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Kultur : Axel Cäsar Springer, grandioser Kundschafter atomwaffenfreier Welten?

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Axel Cäsar Springer und der Adam Rapacki Plan

War Axel Cäsar Springer einer jenen geheimnisumwobenen Kundschafter des Friedens, der Inneren und Äußeren Einheit der Deutschen Nation, der Versöhnung mit anderen Nationen, Völkern, wie es diese nur wenig auf dem Internationalen Warteraum Parkett der Diplomatie gegeben hat und wohl geben wird?

Am 02 Mai 2012 wäre War Axel Cäsar Springer 100 Jahre alt geworden.

Ob diese Kunschafter, wie Axel Cäsar Springer, von eigenen und geheimisvoll unbestimmten Gnaden nun in heller wie dunkler Mission scheiterten oder erfolgreich waren.
Eines war ihnen gemeinsam, eine monadenhaft grandiose Seelenstruktur ihrer Gemütsverfassung, die den Zeichen der Zeit eilend hier, heillos da in tapfer stillem Gehorsam voraus- oder nacheilte.

In der jüngeren deutschen Geschichte, machen in Sachen geheimer Missionen so unterschiedliche Persönlichkeiten von sich Reden, wie der Stellvertreter des Führers Adolf Hitler, Rudolf Hess, Hans von Dohnanyi aus dem Reichsabwehramt Wilhelm Canaris während des Zweiten Weltkrieges (1939- 1945), Mitglieder der verschiedensten Widerstandskämpfergruppen aller politischen Farben gegen das NS- Regime, darunter der Hitler Attentäter Oberst Graf Schenk von Stauffenberg, der westdeutsche Verfassungsschutzpräsident, Otto John (* 19. März 1909 in Marburg; † 26. März 1997 in Innsbruck, war von 1950 bis 1954 der erste Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz), der DDR Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht als congenialer Berliner Mauerbauer am 13. August 1961, Egon Bahr als geheimer Emissär in Moskau im Jahre 1970, Herbert Wehner bei dem DDR- Staatsratsvorsitzenden und einstigen Kampfgefährten gegen den Nazismus, Erich Honecker im Jahre 1973 im Gästehaus des Politbüros der SED am Wehrbellin See (www.spiegel.de/spiegel/print/d-41471524.html), die DDR- Advokaten, Friedrich Karl Kaul (www.spiegel.de/spiegel/print/d-46274722.html), Wolfgang Vogel, der STASI- Oberst und Devisen Beschaffer , Alexander Schalck- Golodkowski als Leiter der DDR Kommerziellen Koordination (KoKo) im In- und Ausland.

Axel Cäsar Springer gehörte zu jenen, die dem ersten Anschein nach gescheitert, doch wenigstens, anders als der ähnlich grandiose deutsche Politiker, Publizist, Verleger und Dichter in den Jahren vor und während der Märzrevolution von 1848, Robert Blum (* 10. November 1807 in Köln; † 9. November 1848 in der Brigittenau bei Wien wg. Hochverrats hingerichtet), geborgen, wieder heimgekehrt, trotz und wegen ihres kühnen Treibens, der Lächerlichkeit der Medien anheimgefallen sind.

Dabei war es Axel Cäsar Springer im Januar 1958 mit seinem seismografischen Gespür gelungen, am Puls der Moskauer Zeit horchend, kommende Ereignisse, wenn nicht gar befördernd, so doch als "Breaking News" zu vermarkten.

Axel Cäsar Springer sagte damals im Jahre 1958, wie davor bei der Gründung der BILD- Zeitung im Jahre 1952 und später, auf das geteilte deutsche Vaterland schauend, sinngemäß:
"Dieses Land braucht eine Zeitung, die das moralische Bewußtsein wiedererweckt. Dieses Volk ist in den Nachkriegsjahren durch Schwarzmarkt und überlebensnotwendiges Stehlen moralisch " so korrumpiert, daß es lernen muß, sich wieder über Hühnerdiebe zu empören. Ich will diese moralische Zeitung machen."

