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Kultur : Augstein&Blome sezieren Freude über den Tod Osamas 6/5/11

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Augstein&Blome sezieren am offenen Herzen die Ode an die Freude über den Tod Osama bin Ladens 6/5/11

Sezierkampf Augstein&Blome am offenen Herzen der Ode an die Freude über den Tod Osama bin Ladens 6/5/11

Was Augstein&Blome vorösterlich freudlos klare Kante eines Boxkampfes zugewandt auf Augenhöhe war, gerät nun nachösterlich zum Sezierkampf im Kreißsaal am offenen Herzen der Freude, an die Allgemeine und spezielle Auferstehung der Ode an die Freude, schöner Götterfunken über den Tod eines Meinungsmörders, der mutmaßlich ein Massenmörder war, Osama bin Laden freudenreich zu unken, als wäre der "Funkenmariechen", die sich,
ach der Graus, ausgerechnet
"Das ist ihr Auftritt vor dem Weltengericht",
tödlich erst die Haxen, dann das Auge bricht.

Jeder von beiden, Augstein wie Blome, geht heute nicht in den Ring, sondern jeder duckt sich in seinem selbst ausgehobenen Schützengraben, vor dem was dicht, was ferne an gewagten Mutmaßungen über die Freude wie die Unfreude vom Gegenüber durch die Lüfte saust und zischt.

Blome:
"Ich freue mich....freuen Sie sich auch, Augstein?
Freuen Sie sich doch..
Augstein: Nein, ich freue mich nicht.
Blome: Erklären Sie mir das. ..
(dramaturgisch gefühlt lange Pause)
Augstein bringt geduckt in seinem Schützengraben fummelnd, grummelnd, die Dicke Berta in der Sache der Freude an die Ode zur Erhellung in Stellung.
Blome scheint ahnungslos.
Da kommt das Geschoss aus der Dicken Berta, gezündet von Hirn & Hand des Augstein:
"Über den Tod eines Menschen sollte man sich nicht freuen, kann ich mich nicht freuen. Das paßt nicht in unsere christliche Wertewelt."

Eigentlich müßte Blome als Gegner Augsteins jetzt von dem heransausenden Geschoss aus der moralischen Dicken Berta erloschen sein.
Ist er aber nicht, weil das eben so mit Schützengräben ist, sausen die besten Argumente wirkungslos über diese hinweg.
Blome zieht nun sein chirurgisches Gerät, eit an den Seziertisch der Lage, setzt einen Schnitt, dessen wahre Tiefenwirkung vermutlich erst in Monaten vom Spiegel, investigativ rechechiert, offen zitiert wird:

"Wir trauen uns einen Krieg in Afghanistan oder sonstwo zu führen. Es geht dabei auch um Soldaten, die wir in den Krieg schicken. Wir trauen uns aber nicht zur Freude über den Tod eines Massenmörders zu stehen! Das ist unchicklich"

Der Satz sitzt, läßt Augstein mit leeren Augen in seinem Schützengraben lange Momente stierend zurück.
Doch bevor der Blomsche Satz seine wahre Wirkung entfalten kann, nutzt Blome den Moment seiner Gedanken Brilianz nicht zum Nachsetzen, sondern nur zum intelligenten Verwirrspiel, indem er sich stehenden Fusses seines brillianten Gedanken Ansatzes entleibt, von seinem Argument abwendet, als hätte er das nie geliefert..

Das brilliante Blome Argument, das iin der Röhre stecken blieb:

"Statt, dass wir uns über den Krieg selber in Afghanistan, Libyen, Elfenbeinküste u. u. empören, empören wir uns gefällig gesellig über die Medien- Oden an die Freude über den Tod Osama bin Ladens unter dem kriegstreibenden Bundeskanzlerin Angela Merkel Motto
"Ein toter Terroist ist ein guter Terrorist!".

