der Steuersenkungen auf allen wirtschaftlichen Ebenen.
Wir brauchen das Geld jetzt für den staatlichen Schuldendienst."

Jetzt ist es Blome der diese Steilvorlage von Augstein verpatzt, den Punkt nicht macht, indem er es unterläßt, Augstein daran zu erinnern, dass es ausgerechnet Ronald Reagn war, der eine strukturell Steuerreform in den USA zu Wege brachte, die die Vermögenden in den USA weit mehr steurlich veranlagt, als es sich unsere Vermögenden hier im Steuerparadies Deutschland überhaupt vorstellen können noch mögen, abgesehen von Ausnahmen, wie dem vermögenden Hamburger Reeder Peter Reimer.

Hierzulande traut sich bisher keine Partei in der Regierungsverantwortung, trotz hoch und heiliger Wahlversprechen, eine solche Strukturelle Steuerreform zu.

Blome:

"Die FDP ist die letzte Stimme des Geldes, bevor die Welt, dank der Tragödie in Griechenland, vom Gelde befreit ist. Das ollten wir der FDP hoch anrechnen, dass sie noch fragt, wem all die hochgestapelten Säcke voller Geldes aus dem zusätzlichen Steueraufkommen in den Korridoren der Ministerien eigentlich gehören?"

Blome wartet gar nicht die Antwort von Augstein ab, sondern zückt sein gezinktes Poker As, die Schwarz Rot Goldene Bundesflagge, Frauen- WM 2011 ruckelnd wie verzückt aus dem rechten Ärmel.

Letztens hat Augstein Blome vergeblcih zum
"Akropolis adieu"
Tanz aufgefordert,
jetzt fordert Blome Augstein, vergebliche Mühen, auf, hinter seinem Pult hervorzukommen, die Bundesflagge sich über die Schultern zu legen.

Augstein reagiert auf dem linken Fuss kalt erwischt, verpatzt seinen revolutionären Fussball- Auftritt, weil er in den Farben der Bundesflagge nicht die Farben der Bürgerlichen Revolution von 1848 in Deutschland erkennt, nicht erkennt , dass Schwarz Rot Gold die Farben der Schlachtfeld Standarten des Bauerstandes von 1525 immerdar in den Bauerkriegen war.

Worauf Blome indigniert meint:
"Na gut, oder auch nicht gut.
Dann lege ich mir die Bundesflagge schwarzrotgold über die linke Schulter.
Bin halt kein guter Linker."

Gesagt, getan.

Was bleibt?:
Mr. Blome wirft sein Volkswirtschaftsdiplom auf den Müllhaufen, beteiligt sich aktiv an dem Verrat gegenüber der Volkswirtschaftlehre, die da seit dem Weltökonom Mr. Maynard Keynes lautet

"In der Rezession Steuern senken
"Deficit Spending",
im konjunkturellen Boom Steuern heben"

indem Mr. Blome nun im Bunde mit der FDP Steuersenkungen fordert.

Der miese Trick ist dabei, dass die Linke vor medialer Aufregung nun ganz vergißt, Steuererhöhungen im Boom zu fordern und am Ende das Ausbleiben von Steuersenkungen als trügerischen Erfolg feiert.

Der Weltökonom Mr. Maynard Keynes wird sich im Grabe seiner Theorie umdrehen.

Andere haben die Krise, wir haben die FDP


Public Viewing mit dem beginn der Frauen Fussballweltmeisterschaft 2011 in Deutschland.

JP

siehe:

www.freitag.de/community/blogs/augstein-und-blome/steuern-runter---macht-deutschland-munter

24.06.2011 | 17:41
Steuern runter - macht Deutschland munter?
fdp steuern krise

 
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Kommentare
apatit schrieb am 25.06.2011 um 09:45
Mein Tipp : YouTube - Uwe Steimle in der Anstalt - HD - Folge 35 - Part 5 / 12
7 Min. - 11. Mai 2010 - Hochgeladen von nietscherarek
Uwe Steimle in der Anstalt - HD - Folge 35 - Part 5 / 12. nietscherarek 43 videos. Subscribe Alert icon Subscribed. Sign In or Sign Up ...
www.youtube.com/watch?v=UlryVug_CLY...
Joachim Petrick schrieb am 25.06.2011 um 11:10
@apatit

Danke für den Uwe Steimle Link Wink
apatit schrieb am 25.06.2011 um 09:57
... fast am Ende eine kleine Geschichte über Herrn Dr. Westerwelle... und dem Stahlwerk...
poor on ruhr schrieb am 25.06.2011 um 14:13
Danke.