Mit diesem "überlebensnotwendiges Stehlen" meinte Axel Cäsar Springer mutmaßlich diese Ausformungen der Beschaffungskriminalität, die sich wie Nebeltau in das deutsche Gemüt seit den Tagen der Kommandowirtschaft im Hitlerreich, im Zweiten Weltkrieg, in der Nachkriegszeit, im geteilten deutschen Vaterland, im geteilten Europa, zu Gunsten von Partei- , Verbandsgängertum, zu Lasten der Gemeinschaft der Nation, der Völker eingenistet hatte.

Dabei wußte Axel Cäsar Springer allzugut wovon er als überaus erfolgreicher Medien Unternehmer der ersten Minuten nach der Stunde Null in Deutschland vom 08. Mai 1945, der Bedingungslosen Kapitulation des Dritten Reiches, sprach.

Damals war das, kriminogen aufgeladen scheinbar Unpolitische der Beschaffungsmentalität das Politische und ist es bis heute vom Privathaushälter, Hausmeister bis in die Chefetagen der Konzerne, Parteizentralen, Stiftungsvorstände, in Deutschland und andernorts in einer globalisierten Welt voller Kommandowirtschaftstöne
"Hört die Auflagen-, Quoten- , Rendite- Signale"
geblieben.

Im Jahre 1952 wollten die Engländer, angesichts der Stalin- Note vom 07. März 1952
"Angebot der deutschen Wiedervereinigung"
mitten im Korea- Krieg (1950- 53), diesem "Fliegenden Politik- Parolen Händler", diesem Politik- Stellvertreter von demoskopisch täglichen Gnaden seiner Kioskhändler, Axel Cäsar Springer, ihr moderiertes Demokratie- Hege- und Plegeblatt "Die Welt" als Schwert und Schild angelsächsischen Verständnisses kurz vor dem Ende der britischen Besatzungszeit in Deutschland und der Verkündigung der Teil- Souveräntität der Bundesrepublik Deutschland, käuflich nicht überlassen, hatte Axel Cäsar Springer doch sein Sunday geklontes Zeitungs- Produkt "BILD" bereits mit hoher Auflagen Fahrt erfolgreich vom Stapel gelassen.

Da bedurfte es erst einer eingehend umständlichen Bittstellerei Axel Cäsar Springers über den Hanseatischen Verleger Kollegen und CDU- Politiker Gerd Bucerius Richtung Bundeskanzler Konrad Adenauer, damit der "Welt Deal" zu insgesamt ca. 2. 7 Millionen DM, inklusive aufgelaufener Welt Verbindlichkeiten, in aller Stille, unauffällig, über den SPD- Bürgermeister Max Brauer der Freien und Hansestadt Hamburg zu Gunsten des Hauses Springer zu Lasten der zahlreichen Mitbewerber über die Bühne gehen konnte.

Über den Inneren Preis dieses "Welt Deals" zu Lasten des Hauses Springer zu Gunsten der CDU/CSU/DP/FDP Regierung unter der Richtlinienkompetenz von Bundeskanzler Konrad Adenauer darf bis heute gerätselt werden.

Es ist nicht bekannt, dass die Zeitungen des Hauses Springer gegen den im September 1950 von der Bundesregierung verabschiedeten so genannten Adenauer-Erlass votiert hätten, in dessen Folge, neben anderen Parteien, wie die Sozialistische Reichspartei (SRP) 1952, die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) auf Antrag der Bundesregierung aus dem Jahre 1952 mit Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom18. September 1956 ein viertes Mal seit ihrem Bestehen in die Illegalität gedrängt wurde. (de.wikipedia.org/wiki/KPD-Verbot )

In diesem Umfeld geheimer Kaderschmieden, Geheimarmeen, Geheimmitgliedschaften in illegalen Netzwerken, Organisationen, wie der KPD, im geteilten Deutschland und Europa sann Axel Cäsar Springer als Verleger und deutscher Patriot ganz eigener Prägung und Gesinnung in ausweglos empfundener Lage, abseits von festgefahrenen Pfaden der Politik und Diplomatie des Kalten Krieges im Inneren und Äußeren, mit dem ganzen Einsatz seiner Person, auf einen grandiosen Ausweg.