Will sagen, Angela Merkels Freude über den Tod Osama bin Ladens kommt auf sanften Pfoten, getarnt wie eine Klosettpapierrolle unter einer gehäkelten Haube auf der hinteren Autoanrichte. mit militant gewalttätigen Ambitionen daher.
Besagt doch Angela Merkels Freude in des Pudels Kern:
"Nur ein toter Terrorist, ist ein guter Terrorist, der mir Freude macht. Auf ihr lieben Bundeswehrsoldaten, ihr werdet doch wohl wissen, wie ihr Tag auf Tag in Serie eurer Bundeskanzlerin in Afghanistan eie kleine oder gar große Freude macht!"

Angela Merkels Freude ist eine Verdeckungsfreude, die das Fehlen der Empörung in den Medien über den Krieg in Afghanistan süßsauer weiter und weiter nähren soll.

Angela Merkels Freude steht allein schon deshalb im eklatant völkerrechtswidrig verfassungswidrigen Widerspruch zum Auftrag des Deutschen Bundestages für den Auslandseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan, weil diese Freude auf einen nicht legtimiert vorauseilenden Gehorsam in den Köpfen der Soldaten/innen bei Kampfeinsätzen abhebt, sich nicht der Gefahrenlage entsprechend verhältnismäßig zu verhalten, sondern zur erklärten Freude der Bundeskanzlerin Angela Merkel alles, was da so steht, was sich bewegt als Terroristen/innen über den Haufen zu knallen.

All diese Argumente läßt Blome, aufblitzend, ungenutzt in seinem Köcher als Pfeile stecken.
Augstein eilt, seismografisch emphatisch das Beben spürend, Blome, wie gerufen, zur Hilfe, indem er diesem in die Parade seiner Freude auf vökerrechtswidrigen Stelzen fährt, ohne sich mit der Ernte seiner eigenen vorherigen argumentativ erfolgreichen Treffer zu befassen.

Ohne Not zapft Augstein ein, gekellert liegen gebliebenes Fass "Brech& Kotzbrause", bei Meinungsverstopfung, Meinungsflitzkacke, allgemeinen Meinungsverdauungssrörungen angeblich ein Allheilmittel, Marke
"Thilo Sarrazin",
an, um sich, angreifbar, auf einem völlig ungesichertes Terrain Blößen zu geben.

Augstein dementiert, quasi im Handstreich gegen sich selber, die Brillianz der Abfolge seiner vorherigen argumentativen Treffer.

Aber nur scheinbar, denn Augstein greift zu einer Finte, indem er nun, unabgesprochen mit Blome, dem Ringrichter, ansatzlos das Konstrukt einer vorauseilenden, so genannten klammheimlichen, Freude, bekannt unter dem Begriff Vorfreude, am Seziertisch einführt.

"Soll sich der Sarrazin doch selber in die Luft sprengen. das würde mich freuen. Sarrazin ist doch sowieso eine Art Selbstmordattentäter
(Meinungsmörder?, der Verfasser) ".

Eigentlich ist das ein Regelverstoss.
Doch Blome übersieht den Regelverstoss, geht es hier doch um wirklich bekundete Freude vor der Leiche Osama bin Ladens am Tatort und ncht um eine irgendwie narrativ gealert hochgestapelte Vorfreude auf mögliche Ereignisse in der Zukunft oder auch nicht).

Blome guckt kurz ratlos zum Ringrichter, der gerade telefoniert, und tappt in die Falle der Augstein Finte mondwandlerisch als gelernter Ausputzer, als sympathisch sortierter Kümmerer, ohne Mandat, hinein, indem er moralin, unauthorisiert etwas abgemildert, von der
"Freude Augsteins über den politischenTod von Sarrazin"
hilfreich Augstein empfehlend nahelegen will, aber Augstein will dessen ungerührt, die Schwarte krachen lassen, auf dass das ganze Forum der FC, Phoenix, in insgeheim johlendes Gelächter ausbricht.
Augstein:
"Sarrazin betreibt doch Selbstbeschädigung. Der ist doch eine Art Selbstmordattentäter."

JP

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.