Klassse geschrieben . Gerne gelesen.
Joachim Petrick schrieb am 25.06.2011 um 15:18
@por

Danke fürsd Lesen!
Joachim Petrick schrieb am 25.06.2011 um 17:31
ergänzt:

Was bleibt?:
Mr. Blome wirft sein Volkswirtschaftsdiplom auf den Müllhaufen, beteiligt sich aktiv an dem Verrat gegenüber der Volkswirtschaftlehre, die da seit dem Weltökonom Mr. Maynard Keynes lautet

"In der Rezession Steuern senken
"Deficit Spending",
im konjunkturellen Boom Steuern heben"

indem Mr. Blome nun im Bunde mit der FDP Steuersenkungen fordert.

Der miese Trick ist dabei, dass die Linke vor medialer Aufregung nun ganz vergißt, Steuererhöhungen im Boom zu fordern und am Ende das Ausbleiben von Steuersenkungen als trügerischen Erfolg feiert.

Der Weltökonom Mr. Maynard Keynes wird sich im Grabe seiner Theorie umdrehen.

Andere haben die Krise, wir haben die FDP
claudia schrieb am 26.06.2011 um 12:09
>>"In der Rezession Steuern senken
"Deficit Spending",
im konjunkturellen Boom Steuern heben"<<
Ich möcht es nicht beschwören, meine aber zu erinnern, dass Keynes nicht primär mit der Steuerhöhe steuern wollte.
Sondern dass er meinte, in einer kapitalistischem Marktwirtschaft solle der Staat während der Konjunktur Einnahmeüberschüsse zurücklegen und in der Rezession mit vermehrten Staatsaufträgen den Markt am Laufen hält.
Ein Einnahmeüberschuss kommt dadurch zustande, dass der Staatshaushalt am langjährigen Einnahmemittelwert der Konjunktur/Rezessionszyklen orientiert ist.
Als Instrument gegen "Konjunkturüberhitzung" sollte der Staat alle aufschiebbaren Investitionen in die Zeit der Rezession legen.

Diese "antizyklische Konjunkturpolitik" ist allerdings weder mit steuerfinanzierten Werbegeschenken vor Wahlen noch mit korruptionsbedingten Staatsinvestitionen* vereinbar.

Mit "Deficit spending", meine ich, war gemeint, dass eine Regierung besser in der Rezession einen Kredit aufnimmt als die Rezession ungebremst ins Tal brettern zu lassen.
Allerdings müsste dann, während die Konjunktur wieder anläuft, etwas für die Tilgung getan werden.
-
*interessant in dem Zusammenhang ist es, immer wieder mal die "Kommentare" des Bundesrechnungshofes anzuschauen.
Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass der Bundesrechnungshof nur deswegen nicht von Wirtschaftlobbyisten belagert wird, weil die Kommentare zu gesellschaftlich nutzlosen Geldverschwendungen unverbindlich und konsequenzlos sind.

---
Facit:
Eine tatsächlich "keynessche" Wirtschaftspolitik würde voraussetzen, dass politische Machausübung mit Geld drastisch und gnadenlos bestraft wird. Volkswirtschaftlich vernünftige Regierungentscheidungen sind nur möglich, wenn sie nicht ständig von Ansprüchen der Privatrendite überlagert werden.
Genau das aber erlauben Lobbyisten nicht: sie werden jeder Regierung die in diese Richtung plant sofort den Geldhahn zudrehen.
Wir sollten also grundlegende Lösungen anstreben.
Joachim Petrick schrieb am 26.06.2011 um 23:58
@claudia

So

Wenn allerdings im Wege von Konjunkturprogrammen, aufgrund einer drohenden oder sich schon etablierenden Rezession, einzelne Branchen wie im Fall der Automobiliindustrie iim Wahljahr 209 mit dem Geschenk einer steuerfianzierten Abwrackprämie u lasen aller Bürger/innen beglückt werden, ist es systemrelevant nur konsequent, im Boom diese Automobilbranche mit einer mindestens befristeten Steuer zu belegen, damit die Abwrackprämie refinanziert wird.