Tatsache ist, weder Henri Nannen vom Stern, noch Rudolf Augstein vom Wochenmagazin Der Spiegel, sondern Axel Cäsar Springers Mentor und Welt- Chefredakteur Hans Zehrer fährt im Jahre 1955 nach Moskau, um den darauf folgenden spektakulären Besuch Bundeskanzler Konrad Adenauers in Moskau zu sondieren (Heimkehr von zehntausenden deutschen Kriegsgefangenen aus sowjetischen Arbeitslagern), auch wenn es Henri Nannen später als medial knallhart geübter Abstauber gelang, unlegitimiert, neben Bundeskanzler Konrad Adenauer und den Sowjetführerern Nikita Chruschtschow und Nikolai Alexandrowitsch Bulganin auf den legendären Pressefotos in jugendlich imposant überragender Körperpräsenz in Erscheinung zu treten.

1957 nagten die Staaten des Ostblocks an ihrem harten Politik Knochen, dem Rapacki-Plan, der, gemäß den Vorstellungen des polnischen Außenministers Adam Rapacki ( 1909- 1970), eine atomwaffenfreie Zone in Mitteleuropa vorsieht.
Axel Cäsar Springers kannte damals keine Scheu, seine Zeitungen für den Rapacki- Plan landesweit trommeln zu lassen.

Gleichzeitig trommelte die CDU/CSU/DP/FDP geführte Bundesregierung auf dem Weg zur Bundestagswahl im September 1957, bei der Konrad Adenauer die absolute Mehrheit von 50. 8 % der Wählerstimmen gewann, mit dem Verteidgungsminister Franz Josef Strauss ( Intimfeind des Verlegers Rudolf Augstein) als Gallionsfigurn für das Recht der Bundesrepublik Deutschland auf Atomwaffen.

Aufgrund einer Mobilisierung der Massen gelingt es der SPD in der Opposition mit Hilfe von erheblichen Teilen der Medien, hüben & drüben, darunter den Springerblättern, die Idee von der atomaren Bewaffnung der Bundeswehr in die historische Tonne zu drücken und schlussendlich eine Mehrheit für die Ratifizierung des Atomwaffensperrvertrages durch den Deutschen Bundestag zu gewinnen.

In den ersten Tagen des Januar 1958 fliegt Axel Cäsar Springer mit seiner dritten Frau, Rosemarie, dem Welt- Chefredakteur Hans Zehrer nach Moskau, mit der Absicht, dem ersten Mann der UdSSR in Moskau Nikita Chruschtschow nicht nur für ein gängiges Interview, die Hand zu drücken, sondern eine Debatte über die Wiedervereinigung Deutschlands auszulösen, die bis nach Bonn, Ostberlin, London, Paris, Wasghington nachhaltig hallt..

Axel Cäsar Springer entwirft für den Leiter der Presseabteilung des Außenministeriums der UdSSR, einen Herrn Iljitschew, unter dem Datum 17. 1. 1958 einen, engbeschrieben, sechsseitigen Wiedervereinigungsplan, der von seiner Frau Rosemarie auf einer vom ARD- Moskau Korrespondenten Gerd Ruge im Hotel "National" ausgeliehenen Reise- Schreibmaschine getippt, von Axel Cäsar Springer handschriftlich korrigiert ist (Helmut und Hannelore Kohl lassen mit ihrem 10 Punkte Deutschlandplan von 1990 grüßen).

Ob die Reinschrift dem Herrn Iljitschew wortwörtlich so übergeben worden ist, wie es im korrigierten Exemplar steht, weiß nur der Moskauer Wind. Dass dieser Axel Cäsar Springer Wiedervereingungsentwurf, ohne Umschweife Nikita Chruschtschow im Gästehaus der KPdSU in Moskau präsentiert wurde, ist historisch belegt.

