Empfehlung der Woche

Frieden – Wie geht das?

Frieden – Wie geht das?

Klaus von Dohnanyi, Erich Vad

Hardcover, gebunden

160 Seiten

22 €

Zur Empfehlung
Meine Frau weint

Meine Frau weint

Angela Schanelec

Drama

Deutschland, Frankreich 2026

93 Minuten
ab dem 11. Juni im Kino!

Zur Empfehlung

Kultur : Augstein&Blomes Euro-Wette– „Will dieses Europa uns?“ 30/9/11

Zum Kommentar-Bereich

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community.
Ihre Freitag-Redaktion

Will dieses Europa uns?

Augstein läuft zu alter Form ins Phönix Stadion ein

“Staaten pleitegehen lassen, um Banken zu retten, die sich mit dem billigen Geld der Zentralbanken refinanzieren könne!“

faucht Augstein übertrainiert Blome, dribbelnd den Ball abnehmend, entgegen, schon ist er von seiner eigenen Formulierung verzaubert hin und platt wieder weg.

Was oft an Formulierungen vertraut gut zu klingen scheint, ist im Kern bei Lichte betrachtet .nichts als Pillepalle, Wumpe Schrott im Medien Arena Schein.

Ist es doch umgekehrt, Banken werden dadurch gerettet, dass Staaten, wie Fall Griechenland

“Auf Deubel komme heraus“

nicht pleitegehen dürfen.

Im übrigen ist die Banken Schelte inzwischen an ihrer Fahnenstange angelangt, weil wir kaum noch Banken im eigentlichen Sinne haben.

Warum?,

weil die Zentralbanken der G- 20 Staaten ihre systemrelevanten Banken in der Welt seit den Tagen der Reagonomics längst in ihre prekär schräge Geldmengenpolitik eingebunden, dazu vergattert zwingen, mit billigem Notenbank Geld, nicht nur marode Staatsanleihen zu kaufen sondern in den Bilanzen ihrer Depots zu halten.

Was wir von den herkömmlichen Banken sehen, sind nur noch Fassaden auf denen großspurig täuschend echt
„Bank“
in allen erdenklichen Sprachen draufsteht.

Das sind alles nur noch Dependancen der Geld- und Finanzstrategen Politik, von und an der Leine der Zentralbanken der G 20- Staaten gelassen, die Unsichtbarkeitmachung des ungeheuren Überschusses an horrend gedruckten und ausgegebenen Geldmengen, wie von Zauberhand, vertuschend wie mehrend ins Werk zu setzen, damit der Markt noch mehr Tranchen an Liquidität scheinbar bis zum Tag X unbeschadet aufsaugen kann..

Von Austeritäts- , Autoritätspolitik ist da, angesichts deregulierter Finanz- Märkte, die nach der Pfeife des billigen Geldes der Zentralbanken tanzen sollen, nichts mehr zu sichten und wenn wir, wie Augstein, noch so auf einen Blome hinhauend dichten.

Das Ziel dieser Geldmengenpolitik ist nicht mehr, das Streben nach Investititionen durch günstige Hypotheken- , Kredit Konditionen am Finanz- und Geldmarkt, fordernd & fördernd, zu unterfüttern, sondern nur noch um der Steigerung der Liquidität am und im Markt Selbstwillen, finanzpolitische Netzwerke über sogenannt unverfänglich systemrelevante Banken, Versicherungen zu installieren, die gefordert und gefördert sind, zunemehmend nur noch in Liquidität an sich zu investieren.

Der Irrwitz an diesem Geldmengen geprägten Staatsverschuldungs- Szenario ist, die Strategen dieser expamsiv hegemonialen Geldmengenpolitk jubeln hinter vorgehaltener Hand über jede regionale oder globale Weltfinanzkrise, weil durch diese Finanzkrisen Gründe für weitere Geldmengenausweitungen zur liquiden Finanzierung von Rettungsfonds, Rettungsschirmen, Rettungspakete, wie Pilze aus dem Boden schießen.

Da stehen die Korridore dieser systemrelevanten Banken und Versicherungen als Dependancen der EZB, FED u. a. Zentralbanken prall mit den flüssigen Moneten der Proleten gefüllten Geldsäcken billigen Zentralbankgeldes voll, mit dem die Banken, Versicherungen, Finanzdienstleister, Investmentbanker ohne Eurobonds gar nicht wissen, wohin mit der ganzen liquiden Staatsknete, außer sich in Ihrer Not und Notdurft den Allerwertesten bei ausgefallen Großen Geschäften abzuwischen?

Blome haut den Ball als Steilvorlage wuchtig daneben, ins Publikum soeben:

Blome hat es, vom Blitz der Heilig Eiligen Wahrheit getroffen, hirnig voll erwischt.
Gott hatte gerade Hirn vom Himmel in die Phoenix Arena geworfen, Blome stand ausgerechnet ohne Lizenz noch Legitimation am Aufschlagsort des Hirnfetzens, das aus dem Göttlichen Orbit hernieder auf Erden fiel, eher zischend hastig das Wort "Anlegerschuld" hin genuschelt, damit es in der Freitags und andernorts bei dem TV- Sender Phoenix Community keiner richtig merkt.

Im übrigens kommuniziert BILD, Die Welt, tagaus tagein, ein Bild vom Anleger, als sei das Volk selber der Anleger.
Insofern kann Blome hier unverfänglich in seinem Koordinatensystem das Wort
"Anleger"
handgreiflich in den Mund nehmen.

Blome Orginalton:

“Die Finanztransaktionssteuer ist die Enthüllung der Notlage der Politik“ setzt Blome zur Blutgretsche an, Augstein in die Parade zu fahren.

Das war eine unverblümte Luftnummer aus dem Hause Blome.

Warum?,

weil die Finanztransaktionssteuer als Steckenpferd des EU Kommissars Baroso den Eintritt in das europaweite Steuerprivileg der EU bedeutet und anno 55 Milliarden € in den EU Steuersack bringen soll, wozu, zu wessen steuerlichen Beritt?

Das fragt weder Blome noch Augstein.

JP


siehe:

www.freitag.de/community/blogs/augstein-und-blome/euro-rettung--wollen-wir-dieses-europa-?loggedin=1


30.09.2011 | 17:03

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.