Keynes beschrieb selbstverständlich mehr staatliche Instrumente zur Globalsteuerung der Wirtschaft als eben das Instrument der Besteuerung.
Doch wenn die Globalwirtschaft bestimmte Instrumente des Marktes, wie eine konjunktubezogen allgemeine Lohnentwicklung nach oben wie nach unten außer Kraft gesetzt hat, d. h. sowohl in der Rezession als auch im Boom nahezu 7 Millionen Arbeitnehmer/innen in Deutschland auf Leistungen aus den Hartz IV Gesetzen, trotz Vollzeit angewiesen bleiben, folglich in einem Boom nur ein geringer Zuwachs des Steueraufkommens über Lohnzuwächse zu verzeichnen ist, bleiben dem Staat nur die Mittel an anderer Stelle die Steuern erhöhend zu erheben, um Rücklagen für eine absehbar kommende Rezession zu bilden.
Joachim Petrick schrieb am 27.06.2011 um 00:02
Das gegenwärtige Gerede um eine angebliche FDP Idee der Steuersenkung ist von hinten bis vorne, gedreht und gewendet, ein reiner Betrug, weil es gar nicht um eine Steuersenkung gegenwärtiger Steuerveranlagung geht, sondern um ein strukturelles Steuer- Reförmchen mit dem Ziel, den vorhandenen sogenannten Mittelstandsbauch der kalten Progression bei der Steuererhebung einzuebnen.
D. h., wer jetzt brutto ein Weihhachtsgeld von 500 € kriegt, sieht netto kaum was über 240 € davon, weil er für einen Monat in die nächst höhere Steuerklasse rutscht, in dem das Weihnachtsgeld oder ein Bonus ausbezahlt wird.

Zukünftig wir der Arbeitnehmer/in nun , sagen wie einmal, von den brutto 500 € Weihnachstgeld , wenigstens 380 € netto in der Tasche haben.
Joachim Petrick schrieb am 27.06.2011 um 01:25
@Claudia

siehe zu Maynard Keynes:

www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/das-geschwaetz-von-gestern/

* 23.06.2011

Steuern rauf und runter
Das Geschwätz von gestern

Wenn die Wirtschaft kriselt, müssen Steuern runter, sagt die FDP. Jetzt sagt sie, dass Steuern runter müssen, weil die Wirtschaft brummt. Häh? VON GORDON REPINSKI

"..................Das folgt der Logik des Ökonomen John Maynard Keynes - sein Prinzip heißt "Deficit Spending". In der Krise gibt man Geld aus, das man nicht hat, damit man es wieder zurückzahlt, wenn die Krise vorbei ist. "
Joachim Petrick schrieb am 27.06.2011 um 02:09
@Claudia

zur Erläuterung:

de.wikipedia.org/wiki/Konjunkturpolitik

Die Seiten Konjunkturpolitik und Konjunktur überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Beteilige dich dazu an der Diskussion über diese Überschneidungen. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz. Charmrock 23:56, 19. Mai 2011 (CEST)

Unter Konjunkturpolitik versteht man wirtschaftspolitische Maßnahmen, die darauf zielen, Konjunkturschwankungen in Grenzen zu halten und ein möglichst gleichmäßiges Wirtschaftswachstum zu erreichen[1]. Die Ziele der Konjunkturpolitik sind in Deutschland im Stabilitäts- und Wachstumsgesetz (§ 1 StWG von 1967) geregelt.

Mögliche Instrumente der Konjunkturpolitik sind dabei die Fiskalpolitik, die Geldpolitik und die Einkommenspolitik[2].
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Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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