Mit dem Elan des medial greifbaren Erfolgs, die atomare Bewaffnung der Bundeswehr mit verhindern zu können, damit Deutschland, Mitteleuropa nicht wie Hiroshima, Nagasaki am 06. und 09. August 1945 ebenfalls in atomarer Asche verglüht, läßt Axel Cäsar Springer, nach dunklen Tagen perönlicher Krise im Sommer 1957, am 07. Januar 1958 ins Flugzeug über Kopenhagen nach Moskau steigen.

Aber in welcher legitimierten Eigenschaft tritt Axel Cäsar Springer damals im Januar 1958 in Moskau an?

Als "Eigentümer des größten Presseunternehmens in Westdeutschland", dessen "Redaktionen in den letzten Jahren einiges dazu beigetragen haben, die Öffentlichkeit der Bundesrepublik für meine Ansichten zu gewinnen", wie Axel Cäsar Springer in vornehmer Zurückhaltung zu verkünden weiß?

Axel Cäsar Springer fühlt sich als "Repräsentant", der viele Freunde und Gesinnungsgenossen in allen Parteien besitzt" und der, anders als demoskopische Institute, nicht alljährlich Umfragen startet, sondern tagaus, tagein mit der Stimme des Volkes über abertausende von Zeitungskioske allgegenwärtig, allerorten, in den Strassen, Gassen, an Stammtischen, in Büros, Parteizentralen, Gewerkschaften, Kirchen, Verbänden, Stiftungen einfühlend im Gespräch ist.

Axel Cäsar Springer schlägt Nikita Chruschtschow "als Kenner der öffentlichen Meinung meines Landes", wie er dies in sein Gespräch mit dem Kremelführer einfließen läßt, vor:

>Abzug aller fremden Truppen vom Territorium der Nato-Staaten wie des Warschauer Paktes.

>Atomare Neutralität eines wiedervereinigten Deutschland ("meines Volkes").

>Die Sowjet-Union solle "die hohe Aufgabe einer aktiven Vermittlung zwischen beiden (deutschen - Red.) Staaten und eines gerechten und unparteilichen Schiedsrichters" übernehmen.

>Nicht atomar ausgerüstete deutsche Streitkräfte, das Ganze über fünf Phasen verteilt.

Der 45jährige Springer ist sich bewußt, daß solch eine Politik nicht "der bisherigen" zuneige, sondern den Bemühungen "der fortschrittlichen Kräfte", "darunter auch diejenigen meines Hauses".

Dass Nikita Chrustschow Axel Cäsar Springer nur ein Interview für vorher eingereichte Fragen gewähren will, sich einer direkten Debatte verschließt und darüber hinaus Axel Cäsar Springer nicht in den Kremel sondern nach lange hinhaltendem Zögern in das Gästehaus der KPdSU zum Interview lädt, wird Axel Cäsar Springer Nikita Cruschtschow niemals mehr verzeihen, auch wenn der mit seiner November Note am Ende des Jahres 1958, durchaus konsequent, brückenschlagend, Ideen von Axel Cäsar Springer aufgreift.

Doch da im November 1958, als die Chruschtschow Note weltweit im Gespräch ist, scheint es, hat Axel Cäsar Springer als, zutiefst gekränkte Seele über sein angebliches Scheitern in Moskau, seine in Moskau "zugesagten" Hausaufgaben als Verleger und Medien Tycoon vergessen.

JP

siehe:

www.bwbs.de/biografie/Chruschtschow-Ultimatum_und_zweite_Berlin-Krise_B167.html

Chruschtschow-Ultimatum und zweite Berlin-Krise

Am 27. November 1958 übergibt die Sowjetunion Noten an die Westalliierten, in denen sie ihnen vorwirft, das Potsdamer Abkommen gebrochen und die aus dem Abkommen resultierenden Rechte verwirkt zu haben.

de.wikipedia.org/wiki/Stalin-Noten

Stalin-Noten
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Deutschland in den Grenzen zur Zeit der Stalin-Noten 1952 vor Beitritt des Saarlands, mit Sonderstatus Berlins und ohne Ostgebiete (lt. Absatz 7 der 1. Stalin-Note)

www.spiegel.de/spiegel/print/d-13516942.html

RUDOLF AUGSTEIN
Der Prinz der Medien

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